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 'Gewalt gegen Kinder in der Familie'

Title:  'Gewalt gegen Kinder in der Familie'

Term Paper , 2001 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ulrike Fell (Author)

Pedagogy - Family Education
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Summary Excerpt Details

In der Bundesrepublik Deutschland werden jedes Jahr Millionen von Kindern misshandelt
oder vernachlässigt; einige von ihnen so schwer, dass sie an den Folgen sterben.
Ich habe dieses Thema gewählt, da ich mich während meiner langjährigen Tätigkeit in einer
Jugendwohngruppe im Haus St. Josef in Eschweiler oft mit dieser Thematik auseinandersetzen
musste, da viele Jugendliche, die in dieser Gruppe lebten, selbst Opfer von Gewalt in ihrer
Familie wurden. Oder sie mussten mit ansehen, wenn gegen andere Familienmitglieder Gewalt
ausgeübt wurde. Da die Jugendlichen während ihres Aufenthalts in der Gruppe, größtenteils
solche Erfahrungen mit Hilfe eines Psychotherapeuten / einer Psychotherapeutin aufarbeiteten,
gehörte es zu meiner täglichen Arbeit mich mit den betroffenen Jugendlichen zu diesen
Themen auseinander zu setzen um sie auf ihrem Weg zu begleiten. Familie sollte ein Ort für Sicherheit, Liebe und Geborgenheit sein.
Dies ist in vielen Familien nicht so, denn fast ausschließlich geschehen Kindesmisshandlungen
als auch Tötungsdelikte an Kindern in der Familie.
Alltäglich herrschen Gewalt und Angst, die meistens durch die Erziehungsberechtigten in die
Familie gebracht werden.
Kinder sind in ihrer Position die schwächsten Familienmitglieder, die auf den Schutz und die
Geborgenheit, die Pflege und Förderung der Erziehungsberechtigten angewiesen sind.
Laut § 1631 BGB haben Kinder das „Recht auf eine gewaltfreie Erziehung.1 Körperliche
Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind
unzulässig.“ [...]

1 BGB, Sonderausgabe, S.311, 2001

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Problembeschreibung

2.1. Körperliche Misshandlung

2.2. Vernachlässigung

2.3. Seelische Gewalt

2.4. Sexueller Missbrauch

3. Ursachen für Gewalt

3.1. Soziale und ökonomische Ursachen

3.2. Biographie der Eltern

4. Handlungskonzept

4.1. Lebenslage

4.1.1. Lebensgeschichte

4.1.2. Perspektive

4.1.3. Umwelt

4.1.4. Inneres Milieu

4.2. Superstruktur

4.3. Ressourcen

4.4 Case-Management

4.4.1. Die Finde-Phase

4.4.2. Einschätzung und Bewertung

4.4.3. Planung und Ressourcenvermittlung

4.4.4. Das Management der Durchführung von Unterstützung

4.4.5. Kontrolle und Evaluation

4.4.6. Beendigung

5. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Problematik häuslicher Gewalt gegen Kinder auseinander und untersucht die Anwendbarkeit des ökosozialen Handlungskonzepts nach W. R. Wendt im Kontext der Sozialen Arbeit.

  • Phänomenologie und Ausprägungsformen der Gewalt gegen Kinder
  • Analyse sozialer, ökonomischer und biographischer Ursachenfaktoren
  • Theoretische Fundierung durch das ökosoziale Denken und Handeln
  • Kritische Überprüfung der Phasen des Case-Managements in der Praxis

Auszug aus dem Buch

4.4.1. Finde Phase

Da Probleme nicht als private sondern als soziale Probleme angesehen werden, kann nicht nur dann Hilfe geleistet werden, wenn sich der Klient um Hilfe bemüht, sondern auch, wenn durch gemeinwesenorientiertes Vorgehen herausgefunden wird, dass ein Mensch / eine Familie Hilfe braucht. Dann ist rechtens von sozialer Arbeit die Rede, da der Finde-Prozeß gemeinsam mit den Bürgern vonstatten geht.

Während dieser Phase können sich bei dem sozialen Problem der Gewalt gegen Kinder in der Familie folgende Schwierigkeiten ergeben:

Oftmals entstehen gerade Gewaltprobleme in sozial schwachen Familien, die auch in eben einem solchen Umfeld leben. In diesem Milieu liegt es nahe, dass

- die Probleme anderer die Mitbürger nicht interessieren

- man sich nicht einmischt, aus Angst selber Opfer von Gewalt zu werden

- andere auch familiäre Probleme haben, mit denen sie überlastet sind, und keine Energie mehr für Probleme anderer aufbringen können.

Zudem ist es für fast alle Menschen / Familien schwierig

- sich die Probleme einzugestehen

- Hilfe zu fordern oder / und anzunehmen

- aktiv an den Problemen zu arbeiten.

Diese Faktoren erschweren die Arbeit mit betroffenen Familien sehr. Oftmals müssen die Kinder erst einmal fremd untergebracht werden, da es nicht möglich ist, mit den Eltern an den Schwierigkeiten zu arbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch ihre berufliche Erfahrung in einer Jugendwohngruppe und umreißt die Relevanz der Thematik.

2. Problembeschreibung: Dieser Abschnitt definiert häusliche Gewalt und differenziert zwischen körperlicher Misshandlung, Vernachlässigung, seelischer Gewalt und sexuellem Missbrauch.

3. Ursachen für Gewalt: Es werden soziale und ökonomische Faktoren sowie biographische Hintergründe der Eltern als potenzielle Auslöser für Gewalt gegen Kinder beleuchtet.

4. Handlungskonzept: Das ökosoziale Modell nach W. R. Wendt wird als theoretischer Rahmen vorgestellt und die verschiedenen Phasen des Case-Managements detailliert erläutert.

5. Resümee: Die Autorin zieht ein kritisches Fazit und hinterfragt die praktische Umsetzbarkeit des ökosozialen Ansatzes im Kontext einer oft ignoranten gesellschaftlichen Haltung.

Schlüsselwörter

Gewalt gegen Kinder, Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, Seelische Gewalt, Sexueller Missbrauch, Soziale Arbeit, Ökosoziales Denken, Case-Management, Lebenslage, Erziehung, Schutzbedürftigkeit, Prävention, Hilfesystem, Sozial schwache Familien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Problem der Gewalt gegen Kinder innerhalb des familiären Kontextes aus der Perspektive der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben der Definition verschiedener Gewaltformen stehen die Ursachenforschung sowie die Anwendung und kritische Reflexion des ökosozialen Handlungskonzepts im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das ökosoziale Denken und Handeln nach W. R. Wendt auf die Problematik häuslicher Gewalt anzuwenden und dessen Eignung als Interventionsmodell zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Fachkonzept des ökosozialen Denkens im Kontext der Sozialen Arbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den Erscheinungsformen und Ursachen von Gewalt die sechs Phasen des Case-Managements anhand des Wendtschen Modells expliziert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kindesmisshandlung, Ökosoziales Denken, Case-Management, Sozialarbeit und Prävention charakterisiert.

Warum ist die „Finde-Phase“ nach Ansicht der Autorin so problematisch?

Die Autorin hebt hervor, dass insbesondere in sozial schwachen Milieus eine hohe Hemmschwelle besteht, sich Probleme einzugestehen oder Hilfe von außen anzunehmen, was die Identifikation von Hilfsbedarf erschwert.

Welches Fazit zieht die Verfasserin zur Anwendbarkeit des ökosozialen Modells?

Sie schlussfolgert, dass das Modell zwar theoretisch wertvolle Ansätze bietet, aber aufgrund der gesellschaftlichen Realität der Ignoranz und der persönlichen Ängste von Außenstehenden nur eingeschränkt in der Praxis umsetzbar ist.

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Details

Title
 'Gewalt gegen Kinder in der Familie'
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Aachen  (Sozialarbeit)
Grade
1,7
Author
Ulrike Fell (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V14003
ISBN (eBook)
9783638195140
Language
German
Tags
Gewalt Kinder Familie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulrike Fell (Author), 2001,  'Gewalt gegen Kinder in der Familie', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14003
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