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Luhmann und die Massenmedien. Reflexionen über Massenmedien, Realitäten, Werbung und Soziale Arbeit

Title: Luhmann und die Massenmedien. Reflexionen über Massenmedien, Realitäten, Werbung und Soziale Arbeit

Term Paper , 2021 , 15 Pages , Grade: unbenotet

Autor:in: Luca Schneider (Author)

Communications - Mass Media
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Massenmedien sind aus unserer hoch technologisierten Welt kaum mehr wegzudenken. Um so wichtiger ist es, sich mit ihnen und ihrer Wirkung auseinander zu setzen. Eine Theorie dazu, mit der wir uns nachfolgend näher beschäftigen werden, stammt von Niklas Luhmann.

Zuerst muss geklärt werden, was Luhmann als „Massenmedien“ definiert. Luhmann beschreibt Massenmedien als Einrichtungen, die technische Mittel der Vervielfältigung nutzen, um Kommunikation zu verbreiten. Das sind zum einen Medien aus der Druckerpresse, wie Zeitschriften, Zeitungen und Bücher, ebenso wie fotografische oder elektronische Kopierverfahren, allerdings nur, wenn sie für unbekannte Adressaten bestimmt sind und eine große Zahl von Produkten erzeugen. Damit ist also auch das Radio gemeint, nicht aber das Telefon. Ebenso wenig sind öffentliche Räume gemeint, in denen Kommunikation stattfindet, wie z.B. Theateraufführungen und Konzerte, was aber nicht für ihre Verbreitung, z.B. im Fernsehen.

Außerdem bezeichnend für Massenmedien ist, dass eine Interaktion zwischen Sender und Empfänger nicht möglich ist, da diese durch die Technik, die diese Medien verbreitet, ausgeschlossen ist. Es ist (als Radiohörer) zum Beispiel nicht möglich, während der Sendung mit einer Moderatorin oder einem Moderator im Radio zu reden. Natürlich kann man beim Sender anrufen und schafft es vielleicht sogar in die Sendung, jedoch wird dies immer nur einzelnen Teilnehmenden möglich sein, nie der gesamten Zuhörerschaft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Definition „Massenmedien“

1.2 Die Unwahrscheinlichkeit von Kommunikation

1.2.1 Das Verstehen

1.2.2 Das Erreichen

1.2.3 Der Erfolg

1.3 Die Realitäten der Massenmedien

1.3.1 Die reale Realität

1.3.2 Die beobachtete Realität

1.4 Selbstreferenz und Fremdreferenz

1.5 Codierung

1.6 Werbung

1.7 Rolle in der Sozialen Arbeit

1.8 Kritik und Fazit

2. Reflexion

2.1 Reflexion des Seminars „Kommunikation und Interaktion I“

2.2 Reflexion des Seminars „Kommunikation und Interaktion II“

2.3 Reflexion des Seminars „Einführung in die Theaterpädagogik“

3. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das Portfolio verfolgt das Ziel, Niklas Luhmanns Medientheorie unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Rolle von Massenmedien sowie deren potenziellen Anwendungsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit zu analysieren und kritisch zu reflektieren.

  • Grundlagen der Luhmannschen Massenmedientheorie
  • Analyse der drei Unwahrscheinlichkeiten der Kommunikation
  • Unterscheidung zwischen realer und beobachteter Realität
  • Übertragung systemtheoretischer Konzepte auf die Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

1.1 Definition „Massenmedien“

Zuerst muss geklärt werden, was Luhmann als „Massenmedien“ definiert. Luhmann schreibt Massenmedien als Einrichtungen, die technische Mittel der Vervielfältigung nutzen, um Kommunikation zu verbreiten. Das sind zum einen Medien aus der Druckerpresse, wie Zeitschriften, Zeitungen und Bücher, ebenso wie photographische oder elektronische Kopierverfahren, allerdings nur, wenn sie für unbekannte Adressaten bestimmt sind und eine große Zahl von Produkten erzeugen.

Damit ist also auch das Radio gemeint, nicht aber das Telefon. Ebenso wenig sind öffentliche Räume gemeint, in denen Kommunikation stattfindet, wie z.B. Theateraufführungen und Konzerte, was aber nicht für ihre Verbreitung, z.B. im Fernsehen gilt. (vgl. ebd. S. 10)

Außerdem bezeichnend für Massenmedien ist, dass eine Interaktion zwischen Sender und Empfänger nicht möglich ist, da diese durch die Technik, die diese Medien verbreitet, ausgeschlossen ist. Es ist (als Radiohörer) zum Beispiel nicht möglich während der Sendung mit einer Moderatorin oder einem Moderator im Radio zu reden. Natürlich kann man beim Sender anrufen und schafft es vielleicht sogar in die Sendung, jedoch wird dies immer nur einzelnen Teilnehmenden möglich sein, nie der gesamten Zuhörerschaft. (vgl. ebd. S 10)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung der Massenmedien als Wissensquelle für die Gesellschaft ein und definiert den Begriff nach Niklas Luhmann.

1.1 Definition „Massenmedien“: Erläuterung der technischen Voraussetzungen und der fehlenden Interaktionsmöglichkeit zwischen Sender und Empfänger bei Massenmedien.

1.2 Die Unwahrscheinlichkeit von Kommunikation: Vorstellung der theoretischen Barrieren von Kommunikation (Verstehen, Erreichen, Erfolg) und der entsprechenden Medienformen.

1.2.1 Das Verstehen: Erörterung der Problematik des Verstehens unterschiedlicher Systeme und der Rolle der Sprache als Verständigungsmedium.

1.2.2 Das Erreichen: Darstellung der Bedeutung von Verbreitungsmedien wie der Schrift, um Adressaten zu erreichen, die nicht physisch anwesend sind.

1.2.3 Der Erfolg: Analyse der Anschlusskommunikation und der Rolle symbolisch generalisierter Kommunikationsmedien für den kommunikativen Erfolg.

1.3 Die Realitäten der Massenmedien: Differenzierung zwischen der internen realen Realität und der durch Beobachtung entstehenden beobachteten Realität.

1.3.1 Die reale Realität: Beschreibung der internen funktionalen Abläufe innerhalb der Massenmedien, die durch Technik strukturiert werden.

1.3.2 Die beobachtete Realität: Erklärung, wie Systeme die Welt wahrnehmen und dabei Realität durch Beobachtung konstruieren.

1.4 Selbstreferenz und Fremdreferenz: Diskussion über die Notwendigkeit der Unterscheidung zwischen systeminternen und umweltbezogenen Informationen für die Autopoiesis.

1.5 Codierung: Erläuterung des binären Codes als notwendiges Unterscheidungsmerkmal für die Systemoperation.

1.6 Werbung: Analyse der Funktion und der psychologischen Wirkungsmechanismen von Werbung im gesellschaftlichen Kontext.

1.7 Rolle in der Sozialen Arbeit: Untersuchung der Übertragbarkeit der Systemtheorie auf die Soziale Arbeit, insbesondere hinsichtlich des binären Codes.

1.8 Kritik und Fazit: Kritische Auseinandersetzung mit der Komplexität der Theorie und ein abschließendes Resümee über die Anwendbarkeit in der Praxis.

2. Reflexion: Persönliche Auseinandersetzung mit den im Modul S03 besuchten Seminaren.

2.1 Reflexion des Seminars „Kommunikation und Interaktion I“: Rückblick auf die Lerninhalte und die Erfahrung der Gruppenarbeit in digitalen Formaten.

2.2 Reflexion des Seminars „Kommunikation und Interaktion II“: Bewertung des Praxisbezugs und der Bedeutung persönlicher Erfahrungen für das Verständnis von Kommunikation.

2.3 Reflexion des Seminars „Einführung in die Theaterpädagogik“: Reflexion über die eigene Entwicklung durch theaterpädagogische Spiele und Übungen trotz anfänglicher Skepsis.

3. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten theoretischen und fachspezifischen Quellen.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Massenmedien, Kommunikation, Soziale Arbeit, Unwahrscheinlichkeit, Selbstreferenz, Codierung, Werbung, Reflexion, Theaterpädagogik, Interaktion, Medienformen, Systemtheoretische Grundlagen, Praxisbezug

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Portfolio?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Ansätzen von Niklas Luhmann zum Thema Massenmedien und reflektiert deren Einfluss sowie Übertragbarkeit auf die Soziale Arbeit.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zu den Kernpunkten gehören die Definition von Massenmedien, die soziologische Systemtheorie, die Wahrnehmung von Realität in Medien, Werbestrategien und die eigene Reflexion über absolvierte Seminare.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die systemtheoretische Sichtweise auf Kommunikation zu entwickeln und diese mit persönlichen Erfahrungen aus dem Studium im Bereich der Sozialen Arbeit zu verknüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine literaturgestützte theoretische Arbeit, die durch eine persönliche Reflexion des Studienverlaufs ergänzt wird.

Was wird im theoretischen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Funktionsweise von Massenmedien, insbesondere deren binäre Codierung, die drei Unwahrscheinlichkeiten der Kommunikation sowie die Differenzierung zwischen Selbstreferenz und Fremdreferenz.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die theoretischen Überlegungen?

Wichtige Begriffe sind Autopoiesis, Anschlusskommunikation, reale versus beobachtete Realität und die Anwendbarkeit systemtheoretischer Codes (z. B. Hilfe/Nichthilfe) in der Sozialen Arbeit.

Wie bewertet der Autor die Komplexität der Systemtheorie für die Praxis?

Der Autor erkennt an, dass Luhmanns Theorie abstrakt und komplex ist, betont jedoch, dass sie für Praktiker*innen durch eine praxisorientierte Vermittlung greifbarer und bereichernd gestaltet werden kann.

Welchen Stellenwert nimmt die Theaterpädagogik für den Autor ein?

Der Autor stellt eine persönliche Entwicklung fest, bei der anfängliche Skepsis einer positiven Einschätzung wich, da die erlernten theaterpädagogischen Methoden als wertvoll für die zukünftige Arbeit mit Kindern erkannt wurden.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen realer und beobachteter Realität für Luhmann eine solche Rolle?

Das Konzept ist zentral für Luhmann, da es verdeutlicht, wie Medien als Systeme ihre eigene Welt konstruieren und diese Wahrnehmung wiederum zum Gegenstand weiterer Kommunikation machen.

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Details

Title
Luhmann und die Massenmedien. Reflexionen über Massenmedien, Realitäten, Werbung und Soziale Arbeit
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen  (Fakultät Soziale Arbeit)
Grade
unbenotet
Author
Luca Schneider (Author)
Publication Year
2021
Pages
15
Catalog Number
V1402432
ISBN (PDF)
9783346951250
ISBN (Book)
9783346951267
Language
German
Tags
luhmann massenmedien reflexionen realitäten werbung soziale arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luca Schneider (Author), 2021, Luhmann und die Massenmedien. Reflexionen über Massenmedien, Realitäten, Werbung und Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1402432
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