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Vergleich der Piratenpartei mit der Erfolgsgeschichte der Partei Bündnis 90/Die Grünen

Title: Vergleich der Piratenpartei mit der Erfolgsgeschichte der Partei Bündnis 90/Die Grünen

Term Paper , 2022 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dario Tom Wehner (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Der Text erforscht die Dynamik politischer Parteibildungen am Beispiel der Erfolgspartei "Bündnis 90/Die Grünen" und der kurzlebigen "Piratenpartei".

Während erstere sich erfolgreich im deutschen Parteisystem etablieren konnte, scheiterte letztere nach anfänglichen auf elektoraler Ebene und schied aus ins politische Abseits. Der Autor betrachtet beide als parteigewordene politische Bewegungen und analysiert sie durch die Linse von vier sozialwissenschaftlichen Theorien. Dabei wird die Erfolgsgeschichte der Grünen als Idealtyp genommen, um vergleichend Herausforderungen für die Piratenpartei zu formulieren. Der Ansatz, neue innovative Parteien anhand erfolgreicher Newcomer zu verstehen, bietet Einblicke in die Herausforderungen von weniger gut erforschten politischen Entitäten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

DAS MITTEL DES VERGLEICHS

GLEICHES MIT GLEICHEM VERGLEICHEN

AUS DEM BLICKWINKEL GESELLSCHAFTLICHER TRENDS

DER MILIEU-ANSATZ

CLEAVAGES

BEWEGUNGSFORSCHUNG

FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert explorativ die Gründe für den langfristigen Wahlerfolg von Bündnis 90/Die Grünen im Vergleich zum elektoralen Scheitern der Piratenpartei, um daraus Erfolgsbedingungen für neue politische Bewegungen abzuleiten.

  • Vergleich der Parteiengeschichten als parteigewordene soziale Bewegungen
  • Anwendung sozialwissenschaftlicher Theorien (Wertewandel, Milieuforschung, Cleavages, Bewegungsforschung)
  • Identifikation von strukturellen Herausforderungen der Piratenpartei im Vergleich zum Idealtyp der Grünen
  • Untersuchung der Bedeutung von Institutionalisierung und Konfliktbewältigung
  • Reflexion über die Rolle des Internetmilieus und politischer Netzpolitik

Auszug aus dem Buch

DAS MITTEL DES VERGLEICHS

Bevor ich mich ausgiebig mit der Literatur zur Piratenpartei vertraut gemacht habe, schien mir die Parteiengeschichten der Piraten mit der der Grünen zu vergleichen erst einmal sehr plausibel. Beide Parteien haben in ihrem Gründungsmoment eine systemische Kritik unterliegen, die sich zumindest in ihrer anfänglichen strukturellen Aufstellung und ihren politischen Zielen sehr deutlich niederschlägt. Eine Partei setzt sich durch – in der letzten Bundestagswahl erzielten sie ihr bisher bestes Wahlergebnis auf Bundesebene mit 14,8% aller Stimmen und einer Regierungsbeteiligung in der „Ampel“-Koalition, die andere hingegen nicht, die „Piraten“ erhielten 0,1% aller Erstimmen und 0,4% aller Zweitstimmen. Doch es ist nicht unproblematisch, eine Partei mit einer anderen systematisch zu vergleichen - Es kann viele Gründe haben, warum sich eine Partei durchsetzt und eine andere nicht.

Beim Ziehen eines direkten Vergleichs kann es attraktiv sein, von einem auf das andere zu schließen. Es ist Vorsicht geboten, eine Tatsache fast schon mechanisch an einer Ursache festzumachen, die viele andere Begründungen zulässt. Stattdessen wollen wir hinnehmen, dass wir nicht die eine richtige Antwort haben, sondern eine Vielzahl möglicher Antworten gleichzeitig. Dies ist der Unterschied eines deterministischen Ansatzes, wenn A dann muss B folgen, und einem induktiven Ansatz, die Prämisse A und B machen die Konklusion C wahrscheinlich. In der Sozialwissenschaft können wir nur induktive Aussagen treffen. Dennoch kann das Mittel des Vergleichs sinnvoll sein, um sich einem weniger bekannten Gegenstand, der Ähnlichkeiten zu einem bekannten Gegensand hat, anzunähern.

Zusammenfassung der Kapitel

DAS MITTEL DES VERGLEICHS: Einleitung in die methodische Herangehensweise des explorativen Vergleichs und Abgrenzung der Forschungsansätze.

GLEICHES MIT GLEICHEM VERGLEICHEN: Begründung warum die Grünen aufgrund ihrer Geschichte als erfolgreicher Idealtyp für eine Analyse der Piraten dienen können.

AUS DEM BLICKWINKEL GESELLSCHAFTLICHER TRENDS: Analyse der gesellschaftlichen Einbettung beider Parteien unter Berücksichtigung des Wertewandels nach Inglehart und studentischer Protestkulturen.

DER MILIEU-ANSATZ: Untersuchung der Parteienbindung als Ausdruck sozialmoralischer Milieus und deren Entwicklung von klassischen Milieuparteien zu neuen politischen Akteuren.

CLEAVAGES: Betrachtung der Parteisysteme anhand von Konfliktlinien und die Transformation traditioneller Spannungen hin zu neuen, postmateriellen Cleavages.

BEWEGUNGSFORSCHUNG: Analyse des Innovationspotenzials und der Institutionalisierungsprozesse sozialer Bewegungen beim Übergang zur parlamentarischen Partei.

FAZIT: Zusammenfassung der Erfolgsbedingungen für die Piratenpartei und Einordnung der Ergebnisse in die politikwissenschaftliche Forschung zu Kleinstparteien.

Schlüsselwörter

Piratenpartei, Bündnis 90/Die Grünen, Parteiforschung, Milieuforschung, Cleavages, Wertewandel, Protestbewegung, Neue soziale Bewegung, Basisdemokratie, Institutionen, Politikwissenschaft, Wahlverhalten, Netzpolitik, Postmaterialismus, Parteigründung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht vergleichend, warum sich die Grünen als politische Bewegung langfristig etablieren konnten und die Piratenpartei eher am Prozess der parlamentarischen Institutionalisierung scheiterte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Entstehung politischer Bewegungen, soziale Milieus, gesellschaftliche Wertewandel, Konfliktlinien (Cleavages) sowie die Herausforderungen der strukturellen Organisation.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, durch einen explorativen qualitativen Vergleich der beiden Parteiengeschichten Erfolgsbedingungen und kritische Entwicklungsstufen für neue politische Parteien zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen explorativen, qualitativen Forschungsansatz, um mittels verschiedener sozialwissenschaftlicher Theorien Muster der Parteienentwicklung zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Milieubindungen, der Cleavage-Theorie und der Bewegungsforschung, welche jeweils auf die beiden Parteien angewendet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Parteienforschung, Milieuforschung, Neue soziale Bewegungen, Institutionalisierung und politischer Wandel kennzeichnen.

Wie unterscheidet sich die Sozialisierung der beiden untersuchten Parteien?

Während die Grünen aus den Protestbewegungen der 60er und 70er Jahre hervorgingen, sind die Piraten laut Arbeit Kinder des Web 2.0, deren Identität tief durch die kommunikativen Strukturen des Internets geprägt ist.

Warum wird die Plattformneutralität als Leitidee der Piraten hervorgehoben?

Die Arbeit sieht in der Plattformneutralität den Kernpunkt, aus dem sich viele politische Positionen der Piratenpartei ableiten lassen, die Freiheit und Partizipation in den Vordergrund stellen.

Welche Rolle spielt die "Fundi-Realo-Kontroverse" für den Vergleich?

Sie dient als Beispiel dafür, wie die Grünen durch interne Reibung und den späteren Willen zur Realpolitik ihre Integrationskraft stärkten, wogegen den Piraten vergleichbare Mechanismen zur Konfliktbewältigung fehlten.

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Details

Title
Vergleich der Piratenpartei mit der Erfolgsgeschichte der Partei Bündnis 90/Die Grünen
College
University of Göttingen  (Sozialwissenschaftliche Fakultät (Institut für Demokratieforschung))
Course
B.Pol. 701 Politische Kultur, Akteurshandeln und Öffentlichkeit (Seminar)
Grade
1,3
Author
Dario Tom Wehner (Author)
Publication Year
2022
Pages
20
Catalog Number
V1403110
ISBN (PDF)
9783346956774
ISBN (Book)
9783346956781
Language
German
Tags
Bündnis90/DieGrünen Piratenpartei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dario Tom Wehner (Author), 2022, Vergleich der Piratenpartei mit der Erfolgsgeschichte der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1403110
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