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Unterstützung des Lehr-Lern-Prozesses und der Motivation durch Lehrende

Titel: Unterstützung des Lehr-Lern-Prozesses und der Motivation durch Lehrende

Hausarbeit , 2023 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit beantwortet die Frage danach, wie genau der Lehrende durch sein Handeln den Lehr-Lern-Prozess und die Motivation der Teilnehmenden unterstützen kann.

Die Tätigkeit eines Dozierenden für Erwachsenenbildung ist umfangreich und vielschichtig. Die folgenden Ausführungen stellen nur die Spitze des Eisberges der Aufgaben dar und sind doch essenziell für den Erfolg einer Veranstaltung. Der tatsächliche Erfolg einer Lehrveranstaltung hängt unter anderem von der Lernfähigkeit und der Motivation der Teilnehmenden und der Wahl der Methoden des Lehrenden ab. Zwar können die kognitiven Fähigkeiten des einzelnen nicht beeinflusst werden, aber durch theoretisches Wissen um das Lernen Erwachsener, den Zugang zu motivationalen Prozessen und der Beachtung didaktischer Prinzipien kann eine Veranstaltung erfolgreicher gestaltet werden.

Um einen Einblick darin zu erhalten wie genau der Lehrende durch sein Handeln den Lehr-Lern-Prozess und die Motivation der Teilnehmenden unterstützen kann, werden die Lerntheorie des Konstruktivismus und die Zusammenhänge in der Erwachsenenpädagogik erläutert. Anschließend werden für die praktische Anwendung der Umgang mit möglichen Erwartungshaltungen der Teilnehmenden aufgezeigt, um daraufhin die motivationalen Prozesse mit intrinsischer und extrinsischer Motivation und der Selbstwirksamkeitserwartung genauer betrachten zu können. Auch die didaktischen Prinzipien am Beispiel der Teilnehmer- und der Erfahrungsorientierung werden erklärt, um die Wichtigkeit der Beachtung dieser für den Erwachsenenpädagogen hervorzuheben. In einem abschließenden Fazit werden die Erkenntnisse gebündelt und auf den Punkt gebracht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konstruktivismus als Lerntheorie

3. Mögliche Erwartungshaltungen der Teilnehmenden

4. Motivationale Prozesse

4.1 Intrinsische Motivation

4.2 Extrinsische Motivation

4.3 Selbstwirksamkeitserwartung

5. Didaktische Prinzipien

5.1 Teilnehmerorientierung

5.2 Erfahrungsorientierung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Lehrende durch gezieltes erwachsenenpädagogisches Handeln den Lehr-Lern-Prozess sowie die Lernmotivation der Teilnehmenden effektiv unterstützen können, um einen nachhaltigen Lernerfolg zu gewährleisten.

  • Grundlagen des Konstruktivismus in der Erwachsenenbildung
  • Umgang mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen der Teilnehmenden
  • Analyse motivationaler Prozesse (intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Selbstwirksamkeit)
  • Anwendung didaktischer Prinzipien wie Teilnehmer- und Erfahrungsorientierung

Auszug aus dem Buch

2. Konstruktivismus als Lerntheorie

Im Konstruktivismus wird davon ausgegangen „[…] dass sich Lernen immer in Abhängigkeit der eigenen Vorerfahrung und der individuellen […] Interpretationsprozesse vollzieht“ (Gudjons 2016, S. 236) und damit jeder Lernende Informationen subjektiv individuell aufnimmt und bestehenden Konstruktionen in Form von Vorwissen hinzufügt oder neue Konstruktionen entwirft. In der pädagogischen Praxis geht man vom gemäßigten Konstruktivismus aus, da sonst keine prüfbare Wissensvermittlung möglich wäre (vgl. Ludwig 2018, S. 237). Zwar konstruiert sich jeder Teilnehmende sein Wissen selbst, dennoch muss der Lehrende dafür Sorge tragen, dass keine falschen Konzepte in den Köpfen der Teilnehmenden entstehen.

Im so genannten „[…] ko-konstruktiven Prozess […]“ (ebd.) wird die „[…] Idee einer sozial-empirischen Wahrheit […]“ (ebd.) vertreten, welche eine Überprüfbarkeit und eine gewisse Lenkung von unzureichenden Konstrukten zu besser geeigneten Konstrukten möglich macht (vgl. ebd.). Auch deshalb wird Lernen in dieser Theorie als „[…] aktiver Prozess […]“ (ebd.) betrachtet, für dessen Erfolg „[…] es kein soziales Außenkriterium mehr“ (Ludwig 2018, S. 261) gibt, da die Verantwortung vorwiegend beim Lernenden selbst liegt, wie und wofür er die vermittelten Informationen verwendet oder was er aus diesem generierten Wissen macht.

Bei erwachsenen Lernenden kann man davon ausgehen, dass sie nicht mehr so stark von außen beeinflussbar sind, da sie „[…] relativ geschlossene, selbst organisierte Systeme sind […]“ (Quilling 2009, S. 135) welche durch Informations- bzw. Lernimpulse in Gang gesetzt werden. Besonders effektiv kann dies geschehen, wenn das neue Wissen anschlussfähig an bereits bekannte Erfahrungen ist und als sinnvoll bzw. zielfördernd erkannt wird (vgl. ebd.). In der konstruktivistischen Didaktik, sollen gerade in der Erwachsenenbildung die Grenzen zwischen Lehren und Lernen verwischt werden (vgl. Quilling 2009, S. 135). Als erwachsenenpädagogische Lehrperson besteht die große Aufgabe darin, die Balance „[…] zwischen vollständiger Anleitung und absoluter Selbststeuerung der Lernenden“ (ebd.) zu finden und diesen Kompetenzerwerb nachhaltig zu unterstützen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Erwachsenenbildung und definiert die Notwendigkeit, Lehr-Lern-Prozesse methodisch und didaktisch auf die spezifischen Bedürfnisse erwachsener Lernender abzustimmen.

2. Konstruktivismus als Lerntheorie: Dieses Kapitel erläutert, wie Lernende Wissen aktiv und individuell konstruieren, und definiert die Rolle des Lehrenden als Anbieter strukturierter Lernumgebungen statt als alleiniger Vermittler von Inhalten.

3. Mögliche Erwartungshaltungen der Teilnehmenden: Es wird dargestellt, warum die frühzeitige Erfassung von Teilnehmererwartungen entscheidend für die Einbindung und Motivation ist und welche psychologischen Auswirkungen positive oder negative Erwartungen auf den Lernprozess haben.

4. Motivationale Prozesse: Dieses Kapitel analysiert Motivation als psychischen Prozess; dabei werden intrinsische und extrinsische Motive sowie die Selbstwirksamkeitserwartung differenziert betrachtet.

5. Didaktische Prinzipien: Unter Fokus auf die Teilnehmer- und Erfahrungsorientierung wird verdeutlicht, wie durch eine gezielte didaktische Planung Lerninhalte anschlussfähig an die Biografien der Lernenden gestaltet werden können.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die reflektierte Verknüpfung von theoretischem Wissen und praktischem Handeln essenziell ist, um als Dozierender einen positiven Mehrwert für die Teilnehmenden zu schaffen.

Schlüsselwörter

Erwachsenenbildung, Konstruktivismus, Lernmotivation, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Selbstwirksamkeit, Teilnehmerorientierung, Erfahrungsorientierung, Lehr-Lern-Prozess, Didaktik, Kompetenzerwerb, Wissenskonstruktion, Weiterbildung, Erwachsenenpädagogik, Mikrodidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an Lehrende in der Erwachsenenbildung und untersucht, wie diese durch gezielte methodische Ansätze den Lehr-Lern-Prozess fördern können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen lerntheoretische Grundlagen (Konstruktivismus), psychologische Motivationsaspekte sowie didaktische Prinzipien der Teilnehmer- und Erfahrungsorientierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie ein Dozierender durch erwachsenenpädagogisches Handeln sowohl den Prozess des Lernens als auch die individuelle Motivation der Teilnehmenden aktiv unterstützen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Fachliteratur zu Lerntheorien, Motivationstheorien und didaktischen Modellen, um daraus Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Konstruktivismus, den Umgang mit Erwartungshaltungen, verschiedene Motivationsarten (intrinsisch/extrinsisch) sowie die Bedeutung von Selbstwirksamkeit und didaktischer Orientierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Motivation, Erwachsenenbildung, Konstruktivismus, Teilnehmerorientierung und Selbstwirksamkeit.

Wie unterscheidet sich Teilnehmerorientierung von Zielgruppenorientierung?

Die Zielgruppenorientierung erfolgt meist in der Makrodidaktik bei der Programmplanung, während die Teilnehmerorientierung in der Mikrodidaktik bei der konkreten Durchführung und Gestaltung des Lehr-Lern-Prozesses stattfindet.

Warum ist das Konzept der Selbstwirksamkeit laut Autor relevant?

Die Selbstwirksamkeitserwartung ist entscheidend, da sie maßgeblich bestimmt, wie sehr ein Teilnehmender bereit ist, sich bei schwierigen Anforderungen anzustrengen, unabhängig von seinem tatsächlichen Wissensstand.

Wie kann eine Lehrperson intrinsische Motivation bei Lernenden fördern?

Die Förderung erfolgt laut Text durch die Schaffung von Umfeldbedingungen, in denen sich die Lernenden in ihrer Autonomie, Kompetenz und sozialen Einbindung unterstützt fühlen.

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Details

Titel
Unterstützung des Lehr-Lern-Prozesses und der Motivation durch Lehrende
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt  (Pädagogisch-Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Einführung in das erwachsenenpädagogische Handeln
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
14
Katalognummer
V1403044
ISBN (PDF)
9783346957047
ISBN (Buch)
9783346957054
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erziehungswissenschaft Bildungswissenschaft Pädagogik Erwachsenenbildung Erwachsenenpädagogik Weiterbildung Bildung Dozent Erwachsenenbildner Lehre erwachsenenpädagogisches Handeln Lehr-Lern-Prozess Motivation Lernmotivation Lernen Lerntheorien Konstruktivismus Erwartungshaltungen Teilnehmender Motivationale Prozesse Motivationsmodelle Motivationsarten Intrinsische Motivation Extrinsische Motivation Selbstwirksamkeitserwartung Didaktik Didaktische Prinzipien Teilnehmerorientierung Erfahrungsorientierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Unterstützung des Lehr-Lern-Prozesses und der Motivation durch Lehrende, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1403044
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Leseprobe aus  14  Seiten
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