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Konfliktlösungsmöglichkeiten in der Schule am Beispiel der Mediation

Title: Konfliktlösungsmöglichkeiten in der Schule am Beispiel der Mediation

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stephanie von Wendt (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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„Konflikte gibt es wie Sand am Meer“. So beschreibt es Hans-Christian Anschitz zu Beginn in dem Kapitel über „Konflikte und Konfliktbegriffe“. Sie finden in allen Situationen unseres Alltagslebens statt, in der Familie, im Beruf, unter Freunden und auch, oder besonders in den Schulen, da hier eine relativ große Masse von Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, sozialer Hintergründe und Einstellungen auf kleinstem Raum zusammen kommt. Da ist es eigentlich ganz normal, dass hin und wieder Streitigkeiten und Konflikte entstehen.
Doch scheint in den letzten Jahren, verstärkt durch die Medien, das Thema „Gewalt an der Schule“ zugenommen zu haben. Diese Gewalt äußert sich in „verbaler (Beleidigungen, Beschimpfungen), physischer (Prügeleien) und psychischer Gewalt“ (Erpressung, Mobbing) gegen Schüler und Lehrer sowie durch Gewalt gegen Schuleigentum und Gegenstände. Vorfälle wie die Messerattacke im Mai 2006 in Hamm und die Amokläufe von Erfurt im April 2002 und Emsdetten im November 2006 sind dabei sicher nur die Spitze des Eisbergs, die uns zeigen, welch großes Konfliktpotenzial heute an Schulen herrscht und wie sie im schlimmsten Fall enden können.

Um zu verhindern, dass sich kleine Streitigkeiten zu größeren Konflikten entwickeln, ist es wichtig, das bestehende Konfliktpotential zu erkennen und frühzeitig zu intervenieren.
In den folgenden Kapiteln meiner Arbeit will ich versuchen, zwei solcher Konfliktlösungsmöglichkeiten, die Mediation und den Täter-Opfer-Ausgleich, sowie ihre Einsatzmöglichkeiten an Schulen darzustellen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konflikte

2.1 Definition von Konflikt

2.2 Verlauf von Konflikten

2.3 Konfliktentstehung in der Schule

3. Mediation

3.1 Definition von Mediation

3.2 Geschichte der Mediation

3.3 Mediation in der Schule

3.4 Ablauf einer Mediation

4. Täter-Opfer-Ausgleich

4.1 Beschreibung Täter-Opfer-Ausgleich

4.2 Ziele des Täter-Opfer-Ausgleichs

4.3 Ablauf eines Täter-Opfer-Ausgleichs

5. Unterschiede zwischen Mediation und Täter-Opfer-Ausgleich

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit setzt sich mit der zunehmenden Gewaltproblematik im schulischen Alltag auseinander und untersucht präventive sowie intervenierende Ansätze. Das primäre Ziel ist es, die Konzepte Mediation und Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) als effektive Methoden zur gewaltfreien Konfliktbewältigung vorzustellen und deren Einsatzmöglichkeiten zur Förderung eines positiven Schulklimas darzulegen.

  • Grundlagen der Konflikttheorie und Eskalationsstufen nach Glasl.
  • Entstehung und spezifische Dynamiken von Konflikten im schulischen Raum.
  • Konzeptionelle Darstellung und methodischer Ablauf der Mediation.
  • Analyse des Täter-Opfer-Ausgleichs bei schwerwiegenderen Vorfällen.
  • Vergleichende Gegenüberstellung beider Verfahren als schulische Interventionsinstrumente.

Auszug aus dem Buch

3.4 Ablauf einer Mediation

Jamie Walker nennt in ihrem Buch „Mediation in der Schule“ sechs Schritte zum Ablauf einer Mediation, die ich nun erläutern möchte.

1. Schritt: Einleitung

2. Schritt: Sichtweisen klären und das Problem definieren

3. Schritt: den Konflikt erhellen

4. Schritt: Lösungen suchen

5. Schritt: Vereinbarungen treffen

6. Schritt: Nachtreffen zur Auswertung

Zu Beginn jeder Mediation bedarf es eines sogenannten Vorlaufs, in dem sich die Konfliktparteien beruhigen, ihre Bereitschaft zur Mediation zum Ausdruck bringen und einen Termin zur Klärung ihres Konflikts vereinbaren. Hier geht es noch nicht darum Informationen über Inhalt oder Ablauf des Streits zu erhalten, denn „zu viel Wissen kann zur Voreingenommenheit führen“.

Im ersten Schritt ist besonders wichtig, eine „vertrauensvolle Atmosphäre“ zu schaffen, eine passende Sitzordnung zu finden und vor allem Regeln für das Gespräch aufzustellen. Diese sind: „Zusammenarbeit, Offenheit und Ehrlichkeit, Zuhören ohne Unterbrechungen, Fairness (z.B. keine Beleidigungen oder Schuldzuweisungen, keine Gewalt), Vertraulichkeit und Verbindlichkeit“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Allgegenwart von Konflikten im Schulalltag und die zunehmende Relevanz von Gewaltprävention aufgrund aktueller Vorkommnisse.

2. Konflikte: Das Kapitel definiert den Konfliktbegriff theoretisch, erläutert die Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl und analysiert spezifische Auslöser und Verhaltensweisen, die zu Gewalt an Schulen führen.

3. Mediation: Hier wird Mediation als unparteiisches Vermittlungsverfahren vorgestellt, seine historische Herkunft beleuchtet und die Integration in den Schulalltag sowie der konkrete Ablauf der sechs Mediatonsschritte detailliert beschrieben.

4. Täter-Opfer-Ausgleich: Dieses Kapitel führt den Täter-Opfer-Ausgleich als ergänzendes Instrument für schwerwiegendere, einseitig verursachte Konflikte ein und erläutert dessen Ziele sowie die dreiphasige Durchführung.

5. Unterschiede zwischen Mediation und Täter-Opfer-Ausgleich: Dieser Abschnitt arbeitet die wesentlichen Differenzen heraus, insbesondere hinsichtlich des Freiwilligkeitsprinzips, der Neutralität des Moderators und der Direktivität des jeweiligen Verfahrens.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass beide vorgestellten Verfahren keine Allheilmittel darstellen, aber wertvolle Werkzeuge zur Entwicklung von Konfliktkompetenz bei Schülern und Lehrern sind.

Schlüsselwörter

Konfliktlösung, Schule, Mediation, Täter-Opfer-Ausgleich, Gewaltprävention, Konflikteskalation, Friedrich Glasl, Schulklima, Streitschlichtung, Konfliktkompetenz, soziale Kompetenz, Interventionsmethoden, Erziehung, Schuld, Wiedergutmachung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktbewältigung an Schulen, wobei der Fokus auf zwei spezifischen Verfahren liegt: der Mediation und dem Täter-Opfer-Ausgleich.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Konflikten, die Dynamik von Eskalationsstufen im Schulalltag sowie die praktische Umsetzung und Abgrenzung zweier bewährter Schlichtungsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Lehrkräften und pädagogischem Personal Wege aufzuzeigen, wie durch gezielte Interventionen und Mediation verhindert werden kann, dass schulische Streitigkeiten in Gewalt eskalieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Konzepte der Konfliktforschung (insbesondere Friedrich Glasl) sowie auf methodische Leitfäden der schulischen Mediation und des Täter-Opfer-Ausgleichs.

Was umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Konfliktanalyse, die Darstellung der Mediation (inkl. Ablauf), die Vorstellung des Täter-Opfer-Ausgleichs sowie eine vergleichende Gegenüberstellung beider Ansätze.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Konfliktkompetenz, gewaltfreie Konfliktaustragung, Mediatorenrolle, Prävention, Intervention und schulisches Lernklima charakterisiert.

Worin besteht der „Knackpunkt“ bei einer Mediation laut Autorin?

Die Autorin bezeichnet die dritte Phase der Mediation, in der die zugrunde liegenden Bedürfnisse und Gefühle der Konfliktparteien transparent gemacht werden, als den „Knackpunkt“, da hier erst das gegenseitige Verständnis ermöglicht wird.

Warum ist beim Täter-Opfer-Ausgleich eine höhere Direktivität erforderlich?

Im Gegensatz zur freiwilligen Mediation ist der Täter-Opfer-Ausgleich oft eine Reaktion auf schwerwiegendere, einseitige Regelverstöße, bei denen der Moderator stärker ein Wertenormenbild vertreten und das Opfer schützen muss.

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Details

Title
Konfliktlösungsmöglichkeiten in der Schule am Beispiel der Mediation
College
University of Koblenz-Landau  (Bildungswissenschaften)
Course
Mediation in der Schule
Grade
1,0
Author
Stephanie von Wendt (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V140023
ISBN (eBook)
9783640483655
ISBN (Book)
9783640483891
Language
German
Tags
Konfliktlösungsmöglichkeiten Schule Beispiel Mediation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie von Wendt (Author), 2008, Konfliktlösungsmöglichkeiten in der Schule am Beispiel der Mediation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140023
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