Die Arbeitszufriedenheit ist, zusammen mit der -motivation, ein entscheidender Faktor in der Wertschöpfung personalintensiver Unternehmensbereiche.
Gerade der wirtschaftliche Sektor der Banken ist dabei in der vorliegenden Arbeit, im Rahmen einer empirischen Untersuchung, von zentraler Bedeutung. Die Untersuchung erfolgt dabei nach dem Modell von Frederick Herzberg und erkennt, dass sich auch unter heutigen Gesichtspunkten die aufgestellten Thesen in bestimmten Punkten noch validieren lassen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG
2 ARBEITSZUFRIEDENHEIT UND –MOTIVATION
2.1 Arbeitszufriedenheit
2.1.1 Affective Events Theorie (AET)
2.1.2 Arbeitszufriedenheit und Commitment
2.2 Arbeitsmotivation
3 FAKTOREN VON ARBEITSZUFRIEDENHEIT
4 KLASSISCHE INHALTSTHEORIEN
4.1 Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg
4.2 Die Bedürfnistheorie von Maslow
4.3 Die Existance-Relatedness-Growth-Theorie (ERG) von Alderfer
5 PROZESSTHEORIEN ZUR MOTIVATION
5.1 Die Valence-Instrumentality-Expectancy-Theorie von Vroom
5.2 Die Equity-Theorie von Adams
6 FOLGEN MANGELNDER ARBEITSZUFRIEDENHEIT
6.1 Arbeitszufriedenheit und Absentismus
6.2 Arbeitszufriedenheit und Fluktuation
6.3 Arbeitszufriedenheit und Leistung
7 METHODIK DER BEFRAGUNG
8 ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG
8.1 Vergleich des Bereichs Banken von 2008 zu 2009
8.2 Vergleich der Gesamtheit von 2008 zu 2009
8.3 Gegenüberstellung des Bankentrends zum Gesamttrend
9 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
9.1 Diskussion im Bereich Banken
9.2 Diskussion bei der Gegenüberstellung des Bankentrends zum Gesamttrend
10 ZUSAMMENFASSUNG
10.1 Kritische Würdigung
10.2 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Finanzkrise auf die Arbeitszufriedenheit und Arbeitsmotivation, wobei der Fokus gezielt auf dem Wirtschaftsbereich der Banken liegt. Mithilfe einer empirischen Untersuchung wird analysiert, wie sich Einstellungen der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr verändert haben und inwieweit diese Tendenzen durch klassische Motivationstheorien wie die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg oder die ERG-Theorie von Alderfer erklärt werden können.
- Empirische Analyse der Arbeitszufriedenheit im Bankensektor
- Vergleich von Branchentrends mit der wirtschaftlichen Gesamtsituation
- Anwendung klassischer Inhaltstheorien zur Motivation
- Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Sicherheit, Arbeitsklima und Leistung
Auszug aus dem Buch
4.1 Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg
Die für diese Arbeit wohl naheliegendste klassische Theorie zur Arbeitszufriedenheit ist die von Frederick Herzberg (Herzberg, Mausner, & Snyderman, 1959), nach der auch der Befragungsbogen zur Erhebung der empirischen Studie erstellt wurde, deren Ergebnisse in einem späteren Kapitel erläutert werden sollen.
Aus diesem Grund wird die sog. Zwei-Faktoren-Theorie als Erstes erläutert.
In der klassischen Pittburgh-Studie von 1959 verwendeten Herzberg et al. bei ihren Teilnehmern aus dem kaufmännischen und technischen Bereich die Fragemethode der Critical Incidents, also der besonders kritischen Ereignisse.
Dabei wurde folgende Frage gestellt:
„Denken Sie an eine Zeit, in der sich ungewöhnlich angenehme oder ungewöhnlich unangenehme Gefühle aus ihrer gegenwärtigen beruflichen Tätigkeit oder irgendeiner anderen beruflichen Tätigkeit, die Sie einmal ausübten, ergaben. Erzählen Sie mir bitte, was dabei geschah.“
Die Ergebnisse dieser Auswertung wurden anschließend in 11 Gruppen eingeteilt. Dabei stellte sich heraus, dass bestimmte angenehme oder unangenehme Gefühle jeweils mit ganz spezifischen Ereignissen in Verbindung zu bringen waren (Herzberg, 1966).
Herzberg klassifizierte daraus wiederrum zwei Gruppen. Eine der beiden Gruppen wurde die sog. Motivatoren oder „Zufriedenheits-Macher“, die Andere, die der sog. Hygienefaktoren oder „Unzufriedenheits-Macher“, genannt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung thematisiert die Ausgangslage der Bankenbranche während der Finanzkrise und formuliert das Ziel der Untersuchung von Trends in der Arbeitszufriedenheit.
2 ARBEITSZUFRIEDENHEIT UND –MOTIVATION: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen zur Arbeitszufriedenheit sowie psychologische Theorien, insbesondere die Affective Events Theorie, diskutiert.
3 FAKTOREN VON ARBEITSZUFRIEDENHEIT: Hier werden die wesentlichen Faktoren beleuchtet, die nach empirischen Studien für eine hohe Arbeitszufriedenheit entscheidend sind, wie Autonomie und Führungsstil.
4 KLASSISCHE INHALTSTHEORIEN: Dieses Kapitel stellt zentrale Theorien zur Ursachenforschung von Verhalten vor, konkret die Ansätze von Herzberg, Maslow und Alderfer.
5 PROZESSTHEORIEN ZUR MOTIVATION: Es werden Prozesse erläutert, die Werte in Motivation umsetzen, mit Fokus auf die Theorien von Vroom und Adams.
6 FOLGEN MANGELNDER ARBEITSZUFRIEDENHEIT: Die Auswirkungen von Unzufriedenheit auf Absentismus, Fluktuation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter werden hier analysiert.
7 METHODIK DER BEFRAGUNG: Dieses Kapitel beschreibt den Aufbau und die Durchführung der empirischen Online-Befragung bei Studenten und deren Umfeld im Jahr 2009.
8 ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG: Hier erfolgt die statistische Auswertung der Befragungsdaten mit direktem Vergleich zwischen 2008 und 2009 sowie dem Gesamttrend.
9 DISKUSSION DER ERGEBNISSE: In diesem Teil werden die Ergebnisse interpretiert und die Ursachen, insbesondere der Einfluss der Finanzkrise auf den Bankensektor, erarbeitet.
10 ZUSAMMENFASSUNG: Das abschließende Kapitel reflektiert die Erkenntnisse kritisch und zieht ein Fazit bezüglich des Einflusses der Finanzkrise auf die Arbeitsmotivation.
Schlüsselwörter
Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmotivation, Finanzkrise, Bankenbranche, Zwei-Faktoren-Theorie, Herzberg, ERG-Theorie, Alderfer, Motivationsfaktoren, Hygienefaktoren, Arbeitsplatzsicherheit, Commitment, Empirische Untersuchung, Absentismus, Fluktuation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Arbeitszufriedenheit und der Arbeitsmotivation von Mitarbeitern, insbesondere vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Finanzkrise auf den Bankensektor.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf klassischen Inhaltstheorien zur Motivation, den Auswirkungen mangelnder Zufriedenheit auf das Arbeitsverhalten sowie einer empirischen Datenauswertung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Trends in der Arbeitszufriedenheit im Bankensektor durch den Vergleich von Daten aus den Jahren 2008 und 2009 aufzuzeigen und diese im Kontext der Finanzkrise zu interpretieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, basierend auf einem elektronischen Fragebogen, der die Prinzipien der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg anwendet.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block, der Motivationstheorien darstellt, und einen empirischen Block, der die Umfrageergebnisse auswertet und diskutiert.
Was charakterisiert die in der Arbeit verwendeten Schlüsselwörter?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Arbeitszufriedenheit, Finanzkrise, Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie und Arbeitsplatzsicherheit definiert.
Wie reagieren Bankmitarbeiter laut der Studie auf die Finanzkrise?
Die Studie zeigt eine deutliche Rückbesinnung auf Sicherheitsaspekte und soziale Beziehungen, während Faktoren wie höheres Entgelt oder reine Freizeit an Bedeutung verlieren.
Was besagt die Anwendung der ERG-Theorie auf die Studienergebnisse?
Durch die Frustrations-Regressions-Hypothese von Alderfer lässt sich erklären, warum Bankmitarbeiter bei wegfallenden höheren Zielen vermehrt soziale Kontakte als zentrale Motivationsquelle priorisieren.
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- Markus Schober (Author), 2009, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsmotivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140274