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Kreditgenossenschaften in Österreich. Ihre Bedeutung während der Weltwirtschaftskrise 1920-1930

Titel: Kreditgenossenschaften in Österreich. Ihre Bedeutung während der Weltwirtschaftskrise 1920-1930

Seminararbeit , 2022 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Constantin Haider (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Werk wird die evolutionäre Rolle von Genossenschaftsbanken in der österreichischen Wirtschaft dargelegt. Es untersucht die historischen Ursprünge der genossenschaftlichen Banken, ihre Anfänge vor Christi Geburt bis zu den ersten Bankpionieren im 16. Jahrhundert. Weiterhin konzentriert sich der Text auf die Entwicklungen der Kreditgenossenschaften vor, während und nach den Kriegen, insbesondere im Vergleich zu anderen Bankformen. Besonderes Augenmerk wird auf die Systeme von Schulze-Delitzsch und Raiffeisen gelegt und ihre Vorteile in Krisenzeiten erörtert. Am Ende bietet das Werk ein abschließendes Fazit, das die wesentlichen Beiträge der Genossenschaftsbanken zur österreichischen Wirtschaft hervorhebt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Forschungsinteresse und Zielsetzung

1.2 Literaturüberblick

2 Genossenschaften

2.1 Definition

2.2 Ursprung Genossenschaft in Österreich

3 Genossenschaftsbanken in Österreich

3.1 Schulze-Delitzsch vs. Raiffeisen

3.1.1 Kreditvereine nach Schulze-Delitzsch

3.1.2 Raiffeisen Darlehensvereine

3.1.3 Überblick

3.2 RZB und Volksbanken AG

3.3 Kreditgenossenschaften in der Zwischenkriegszeit

3.3.1 Volksbanken in der Zwischenkriegszeit

3.3.2 Raiffeisen-Bankengruppe in der Zwischenkriegszeit

3.4 Weltwirtschaftskrise ab 1929

3.5 Vorteile Genossenschaftsbanken in der Krise

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Widerstandsfähigkeit österreichischer Kreditgenossenschaften (nach den Systemen von Schulze-Delitzsch und Raiffeisen) während der turbulente Zeit der 1920er und 1930er Jahre im Vergleich zu anderen Bankinstituten. Dabei wird analysiert, inwieweit genossenschaftliche Prinzipien, wie Selbsthilfe und die Fokussierung auf das Kerngeschäft, als Krisenanker fungierten.

  • Historische Entwicklung der Genossenschaftssysteme in Österreich
  • Vergleichende Analyse der Modelle nach Schulze-Delitzsch und Raiffeisen
  • Herausforderungen für das österreichische Bankenwesen in der Zwischenkriegszeit
  • Krisenbewältigung und Stabilität von Genossenschaftsbanken im Vergleich zu Aktienbanken
  • Einfluss der Weltwirtschaftskrise auf das genossenschaftliche Bankensektor

Auszug aus dem Buch

3.1 SCHULZE-DELITZSCH VS. RAIFFEISEN

Die Geschichte der Raiffeisenbank begann 1862 in Anhausen, wo durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen ein Darlehenskassen-Verein gegründet wurde, um auch finanziell schwächeren Menschen ein Darlehen unter tragbaren Bedingungen gewähren zu können (vgl. Konrad/Spicka 1998: 62). Zu diesem Zeitpunkt gab es jedoch bereits sogenannte Vorschusskassen, die nach den Prinzipien von Schulze-Delitzsch organsiert waren und die ersten Kreditgenossenschaften in Österreich darstellten. Die Vorschusskassen waren als Vereine organisiert, hatten einen ka-ritativen Charakter und finanzierten sich primär durch Spenden und zinsfreie Darlehen für die Vereinsmitglieder. Es zeigte sich jedoch schnell, dass diese Vereine langfristig nicht bestehen konnten, weshalb 1852 die ersten Tendenzen der Kreditgenossenschaften mit dem wesentlichen Prinzip der reinen Selbsthilfe, die auf einer solidarischen Haftung basieren, zu verzeichnen waren und durch Schulze vorangetrieben wurden.

Schulze, der ab 1841 in Delitzsch als Richter mit den sozialen und wirtschaftlichen Proble-men der Bewohner beschäftigt war, suchte speziell für die Handwerker und Kleingewerbetrei-benden, aber auch für die Arbeiterschaft Lösungen für ihre finanzielle Misere; er erklärte den Weg der Selbsthilfe durch Zusammenschluss, wobei erst Jahre später dafür die Bezeichnung „Genossenschaft“ gewählt wurde (vgl. Brazda 2001: 35). Schulze-Delitzsch vertrat folgende Meinung: „mehrere kleine Kräfte vereint bilden ein Großes, und was man nicht allein durch-setzen kann, dazu soll man sich mit anderen verbinden“ (Brazda 2001: 35). Dies entspricht dem in Kapitel 2.1 erläuterten Prinzip, dass ein einzelner mit anderen mehr erreichen kann als allein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des historischen Bankenwesens und der Forschungsfrage bezüglich der Krisenfestigkeit von Kreditgenossenschaften.

2 Genossenschaften: Erläuterung der allgemeinen Begriffsdefinition sowie des historischen Ursprungs der genossenschaftlichen Idee in Österreich.

3 Genossenschaftsbanken in Österreich: Detaillierte Analyse der Systeme Schulze-Delitzsch und Raiffeisen sowie deren Entwicklung und Stabilität während der Zwischenkriegszeit.

4 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage, die die Krisenstandhaftigkeit auf die genossenschaftlichen Grundprinzipien und die Vermeidung spekulativer Geschäfte zurückführt.

Schlüsselwörter

Kreditgenossenschaften, Österreich, Weltwirtschaftskrise, Schulze-Delitzsch, Raiffeisen, Zwischenkriegszeit, Bankwesen, Selbsthilfe, Genossenschaftsprinzipien, Finanzkrise, Bankenfusion, Krisenbeständigkeit, Volksbanken

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen der vorliegenden Seminararbeit?

Die Arbeit analysiert, warum Kreditgenossenschaften nach den Systemen von Schulze-Delitzsch und Raiffeisen die turbulente Phase der österreichischen Zwischenkriegszeit wirtschaftlich erfolgreicher überstanden als andere Bankformen.

Welche zwei Hauptmodelle werden in der Arbeit betrachtet?

Der Fokus liegt auf den Kreditgenossenschaften nach Hermann Schulze-Delitzsch (städtisch-gewerblich) und den nach Friedrich Wilhelm Raiffeisen (ländlich-agrarisch).

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf wissenschaftlichen Publikationen, Fachartikeln und Internetquellen basiert, um die historische Entwicklung und die betriebswirtschaftlichen Besonderheiten in Krisenzeiten zu beleuchten.

Welche Rolle spielten die Genossenschaftsprinzipien während der Krise?

Prinzipien wie Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung ermöglichten eine solide Wirtschaftsweise ohne risikoreiche Spekulationen, was den Genossenschaften Stabilität verlieh.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition des Genossenschaftswesens, einem historischen Vergleich der beiden Systeme sowie der spezifischen Analyse der Kreditgenossenschaften während der Finanzskandale und der Wirtschaftskrise.

Welche zentralen Themenfelder dominieren die Untersuchung?

Wichtige Themen sind die österreichische Interventionspolitik, der Zusammenbruch großer Aktienbanken (wie der Credit-Anstalt) und die Rolle der regionalen Verankerung der Genossenschaften.

Warum galt das Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften als Rettungsanker?

Durch den Verzicht auf spekulative Geschäfte und eine hohe kundenorientierte Liquidität blieben die Genossenschaften von den massiven Strudeln der Bankenkrisen weitgehend verschont.

Welches Fazit zieht der Autor zur Krisenstandhaftigkeit?

Das Fazit lautet, dass die Besinnung auf das genossenschaftliche Kerngeschäft und die Vermeidung politischer Abhängigkeit maßgeblich für die Widerstandsfähigkeit im Vergleich zum restlichen Bankensektor waren.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kreditgenossenschaften in Österreich. Ihre Bedeutung während der Weltwirtschaftskrise 1920-1930
Hochschule
Universität Wien
Note
1,0
Autor
Constantin Haider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
23
Katalognummer
V1403303
ISBN (PDF)
9783346952974
ISBN (Buch)
9783346952981
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreditgenossenschaft Wirtschaftsbeziehungen Genossenschaftsbanken Österreich Schulze-Delitzsch und Raiffeisen Kreditgenossenschaften Geschichte Österreichische Bankenkrise Vorteile von Genossenschaftsbanken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Constantin Haider (Autor:in), 2022, Kreditgenossenschaften in Österreich. Ihre Bedeutung während der Weltwirtschaftskrise 1920-1930, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1403303
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Leseprobe aus  23  Seiten
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