Bei dieser Arbeit handelt sich um eine Korrelationsstudie mit umfassender Methodenbeschreibung der Forschungsfrage: Besteht ein Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und allgemeiner Lebenszufriedenheit?
Arbeitszufriedenheit steht in der heutigen Zeit mehr denn je im Fokus der Gesellschaft. Nicht zuletzt dank der Generation Z, welche immer wieder auf ihre Anforderungen an die Berufswelt aufmerksam macht. Es ist kaum möglich die täglichen Journale zu verfolgen und nicht über headlines zu stolpern, die in großen Lettern anprangern, wie überzogen die Ansprüche der Berufseinsteiger sind. Es ist von „Wohlstandskindern“ und von „Null Bock auf den Job“ die Rede. Aber ist es nicht im Hinblick auf die steigenden beruflichen Anforderungen aufgrund von Digitalisierung, Globalisierung und der damit einhergehenden Diversität an die Berufstätigen nachvollziehbar oder sogar gesund, dass Arbeitstätige gewisse Anforderungen an ihr Arbeitsleben stellen, um somit auf die Erhaltung ihre Gesundheit Einfluss zu nehmen?
Gemäß des Gesundheitsreports der DAK Gesundheit über das Jahr 2022 steigen die Zahlen für Krankschreibungen aufgrund psychischer Belastungen signifikant an. Dass diese psychischen Belastungen auf fehlende Arbeitszufriedenheit zurückzuführen sind, kann letztendlich nur gemutmaßt werden. Da jedoch der Beruf einen großen, wenn nicht sogar den größten Teil der Zeit in Anspruch nimmt, liegt der Einfluss auf die psychische Gesundheit nahe.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theorie und Forschungsstand
2.1 Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.2 Fragestellung und Hypothese
3 Methode
3.1 Stichprobenbeschreibung
3.2 Untersuchungsdesign
3.3 Instrumente und Messgeräte
3.4 Durchführung
3.5 Datenanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Ergebnisse
4.2 Prüfung der Voraussetzungen zur Anwendung parametrischer Tests
4.3 Ergebnisse zur Hypothese
4.4 Weitere Befunde
5 Diskussion
5.1 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
5.2 Methodische Kritik
5.3 Fazit
6 Anhang
6.1 Die Online-Umfrage auf www.soscisurvey.de
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der individuell erlebten Arbeitszufriedenheit und der allgemeinen Lebenszufriedenheit von Erwerbstätigen. Ziel ist es zu analysieren, ob sich eine positive Korrelation zwischen der beruflichen Zufriedenheit und dem persönlichen Wohlbefinden empirisch belegen lässt.
- Analyse der Arbeitszufriedenheit mittels Employee Experience Questionnaire (EXQ)
- Messung des subjektiven Wohlbefindens durch die Satisfaction with Life Scale (SWLS)
- Untersuchung von organisationalem Commitment sowie individuellem und kollektivem Engagement
- Überprüfung eines moderaten, positiven Zusammenhangs zwischen Arbeits- und Lebenszufriedenheit
Auszug aus dem Buch
2.1 Theoretischer und empirischer Hintergrund
Wie bereits in der Einleitung kurz skizziert, bildet die theoretische Grundlage des Forschungsprojekts u.a. die Arbeitszufriedenheitstheorie nach Judge und Kammeyer-Mueller (2012), wonach die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse durch die Arbeitstätigkeit maßgeblich ist. Hierbei sind differenzierte Facetten der Arbeitszufriedenheit zu unterscheiden. Gemäß Smith et al. (1969) kann man zwischen grundsätzlicher Zufriedenheit mit der Arbeitstätigkeit, Zufriedenheit hinsichtlich Führungsverantwortlicher, der Kolleginnen, der Vergütung und der Aufstiegschancen unterscheiden.
Zudem geben gemäß Meta-Analysen von Harrison et al. (2006) und Newman et al. (2010) weitere Faktoren Aufschluss über das subjektive Wohlbefinden des Mitarbeitenden in einer Organisation, weshalb in dieser Forschungsarbeit mit dem Instrument Employee Experience Questionnaire (EXQ) (Fischer et al., 2021) gearbeitet wurde.
Dieses untersucht neben der beschriebenen Arbeitszufriedenheit, das Organisationale Commitment, das eigene und das kollektive Engagement.
Organisationales Commitment beschreibt die Identifikation mit der Organisation, sowie die emotionale Involviertheit der Mitarbeitenden an diese, was persönliche Bereitschaft, sich besonders für das Unternehmen einzusetzen, begünstigt. Anhand der Meta-Analysen von Riketta (2002), Matthieu und Zajac (1990), sowie Meyer et al. (2002) zeigt sich, dass organisationales Commitment mit zahlreichen positiven Verhaltensweisen (z.B. Bereitschaft für Sonderaufgaben) korreliert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz der Arbeitszufriedenheit im Kontext der Generation Z und dem steigenden Druck durch Digitalisierung und Globalisierung.
2 Theorie und Forschungsstand: Dieses Kapitel erläutert wissenschaftliche Konstrukte wie Arbeitszufriedenheit, organisationales Commitment, Engagement sowie Lebenszufriedenheit als theoretische Basis.
3 Methode: Hier werden das Untersuchungsdesign, die Stichprobenbeschreibung sowie die eingesetzten Messinstrumente (EXQ und SWLS) und deren Durchführung detailliert dargelegt.
4 Ergebnisse: Die deskriptive Auswertung und die Prüfung der Zusammenhangshypothese zeigen einen moderaten, positiven Korrelationseffekt zwischen Arbeits- und Lebenszufriedenheit auf.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei auf die nicht gegebene Kausalität sowie methodische Limitationen und Forschungsbedarfe für die Zukunft eingegangen wird.
6 Anhang: Der Anhang beinhaltet die Struktur der verwendeten Online-Umfrage für die empirische Datenerhebung.
Schlüsselwörter
Arbeitszufriedenheit, Lebenszufriedenheit, Employee Experience Questionnaire, EXQ, Satisfaction with Life Scale, SWLS, Organisationale Commitment, Engagement, Korrelationsanalyse, Spearman-Korrelation, psychische Gesundheit, subjektives Wohlbefinden, empirische Untersuchung, Online-Umfrage, Bedürfnisbefriedigung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit am Arbeitsplatz und der allgemeinen Lebenszufriedenheit von Angestellten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen Arbeitszufriedenheit, Commitment zur Organisation, Arbeitsengagement und das subjektive Wohlbefinden des Individuums.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob ein positiver Zusammenhang zwischen der Arbeitszufriedenheit und der Lebenszufriedenheit empirisch nachweisbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative, korrelative Untersuchung in Form einer standardisierten Online-Umfrage durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Vorgehensweise, die statistische Ergebnisauswertung und eine anschließende inhaltliche Diskussion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich insbesondere auf Arbeitszufriedenheit, Lebenszufriedenheit, Engagement und organisationale Bindung.
Warum wurde eine Rangkorrelation nach Spearman verwendet?
Da die erhobenen Daten keine Normalverteilung aufwiesen, waren nonparametrische Verfahren zur statistischen Analyse erforderlich.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Ergebnisse?
Es konnte ein moderater positiver Zusammenhang bestätigt werden, wobei betont wird, dass dieser Korrelationszusammenhang keine direkte Kausalität beweist.
- Arbeit zitieren
- Franziska Bartsch (Autor:in), 2023, Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und allgemeiner Lebenszufriedenheit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1402017