In dieser Bachelorarbeit werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Informationsversorgung dargestellt. Zunächst wird in den Grundlagen der Begriff der Digitalisierung erläutert. Daran schließt sich eine Charakterisierung der Informationsversorgung, gegliedert in Definition, Phasen der Informationsversorgung und das Berichtswesen, an.
Es folgt der Kern der Arbeit, in dem die Auswirkungen digitaler Technologien auf die Informationsversorgung dargestellt werden. Dabei wird zunächst auf die Auswirkungen auf die Informationsbeschaffung und -aufbereitung eingegangen. Hierbei werden die Einflussfaktoren Big Data, Robotic Process Automation und künstliche Intelligenz (KI) erläutert sowie die jeweiligen Chancen und Risiken aufgezeigt. Anschließend werden mit Business Intelligence und Business Analytics die Auswirkungen auf die Datenanalysen analysiert. Der erste Hauptteil schließt mit der Darstellung der Auswirkungen von Cloud-Computing und Self-Service Reporting auf die Informationsspeicherung und -bereitstellung ab. Im zweiten Hauptteil wird der Kompetenzwandel des Controllers betrachtet. Nach der Darlegung der bisherigen Kompetenzen werden die neuen Kompetenzen und Anforderungen und die Möglichkeiten des Kompetenzaufbaus dargestellt sowie die Notwendigkeit eines Change-Managements erläutert. Schließlich werden die Erkenntnisse in einem Fazit zusammengeführt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Problemstellung und Lösungsansatz
1.2 Gang der Untersuchung
2. Grundlagen
2.1 Definition Digitalisierung
2.2 Informationsversorgung
2.2.1 Definition
2.2.2 Phasen der Informationsversorgung
2.2.3 Berichtswesen
3. Auswirkungen digitaler Technologien auf die Informationsversorgung
3.1 Auswirkungen auf die Informationsbeschaffung und -aufbereitung
3.1.1 Big Data
3.1.2 Robotic Process Automation
3.1.3 Künstliche Intelligenz
3.2 Auswirkungen auf die Datenanalysen
3.2.1 Business Intelligence
3.2.2 Business Analytics
3.3 Auswirkungen auf die Informationsspeicherung und -bereitstellung
3.3.1 Cloud Computing
3.3.2 Self-Service Reporting
4. Kompetenzwandel des Controllers aufgrund veränderter Anforderungen
4.1 Bisherige Kompetenzen und Anforderungen
4.2 Neue Kompetenzen und Anforderungen
4.2.1 Neue Kompetenzen und Rolle des Controllers
4.2.2 Möglichkeiten des Kompetenzaufbaus
4.2.3 Change-Management
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit analysiert, wie sich die Informationsversorgung im Controlling unter dem Einfluss der Digitalisierung verändert. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen digitaler Technologien wie Big Data, Künstliche Intelligenz und Cloud Computing zu evaluieren und gleichzeitig aufzuzeigen, welche neuen Kompetenzen Controller für diese Transformation benötigen.
- Auswirkungen digitaler Technologien auf Controlling-Prozesse
- Einsatzmöglichkeiten von Big Data und Künstlicher Intelligenz
- Wandel im Berichtswesen durch Self-Service Reporting
- Anforderungen an den neuen Kompetenzaufbau des Controllers
- Bedeutung von Change-Management im digitalen Wandel
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Robotic Process Automation
Robotic Process Automation (RPA) ist ein Verfahren, bei dem Softwareroboter eingesetzt werden. Es handelt sich also um eine robotergestützte Prozessautomatisierung mit dem Ziel, Effizienzgewinne in digitalisierten Arbeitsabläufen zu erzielen. Die Automatisierung von Geschäftsprozessen erfolgt durch die Nachahmung menschlicher Interaktionen mit Softwaresystemen. Die eingesetzten Softwareroboter sind virtuelle Assistenten, die Zugriff auf IT-Systeme haben. Durch eine Prozessbeschreibung des Mitarbeiters lernt der Roboter die einzelnen Schritte und imitiert das gezeigte Vorgehen. Auf diese Weise ersetzt die Software manuelle Tätigkeiten. Die Roboter laufen im Hintergrund auf virtuellen Maschinen und können über ein Cockpit überwacht werden, um jederzeit die Performance sicherzustellen. Über das Cockpit ist es auch möglich, Prozessschritte zu priorisieren.
Es gibt jedoch einige Voraussetzungen für den Einsatz von RPA. Der Prozess, in dem RPA eingesetzt wird, sollte konstant sein und sich nicht ständig ändern. Geeignet sind also Vorgänge mit wenigen Ausnahmen. Darüber hinaus wäre es vorteilhaft, wenn der Prozess bekannt und systematisch ist. Eine ausreichende Dokumentation der Prozessschritte ist daher sinnvoll. Es ist zudem notwendig, dass die Prozesse repetitiv sind, also in wiederkehrenden Abständen durchgeführt werden. Außerdem sollten sie zeitaufwändig sein, damit sich die Umstellung auf RPA lohnt. Des Weiteren ist es erforderlich, dass die für den Prozess benötigten Datenquellen digital auslesbar sind. Zusammenfassend eignen sich also vor allem zeitintensive Routineprozesse für den Einsatz von RPA.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz der Digitalisierung für das Controlling und definiert die Problemstellung sowie den Untersuchungsaufbau.
2. Grundlagen: Es werden die zentralen Begriffe Digitalisierung und Informationsversorgung sowie die Phasen und das Berichtswesen des Controllings definiert.
3. Auswirkungen digitaler Technologien auf die Informationsversorgung: Dieser Hauptteil analysiert detailliert den technologischen Einfluss auf Beschaffung, Analyse und Bereitstellung von Daten durch Big Data, KI, Cloud Computing und weitere Tools.
4. Kompetenzwandel des Controllers aufgrund veränderter Anforderungen: Das Kapitel beleuchtet, wie sich das Anforderungsprofil an Controller durch den technologischen Wandel verschiebt und wie dieser Kompetenzaufbau gestaltet werden kann.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse zur digitalen Transformation der Informationsversorgung und den damit verbundenen Herausforderungen für das Berufsfeld.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Controlling, Informationsversorgung, Big Data, Künstliche Intelligenz, Robotic Process Automation, Cloud Computing, Self-Service Reporting, Datenqualität, Data Governance, Change-Management, Kompetenzwandel, Business Intelligence, Business Analytics, Prozessautomatisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Wandel der Informationsversorgung im Bereich Controlling, der durch den technologischen Fortschritt der Digitalisierung vorangetrieben wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die technologischen Aspekte (Big Data, KI, Cloud, RPA, BI/BA) sowie die organisatorischen Folgen, insbesondere den Kompetenzwandel des Controllers.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Analyse, wie Zeit und Aufwand in Controllings-Prozessen durch digitale Technologien reduziert werden können, um die Effizienz und Qualität der Informationsversorgung zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Literaturanalyse, die den derzeitigen Stand der Forschung zu digitalen Technologien im Controlling synthetisiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technologische Auswirkungen auf Beschaffung, Analyse und Speicherung von Daten sowie in die resultierenden Anforderungen an Controller hinsichtlich ihrer neuen Rollenbilder.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Digitalisierung, Controlling-Transformation, Big Data, RPA, Business Intelligence und das neue Kompetenzprofil des Business Partners.
Welche spezifische Rolle nimmt der Controller im digitalen Wandel nach Ansicht der Autorin ein?
Der Controller entwickelt sich vom klassischen „Reporter“ über den „Navigator“ hin zum „Business Partner“, der aktiv Handlungsbedarfe erkennt und das Management bei komplexen Entscheidungen unterstützt.
Warum ist Change-Management für den digitalen Wandel im Controlling entscheidend?
Der Wandel löst oft Unsicherheit und Ängste aus; effektives Change-Management kommuniziert Arbeitserleichterungen und bindet die Beteiligten aktiv ein, um die notwendige Lernbereitschaft für neue Technologien zu fördern.
Welche Rolle spielt die Datenqualität beim Einsatz neuer Technologien?
Technologien wie BI oder KI basieren auf Daten; sind diese fehlerhaft, führt dies zu falschen Analysen, weshalb ein fundiertes Datenmanagement und eine Data Governance für den Unternehmenserfolg unabdingbar sind.
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- Marleen Löffert (Author), 2023, Die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf die Informationsversorgung und den Kompetenzwandel im Controlling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1404635