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Benjamin Lee Whorf: Sprache, Denken, Wirklichkeit

Die Verhältnisse zwischen der Sprache, dem Denken und der Wirklichkeit

Title: Benjamin Lee Whorf: Sprache, Denken, Wirklichkeit

Term Paper , 2009 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Duygu Oecaldi (Author)

German Studies - Linguistics
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Zu Beginn dieser Hausarbeit möchte ich Whorfs Werk Sprache, Denken, Wirklichkeit näher vorzustellen. Nachdem ich das Werk in seinen Grundzügen erfasse, möchte ich auf seine Grundthesen, u. a. dass der Vorgang des Denkens sprachabhängig ist, eingehen und seine Argumentation, welche zu dieser Auffassung führt, darstellen. Ziel dieser Hausarbeit ist es, anschaulich und verständlich die Gedanken Whorfs zu skizzieren.
Im Folgenden möchte ich weitere Sprachphilosophen hinzuziehen, deren Kritikpunkte an Whorfs Theorie nicht unbeachtet bleiben sollen. Außerdem werden so weitere Hypothesen vorgestellt, die sich z.T. nicht zwangsläufig widersprechen müssen. Zum Schluss möchte ich noch ein kurzes Fazit ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Inhaltsangabe des Werkes Sprache, Denken, Wirklichkeit von Whorf

2.2. Whorfs Grundthesen

2.3. Argumentation Whorfs

3. Kritik an der linguistischen Relativität

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Benjamin Lee Whorfs Werk „Sprache, Denken, Wirklichkeit“ auseinander, um die Hypothese der linguistischen Relativität zu untersuchen. Ziel ist es, Whorfs Grundthesen – insbesondere die Abhängigkeit des Denkens von der jeweiligen Sprachstruktur – verständlich darzustellen, seine Argumentationsweise anhand von Vergleichen zwischen indoeuropäischen Sprachen (SAE) und der Hopi-Sprache zu analysieren und diese im Kontext sprachphilosophischer Gegenpositionen zu diskutieren.

  • Grundlagen der Metalinguistik und Sprachphilosophie bei Whorf.
  • Die Hypothese der sprachabhängigen Weltordnung (linguistische Relativität).
  • Vergleichende Analyse der Sprachstrukturen von SAE und Hopi.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Positionen von Denkern wie Wittgenstein, Humboldt und Chomsky.
  • Reflexion über die Rolle der Grammatik für die Analyse und Wahrnehmung der Wirklichkeit.

Auszug aus dem Buch

2.3. Argumentation Whorfs

Die erste Prämisse, die Whorfs Ansicht verstärkt, dass der Mensch durch sprachlich bedingte Strukturen in seinem Denken, in seiner Wahrnehmung und seiner Erfahrung determiniert ist, ist die Tatsache, dass das gesprochene Wort, wie schon erwähnt, vor dem bewussten Vorgang des Denkens stattfindet. Eine anschauliche Darstellung für die Zusammenhänge von der Sprache auf das Denken, auf die Wahrnehmung und auf die Erfahrung lieferten Whorfs Erfahrungsberichte im Zuge seiner Tätigkeit in der Analyse von Brandursachen.

Nach dem ausführlichen Vergleich des Hopi mit dem SAE ab dem fünften Kapitel haben sich einige Befunde herauskristallisiert, die ich im Folgenden darstellen will. Die Verbformen des SAE besitzen Tempora in der Form der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Verben des Hopi dagegen weisen eine gewisse Gültigkeit auf, ob der Zustand, der mit dem Verb ausgedrückt werden soll, eine Aussage über Tatsachen ist oder eine, die aus dem Gedächtnis stammt. Auch in den Substantiven gibt es grundlegende Unterschiede. Im SAE werden zwei Klassen von Substantiven für die Bezeichnung physischer Dinge unterschieden; die Klasse der individuellen Substantive, u.a. ‚ein Stock‘, und die Klasse für Stoffe, wie z.B. ‚Milch, Salz‘. Im Hopi gibt es nur eine formal gekennzeichnete Klasse von Substantiven, aber keine formale Unterklasse von Materialsubstantiven. Dagegen können im Vergleich zu den Stoffsubstantiven alle Substantive des Hopi auch neben dem Singular ins Plural gesetzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Hausarbeit, Whorfs Werk zu analysieren und die Gedanken der linguistischen Relativität unter Einbeziehung sprachphilosophischer Kritikpunkte darzustellen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil bietet eine inhaltliche Zusammenfassung von Whorfs Werk, arbeitet dessen zentrale Grundthesen heraus und erläutert die Argumentation, insbesondere durch den Vergleich zwischen dem SAE und der Hopi-Sprache.

2.1. Inhaltsangabe des Werkes Sprache, Denken, Wirklichkeit von Whorf: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Whorfs linguistische Schwerpunkte und die zentralen Fragestellungen seines Werkes bezüglich der Wechselwirkung von Sprache, Denken und Wirklichkeit.

2.2. Whorfs Grundthesen: Hier werden Whorfs Kernthesen dargelegt, insbesondere das Konzept des „Hintergrundphänomens“ der Sprache und die Annahme, dass die Grammatik unsere Wahrnehmung und unser Weltbild maßgeblich formt.

2.3. Argumentation Whorfs: Dieses Kapitel vertieft die Beweisführung Whorfs, indem konkrete Unterschiede zwischen indoeuropäischen Sprachen und dem Hopi im Bereich der Zeitwahrnehmung, der Substantivklassen und der Zählbarkeit erörtert werden.

3. Kritik an der linguistischen Relativität: Es werden Gegenpositionen von Sprachphilosophen und Linguisten wie Wilhelm von Humboldt, Noam Chomsky und Ferdinand de Saussure diskutiert, um die Relativitätsthese in einen breiteren wissenschaftlichen Kontext einzuordnen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert kritisch über die eigene Auseinandersetzung mit Whorfs komplexen Thesen.

Schlüsselwörter

Sprache, Denken, Wirklichkeit, Whorf, linguistische Relativität, Metalinguistik, Hopi, SAE, Sprachphilosophie, Weltbild, Grammatik, Sprachstruktur, Denkvorgang, Spracherwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung der sprachphilosophischen Thesen von Benjamin Lee Whorf zur Beziehung zwischen Sprache, Denken und Wirklichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Metalinguistik, Whorfs linguistisches Relativitätsprinzip sowie der Vergleich zwischen indoeuropäischen Sprachstrukturen und der Hopi-Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist die anschauliche Skizzierung von Whorfs Gedanken sowie die kritische Gegenüberstellung mit anderen sprachwissenschaftlichen Theorien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die literarische Analyse von Whorfs Werk und führt eine vergleichende Untersuchung der sprachlichen Befunde durch, ergänzt um die Einbeziehung weiterer sprachphilosophischer Positionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Inhaltsangabe des Werkes, die Herausarbeitung der Grundthesen und die detaillierte Darstellung der Argumentation Whorfs anhand empirischer Beispiele.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Fachbegriffen gehören linguistische Relativität, Metalinguistik, Hintergrundphänomen, SAE (Standard Average European), Sprachstruktur und Weltordnung.

Welche Rolle spielen die Hopi-Untersuchungen für Whorfs Argumentation?

Die Hopi-Sprache dient als entscheidendes Beispiel, um zu zeigen, dass Sprachen jenseits des indoeuropäischen Raums die Welt und Zeit völlig anders strukturieren, was Whorfs These der sprachlichen Determination stützt.

Wie bewertet die Autorin Whorfs Thesen im Fazit?

Die Autorin empfindet Whorfs Argumentation als schlüssig und anregend für das eigene Sprachverständnis, äußert jedoch punktuelle Kritik an einzelnen Beispielen, etwa zur Bestätigung der Regel durch die Ausnahme.

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Details

Title
Benjamin Lee Whorf: Sprache, Denken, Wirklichkeit
Subtitle
Die Verhältnisse zwischen der Sprache, dem Denken und der Wirklichkeit
College
University of Paderborn  (Fakultät für Kulturwissenschaften, Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft)
Course
Klassiker der Sprachtheorie
Grade
2,3
Author
Duygu Oecaldi (Author)
Publication Year
2009
Pages
13
Catalog Number
V140106
ISBN (eBook)
9783640473434
ISBN (Book)
9783640473311
Language
German
Tags
Benjamin Whorf Sprache Denken Wirklichkeit Verhältnisse Sprache Denken Wirklichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Duygu Oecaldi (Author), 2009, Benjamin Lee Whorf: Sprache, Denken, Wirklichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140106
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