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Die Grundzüge der Verantwortungsgesellschaft nach Amitai Etzioni

Titre: Die Grundzüge der Verantwortungsgesellschaft nach Amitai Etzioni

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 15 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Rebecca Pfaffl (Auteur)

Sociologie - Généralités et Théories
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Diese Seminararbeit beinhaltet die Grundzüge der Verantwortungsgesellschaft nach Amitai Etzioni. Etzioni stellt in seinem Werk ‚Die Verantwortungsgesellschaft‘ dar, wie sich eine Gesellschaft, in der soziale Kälte herrscht und die von moralischer Erosion betroffen ist, zu einer guten Gesellschaft entwickelt.
Nachdem in dieser Arbeit zunächst das Missverhältnis zwischen dem verantwortungslosen Individualismus und dem Engagement bzw. der Verantwortung für das Kollektiv erläutert wird, wird im nächsten Schritt betrachtet was aus kommunitaristischen Gesichtspunkten eine gute Gesellschaft auszeichnet.
Hierzu wird das Konzept der gebunden Autonomie betrachtet, woraufhin das Verständnis von Autonomie und Ordnung im Gegensatz zum individualistischen, zivilgesellschaftlichen und sozialkonservativen Verständnis abgegrenzt wird.
Darauf aufbauend wird auf die Bedeutung und Entstehung gemeinsam geteilter Grundwerte eingegangen. Der moralische Dialog spielt hierbei eine entscheidende Rolle und wird aus diesem Grund hervorgehoben, wobei Regeln und Ablaufschritte kurz aufgezeigt werden.

Im Anschluss daran wird das moralische Fehlverhalten im Management betrachtet, da dieses als Zeichen eines Werteverfalls in der Gesamtgesellschaft zu interpretieren ist. In diesem Kontext wird die aktuelle Entwicklung anhand kommunitaristischer Gesichtspunkte bewertet und auf Möglichkeiten eingegangen wie das Gleichgewicht zwischen Autonomie und Ordnung erreicht werden kann.

Hierbei stehen vor allem Unternehmen im Fokus der Betrachtung. Da sie in der heutigen Gesellschaft eine immer bedeutenderer und einflussreichere Rolle einnehmen, liegt es an ihnen die Diskussion und Reflexion von Grundwerten voranzutreiben.
Abschließend werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Unternehmen den moralischen Dialog initiieren können, um die Stabilität der kommunitaristischen Gesellschaft zu sichern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundverständnis des Kommunitarismus

2.1 Die Idee der Verantwortungsgesellschaft

2.1.1 Ordnung und Autonomie im Gleichgewicht

2.1.2 Die Bedeutung moralischer Stimmen

3. Entwicklung und Wandel der kommunitaristischen Sichtweise

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Grundzüge der „Verantwortungsgesellschaft“ nach Amitai Etzioni, mit dem Ziel, das Spannungsverhältnis zwischen individuellem Freiheitsstreben und gesellschaftlicher moralischer Ordnung zu analysieren und Möglichkeiten für deren Ausgleich aufzuzeigen.

  • Kommunitaristische Grundlagen und das Konzept der gebundenen Autonomie
  • Das Gleichgewicht zwischen individueller Freiheit und sozialer Verantwortung
  • Die Rolle des moralischen Dialogs bei der Wertfindung
  • Die wachsende Verantwortung von Unternehmen in der modernen Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Ordnung und Autonomie im Gleichgewicht

Eine gute Gesellschaft zeichnet sich durch ein Gleichgewicht zwischen den Elementen Ordnung und Autonomie bzw. Freiheit aus (Etzioni, 1997, S. 32). Um diese Übereinstimmung auf makrosozialer Stufe zu erreichen, definierte Etzioni die goldene Regel: „Achte und wahre die moralische Ordnung der Gesellschaft in gleichem Maße, wie du dir wünschst, daß die Gesellschaft deine Autonomie achtet und wahrt.“ (Etzioni, 1997, S. 19).

Zunächst ist festzuhalten, dass der Mensch nicht als autarkes Individuum an sich betrachtet werden kann, sondern immer in ein soziales Netz eingebettet ist. Die Gesellschaft kann somit als „Bündel von Eigenschaften“ interpretiert werden. Sie kann nur funktionieren, wenn die Beiträge der einzelnen Teile den Bedürfnissen der Gesamtgesellschaft entspricht (Etzioni, 1997, S. 28).

Jede funktionierende Gesellschaft benötigt ein Mindestmaß an sozialer Ordnung, wobei diese durch Befürwortung gewisser Werte verdichtet werden kann. Die soziale Ordnung ist bewusst oder unbewusst abhängig von dem Engagement ihrer einzelnen Mitglieder für gemeinsame Ziele. Wie dicht die soziale Ordnung ist, kann daran abgelesen werden, wie sehr die Werte, die als elementare Bestandteile der Gemeinschaft gelten, auch im Alltag von den Gesellschaftsmitgliedern verfolgt werden (Etzioni, 1997, S. 33).

Eine gute soziale Ordnung braucht demnach Werte, die von den Mitgliedern der Gesellschaft gemeinsam geteilt werden und denen sie sich verpflichtet fühlen. Alle Individuen müssen eine gleiche grundlegende Auffassung von dem haben, was als richtig oder falsch gilt (Etzioni, 1997, S. 35).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk von Amitai Etzioni ein und definiert die Problemstellung eines Ungleichgewichts zwischen Individualismus und gesellschaftlicher Verantwortung.

2. Grundverständnis des Kommunitarismus: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Kommunitarismus, insbesondere die Notwendigkeit einer gebundenen Autonomie und einer sozialen Ordnung.

2.1 Die Idee der Verantwortungsgesellschaft: Hier wird der Fokus auf die konkrete Umsetzung einer Balance zwischen individueller Freiheit und kollektiven Werten gelegt.

2.1.1 Ordnung und Autonomie im Gleichgewicht: Der Abschnitt diskutiert die Wechselwirkung zwischen persönlicher Autonomie und gesellschaftlicher Stabilität durch gemeinsame moralische Grundwerte.

2.1.2 Die Bedeutung moralischer Stimmen: Dieser Teil beleuchtet, wie innere und äußere moralische Impulse das Verhalten der Individuen zur Sicherung der sozialen Ordnung prägen.

3. Entwicklung und Wandel der kommunitaristischen Sichtweise: Das Kapitel analysiert den gesellschaftlichen Wandel und die kritische Rolle der Wirtschaft in Bezug auf Moral und Sittenverfall.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines stetigen moralischen Dialogs zusammen, um die Balance in einer sich wandelnden Gesellschaft zu bewahren.

Schlüsselwörter

Kommunitarismus, Amitai Etzioni, Verantwortungsgesellschaft, Autonomie, soziale Ordnung, moralischer Dialog, Grundwerte, Individualismus, Gemeinwohl, soziale Verantwortung, Unternehmensethik, gebundene Autonomie, Sittenverfall, Wertemanagement, Compliance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Grundzüge der „Verantwortungsgesellschaft“ nach Amitai Etzioni und untersucht, wie eine Gesellschaft trotz eines Strebens nach individueller Freiheit stabil und moralisch gefestigt bleiben kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Spannungsfeld zwischen Individualismus und Kollektivismus, die Bedeutung gemeinsamer Werte sowie die zunehmende Rolle von Unternehmen bei der moralischen Gestaltung der Gesellschaft.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie ein gesundes Gleichgewicht zwischen individueller Autonomie und gesellschaftlicher Verantwortung durch den „moralischen Dialog“ erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse des Werks von Amitai Etzioni sowie einer Betrachtung aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen in Bezug auf Unternehmensethik und soziale Normen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das kommunitaristische Grundverständnis, das Konzept der „gebundenen Autonomie“, die Funktion der „Stimme der Moral“ sowie die Bedeutung von Unternehmen für den gesellschaftlichen Werteerhalt detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kommunitarismus, Verantwortungsgesellschaft, moralische Ordnung, soziale Verantwortung und gebundene Autonomie geprägt.

Was versteht Etzioni unter der „goldenen Regel“?

Die Regel besagt, dass die moralische Ordnung der Gesellschaft in gleichem Maße geachtet und gewahrt werden sollte, wie man selbst einfordert, dass die Gesellschaft die eigene individuelle Autonomie respektiert.

Warum spielen Unternehmen eine wichtige Rolle im moralischen Diskurs?

Da Unternehmen heute einen großen Einfluss auf die Gesellschaft haben, stehen sie in der Verantwortung, durch Wertemanagementsysteme und den Dialog mit Stakeholdern zur Stabilisierung gemeinsamer Grundwerte beizutragen.

Was ist das Konzept der „gebundenen Autonomie“?

Es beschreibt eine Form der Individualität, die zwar persönliche Freiheiten zulässt, diese jedoch in einen sozialen Kontext einbettet, um die langfristige Stabilität der Gemeinschaft zu gewährleisten.

Welche Funktion hat der „moralische Dialog“?

Er dient als Verständigungsprozess über Werte und Vorgehensweisen, durch den in einer sich ständig wandelnden Gesellschaft gemeinsame normative Pflichten und ein geteiltes Problemverständnis entstehen.

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Résumé des informations

Titre
Die Grundzüge der Verantwortungsgesellschaft nach Amitai Etzioni
Université
University of Hohenheim  (Sozialwissenschaften)
Cours
Betriebssoziologie
Note
2,0
Auteur
Rebecca Pfaffl (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
15
N° de catalogue
V140314
ISBN (ebook)
9783640505616
ISBN (Livre)
9783640505395
Langue
allemand
mots-clé
Grundzüge Verantwortungsgesellschaft Amitai Etzioni
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Rebecca Pfaffl (Auteur), 2009, Die Grundzüge der Verantwortungsgesellschaft nach Amitai Etzioni, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140314
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