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Die Prüfung der liquiden Mittel mit Berücksichtigung des Wirecard Falles

Titel: Die Prüfung der liquiden Mittel mit Berücksichtigung des Wirecard Falles

Akademische Arbeit , 2021 , 27 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Andreas Dres (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit liegt der Fokus auf der Prüfung der liquiden Mittel, im Speziellen im Zusammenhang mit Treuhandverhältnissen. Es wird die Prüfung der liquiden Mittel und von Treuhandverhältnissen im Rahmen von Abschlussprüfungen betrachtet und unter Berücksichtigung des Wirecard Falles analysiert.

Beim Wirecard Fall lief aus heutiger Sicht vieles schief. Ob bei der nicht einschreitenden Finanzaufsicht BaFin angefangen bis hin zu den uneingeschränkt testierenden Wirtschaftsprüfern.
Zunächst wird auf die Methoden der Abschlussprüfung im Allgemeinen eingegangen. Anschließend werden die Besonderheiten bei der Prüfung der liquiden Mittel näher betrachtet. Ebenfalls wird auf die Besonderheiten bei den Treuhandverhältnissen ein Fokus gelegt. Im Zuge dessen wird zunächst geklärt, in welcher Form und Ausführung Treuhandverhältnisse überhaupt vorliegen können und im Weiteren wie sie in der Praxis geprüft werden können. In diesem Kapitel liegt auch ein Schwerpunkt auf der Saldenbestätigungsaktion. Im 4. Kapitel wird auf die beim Wirecard Fall aufgetretene Problematik bei den liquiden Mitteln eingegangen. Dazu soll eine kurze Ausführung über die letztendliche Aufdeckung des Bilanzbetrugs des Unternehmens und über das Drittpartnergeschäft der Wirecard AG zu Beginn einen Überblick verschaffen. Mithilfe der Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln wird anschließend ein Ausblick gegeben, wie sich die Prüfung der liquiden Mittel in Zukunft verändern könnte.

Leseprobe


Kapitelübersicht

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Methodische Vorgehensweise

2 Die Prüfung der liquiden Mittel

2.1 Der risikoorientierte Prüfungsansatz bei den liquiden Mitteln

2.1.1 Inhärente Risiken im Bereich der liquiden Mittel

2.1.2 Kontrollrisiken bei den liquiden Mitteln

2.1.3 Beurteilung der Risiken und Kategorisierung des Jahresabschlusspostens

2.2 Aussagebezogene Prüfungshandlungen zur Prüfung der liquiden Mittel

3 Besonderheiten bei Treuhandverhältnissen

3.1 Treuhandverhältnisse und deren Prüfung

3.2 Die Saldenbestätigungsaktion bei Treuhandverhältnissen

3.2.1 Vorgaben des IDW PS 302 n.F.

3.2.2 Besonderheiten der Saldenbestätigungsaktion bei Treuhandverhältnissen

4 Ausblick mit Berücksichtigung des Wirecard Falles

4.1 Das Drittpartnergeschäft der Wirecard AG

4.2 Prüfung der Treuhandkonten im Fall von Wirecard

4.2.1 Analytische Prüfungshandlungen

4.2.1 Einzelfallprüfungshandlungen

4.3 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Prüfungsmethodik für liquide Mittel im Kontext von Abschlussprüfungen, wobei ein besonderer Fokus auf die Herausforderungen bei Treuhandverhältnissen gelegt wird. Anhand des Wirecard-Skandals wird analysiert, inwieweit bestehende Prüfungsstandards bei komplexen Drittpartnergeschäften an ihre Grenzen stoßen und wie durch kritische Prüfungshandlungen Bilanzbetrug effektiver aufgedeckt werden könnte.

  • Risikoorientierter Prüfungsansatz bei liquiden Mitteln
  • Rechtliche und bilanzielle Behandlung von Treuhandverhältnissen
  • Methodik und Zuverlässigkeit von Saldenbestätigungsaktionen
  • Analyse des Wirecard-Drittpartnergeschäfts und der Treuhandkonten
  • Optimierungspotenziale für zukünftige Abschlussprüfungen

Auszug aus dem Buch

Die Prüfung der liquiden Mittel

Eine Abschlussprüfung erfolgt nach dem risikoorientiertem Prüfungsansatz (IDW PS 261 n.F. Abschnitt 2.1). Dieser besagt, dass die Abschlussprüfung sicherstellen muss, dass die Prüfungsaussagen mit einer hinreichenden Sicherheit getroffen werden müssen (IDW PS 200, Tz. 24 ff.). Dem Prüfungsansatz liegt zugrunde, dass es praktisch nie die absolute Sicherheit geben kann, dass ein positives Prüfungsurteil in Form eines uneingeschränkten Bestätigungsvermerks nur abgegeben wird, wenn es auch tatsächlich absolut keine Falschaussagen im Abschluss gibt. Der risikoorientierte Prüfungsansatz steuert die Prüfungssicherheit zu einem hinreichenden Maß hin. Dadurch ist das Restrisiko einer möglicherweise falschen Abgabe eines uneingeschränkten Bestätigungsvermerks auf ein akzeptables Maß abgesenkt. Es besteht eine hinreichende Sicherheit bei der Abgabe des Prüfungsurteils.

Rechnerisch ausgedrückt liegt die hinreichende Sicherheit bei 95% und das verbleibende Prüfungsrisiko bei maximal 5%. Das Prüfungsrisiko setzt sich aus dem Fehlerrisiko und dem Entdeckungsrisiko zusammen. Das Entdeckungsrisiko ist das Risiko, dass der Abschlussprüfer im Zuge seiner Prüfung bestehende wesentliche Fehler nicht identifiziert. Dieses kann durch die vom Abschlussprüfer gewählten Prüfungshandlungen gesteuert werden. Das Fehlerrisiko wiederum setzt sich aus zwei Komponenten zusammen, die der Abschlussprüfer selbst jedoch nicht beeinflussen kann. Die Komponenten des Fehlerrisikos sind das Kontrollrisiko, also die Gefahr, dass das IKS wesentliche Fehler nicht entdeckt bzw. verhindert und das inhärente Risiko, dass die allgemeine Anfälligkeit eines Prüffelds für das Auftreten von Fehlern darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Abschlussprüfung bei liquiden Mitteln ein und erläutert die Problemstellung sowie die Vorgehensweise der Arbeit anhand des Wirecard-Beispiels.

2 Die Prüfung der liquiden Mittel: Hier werden die theoretischen Grundlagen des risikoorientierten Prüfungsansatzes und die spezifischen Prüfungshandlungen bei liquiden Mitteln detailliert dargelegt.

3 Besonderheiten bei Treuhandverhältnissen: Dieses Kapitel behandelt die rechtliche Ausgestaltung von Treuhandverhältnissen und die Tücken bei deren Prüfung, insbesondere hinsichtlich der Saldenbestätigungsaktionen.

4 Ausblick mit Berücksichtigung des Wirecard Falles: Der Schlussteil analysiert den Bilanzskandal bei Wirecard, bewertet die angewandten Prüfungshandlungen und gibt einen Ausblick auf notwendige Verbesserungen in der Wirtschaftsprüfungspraxis.

Schlüsselwörter

Abschlussprüfung, Liquidität, Treuhandverhältnis, Wirecard, IDW PS, Risikoorientierter Prüfungsansatz, Saldenbestätigung, Bilanzbetrug, Drittpartnergeschäft, Wirtschaftsprüfer, Fehlerrisiko, Kontrollrisiko, Dokumentationsprüfung, Prüfungshandlung, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Prüfung liquider Mittel im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfung, speziell unter Betrachtung von Treuhandverhältnissen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der risikoorientierte Prüfungsansatz, die bilanzielle Behandlung von Treugut sowie die Durchführung und Validierung von Saldenbestätigungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Prüfungsprozesse bei Treuhandkonten zu analysieren und aufzuzeigen, wie durch eine kritische Herangehensweise Bilanzbetrug, wie im Falle Wirecard, besser erkannt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Fundierung durch einschlägige Prüfungsstandards (IDW PS) in Kombination mit einer Fallstudienanalyse des Wirecard-Skandals.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die allgemeinen Prüfungsprinzipien erläutert, bevor auf die Besonderheiten von Treuhandverhältnissen und deren Prüfung detailliert eingegangen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Abschlussprüfung, Treuhandverhältnis, Saldenbestätigung, Wirecard und risikoorientierter Prüfungsansatz.

Warum war das Drittpartnergeschäft bei Wirecard so problematisch für die Prüfung?

Das System war komplex und die Existenz der ausgewiesenen Treuhandguthaben im Ausland konnte durch die beauftragten Wirtschaftsprüfer nicht zweifelsfrei verifiziert werden, was den Betrug begünstigte.

Welche Schwachstellen bei der Saldenbestätigung werden im Buch aufgezeigt?

Die Arbeit kritisiert, dass gefälschte Bankbestätigungen oftmals zu unkritisch akzeptiert wurden und alternative Prüfungshandlungen bei Ausbleiben oder Zweifel an der Qualität der Antworten fehlten.

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Details

Titel
Die Prüfung der liquiden Mittel mit Berücksichtigung des Wirecard Falles
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Villingen-Schwenningen, früher: Berufsakademie Villingen-Schwenningen
Veranstaltung
Projektarbeit
Note
1,5
Autor
Andreas Dres (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
27
Katalognummer
V1402034
ISBN (PDF)
9783346951670
ISBN (Buch)
9783346951687
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirecard Treuhand Wirtschaftsprüfung liquide Mittel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Dres (Autor:in), 2021, Die Prüfung der liquiden Mittel mit Berücksichtigung des Wirecard Falles, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1402034
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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