In der nun vorliegenden Bachelorarbeit werde ich das Thema der Emotionalen Intelligenz nach dem Konzept von Salovey & Mayer bearbeiten und die Relevanz des Modells für die Praxis der Sozialen Arbeit unter Einbeziehung des Qualitätsaspektes herausarbeiten. Mit der verstärkt aufkommenden Frage nach Qualität seit Beginn der 1990er Jahren in der Sozialen Arbeit und der zeitgleichen dramatischen Fortentwicklung des Forschungsgebietes der Emotionalen Intelligenz- einhergehend mit einer Publikation von Jack Mayer und Peter Salovey - kann diese Abschlussarbeit als ein Versuch angesehen werden, die Emotionale Intelligenz als ein Qualitätskriterium und als ein Instrument des professionellen Handelns in die Praxis der Sozialen Arbeit zu integrieren.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort /Motivation
1. Einleitung
1.1 Bemerkung zur Sprache
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Begriffsbestimmung
1.3.1 Intelligenz
1.3.2 Emotionen
1.3.3 „Emotionale Intelligenz“
2. Hauptteil
2.1 Das Konzept der EI nach Salovey & Mayer
2.1.1 Emotionale Intelligenz 1990
2.1.2 Emotionale Intelligenz 1997
2.1.2.1 Zweig I: Wahrnehmung, Bewertung und Ausdruck von Emotionen
2.1.2.2 Zweig II: Emotionale Förderung des Denkens
2.1.2.3 Zweig III: Verstehen und Analysieren von Emotionen
2.1.2.4 Zweig IV: Reflexive Emotionsregulation
2.2 Praxis der Sozialen Arbeit
2.2.1 Klientin X
I Beobachtungsprotokoll
II Beobachtungsprotokoll
III Beobachtungsprotokoll
IV Beobachtungsprotokoll
2.2.2 Analyse Zweig I
2.2.2.1 Zweig I a)
2.2.2.2 Zweig I b)
2.2.2.3 Zweig I c)
2.2.2.4 Zweig I d)
2.2.3 Analyse Zweig II
2.2.3.1 Zweig II a)
2.2.3.2 Zweig II b)
2.2.3.3 Zweig II c)
2.2.3.4 Zweig II d)
2.2.4 Analyse Zweig III
2.2.4.1 Zweig III a)
2.2.4.2 Zweig III b)
2.2.4. 3 Zweig III c)
2.2.4.4 Zweig III d)
2.2.5 Analyse Zweig IV
2.2.5.1 Zweig IV a)
2.2.5.2 Zweig IV b)
2.2.5.3 Zweig IV c)
2.2.5.4 Zweig IV d)
2.3 Zwischenbeurteilungen
3. Schluss
3.1 Fazit
3.2 Persönliche Schlussbetrachtung
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel der Arbeit ist es, das Modell der Emotionalen Intelligenz nach Salovey & Mayer (1997) auf seine Anwendbarkeit in der Praxis der Sozialen Arbeit zu prüfen. Dabei soll untersucht werden, inwiefern das Konstrukt als Qualitätsinstrument und Hilfsmittel zur Reflexion des eigenen professionellen Handelns sowie zur Unterstützung im direkten Kontakt mit dem Klientel dienen kann.
- Theoretische Fundierung des Konzepts der Emotionalen Intelligenz (Modelle 1990 & 1997).
- Abgrenzung der Emotionalen Intelligenz von anderen Intelligenzbegriffen wie der Sozialen Intelligenz.
- Analyse von Fallbeispielen anhand von erstellten Beobachtungsprotokollen einer Einzelfallhelferin.
- Erarbeitung von Ressourcen und Lücken in der Praxis sowie in der Dokumentationsarbeit.
- Diskussion über die Bedeutung emotionaler Kompetenzen für die Professionalisierung in der Sozialen Arbeit.
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Emotionale Intelligenz 1997
Sieben Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Modells zur EI veröffentlichten Salovey und Mayer ihr revidiertes Fähigkeitsmodel EI (1997). Dies kann als erstes striktes Fähigkeitskonzept betrachtet werden, sichtbar an einer starren Orientierung auf mentale Prozesse. Der obere linke Zweig des EI (1990), welcher die Annahme reflektierte, dass emotional-intelligente Menschen besondere Fähigkeiten aufweisen, fand im neuen Modell keinerlei besondere Beachtung. Man kann folglich davon ausgehen – obwohl das EI (1990) weiterhin als ergänzendes Mittel im Definitionszweig gesehen kann, dass diese Annahme nun, aufgrund einer Nichtbenennung der Faktoren, widerrufen wurde. Man integrierte dennoch eine neue Ebene in das Modell: das „Nachdenken über Emotionen“, was im EI (1990) nicht vorlag.
Das EI (1997) unterteilt sich in vier Ebenen: Wahrnehmen, Bewerten und Ausdruck von Emotionen; Emotionale Förderung des Denkens; Verstehen und Analysieren von Emotionen; Anwendung emotionalen Wissens und Reflexive Emotionsregulation. (siehe Abb. 4) Diese Ebenen, im Anschluss bezeichnet als Zweig I, II, III, IV, unterteilen sich jeweils noch einmal in vier Fähigkeitsstufen, welche hinsichtlich des Auftretens in der Entwicklung unterschiedlich sind.
Um das Modell einmal genau zu untersuchen, erscheint es notwendig, auf jeden einzelnen Zweig noch einmal einzugehen, um in der späteren Untersuchung die Inhalte exakt zu erfassen und sie anschließend im Anwendungsteil dieser Arbeit gründlich bearbeiten zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein, definiert das Modell von Salovey & Mayer als Qualitätskriterium und beschreibt den methodischen Ansatz, die Relevanz des Konzepts für die Soziale Arbeit anhand von Beobachtungsprotokollen zu untersuchen.
2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung des Modells von Salovey & Mayer (1990 und 1997) und die praktische Anwendung durch die Analyse von Beobachtungsprotokollen bei einer Klientin.
3. Schluss: Der Schlussteil reflektiert die Ergebnisse der Analyse, diskutiert die Anwendbarkeit des Modells in der Sozialen Arbeit sowie Kriterien wie Effektivität und Effizienz und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung für das Berufsfeld.
4. Literatur- und Quellenverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen.
Schlüsselwörter
Emotionale Intelligenz, Salovey & Mayer, Soziale Arbeit, Emotionsregulation, Beobachtungsprotokoll, Professionelles Handeln, Strukturqualität, Emotionen, Intelligenz, Soziale Intelligenz, Qualitätssicherung, Fachpraxis, Einzelfallhilfe, Kognition, Reflexion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Emotionalen Intelligenz nach den Forschern Salovey und Mayer und prüft, ob und wie dieses psychologische Konstrukt in der praktischen Arbeit von Sozialarbeitern angewendet werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Im Fokus stehen die theoretische Herleitung der Emotionalen Intelligenz, die Abgrenzung zu verwandten Begriffen sowie die praktische Überprüfung des Modells anhand von Fallbeobachtungen in der Einzelfallhilfe.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Die Autorin möchte untersuchen, ob die Anwendung des Modells der Emotionalen Intelligenz als Instrument zur Professionalisierung und Qualitätssteigerung im sozialarbeiterischen Handeln geeignet ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine qualitative Methodik, basierend auf der Erstellung und Analyse von Beobachtungsprotokollen nach Aglaja Przyborski und Monika Wohlrab-Sahr, um das Verhalten einer Klientin im Hinblick auf die vier Zweige des Modells von Salovey & Mayer zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil beinhaltet zum einen die wissenschaftliche Darstellung der Entwicklung des Konzepts (Modell 1990 vs. 1997) und zum anderen die detaillierte Analyse der vier Zweige des Modells (Wahrnehmung, Förderung des Denkens, Verstehen, Emotionsregulation) anhand praktischer Erfahrungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Emotionale Intelligenz, Soziale Arbeit, Beobachtungsprotokoll, Emotionsregulation, professionelles Handeln und Qualitätssicherung.
Welche Bedeutung kommt der "Klientin X" für die Analyse zu?
Die Klientin X dient als Fallbeispiel, anhand dessen die Anwendbarkeit des theoretischen Modells der Emotionalen Intelligenz (1997) in der realen Praxis der Eingliederungshilfe erprobt und kritisch reflektiert wird.
Warum ist die Sprache des Sozialarbeiters im Modell so wichtig?
Das Modell setzt teilweise auf verbale Ausdrucksfähigkeiten, was bei der Klientin X, die über keine Lautsprache verfügt, zu Herausforderungen bei der Analyse führt, da hier alternative Untersuchungsvariablen wie Klang und Verhalten interpretiert werden müssen.
Welche Rolle spielt die "Strukturqualität" in dieser Arbeit?
Die Autorin betrachtet die Dokumentation nach dem Modell der Emotionalen Intelligenz als eine Methode, um die Strukturqualität in der Sozialen Arbeit zu verbessern, indem Ressourcen und Defizite strukturierter erfasst werden können.
- Quote paper
- Maria Prass (Author), 2009, Das Konzept der Emotionalen Intelligenz und dessen Anwendung in der Praxis der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140259