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Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund. Ursachen, Auswirkungen und gesellschaftliche Implikationen

Titel: Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund. Ursachen, Auswirkungen und gesellschaftliche Implikationen

Hausarbeit , 2023 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Udo Goldstein (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird untersucht, inwieweit Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in verschiedenen Bildungseinrichtungen behindert werden, ein dem Niveau von Kindern ohne Migrationshintergrund entsprechendes Bildungsniveau zu erreichen. Ebenso wird untersucht, wie sich diese Fragestellung im folgenden Primarbereich und den Sekundarstufen auswirkt.

Im ersten Teil der Arbeit wird auf die UN-Konvention aus 1965 gegen Rassismus (ICERD) eingegangen. Der zweite Teil der Arbeit analysiert, was Rassismus unter soziologischen Aspekten im Einzelnen bedeutet und deren Auswirkung auf institutioneller Ebene, speziell im Bereich des Bildungswesens. Im darauffolgenden Kapitel wird auf die Frage eingegangen, ob Kinder mit Migrationshintergrund tatsächlich einer statistisch nachweisbaren Bildungsbenachteiligung unterliegen, und wenn ja, was sowohl die Auslöser als die gesellschaftlichen Folgen daraus sein können. Dabei wird aufgezeigt, dass Bildung im frühkindlichen Alter sowohl im engen familiären Bereich und darüber hinaus in den institutionellen Einrichtungen eine nicht zu unterschätzende Rolle für die soziale Entwicklung der (Klein)Kinder und Jugendlichen spielt und gleichzeitig aber eine wesentliche Grundlage für den schulmäßigen Bildungserfolg darstellt, da die im frühen Kindesalter nicht vermittelten kognitiven und altersgerechten Lernmöglichkeiten sich in den schulischen Leistungen widerspiegeln können, das gilt auch für SchülerInnen ohne Migrationshintergrund. Es wird durch Studien aufgezeigt, dass es eine kausale Verbindung zwischen den institutionellen Einrichtungen, deren Angebote und der milieubedingten Annahme dieser Leistungen gibt, die sich wiederum auf das Leistungsvermögen der SchülerInnen niederschlägt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rassismus als gesellschaftliches und institutionelles Problem

2.1 Die Konvention gegen Rassismus (ICERD)

2.2 Rassismus im gesellschaftlichen Kontext

2.3 Institutioneller Rassismus

3. Bildung in Deutschland

3.1 Die strukturelle Integration von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem

3.2 Studien zur Bildungsungleichheit in Deutschland

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, inwieweit Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem durch strukturelle Faktoren und institutionelle Rahmenbedingungen an der Erreichung gleicher Bildungschancen gehindert werden, wobei ein besonderer Fokus auf dem Schutz durch die UN-Konvention (ICERD) liegt.

  • Analyse des institutionellen Rassismus im Schulwesen.
  • Untersuchung von Bildungsungleichheiten im frühkindlichen und schulischen Bereich.
  • Rolle von Stereotype-Threats und deren Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit.
  • Bedeutung pädagogischer Ansätze und der Lehrkräfte-Schüler-Beziehung für den Bildungserfolg.
  • Diskussion sozio-kultureller Heterogenität als Querschnittsaufgabe in der Bildungspolitik.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die strukturelle Integration von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem

Die frühkindliche Bildung dient der Sozialisation und damit der Integration der Kinder, da in dieser Zeit wichtige soziale Basiskomponenten sowohl im Elternhaus als auch in den jeweiligen Kindertageseinrichtungen gelegt werden. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt sind die Basics für den weiteren Lebensweg auszuformen. Eventuell vorhandene Kompetenzunterschiede sollten schon zu diesem frühen Zeitpunkt ermittelt und durch gezielte Förderung so weit wie möglich ausgeglichen werden, das trifft insbesondere auf Kinder mit Migrationshintergrund zu. Wichtig ist hierbei, dass sowohl das engere soziale Umfeld wie die Kindertageseinrichtungen, die diese Kinder besuchen, von Anfang an kooperativ miteinander ins Gespräch kommen, um den größtmöglichen Benefit für die Kinder bis zur Grundschuleinschulung zu erreichen.

Das bedeutet sowohl aufseiten der Eltern als auch in den jeweiligen Einrichtungen ein unvoreingenommenes persönliches Verhältnis zueinander aufzubauen und damit eine Kommunikationsbasis zu schaffen ist, die allen Seiten gerecht werden. In Bezug auf die Institutionen sind hier fachliche Parameter aufzubauen, die den Angehörigen der Berufsgruppen ermöglichen, ein fundiertes und dezidiertes Wissen über Sozial- und Milieu-Strukturen und deren Hintergründe zu erlangen, um dieses in der täglichen Arbeit entsprechend anwenden zu können. So liegt die Betreuung der unter dreijähriger Kinder nach Eltern mit Migrationshintergrund um 8 Prozentpunkte bei der Familienbetreuung, unter dem der Eltern ohne Migrationshintergrund. (BMFEFJ, S.60) So schreibt Anger, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund und Bildungsferne gibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Migrationshintergrund zu einer benachteiligten Bildungsbiografie führt, und skizziert den Aufbau der Untersuchung von der UN-Konvention bis zu soziologischen Bildungsaspekten.

2. Rassismus als gesellschaftliches und institutionelles Problem: Das Kapitel erläutert die ICERD-Konvention und beleuchtet die soziologischen Hintergründe des Rassismusbegriffs sowie dessen Ausprägung in Institutionen und im digitalen Raum.

2.1 Die Konvention gegen Rassismus (ICERD): Hier werden die Inhalte, Ziele und institutionellen Überwachungsmechanismen des internationalen Übereinkommens zur Beseitigung aller Formen von Rassendiskriminierung (ICERD) detailliert vorgestellt.

2.2 Rassismus im gesellschaftlichen Kontext: Dieser Abschnitt analysiert die historische und kulturelle Genese des Rassismusbegriffs sowie die Auswirkung von Stereotypen und Machtasymmetrien auf das gesellschaftliche Miteinander.

2.3 Institutioneller Rassismus: Die Definition und die unbewussten Wirkmechanismen innerhalb von Institutionen sowie die Folgen von „Stereotype-Threats“ für Schülerinnen und Schüler bilden hier den Schwerpunkt.

3. Bildung in Deutschland: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen des Rassismus mit der konkreten bildungspolitischen Situation in Deutschland.

3.1 Die strukturelle Integration von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem: Der Fokus liegt auf der Bedeutung frühkindlicher Bildung, der Rolle von Elternhaus und Kita sowie dem Einfluss von Bildungsarmut und Migrationshintergrund auf die Startchancen.

3.2 Studien zur Bildungsungleichheit in Deutschland: Basierend auf PISA- und IGLU-Studien werden empirisch nachweisbare Leistungsunterschiede zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund dargelegt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Verantwortung der Institutionen für Chancengerechtigkeit und plädiert für eine inklusive pädagogische Praxis sowie die Anerkennung von Vielfalt.

Schlüsselwörter

Bildungschancen, Migrationshintergrund, Rassismus, ICERD, Institutioneller Rassismus, Bildungsungleichheit, Stereotype-Threat, Integration, Sozialisation, Intersektionalität, Chancengerechtigkeit, Diversität, Schulerfolg, PISA-Studie, Bildungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Problematik, inwieweit Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem aufgrund struktureller Diskriminierung benachteiligt werden und wie dies mit dem ICERD-Übereinkommen korreliert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Rassismus, institutionelle Benachteiligungsstrukturen, die Auswirkung von Migration auf den Schulerfolg und die Bedeutung sozialer Herkunft für Bildungsgerechtigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die soziologischen und institutionellen Auslöser für Bildungsnachteile bei Kindern mit Migrationshintergrund zu identifizieren und einen kausalen Zusammenhang zur institutionellen Praxis aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung empirischer Bildungsstudien (u.a. PISA, IGLU) sowie einer theoretischen Einbettung durch sozialwissenschaftliche Konzepte zum Rassismus.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Rassismus und institutioneller Diskriminierung sowie deren praktische Auswirkungen auf das deutsche Bildungssystem, inklusive des Übergangs vom Vorschul- in den Primärschulbereich.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildungsgerechtigkeit, institutionelle Diskriminierung, Migrationshintergrund und Stereotype-Threats geprägt.

Welche Rolle spielt die frühkindliche Bildung in den Ausführungen des Autors?

Die frühkindliche Bildung wird als entscheidende Phase hervorgehoben, in der die Grundlagen für späteren Schulerfolg gelegt werden und in der strukturelle Defizite bereits zu einer "Pfadabhängigkeit" für Kinder führen können.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Lehrkräften?

Lehrkräfte werden als zentrale Akteure gesehen; ihre unvoreingenommene Haltung und eine positive Lehrer-Schüler-Beziehung sind essenziell, um die negativen Effekte von Stereotypisierungen zu mildern.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Einhaltung der ICERD in Deutschland?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die systemische Diskriminierung von Kindern mit Migrationshintergrund im Bildungswesen faktisch gegen den Geist der ICERD verstößt, sofern keine adäquaten Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund. Ursachen, Auswirkungen und gesellschaftliche Implikationen
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Politikwissenschaften)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,7
Autor
Udo Goldstein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
19
Katalognummer
V1401616
ISBN (PDF)
9783346949240
ISBN (Buch)
9783346949257
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migrationshintergrund von Kindern Deutsches Bildungssystem Bildungschancen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Udo Goldstein (Autor:in), 2023, Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund. Ursachen, Auswirkungen und gesellschaftliche Implikationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1401616
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Leseprobe aus  19  Seiten
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