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Die Entwicklung und Bedeutung des Hafens Al Mina in der Zeit der griechischen Ostkolonisation

Title: Die Entwicklung und Bedeutung des Hafens Al Mina in der Zeit der griechischen Ostkolonisation

Term Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Karsten Mertens (Author)

World History - Early and Ancient History
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In der Arbeit mit dem Thema „Al Mina“ soll die Entwicklung des Hafens Al Mina in der Zeit der griechischen Ostkolonisation und dessen Bedeutung für den Handel zwischen der griechischen und der nahöstlichen Welt dargestellt werden. Die Gründungsgeschichte Al Minas fällt in eine Zeit in der schriftliche Aufzeichnungen im griechischen Raum noch nicht existent sind. So muss die Geschichte dieses Hafens aus den archäologischen Fundstücken heraus interpretiert werden.
Der erste Kontakt zwischen den beiden Welten an diesem Hafen wird in das 8. Jahrhundert v. Chr. datiert. Das wirtschaftlich starke Euböa drängte in diesem Jahrhundert in den östlichen Mittelmeerraum. Eine große Anzahl an Töpferware belegt den ausgiebigen Handel zwischen den beiden verschiedenen Kulturen. Neben Keramiken wurden auch Metalle, Sklaven und vor allem Wissen gehandelt. Dieses Wissen förderte die Entwicklung von Rüstungen und Waffen. Ein besonders wichtiges Ereignis war die Übernahme der Schrift durch die Griechen. Ihre, höchstwahrscheinlich durch Missverständnisse aufgetretene, Modifikation des semitischen Alphabets sorgte dafür, dass sich das neue Alphabet sehr schnell in Griechenland und den Nachbarstaaten ausbreitete. Al Mina wird für diesen Wissenstransfer von einigen Wissenschaftlern als Hauptort betrachtet. Was mit Sicherheit gesagt werden kann, ist dass Al Mina für die Griechen über Jahrhunderte hinweg ein wichtiger Handelsposten war. Nach den Euböern und Zyprern entdeckten das griechische Festland und die ostgriechischen Inseln Al Mina für sich. Die Waren die dabei nach Al Mina gelangten verbreiteten sich weit ins Hinterland, bis nach Babylon und Ninive. Diese Regionen blieben jedoch auch nicht von politischen Umweltzungen verschont. In der über vierhundert jährigen Geschichte wechselten die Machtverhältnisse von den Assyrern über die Babylonier zu den Persern, bis schließlich Alexander der Große 333 v. Chr. diese Region eroberte. All diese Wechsel konnten den Handel in Al Mina nicht stoppen. Zwar war Al Mina immer wieder vom Verfall betroffen doch erlangte der Hafen stets so an Signifikanz für die Griechen, dass er immer wieder aufgebaut wurde und mehrere Blütephasen durchlebte. Für das 5. Jahrhundert wurden Münzen in Al Mina nachgewiesen.
Diese stammten hauptsächlich aus Attika und wurden unter Alexander dem Großen durch mazedonische ersetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Thema, Fragestellung und Eingrenzung

1.2. Quellenlage und Forschungsstand

2. Vorgeschichte

3. Al Mina/ Poseideion

4. Handelsposten Al Mina

4.1. Al Mina: Die erste Periode

4.2. Al Mina unter den Assyrern

4.3. Al Mina: Die zweite Periode

5. Von Al Mina nach Seleukia

6. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Arbeit „Al Mina“

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die historische Entwicklung des Hafens Al Mina während der griechischen Ostkolonisation und analysiert dessen zentrale Bedeutung als Handelsknotenpunkt zwischen der griechischen Welt und dem Nahen Osten unter sich wandelnden politischen Rahmenbedingungen.

  • Entwicklung des Hafens von den Anfängen im 8. Jahrhundert v. Chr. bis zur Bedeutungslosigkeit.
  • Handelsbeziehungen zwischen Griechenland, Zypern und den nahöstlichen Kulturen.
  • Rolle von Al Mina als Ort des Wissenstransfers, insbesondere bei der Übernahme des Alphabets.
  • Archäologische Interpretation der Funde und Siedlungsstrukturen.
  • Politische Einflüsse durch aufeinanderfolgende Großreiche wie Assyrer, Babylonier und Perser.

Auszug aus dem Buch

1.1. Thema, Fragestellung und Eingrenzung

In der Arbeit mit dem Thema „Al Mina“ soll die Entwicklung des Hafens Al Mina in der Zeit der griechischen Ostkolonisation und dessen Bedeutung für den Handel zwischen der griechischen und der nahöstlichen Welt dargestellt werden. Die Gründungsgeschichte Al Minas fällt in eine Zeit in der schriftliche Aufzeichnungen im griechischen Raum noch nicht existent sind. So muss die Geschichte dieses Hafens aus den archäologischen Fundstücken heraus interpretiert werden.

Der erste Kontakt zwischen den beiden Welten an diesem Hafen wird in das 8. Jahrhundert v. Chr. datiert. Das wirtschaftlich starke Euböa drängte in diesem Jahrhundert in den östlichen Mittelmeerraum. Eine große Anzahl an Töpferware belegt den ausgiebigen Handel zwischen den beiden verschiedenen Kulturen. Neben Keramiken wurden auch Metalle, Sklaven und vor allem Wissen gehandelt. Dieses Wissen förderte die Entwicklung von Rüstungen und Waffen. Ein besonders wichtiges Ereignis war die Übernahme der Schrift durch die Griechen. Ihre, höchstwahrscheinlich durch Missverständnisse aufgetretene, Modifikation des semitischen Alphabets sorgte dafür, dass sich das neue Alphabet sehr schnell in Griechenland und den Nachbarstaaten ausbreitete. Al Mina wird für diesen Wissenstransfer von einigen Wissenschaftlern als Hauptort betrachtet. Was mit Sicherheit gesagt werden kann, ist dass Al Mina für die Griechen über Jahrhunderte hinweg ein wichtiger Handelsposten war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Aufgabenstellung, den historischen Kontext und erläutert die methodische Herangehensweise auf Basis archäologischer Funde.

2. Vorgeschichte: Skizziert die frühen griechischen Kontakte in den Osten bereits in der Bronzezeit und beleuchtet die Entwicklungen nach der mykenischen Ära.

3. Al Mina/ Poseideion: Beschreibt die Entdeckung des Hafens durch Woolley, dessen physische Merkmale und die Gleichsetzung mit der antiken Siedlung Poseideion.

4. Handelsposten Al Mina: Analysiert detailliert die verschiedenen Phasen des Handels, die beteiligten Akteure wie Euböer und Zyprer sowie den Wandel unter assyrischer Herrschaft.

5. Von Al Mina nach Seleukia: Behandelt die Phase unter babylonischer und persischer Herrschaft bis hin zum endgültigen Niedergang des Hafens infolge der Gründung Seleukias.

6. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Arbeit „Al Mina“: Resümiert die zentrale Funktion des Hafens als Bindeglied für Kultur- und Warentransfer und reflektiert die historischen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Al Mina, griechische Ostkolonisation, Handel, Euböa, archäologische Funde, Töpferware, Wissenstransfer, Alphabet, Assyrisches Reich, antike Geschichte, Seleukia, Importe, Handelsniederlassung, Keramik, Mittelmeerraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Bedeutung und die Entwicklung des antiken Hafens Al Mina im Kontext der griechischen Ostkolonisation.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Handelsbeziehungen zwischen Griechenland und dem Nahen Osten, die Entwicklung von Siedlungsstrukturen sowie die Bedeutung des Hafens für den kulturellen Austausch.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Untersuchung zielt darauf ab, die Rolle von Al Mina für den Handel und Wissenstransfer zwischen der griechischen und nahöstlichen Welt darzustellen, da keine schriftlichen Überlieferungen aus dieser Zeit existieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Da schriftliche Quellen für den untersuchten Zeitraum fehlen, basiert die Arbeit auf der Auswertung und Interpretation archäologischer Funde, insbesondere Keramiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Vorgeschichte, die detaillierte Beschreibung der Hafensiedlung sowie eine Analyse der verschiedenen Handelsperioden unter wechselnden politischen Machtverhältnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind Al Mina, griechische Ostkolonisation, Handel, Euböa und der kulturelle Austausch zwischen Griechenland und dem Orient.

Werden auch architektonische Aspekte des Hafens beleuchtet?

Ja, das Kapitel 3 beschreibt die bauliche Struktur des Hafens, wie etwa die Flachbauten aus Lehmziegeln und deren Nutzung als Lagerhäuser.

Wie war die Rolle der Euböer in Al Mina?

Die Euböer gelten als die ersten Griechen, die den Hafen als wichtige Handelsbasis nutzten und maßgeblich am Aufbau des Austauschs mit dem Osten beteiligt waren.

Warum verlor Al Mina schließlich an Bedeutung?

Der Hafen verlor seine Signifikanz durch die Gründung Seleukias im Jahr 301 v. Chr., was zu einem wirtschaftlichen Konkurrenzkampf führte, dem Al Mina nicht gewachsen war.

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Details

Title
Die Entwicklung und Bedeutung des Hafens Al Mina in der Zeit der griechischen Ostkolonisation
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Griechische Kolonisation: Siedlung und politische Organisation
Grade
1,3
Author
Karsten Mertens (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V139990
ISBN (eBook)
9783640471645
ISBN (Book)
9783640471799
Language
German
Tags
griechische Kolonisation Keramik Euböa Assyrer Zypern Ostkolonisation Orontes Sir Leonard Woolley Bytyllion St. Simeon Skyphoi Lefkandi Lelantischer Krieg aryballos Seleukias
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karsten Mertens (Author), 2007, Die Entwicklung und Bedeutung des Hafens Al Mina in der Zeit der griechischen Ostkolonisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139990
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