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Die Vermischung der Kulturen

Zur Notwendigkeit eines interdisziplinären Verfahrens in der Medienforschung

Title: Die Vermischung der Kulturen

Term Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Judith Binias (Author)

Communications - Methods and Research Logic
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit diskutiert die These, dass zur Erforschung von Medien ein interdisziplinäres Verfahren notwendig ist, um sie in ihrer Komplexität erfassen und adäquat untersuchen zu können. Zentral ist dabei die Annahme, dass die Vermischung der Kulturen einer der größten Effekte der Medien ist.
Um diese These zu erläutern und den Grund für die Komplexität aufzuzeigen, ist es zunächst notwendig, die Begriffe Kultur und Medien zu profilieren. Bereits durch die Darstellung des Problems dieser Profilierung wird deutlich werden, dass unterschiedliche Theorien verschiedene Schwerpunkte beinhalten. Da es über den Umfang dieser Arbeit hinausgehen und nicht zu der Festigung der zentralen These dieser Hausarbeit beitragen würde, werden lediglich exemplarische Theorien vorgestellt, um einen Überblick der Unterschiede zu ermöglichen und der Begriff Kultur nach der Definition von Siegfried J. Schmidt verwendet, bzw. genauer erläutert.
Auch bei der darauf folgenden Problemdarstellung bezüglich der Begriffsprofilierung von Medien wird auf diese Weise vorgegangen. Hierbei bietet es sich, zum einen aufgrund der gemeinsamen Verwendung des Begriffs von Schmidt, Wolfang Welsch und Marshall McLuhan an, genauer auf McLuhans Medientheorie einzugehen. Zum anderen zeigt die Komplexität seiner Profilierung des Medienbegriffs, dass unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen bei der Erforschung der Medien angesprochen werden.
Das darauf folgende Kapitel befasst sich mit der Darstellung der Theorie einer „transkulturellen Gesellschaft“ nach Wolfang Welsch. Sie beschäftigt sich zentral mit der Vermischung der Kulturen und erläutert, welche Möglichkeiten eine solche Theorie bietet und aus welchen Gründen nicht mehr von homogenen Kulturen gesprochen werden kann. Diese Mischung sei nach Welsch die Wirkung von Medien. Aus diesem Grund folgt darauf der Vorschlag eines integrativen Medienkonzepts nach Siegfried J. Schmidt. Es basiert auf der Annahme, dass zur Erforschung der Medien die verschiedenen Ansätze der unterschiedlichen Wissenschaften synthetisiert werden müssen, da jede wissenschaftliche Theorie die Schwerpunkte einer anderen negieren würde und somit blinde Flecken bei der Untersuchung entstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Problem der Profilierung des Begriffs Kultur

II.1 Der Kulturbegriff nach Siegfried J. Schmidt

-Das Programm Kultur

II.1.1 Wirklichkeitsmodelle und Verhaltensweisen

II.1.2 Möglichkeiten des Programms Kultur

III. Das Problem der Profilierung des Begriffs Medium

III.1 Die Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit der Medien

III.1.2 Unterschiedliche Medienbegriffe

III.2 Die Medientheorie nach Marshall McLuhan

IV. Die Theorie einer „transkulturellen Gesellschaft“ nach Wolfang Welsch

V. Das integrative Medienkonzept nach S.J. Schmidt

V.1 Die Komponenten des Mediensystems

V.1.1 Die semiotischen Kommunikationsinstrumente

V.1.2 Die technisch-medialen Dispositive, bzw. Medientechnologien

V.1.3 Die sozialsystemische Institutionalisierung eines Mediums

V.1.4 Die Medienangebote

V.2 Nutzung und Wirkung nach Schmidt

VI. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Notwendigkeit eines interdisziplinären Verfahrens in der Medienforschung, um die komplexen Auswirkungen der Vermischung von Kulturen durch Medien adäquat erfassen zu können. Ausgehend von der Annahme, dass Medien maßgeblich zur kulturellen Durchmischung beitragen, wird die zentrale Forschungsfrage gestellt, wie eine Synthese unterschiedlicher wissenschaftlicher Theorien zur Profilierung der Begriffe Kultur und Medien beitragen kann, um blinde Flecken bei der Untersuchung zu vermeiden.

  • Grundlagen der Begriffsprofilierung von Kultur und Medium
  • Analyse des Kulturkonzepts nach Siegfried J. Schmidt
  • Die Medientheorie von Marshall McLuhan im Kontext der kulturellen Vermischung
  • Transkulturalität als gesellschaftliches Modell nach Wolfgang Welsch
  • Entwicklung und Anwendung eines integrativen Medienkonzepts

Auszug aus dem Buch

II. Das Problem der Profilierung des Begriffs Kultur

Will man die Wirkung der Medien auf eine Kultur untersuchen, muss zunächst der Begriff Kultur eingegrenzt, bzw. bestimmt werden. Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen Wort colo, 3.colui, culturs ab und bedeutet übersetzt bauen, bearbeiten, Ackerbau betreiben, wohnen, Sorge tragen, verehren, anbeten. Schon bei der Übersetzung wird deutlich, dass unterschiedliche Disziplinen der Wissenschaften angesprochen sind. Zum einen kann Kultur also als naturwissenschaftlicher Gegenstand erforscht werden und zum anderen als geisteswissenschaftlicher, der sich wiederum in religiöse und gesellschaftliche Aspekte unterteilen lässt. Gemein haben jedoch die einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen, dass der Unterschied zwischen zwei oder mehr Aspekten untersucht wird. Kultur ist also als eine Unterscheidungsgröße festzuhalten.

Doch schon bei der Verwendungsweise des Begriffs im Singular oder Plural lassen sich Unterschiede feststellen: spricht man von Kultur, sind damit vom Menschen hervorgebrachte Errungenschaften, die ihn von der Natur differenzieren und gestaltende, bewahrende oder ausbildende Handlungen gemeint. Der Singular umfasst also sowohl die Bereiche der Landwirtschaft, Religion und Politik als auch die der Kunst und Bildung. Ist jedoch von Kulturen die Rede, so sind damit unterschiedliche Lebensformen gemeint, die sich z.B. durch Sitten und Traditionen in den Bereichen Kleidung, Sprach und Familienstrukturen charakterisieren lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die These ein, dass Medienforschung ein interdisziplinäres Verfahren benötigt, um die durch Medien verursachte kulturelle Vermischung in ihrer Komplexität zu verstehen.

II. Das Problem der Profilierung des Begriffs Kultur: In diesem Kapitel wird aufgezeigt, wie der Kulturbegriff historisch und wissenschaftlich variiert und durch die Differenzierung zwischen Singular und Plural unterschiedliche Analyseebenen eröffnet.

II.1 Der Kulturbegriff nach Siegfried J. Schmidt: Schmidt wird als maßgeblicher Theoretiker vorgestellt, dessen Ansatz Kultur als ein Programm zur Produktion und Interpretation von Wirklichkeit versteht.

-Das Programm Kultur: Hier wird erläutert, wie Kultur als dynamisches, kommunikatives Interpretationssystem fungiert, das über bloße Phänomene hinausgeht.

II.1.1 Wirklichkeitsmodelle und Verhaltensweisen: Dieses Unterkapitel beschreibt, wie Individuen durch die Konstruktion von Wirklichkeitsmodellen Teil einer Gesellschaft werden und Kultur somit durch ihre Anwender aktiv gestalten.

II.1.2 Möglichkeiten des Programms Kultur: Es wird dargelegt, wie das Kulturprogramm Handlungsrahmen bietet und durch verschiedene Unterprogramme sowie deren Materialisierung beobachtbar wird.

III. Das Problem der Profilierung des Begriffs Medium: Das Kapitel untersucht die etymologische Herleitung und die historische Debatte um die Sichtbarkeit oder Unsichtbarkeit von Medien.

III.1 Die Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit der Medien: Die Wahrnehmungstheorie von Aristoteles bis zu modernen Medientechnologien dient als Basis für den Gegensatz von medienzentrierter Sichtweise und Inhaltsfokussierung.

III.1.2 Unterschiedliche Medienbegriffe: Es wird die Vielfalt wissenschaftlicher Medienbegriffe skizziert, die von technischen Geräten bis hin zu sozialen Trägern wie Liebe und Kunst reichen.

III.2 Die Medientheorie nach Marshall McLuhan: McLuhans Kernthese zur Wirkung der Medien als Erweiterung des Menschen wird hier auf ihre Bedeutung für die kulturelle Vermischung hin untersucht.

IV. Die Theorie einer „transkulturellen Gesellschaft“ nach Wolfang Welsch: Welschs Konzept wird präsentiert, um die Überwindung des homogenen Monokulturbegriffs zugunsten individueller Identitäten und hybrider Kulturformen zu begründen.

V. Das integrative Medienkonzept nach S.J. Schmidt: Dieses Modell versucht, technikzentrierte und anthropologische Ansätze in einem komplexen Mediensystem zu synthetisieren.

V.1 Die Komponenten des Mediensystems: Die Zerlegung des Medienbegriffs in semiotische, technische, institutionelle und angebotsbezogene Komponenten wird hier methodisch hergeleitet.

V.1.1 Die semiotischen Kommunikationsinstrumente: Die Rolle von Zeichen und Systemkopplung für die gesellschaftliche Vermittlung steht in diesem Abschnitt im Fokus.

V.1.2 Die technisch-medialen Dispositive, bzw. Medientechnologien: Es wird erläutert, dass Medien als Werkzeuge einer speziellen Kompetenz bedürfen und einen technischen Rahmen für Produktion und Rezeption bilden.

V.1.3 Die sozialsystemische Institutionalisierung eines Mediums: Hier wird der Fokus auf soziale Institutionen und Organisationen gelegt, die für die Auswahl und Verbreitung von Medien verantwortlich sind.

V.1.4 Die Medienangebote: Als Resultat der vorangegangenen Komponenten werden Medienangebote als die Summe der tatsächlichen Nutzung durch Anwender definiert.

V.2 Nutzung und Wirkung nach Schmidt: Dieses Kapitel differenziert verschiedene Wirkungsdimensionen und betont die notwendige Einbeziehung historischer und sozialwissenschaftlicher Kontexte.

VI. Schluss: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass die Komplexität der Begriffe Kultur und Medium zwingend ein interdisziplinäres Verfahren erfordert, um Wechselwirkungen ohne blinde Flecken zu erforschen.

Schlüsselwörter

Medienforschung, Interdisziplinarität, Kulturbegriff, Transkulturalität, Medienkonzept, Siegfried J. Schmidt, Marshall McLuhan, Wolfgang Welsch, Wirklichkeitsmodelle, Kommunikation, Medientechnologie, Systemtheorie, Medienwirkung, Kulturtheorie, Hybridität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit, Medien mittels eines interdisziplinären Ansatzes zu erforschen, da nur so die komplexe Wirkung der Vermischung von Kulturen adäquat untersucht werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die theoretische Profilierung der Begriffe Kultur und Medium, die Theorie der Transkulturalität sowie die Entwicklung eines integrativen Medienkonzepts.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum eine Synthese verschiedener wissenschaftlicher Theorien essenziell ist, um bei der Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Medien und Kultur keine wesentlichen Erkenntnisbereiche auszublenden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird ein theoretisch-analytisches Verfahren angewandt, das führende Medientheorien von Autoren wie Siegfried J. Schmidt, Marshall McLuhan und Wolfgang Welsch gegenüberstellt und in einem integrativen Modell synthetisiert.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Begriffe Kultur und Medium, diskutiert Welschs Transkulturalitätsansatz und expliziert Schmidts integratives Mediensystem mitsamt seiner Komponenten wie Kommunikation, Technik und Institution.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Transkulturalität, Wirklichkeitsmodelle, Systemtheorie und das integrative Medienkonzept bestimmt.

Wie unterscheidet sich Schmidts Kulturbegriff von einem traditionellen Verständnis?

Schmidt betrachtet Kultur nicht als statisches Phänomen, sondern als ein dynamisches Programm, das durch die Produktion und Interpretation von Wirklichkeitsmodellen durch die Anwender selbst entsteht.

Welche Rolle spielt die Medientheorie von Marshall McLuhan für das Argument der Autorin?

Die Autorin nutzt McLuhans Kernthese, dass Medien die Wahrnehmung erweitern, um zu illustrieren, wie durch verschiedene Medien (z.B. Eisenbahn oder Internet) Grenzen zwischen Kulturen verwischt werden.

Warum betont die Autorin die Unsichtbarkeit von Medien?

Die Debatte um die Sichtbarkeit bzw. Unsichtbarkeit verdeutlicht, dass Medien oft durch Gewöhnung und Habitualisierung als natürlicher Bestandteil der Umwelt wahrgenommen werden, was ihre Analyse erschwert.

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Details

Title
Die Vermischung der Kulturen
Subtitle
Zur Notwendigkeit eines interdisziplinären Verfahrens in der Medienforschung
College
University of Hagen
Grade
1,7
Author
Judith Binias (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V140010
ISBN (eBook)
9783640500215
ISBN (Book)
9783640500178
Language
German
Tags
Vermischung Kulturen Notwendigkeit Verfahrens Medienforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Judith Binias (Author), 2009, Die Vermischung der Kulturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140010
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