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Absolutismus und Öffentlichkeit: Zeitung, Nachricht, Zensur

Titel: Absolutismus und Öffentlichkeit: Zeitung, Nachricht, Zensur

Seminararbeit , 2001 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sebastian Krüger (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die hier vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Thematik des
Absolutismus und der Öffentlichkeit und liegt dem Seminar „Christian
Friedrich Daniel Schubart: Sturm und Drang in Württemberg“ zu
Grunde. Dem Untertitel zu Folge werde ich mich eingehend mit der
Zeitung des 18. Jahrhunderts befassen. Ich werde und muss
allerdings auch, um die Problematik möglichst umfassend darzustellen
und zu analysieren, die Geschichte und Entstehungsbedingungen
des Mediums Zeitung beleuchten. Ferner werde ich die
interessante Parallele zu der heutigen Mediengesellschaft ziehen und
mögliche Unterschiede bzw. auch Gemeinsamkeiten versuchen
aufzudecken und zu explizieren. Dabei soll der Öffentlichkeitsdiskurs
sowie die mühsame Entwicklung der Pressefreiheit nicht zu
platzsparend behandelt werden. Allerdings soll C. F. D. Schubart und
seine „Deutsche Chronik“ dabei nur am Rande tangiert werden.
Bei der Menge an Literatur und bei dem bis heute andauernden Streit
über die inhaltliche Definitionsproblematik versteht es sich, dass die
Arbeit keinen Anspruch der Vollständigkeit genießen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Absolutismus und Öffentlichkeit

2.1 Entstehung der literarischen Öffentlichkeit

2.2 Die Zeitungsentwicklung bis in den Absolutismus und ihre gesellschaftlichen Folgen

2.3 Die Zensur

3. Der Wandel des Mediums Zeitung

4. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Zeitungswesens im Spannungsfeld zwischen absolutistischer Herrschaft und der Entstehung einer kritischen Öffentlichkeit im 18. Jahrhundert, um die Ursprünge moderner Medienfunktionen und deren gesellschaftliche Prägekraft zu analysieren.

  • Entwicklung des Medienbegriffs im Kontext des Absolutismus
  • Transformation von Flugschriften zu periodischen Zeitungen
  • Die Rolle der Zensur und der Kampf um Pressefreiheit
  • Vergleichende Analyse zwischen historischer und heutiger Mediengesellschaft

Auszug aus dem Buch

Die Zeitungsentwicklung bis in den Absolutismus und ihre gesellschaftlichen Folgen

Vorab soll kurz die etymologische Wurzel der Zeitung aufgezeigt werden. Die liegt nämlich im angelsächsischen „getidan“ (sich zu tragen, sich ereignen). Im niederdeutschen bekam sie den Namen „tiding“ und im spätmittelhochdeutschen dann „ziding“. Mit dem Namen verbanden die Leute Nachrichten oder Berichte über Ereignisse unterschiedlichster Art und Weise (vgl. Faulstich 1998, S. 30). Wo liegen aber die vermeintlichen Differenzen der beiden Medien Flugschrift und Zeitung?

Prinzipiell lagen die Abweichungen der Zeitung in der Vertriebsform des Abonnements und in der periodischen Erscheinungsweise. Das Flugblatt musste aus platztechnischen Gründen auf umfassende Berichterstattung verzichten. Darunter litt selbstverständlich auch die Informativität und erklärende Genauigkeit, die in den meisten Zeitungen praktiziert wurde. Auch verzichteten sie auf die ökonomisch gewählten Sensationsmeldungen, da man durch die Form des Abonnements nüchterner, faktischer und wirtschaftlicher planen und recherchieren konnte. Die Zeitungen waren durch das Impressum natürlich auch leichter kontrollierbar und mussten so, im Gegensatz zum Flugblatt, auf parteiliche Stellungsnahmen verzichten (vgl. Schilling 1990, S. 114).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Absolutismus und der Öffentlichkeit im 18. Jahrhundert ein und umreißt die Untersuchung der Entstehungsbedingungen des Mediums Zeitung.

2. Absolutismus und Öffentlichkeit: Dieses Kapitel analysiert den sozialen und medialen Wandel, die Entwicklung der Zeitung als Kommunikationsorgan und das Paradoxon zwischen absolutistischer Herrschaft und der entstehenden kritischen Öffentlichkeit.

2.1 Entstehung der literarischen Öffentlichkeit: Es wird die historische Bedeutung der Flugschrift und der Wandel der Volkssprache durch Martin Luther als Fundament für eine neue Leserschicht und Öffentlichkeit untersucht.

2.2 Die Zeitungsentwicklung bis in den Absolutismus und ihre gesellschaftlichen Folgen: Dieses Kapitel arbeitet die Merkmale der Zeitung wie Publizität und Periodizität heraus und stellt sie den Bedingungen des absolutistischen Staates gegenüber.

2.3 Die Zensur: Es wird die Geschichte der staatlichen und kirchlichen Zensur sowie das Aufstreben der Pressefreiheit im 18. Jahrhundert beleuchtet.

3. Der Wandel des Mediums Zeitung: Dieses Kapitel reflektiert den Wandel der Zeitung zum modernen Massenmedium und diskutiert die Rolle der Medien als „vierte Gewalt“ im demokratischen Kontext.

4. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die für die Untersuchung herangezogene Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Absolutismus, Öffentlichkeit, Pressefreiheit, Zeitungswesen, Medienwandel, Zensur, Aufklärung, Flugschrift, Informationsfunktion, Mediengesellschaft, Literarische Öffentlichkeit, Politische Partizipation, Periodizität, Pressegeschichte, Massenmedium.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den historischen Zusammenhang zwischen dem Absolutismus im 18. Jahrhundert und der zeitgleichen Entwicklung der Presse als Instrument der gesellschaftlichen Öffentlichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Zeitung, den Zensurpraktiken der Fürstenhäuser, der Entstehung der literarischen Öffentlichkeit und der Transformation der Medienfunktionen bis zur Gegenwart.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entstehungsbedingungen des Mediums Zeitung im absolutistischen Kontext aufzuzeigen und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zur heutigen Mediengesellschaft zu explizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene medienwissenschaftliche und historische Quellen kombiniert, um den Öffentlichkeitsdiskurs zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der literarischen Öffentlichkeit, die historische Zeitungsentwicklung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Zensurmaßnahmen und dem Medienwandel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Absolutismus, Öffentlichkeit, Pressefreiheit, Zensur und die Geschichte der Zeitung geprägt.

Inwiefern beeinflusste die Erfindung des Buchdrucks die literarische Öffentlichkeit?

Die Erfindung des Buchdrucks ermöglichte erst die breite Vervielfältigung von Schriften, wodurch Flugschriften zu einem Massenmedium wurden, das auch ohne mündliche Weitergabe Informationen verbreiten konnte.

Wie unterscheidet sich die "fürstliche Öffentlichkeit" vom heutigen Verständnis dieses Begriffs?

Die fürstliche Öffentlichkeit im Absolutismus war primär zur Selbstinszenierung der Herrscher gedacht, während moderne Öffentlichkeit den freien Informationsaustausch und die Kontrolle staatlichen Handelns durch die Bürger bedeutet.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Absolutismus und Öffentlichkeit: Zeitung, Nachricht, Zensur
Hochschule
Universität Potsdam  (Germanistik)
Veranstaltung
C. F. D. Schubart: Sturm und Drang in Württemberg
Note
2,0
Autor
Sebastian Krüger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
19
Katalognummer
V14029
ISBN (eBook)
9783638195348
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Absolutismus Zeitung Nachricht Zensur Schubart Sturm Drang Württemberg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Krüger (Autor:in), 2001, Absolutismus und Öffentlichkeit: Zeitung, Nachricht, Zensur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14029
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Leseprobe aus  19  Seiten
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