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Biographieforschung in der Erziehungswissenschaft im Hinblick auf verschiedene Bildungsverständnisse

Titel: Biographieforschung in der Erziehungswissenschaft im Hinblick auf verschiedene Bildungsverständnisse

Hausarbeit , 2021 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der große Bereich der qualitativen Biographieforschung wird in diesem Text auf die Methode des biographisch-narrativen Interviews präzisiert.

Durch die Vorstellung zweier unterschiedlicher Bildungsbegriffe, nach Humboldt und Bourdieu, wird der Bezug zur Erziehungswissenschaft hergestellt. Das narrative Interview als Erhebungsmethode wird anhand kurzer Ausschnitte eines Interviews erläutert und abschließend jeweils mithilfe der vorgestellten Bildungsverständnisse interpretiert.

Der zentralen Frage, wie Bildungsprozesse sich vollziehen, wie man das unsichtbare Vorgehen im Menschen nachvollziehbar machen kann, möchte die Biographieforschung nachgehen. Als eine qualitative Forschungsmethode innerhalb der Erziehungswissenschaft hat sich die Biographieforschung etabliert. Unter Forschungsmethoden im engen Sinne versteht man Methoden, bei denen Daten erhoben, interpretiert und analysiert werden. Als eine Möglichkeit der Datengewinnung wird die Erhebungsmethode des narrativen Interviews in dieser Arbeit genauer betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Bildungsbegriff

2.1 Bildung im bildungstheoretischen Verständnis nach Wilhelm von Humboldt

2.2 Bildung im soziologischen Verständnis nach Pierre Bourdieu

3. Biographieforschung

3.1 Narratives Interview als Erhebungsmethode

3.2 Narratives Interview anhand zweier Bildungsverständnisse interpretiert

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie biographisch-narrative Interviews interpretiert werden können, wenn dabei unterschiedliche Bildungsverständnisse als theoretische Grundlage herangezogen werden, um tiefere Einblicke in individuelle Bildungsprozesse zu gewinnen.

  • Grundlagen des klassischen und soziologischen Bildungsbegriffs (Humboldt vs. Bourdieu).
  • Methodik der qualitativen Biographieforschung und des narrativen Interviews.
  • Herausforderungen bei der Durchführung und Auswertung narrativer Interviews.
  • Vergleichende Interpretation eines Fallbeispiels unter Anwendung beider Bildungsverständnisse.
  • Reflexion über die Bedeutung von Perspektivwechseln in der qualitativen Forschung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Narratives Interview als Erhebungsmethode

Interviewverfahren haben sich als Methode zur Datenerhebung in verschiedenen Forschungsansätzen etabliert. Mittlerweile gibt es diverse Interviewformen, die sich bevorzugt am Grad der Strukturiertheit unterscheiden lassen. So gäbe es, nach der Definition Marotzkis, stark strukturierte Formen, wie man sie in einem Leitfadeninterview mit festgelegtem Fragenkatalog vorfinde, halbstrukturierte Formen (problemzentriertes Interview), welche im Vorfeld Fragen formulieren, aber während des Gesprächs einer anderen Reihenfolge nachgehen und offene Formen, wozu das narrative Interview zähle (vgl. Marotzki 1996: S. 61). Um eine Interpretation von Biographien unter Zuhilfenahme der eingangs beschriebenen Zugange zum Bildungsbegriff ermöglichen zu können, werden selbstverständlich Daten als Grundlage zur Auswertung bzw. Interpretation benötigt. Zur Gewinnung der Daten für die erziehungswissenschaftliche Ausrichtung dieser Interpretation, welche sich mit Bildungsprozessen beschäftigen soll, wird das narrative Interview als Erhebungsmethode herangezogen, denn „das narrative Interview ist [...] innerhalb der sozial- und erziehungswissenschaftlichen Biographieforschung zum Standard geworden.“ (Marotzki 1996: S. 62).

Wie bereits im vorangegangenen Abschnitt über Biographieforschung erwähnt wurde, ist „[...] das narrative Interview ein maximal-offenes Verfahren [...] bei dem der Befragte selbst den Gesprächsverlauf entfaltet und gestaltet, um dessen Handlungserleben und -begründungen rekonstruieren zu können.“ (Reinders 2015: S. 98). Somit wählt der Berichtende selbst den sprichwörtlichen roten Faden für die Erzählung der eigenen Lebensgeschichte und ist gleichzeitig der Protagonist der Geschichte, aus dessen Perspektive berichtet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert grundlegend, wie Bildungsprozesse als Transformation des Ichs verstanden werden können, und führt in die Absicht der Arbeit ein, diese Prozesse mithilfe der Biographieforschung und narrativer Interviews zu untersuchen.

2. Der Bildungsbegriff: Dieses Kapitel erarbeitet eine theoretische Basis, indem es das bildungstheoretische Verständnis von Wilhelm von Humboldt der soziologischen Perspektive von Pierre Bourdieu gegenüberstellt.

2.1 Bildung im bildungstheoretischen Verständnis nach Wilhelm von Humboldt: Es wird die Vorstellung von Bildung als ganzheitlicher Entfaltung der Kräfte des Einzelnen sowie die Bedeutung der aktiven Auseinandersetzung mit der Welt erläutert.

2.2 Bildung im soziologischen Verständnis nach Pierre Bourdieu: Dieser Abschnitt beschreibt das Konzept des Habitus und die verschiedenen Kapitalarten, die die soziale Position eines Individuums bestimmen und Bildungsprozesse strukturieren.

3. Biographieforschung: Hier werden die methodischen Grundlagen der Biographieforschung als qualitativer Ansatz in der Erziehungswissenschaft dargelegt.

3.1 Narratives Interview als Erhebungsmethode: Das Kapitel beschreibt das narrative Interview als ein maximal-offenes Verfahren zur Datengewinnung, das dem Erzählenden großen Freiraum lässt, sowie die Herausforderungen in der praktischen Umsetzung und Auswertung.

3.2 Narratives Interview anhand zweier Bildungsverständnisse interpretiert: Anhand einer Fallstudie (Monika Ottmann) werden die unterschiedlichen Erkenntnisse verdeutlicht, die sich durch eine habitustheoretische im Vergleich zu einer bildungstheoretischen Auslegung ergeben.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass beide theoretischen Sichtweisen eigene blinde Flecken aufweisen und die Kombination verschiedener Perspektiven notwendig für ein umfassendes Verständnis individueller Bildungsprozesse ist.

Schlüsselwörter

Biographieforschung, Narratives Interview, Bildungsprozesse, Wilhelm von Humboldt, Pierre Bourdieu, Habitus, Qualitativ, Erziehungswissenschaft, Sozialisation, Lebensgeschichte, Persönlichkeitsentwicklung, Kapitalsorten, Rekonstruktion, Bildungsverständnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Interpretation von biographisch-narrativen Interviews vor dem Hintergrund unterschiedlicher wissenschaftlicher Bildungsverständnisse.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die bildungstheoretische Sicht nach Humboldt, die soziologische Habitus-Theorie nach Bourdieu sowie die methodische Umsetzung der qualitativen Biographieforschung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich die Interpretation eines lebensgeschichtlichen Interviews verändert, wenn verschiedene theoretische Linsen auf den gleichen Datenbestand angewendet werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Methode des narrativen Interviews zur Datenerhebung und führt anschließend eine interpretative Analyse auf Grundlage bestehender Theorien durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Bildungsbegriffe, die Methodik der Biographieforschung und die praktische Anwendung der Theorie auf ein konkretes Fallbeispiel.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Biographieforschung, Habitus, Narratives Interview, Bildungsprozesse sowie die Gegenüberstellung von strukturellen sozialen Faktoren und individuellen Kräften.

Wie ergänzen sich die Theorien von Humboldt und Bourdieu in Bezug auf das Fallbeispiel?

Humboldt fokussiert auf die individuellen Potenziale und die Selbstentfaltung, während Bourdieu die sozialen Bedingungen und den Habitus betont, was zusammen ein differenzierteres Bild der Interviewten ergibt.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der methodischen Herangehensweise?

Das Fazit betont, dass keine der beiden Theorien allein ausreicht, sondern dass die Einbeziehung verschiedener Perspektiven essenziell ist, um blinde Flecken in der qualitativen Forschung zu vermeiden.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Biographieforschung in der Erziehungswissenschaft im Hinblick auf verschiedene Bildungsverständnisse
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt  (Pädagogisch-Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Empirische Bildungsforschung: Qualitative Methoden
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
13
Katalognummer
V1403039
ISBN (PDF)
9783346956576
ISBN (Buch)
9783346956583
Sprache
Deutsch
Schlagworte
qualitative Forschung qualitative Methoden Erziehungswissenschaft Erwachsenenbildung Bildungstheorie Bildungsphilosophie Biographieforschung narratives Interview Bildungsverständnis Bildungsbegriff Humboldt Soziologie Bourdieu Habitus Habitustheorie Bildungsprozesse Pädagogik Philosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Biographieforschung in der Erziehungswissenschaft im Hinblick auf verschiedene Bildungsverständnisse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1403039
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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