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Gelingensbedingungen für eine selbstständige sexuelle Aufklärung bei Menschen mit geistiger Behinderung. Die Relevanz eines barrierefreien Zugangs

Titel: Gelingensbedingungen für eine selbstständige sexuelle Aufklärung bei Menschen mit geistiger Behinderung. Die Relevanz eines barrierefreien Zugangs

Ausarbeitung , 2020 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Inklusion
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine Arbeit, die die Gelingensbedingungen für geistig behinderte Personen zu mehr selbstbestimmter Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hinsichtlich Sprachbarrieren und weiteren Hürden in der Thematik Aufklärung/Verhütung/Geschlechtskrankheiten beleuchtet. Wie verhütet man, wer darf was, was passiert, wenn es passiert und welche Krankheiten kann der Geschlechtsverkehr mit sich bringen? Um diese Fragen zu beantworten, recherchieren wir im Netz, lesen Bücher oder fragen Freunde um Rat. Menschen, welche im Lesen oder auch in der Kommunikation eingeschränkt sind, wird dieser Zugang zu Antworten oft erschwert. Insbesondere Menschen mit einer geistigen Behinderung sind auf Hilfestellungen diesbezüglich angewiesen.

In diesem Artikel wird vorgestellt, welche Relevanz ein barrierefreier Zugang hinsichtlich der sexuellen Aufklärung für Menschen mit einer geistigen Behinderung hat. Es wird sich mit der Fragestellung beschäftigt, inwieweit sich Gelingensbedingungen hierfür schaffen lassen.

So gilt es, die Herausforderungen, die Problematik, aber auch die Chancen dieser Aufklärung zu beleuchten. Das Fundament hierfür bildet die Fachliteratur, welche den Zugang zur selbstständigen Aufklärung insbesondere mit Unabhängigkeit und Finden der eigenen Individualität verbindet. Auch soll nicht außer Acht gelassen werden, dass die selbstbestimmte Sexualität ein Menschenrecht für alle Menschen darstellt. Das Ziel der Arbeit ist es, den Lesenden zu sensibilisieren, aber vor allem einen Leitfaden und ein Mustermaterial zu schaffen, welches Menschen mit einer geistigen Behinderung dabei unterstützt, sich selbstständig mit Verhütung und Geschlechtskrankheiten zu befassen. Folglich ist dieser Artikel auch als Ermutigung zu verstehen, welcher Angehörige und BetreuerInnen dazu bewegen darf und soll, sexuelle Aufklärung transparent und leicht verständlich zu gestalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Abstract

Einführung

Sexualität – Nicht einfach zu definieren

Das Recht auf Mensch-Sein: Angefochten?

Wie Sexualität behindert wird

Problemlösen

Leichte Sprache zur Teilhabeförderung

An wen richtet sich der Ratgeber?

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Sensibilisierung für die Relevanz einer barrierefreien sexuellen Aufklärung für Menschen mit geistiger Behinderung sowie die Schaffung einer theoretischen Grundlage für die Entwicklung eines leicht verständlichen Leitfadens zur selbstständigen Auseinandersetzung mit den Themen Verhütung und Geschlechtskrankheiten.

  • Barrierefreier Zugang zu Informationen
  • Selbstbestimmte Sexualität als Menschenrecht
  • Überwindung gesellschaftlicher und institutioneller Barrieren
  • Die Rolle der Leichten Sprache in der Aufklärung
  • Sensibilisierung von Angehörigen und Betreuungspersonal

Auszug aus dem Buch

Wie Sexualität behindert wird

Die Ursachen dafür, dass die autonome Sexualität bei Menschen mit einer geistigen Behinderung oft nicht ge- und erlebt werden kann, sind vielfältig. Im Folgenden werden diese in der Gesellschaft, aber auch im näheren Umfeld, untersucht.

Dass Menschen mit kognitiven Einschränkungen ein Recht auf Beziehungen, sexuelle Kontakte, Aufklärung, Selbstbefriedigung und Akzeptanz dessen haben, wird erst seit den 1980er Jahren stärker thematisiert. Dazu beigetragen hat der wiederaufgegriffene Begriff der Normalisierung. Das Normalisierungsprinzip besagt, dass alle Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen „normalisiert“ werden müssen – hieraus ergibt sich, dass auch sexuelle Wünsche und ihre Verwirklichung als normal zu betrachten sind. Sie sollten weder „verdrängt, noch verboten, sondern akzeptiert und unterstützt“ werden (WALTER 2013, 5). Zuvor wurde Menschen mit einer geistigen Behinderung ein Bedürfnis hiernach abgesprochen (MATTKE 2004, 47), oder aber sie galten als gesteigert triebhaft und distanzlos (MARTIN 2013, 206).

Das Befassen mit der eigenen, oder auch der Sexualität einer zweiten Person, ist in Deutschland oft schambehaftet. Das „Distanzierungsbegehren“ gegenüber Fremden und Fremdem begründet eine tendenziell ablehnende Haltung gegenüber Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung innerhalb der deutschen Gesellschaft, und somit auch eine Skepsis gegenüber den sexuellen Bedürfnissen jener (HERRATH 2013, 22).

Zusammenfassung der Kapitel

Abstract: Einführung in die Problematik des mangelnden barrierefreien Informationszugangs hinsichtlich der sexuellen Aufklärung für Menschen mit geistiger Behinderung.

Einführung: Darstellung der Tabuisierung von Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung und der damit verbundenen Barrieren in Wohneinrichtungen.

Sexualität – Nicht einfach zu definieren: Wissenschaftliche Einordnung und differenzierte Begriffsbestimmung von Sexualität unter Einbeziehung des Menschenrecht-Aspekts.

Das Recht auf Mensch-Sein: Angefochten?: Rechtliche Fundierung der sexuellen Selbstbestimmung durch das Grundgesetz, die UN-BRK und internationale Sozialpakte.

Wie Sexualität behindert wird: Analyse gesellschaftlicher Hemmnisse, der Rolle von Wohnheimen, des Elternhauses und der Lehrkräfte sowie des Informationszugangs.

Problemlösen: Aufzeigen von Lösungsansätzen für eine individualisierte sexuelle Aufklärung, inklusive räumlicher Voraussetzungen und fachlicher Vorbereitung.

Leichte Sprache zur Teilhabeförderung: Erläuterung der Relevanz und der methodischen Anforderungen der Leichten Sprache zur Überwindung sprachlicher Barrieren.

An wen richtet sich der Ratgeber?: Definition der Zielgruppe für den Ratgeber und Aufruf zur aktiven Förderung der sexuellen Selbstbestimmung.

Schlüsselwörter

Sexualität, geistige Behinderung, Aufklärung, Selbstbestimmung, Menschenrechte, Barrierefreiheit, Leichte Sprache, Normalisierungsprinzip, Inklusion, Wohnheime, sexuelle Gesundheit, Teilhabe, Autonomie, sexuelle Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedingungen für eine gelingende, selbstständige sexuelle Aufklärung von Menschen mit geistiger Behinderung unter Berücksichtigung von Barrieren und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Sexualität, rechtliche Menschenrechtsansprüche, das Normalisierungsprinzip und die Bedeutung der Leichten Sprache für den Informationszugang.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Schaffung eines Leitfadens für Angehörige und Betreuende, um Menschen mit geistiger Behinderung bei der selbstständigen Auseinandersetzung mit Sexualität, Verhütung und Krankheiten zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die aktuelle Fachliteratur sowie rechtliche Vorgaben wie die UN-Behindertenrechtskonvention analysiert und synthetisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen für die Behinderung autonomer Sexualität in gesellschaftlichen und institutionellen Kontexten sowie konkrete Problemlösungsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Sexualität, Selbstbestimmung, geistige Behinderung, Barrierefreiheit, Inklusion und sexuelle Aufklärung.

Welche Rolle spielen Wohneinrichtungen bei der Unterdrückung sexueller Autonomie?

Wohnheime wirken oft hemmend durch Mehrbettzimmer, mangelnde Privatsphäre, kontrollierte Besuche und die Unsicherheit des Personals im Umgang mit dem Thema.

Warum ist Leichte Sprache für die sexuelle Aufklärung so entscheidend?

Sie baut sprachliche Barrieren ab, die Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Deutsch als Zweitsprache den Zugang zu wichtigen gesundheitsrelevanten Informationen bisher verwehrt haben.

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Details

Titel
Gelingensbedingungen für eine selbstständige sexuelle Aufklärung bei Menschen mit geistiger Behinderung. Die Relevanz eines barrierefreien Zugangs
Hochschule
Universität Erfurt  (Förderpädagogik)
Veranstaltung
Modul Bachelorarbeit Geistige Entwicklung
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V1403483
ISBN (eBook)
9783346953766
ISBN (Buch)
9783346953773
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sexualität inklusion leichte Sprache einfache Sprache Teilhabe Aufklärung Geistige Behinderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Gelingensbedingungen für eine selbstständige sexuelle Aufklärung bei Menschen mit geistiger Behinderung. Die Relevanz eines barrierefreien Zugangs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1403483
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Leseprobe aus  14  Seiten
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