Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic Policy

Standortpolitik im Steuer- und Infrastrukturwettbewerb am Beispiel Irlands

Title: Standortpolitik im Steuer- und Infrastrukturwettbewerb am Beispiel Irlands

Term Paper , 2009 , 23 Pages

Autor:in: Carolin Pelz (Author)

Business economics - Economic Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Angesichts der Globalisierung und den rasanten Fortschritten in der Kommunikationstechnologie, verändert sich die Umwelt des Staates zunehmend. Es genügt längst nicht mehr sich nur auf das innere Geschehen von Politik und Wirtschaft zu konzentrieren, denn mehr und mehr nehmen Nachbarstaaten und teilweise sogar Staaten auf der anderen Seite des Globus Einfluss auf die Prozesse im eigenen Land. Besonders in Europa hat man bereits früh begonnen, mit anderen Staaten zu kooperieren. Der Verzicht auf Zölle und Grenzkontrollen und erst recht die europäische Wirtschafts- und Währungsunion haben einen großen Beitrag zur Realisierung eines gemeinsamen Binnenmarktes getan. Für Unternehmen bietet sich hierdurch eine große Auswahl an Standorten mit unterschiedlichsten Bedingungen. Darunter finden sich neben Arbeitskräftepotential, Verfügbarkeit von Zulieferern und Absatzmärkten vor allem materielle und soziale Infrastrukturen sowie Unternehmensbesteuerung. Besonders um die letzten beiden Faktoren ist in den letzten Jahrzehnten ein heißer Wettbewerb der Staaten entstanden. Dieser soll Thema der vorliegenden Arbeit sein. Sie gliedert sich in zwei Kapitel, ein theoretisches sowie einen angewandtes. Zunächst soll geklärt werden, was Steuerwettbewerb genau ist, welche seine Hauptdiskussionspunkte sind und wann wir von Steuerdumping sprechen. Dieser wird häufig von Seiten einiger Hochsteuerländer den neuen EU-Beitrittsländern wie Estland, aber auch Irland zum Vorwurf gemacht. Anschließend ist die Frage zu stellen, ob eine Harmonisierung der Steuern eine Alternative sein kann um Gerechtigkeit auf dem Binnenmarkt zu schaffen und um den Gedanken eines vereinten Europas zu unterstützen, indem Wirtschaftsaktivitäten so ungehindert wie möglich grenzüberschreitend fließen können. Im zweiten Teil schließlich soll das Beispiel Irland genauer untersucht werden. Hier gab es immer wieder die Vorwürfe seitens einiger Hochsteuerländer, Irlands unfaire Steuerpolitik koste ihnen sowohl unternehmerische Steuerzahler als auch Arbeitsplätze, während es sich jedoch seine Infrastruktur aus dem EU-Topf finanzieren lasse. Im Endteil dieser Arbeit soll also die wirtschaftliche Entwicklung und aktuelle Situation des „keltischen Tigers“ Irland genauer beleuchtet werden.

Excerpt


Struktur des Inhaltsverzeichnisses

A. Steuerwettbewerb

1) Grundlagen

2) Kritische Aspekte

a) Ein Steuersenkungswettlauf nach unten?

b) Zur Umverteilungspolitik

c) Steuerumgehungsstrategien der Unternehmen

d) Unfairer Steuerwettbewerb

3) Steuerharmonisierung - die Alternative zum Steuerwettbewerb?

B. Die Steueroase Irland

1) Vorbemerkung

2) Der Wirtschaftliche Aufschwung

3) Die Schattenseite der rasanten Entwicklung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen internationalem Steuerwettbewerb und staatlicher Standortpolitik. Dabei wird analysiert, ob Steuerharmonisierung eine wirksame Lösung gegen Steuerdumping darstellt und wie das Modell Irland als Standort für internationale Investitionen ökonomisch zu bewerten ist.

  • Grundlagen und theoretische Aspekte des Steuerwettbewerbs
  • Kritische Analyse von Steuerumgehungsstrategien und unfairem Wettbewerb
  • Diskussion der Steuerharmonisierung als politische Alternative
  • Fallstudie Irland: Analyse des Aufschwungs zum "keltischen Tiger"
  • Soziale und ökonomische Schattenseiten der irischen Entwicklung

Auszug aus dem Buch

Die Steueroase Irland

In Europa besteht ein großes Steuergefälle, nicht zuletzt durch die neu beigetretenen Staaten aus Osteuropa, die den Durchschnitt nach unten ziehen. Doch auch Irland als altes Mitgliedsland verfügt über auffallend niedrige Steuersätze. Im Jahr 2007 belegte es mit seiner Besteuerung auf Gewinne den untersten Platz. Seit geraumer Zeit bekommt Irland Beihilfen von der EU, die die Lebensverhältnisse armer Staaten in der EU verbessern soll, die aber wie es scheint eher Irlands steuerliche Wettbewerbsfähigkeit finanzieren. So lauten zumindest die Vorwürfe seitens einiger Hochsteuerländer, insbesondere Frankreich und Deutschland. „[...] Das hat mit fairem Steuerwettbewerb nichts mehr zu tun und geht zu Lasten deutscher Arbeitsplätze“, so Finanzminister Steinbrück.

Doch sah die Situation des beschuldigten Landes nicht immer so aus wie heute. Mit großen Schwierigkeiten trat Irland 1973 in die EG ein. Hohe Arbeitslosigkeit (9% 1977), Inflation (13,6% 1971/80) und höchste Staatsverschuldung suchten das Land in den 60er bis 80er Jahren heim. Viele Menschen wanderten aus, da sie in Irland keine Perspektive fanden. Doch schon kurze Zeit später in den 90er Jahren erlebte das Land ausgehend von einer Verstärkung des Exports einen rasanten Wachstumsprozess. Die Arbeitslosenrate konnte von 15% auf 4% gesenkt werden und das Bruttoinlandsprodukt verdoppelte sich innerhalb von 1987 bis 2000. Im Jahr 2004 belegte das Pro-Kopf Einkommen des kleinen Landes EU-weit Platz 5.

Man nennt Irland auch den „keltischen Tiger“, da sein Wachstumstempo mit dem der ostasiatischen Schwellenländer, den sogenannten „Tigerstaaten“ vergleichen werde kann. Wie war solch eine Entwicklung möglich?

Zusammenfassung der Kapitel

A. Steuerwettbewerb: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des internationalen Standortwettbewerbs und diskutiert kritisch Aspekte wie Steuerdumping, Umverteilungspolitik sowie Ansätze zur Steuerharmonisierung.

B. Die Steueroase Irland: Dieses Kapitel analysiert den rasanten wirtschaftlichen Aufschwung Irlands zum „keltischen Tiger“, beleuchtet die Rolle ausländischer Direktinvestitionen und thematisiert die resultierenden sozialen und ökonomischen Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Steuerwettbewerb, Steuerharmonisierung, Irland, Standortpolitik, Steuerdumping, Globalisierung, Europäische Union, Keltischer Tiger, Unternehmensbesteuerung, Umverteilungspolitik, Spill-over-Effekte, Wirtschaftswachstum, Infrastrukturwettbewerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik des internationalen Steuerwettbewerbs und den damit verbundenen Herausforderungen für die einzelstaatliche Standortpolitik innerhalb der Europäischen Union.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die ökonomischen Motive von Staaten im Steuerwettbewerb, Instrumente zur Steuervermeidung durch multinationale Konzerne und die Debatte um die Sinnhaftigkeit einer europaweiten Steuerharmonisierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob der Steuerwettbewerb durch Harmonisierung eingedämmt werden sollte und inwiefern das Modell Irland als Vorbild für andere Volkswirtschaften taugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine empirische Fallstudie am Beispiel Irlands, um die Auswirkungen von Steuerstrategien auf das Wirtschaftswachstum zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über die Mechanismen des Steuerwettbewerbs und einen angewandten Teil, der die historische Entwicklung Irlands vom Sorgenkind zum „keltischen Tiger“ analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist am besten durch die Begriffe Steuerwettbewerb, Steuerharmonisierung, Irland, Keltischer Tiger und Standortpolitik charakterisiert.

Warum wird Irland im Kontext von Steueroasen diskutiert?

Irland wird als Steueroase angeführt, da das Land über Jahre hinweg durch sehr niedrige Steuersätze auf Unternehmensgewinne ausländische Investitionen in großem Stil angezogen hat, was international als unfairer Wettbewerb wahrgenommen wurde.

Welche Schattenseiten des irischen Aufschwungs werden genannt?

Trotz des hohen Wachstums werden soziale Ungleichheiten, eine mangelnde Umverteilungspolitik und die Abhängigkeit von ausländischen Konzernen als negative Konsequenzen der rasanten Entwicklung aufgeführt.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Standortpolitik im Steuer- und Infrastrukturwettbewerb am Beispiel Irlands
Author
Carolin Pelz (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V140237
ISBN (eBook)
9783656914990
Language
German
Tags
standortpolitik steuer- infrastrukturwettbewerb beispiel irlands
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Pelz (Author), 2009, Standortpolitik im Steuer- und Infrastrukturwettbewerb am Beispiel Irlands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140237
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint