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Das freundschaftliche Subjekt. Eine Metaphernanalyse der Frauenfreundschaft

Titel: Das freundschaftliche Subjekt. Eine Metaphernanalyse der Frauenfreundschaft

Hausarbeit , 2021 , 28 Seiten

Autor:in: Jule Ziegler (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll mit Hilfe der Metaphernanalyse eines Einzelfalls ein kleines Licht darauf geworfen werden, inwiefern ein Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung des freundschaftlichen Bezugs von Frauen untereinander und der (fortschreitenden) Subjektwerdung der Frau besteht, welche Bedeutungen Frauenfreund- und -seilschaften für die gesellschaftliche Konstituierung des anderen Geschlechts haben. Hierfür soll ein Radiobeitrag zu Frauenfreundschaft mit Hilfe der systemischen Metaphernanalyse nach Schmitt untersucht werden.

Zu Beginn der Arbeit soll jedoch die Vorgehensweise der systemischen Metaphernanalyse dargelegt werden. Anschließend werden die, in dieser Arbeit gestellte, Fragestellung und der gewählte Datensatz dargelegt und reflektiert um im Folgenden das konkrete methodische Vorgehen erläutert.

Die drei prägnantesten metaphorischen Konzepte werden im Anschluss vorgestellt und interpretiert, um einen tieferen Einblick in immanente Wissensstrukturen in Bezug auf Frauen und ihre Freundschaften zueinander zu ermöglichen. Schlussendlich werden die drei Konzepte zusammen geführt werden, um eine Antwort auf die Frage nach dem freundschaftlichen Subjekt Frau zu finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodologie

2.1 Vorgehensweise der Metaphernanalyse

2.2 Reflexion der Fragestellung und des Datensatzes

2.3 Reflexion des methodischen Vorgehens dieser Arbeit

3. Metaphern der Frauenfreundschaft

3.1 Frauenfreundschaft als vergeschlechtlichte Kriegsführung

3.2 Freundschaft zwischen Frauen als Ziel von Reproduktionsarbeit

3.3 Freundschaft zwischen Frauen als Möglichkeit zur Transzendentalisierung

4. Fazit: Frauen als freundschaftliche Subjekte?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht mittels einer systemischen Metaphernanalyse, ob und wie Frauenfreundschaften zur Subjektwerdung der Frau beitragen und welche gesellschaftliche Bedeutung diesen zwischenmenschlichen Bezügen in einem patriarchalen Kontext zukommt.

  • Anwendung der systemischen Metaphernanalyse nach Schmitt zur Untersuchung von Frauenfreundschaften.
  • Analyse der Konstruktion von Frauen als Subjekte durch ihre freundschaftlichen Beziehungen.
  • Dekonstruktion von Geschlechterrollen und deren Einflüsse auf die Wahrnehmung von Frauenfreundschaften.
  • Reflexion über die Rolle der Frau zwischen Reproduktionsarbeit und individueller Selbstverwirklichung.
  • Historische und gesellschaftliche Kontextualisierung weiblicher Beziehungsgeflechte.

Auszug aus dem Buch

Frauenfreundschaft als vergeschlechtlichte Kriegsführung

Frauenfreundschaften als Art einer kriegerischen/kämpferischen Einheit können als eines der zentralen Schemata des bearbeiteten Textes gesehen werden.

So wird von der „politische Sprengkraft der vielen kleinen und großen Frauenbündnisse" (Was Frauenfreundschaften besonders macht, Pos. 59) gesprochen. „Dann fühlt sich der Mann umzingelt (Was Frauenfreundschaften besonders macht, Pos. 83)", wird über den Einfluss von Frauenfreundschaften auf Uneinigkeiten in heterosexuellen Beziehungen gesagt oder auch konstatiert: „dass Frauenfreundschaften die Gräben zwischen den Geschlechtern vertiefen können" (Was Frauenfreundschaften besonders macht, Pos. 84-85).

Der Quellbereich dieses metaphorischen Konzeptes ist, interessanter Weise, in keiner Weise auf die freundschaftliche Beziehung von Frauen untereinander bezogen, sondern stellt eine gewaltvolle, kriegerische Auseinandersetzung dar. Auch der Zielbereich ist nicht das Abstraktum der Freundschaft zwischen Frauen, sondern die Unvereinbarkeit der Interessen der Geschlechter in einer patriarchalen Gesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die historische Bedeutung von Beziehungen zwischen Frauen im Kontext patriarchaler Gesellschaftsstrukturen beleuchtet und die Forschungsfrage zur Subjektwerdung durch Freundschaften eingeführt.

Methodologie: Dieses Kapitel erläutert die Anwendbarkeit der systemischen Metaphernanalyse nach Schmitt in der qualitativen Sozialforschung sowie das konkrete Vorgehen der Datenanalyse.

Vorgehensweise der Metaphernanalyse: Hier wird der Prozess der Identifikation metaphorischer Konzepte und deren Interpretation mit Fokus auf den Gebrauchs- und Wissenshintergrund der Metaphern dargestellt.

Reflexion der Fragestellung und des Datensatzes: Das Kapitel reflektiert die Entstehung der Forschungsfrage im Kontext seminaristischer Diskussionen und die Auswahl des Quellenmaterials.

Reflexion des methodischen Vorgehens dieser Arbeit: Es werden die konkreten Schritte der empirischen Arbeit, inklusive der Softwarenutzung und der Triangulation der Befunde, detailliert beschrieben.

Metaphern der Frauenfreundschaft: Die drei prägnantesten metaphorischen Konzepte werden vorgestellt und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Subjektwerdung der Frau interpretiert.

Frauenfreundschaft als vergeschlechtlichte Kriegsführung: Analyse der Metapher, die Frauenbündnisse als kriegerische Einheiten darstellt und deren Potenzial zur Veränderung geschlechtsspezifischer Machtverhältnisse diskutiert.

Freundschaft zwischen Frauen als Ziel von Reproduktionsarbeit: Untersuchung der Sichtweise auf die freundschaftliche Beziehung als (re-)produktive Tätigkeit und deren historische Einbettung.

Freundschaft zwischen Frauen als Möglichkeit zur Transzendentalisierung: Betrachtung der spiritualisierten, als heilig geltenden Aspekte von Frauenfreundschaften im Vergleich zu männlichen Idealen.

Fazit: Frauen als freundschaftliche Subjekte?: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Frage, ob Frauen durch ihre Freundschaften in der Lage sind, ihre Subjektivität im patriarchalen Kontext zu festigen.

Schlüsselwörter

Metaphernanalyse, Frauenfreundschaft, Subjektwerdung, Patriarchat, Reproduktionsarbeit, Transzendentalisierung, Geschlechterrolle, Qualitative Sozialforschung, Emanzipation, Subjektivität, Beziehungsarbeit, Systemische Metaphernanalyse, Geschlechterkampf, Identität, Soziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Frauenfreundschaften und deren Einfluss auf die Subjektwerdung der Frau innerhalb einer von patriarchalen Strukturen geprägten Gesellschaft.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Felder sind die Analyse von Frauenbündnissen als kriegerische Einheiten, die Rolle der Reproduktionsarbeit in diesen Freundschaften sowie die spirituelle Transzendentalisierung weiblicher Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, aufzuklären, ob und wie die Wahrnehmung des freundschaftlichen Bezugs zwischen Frauen zur Konstituierung ihrer Identität als gesellschaftliche Subjekte beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die systemische Metaphernanalyse nach Schmitt, um implizite Wissensstrukturen hinter dem Konzept der Frauenfreundschaft aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert drei zentrale metaphorische Konzepte: die kriegerische Auseinandersetzung, die Reproduktionsarbeit und die Transzendentalisierung von Frauenfreundschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Metaphernanalyse, Subjektwerdung, Patriarchat, Geschlechterrollen und Emanzipation.

Wird auch die Rolle von Müttern in der Arbeit thematisiert?

Ja, in einem gesonderten Anhang wird die Mutterliebe bei Erich Fromm kritisch untersucht, um die Abgrenzung der Frau als Subjekt gegenüber ihrer Rolle als reine Mutter aufzuzeigen.

Welches Material dient als Grundlage der Analyse?

Als Grundlage dient ein Radiobeitrag von Justine Schreiber sowie ergänzende Literatur zu Frauenfreundschaften und soziologische Theorien.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das freundschaftliche Subjekt. Eine Metaphernanalyse der Frauenfreundschaft
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Soziologie)
Veranstaltung
Private Beziehungen qualitativ erforschen
Autor
Jule Ziegler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
28
Katalognummer
V1399991
ISBN (PDF)
9783346952417
ISBN (Buch)
9783346952424
Sprache
Deutsch
Schlagworte
subjekt eine metaphernanalyse frauenfreundschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jule Ziegler (Autor:in), 2021, Das freundschaftliche Subjekt. Eine Metaphernanalyse der Frauenfreundschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1399991
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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