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Das Thema der Gewalt in den Erzählungen von Juan Rulfo

Title: Das Thema der Gewalt in den Erzählungen von Juan Rulfo

Term Paper , 2007 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Romance Studies - Latin American Studies
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Summary Excerpt Details

Über den Autor Juan Rulfo ist viel mehr geschrieben worden, als er selber publiziert hat. Nur zwei Bücher hat er veröffentlicht: 1953 die Kurzgeschichtensammlung El Llano en llamas und 1955 den Roman Pedro Páramo - trotzdem gilt er als einer der bedeutendsten Schriftsteller Mexikos. Seine authentischen Darstellungen der tristen Realität der mexikanischen Landbevölkerung zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben heute noch einen gewaltigen Einfluss auf die lateinamerikanische Literatur. „García Márquez etwa bekannte, dass er zu Anfang seiner Laufbahn, als er gerade seine ,Hundert Jahre Einsamkeit‘ konzipierte, den ganzen Pedro Páramo vorwärts und rückwärts aufsagen konnte.“
In Rulfos Werk El Llano en llamas trifft der Leser auf eine dunkle, resignierende und pessimistische Atmosphäre seitens der Protagonisten. Es sind Geschichten der menschlichen Ausweglosigkeit, deren Leben auf Erfahrungen der sich seit etwa 1910 vollziehenden Revolution beruht. Gewaltsamkeit und die passive Hinnahme des Unglücks bilden die zentralen Themen des Erzählbandes. „Es sind Geschichten der sozialen Verlierer, erzählt aus dem Blickwinkel der Verlierer. Thema ist die Gewalt, die Gewalt der Natur, Dürre, Überschwemmung, steiniger Boden, die gesellschaftliche Gewalt, Blutrache, Raub, die locker sitzenden Messer.“ Dieses Klima ist kennzeichnend für seine Kurzgeschichten und er gibt denen, die nicht gefragt und nicht gehört werden, Stimme.
Aufgrund der Tatsache, dass El Llano en llamas Situationen darstellt, die von Gewalttätigkeit und einer brutalen, geizigen Natur gekennzeichnet sind, verfolgt die vorliegende Untersuchung das Ziel, die dargestellten Arten der Gewalt herauszuarbeiten...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aspekte der Gewalt während der mexikanischen Revolution

3. Die Darstellung der Gewalt in Juan Rulfos El llano en llamas

3.1 El llano en llamas

3.2 La Cuesta de las Comadres

3.3 ¡Diles que no me maten!

3.4 Es que somos muy pobres

4. Handlungsmotive

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Untersuchung analysiert die Manifestation von Gewalt in ausgewählten Kurzgeschichten von Juan Rulfo. Ziel ist es, die Ursachen und Formen der Gewalt im Kontext der mexikanischen Revolution und der postrevolutionären Lebenswelt der Landbevölkerung zu ergründen sowie wiederkehrende Handlungsmotive und die fatalistische Weltsicht der Figuren zu beleuchten.

  • Gewaltformen in der mexikanischen Revolution
  • Existentialistische Themen im Werk Rulfos
  • Analyse ausgewählter Kurzgeschichten (cuentos)
  • Die Rolle von Macht, Armut und Natur
  • Psychologische Aspekte der Gewalt als Normalität

Auszug aus dem Buch

3.1 El llano en llamas

„Der historische Zeitpunkt des cuentos El llano en llamas ist mit einiger Sicherheit zu fixieren; er ist in den letzten Jahren der mexikanischen Revolution zu suchen.“ Das zentrale Thema der Titelgeschichte ist Gewalt, berichtet aus der Sicht eines campesinos. Der revolutionäre Kämpfer, der zu einer Gruppe gehört, dessen Anführer Pedro Zamora ist, berichtet rückblickend über seine Erfahrungen. So schildert er mehrere Schlachten, bei denen seine Truppe gegen die Regierungstruppe (los federales) kämpft. Nach einem achtmonatigen Rückzug wird der Kampf wieder aufgenommen, doch nach derben Verlusten und langen Hetzjagden landet er schließlich im Gefängnis; allerdings wegen Raubes und Vergewaltigung von Frauen und nicht wegen seiner Taten während der mexikanischen Revolution.

Bei der Kurzgeschichte ist kein einheitlicher Ablauf vorzufinden, vielmehr handelt es sich, wie bereits dargestellt, um Momentaufnahmen der mexikanischen Revolution. Somit erfolgt ein sofortiger Einstieg in die Handlung: es wird ein Kleinkrieg zwischen der Truppe um Zamora und den federales, angeführt von Petronilo Flores, in den Schluchten des Llanos dargestellt. Der Erzähler, der El Pichón genannt wird, beschreibt zunächst, wie seine Gruppe auf der Lauer liegt, die Feinde durch die Schießscharten beobachtet und wie sie die gegnerischen Kämpfer aus nächster Nähe abknallen: „Fue fácil. Casi tapaban el agujero de las troneras con su bulto, de modo que aquello era como tirarles a boca de jarro y hacerles pegar tamaño respingo de la vida a la muerte sin que apenas se dieran cuenta.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Werk Juan Rulfos und Darstellung der Forschungsfrage bezüglich der Gewalt in seinen Kurzgeschichten.

2. Aspekte der Gewalt während der mexikanischen Revolution: Überblick über die historischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen der mexikanischen Revolution als Hintergrund für die gewaltgeprägte Lebensrealität.

3. Die Darstellung der Gewalt in Juan Rulfos El llano en llamas: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Arten der Gewalt in ausgewählten Erzählungen anhand von Sachtexten und primärliterarischen Beispielen.

4. Handlungsmotive: Analyse der Ursachen für das gewalttätige Handeln der Protagonisten unter Berücksichtigung ihrer fatalistischen Weltsicht.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur Rolle der Gewalt als ständige Konstante im Leben der Figuren bei Rulfo.

Schlüsselwörter

Juan Rulfo, El Llano en llamas, mexikanische Revolution, Gewalt, Literaturanalyse, campesinos, Existentialismus, Fatalismus, Landbevölkerung, Macht, Identität, Soziale Gewalt, Naturgewalt, Kurzgeschichten, Handlungsmotive.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Darstellung von Gewalt im Erzählband „El Llano en llamas“ von Juan Rulfo und setzt diese in Bezug zum historischen Kontext der mexikanischen Revolution.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Formen der gesellschaftlichen und natürlichen Gewalt, das Schicksal der Landbevölkerung, der Einfluss der Geschichte auf das Individuum sowie existenzielle Ängste.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin oder der Autor?

Ziel ist es, die spezifischen Arten der Gewalt in Rulfos Werk herauszuarbeiten und die Beweggründe für die Handlungsweisen der beschriebenen Figuren zu erforschen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Kontexte mit einer inhaltlichen Untersuchung der „cuentos“ und der Rezeption durch Sekundärliteratur verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von vier ausgewählten Kurzgeschichten sowie einer generellen Untersuchung der Handlungsmotive der agierenden Charaktere.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gewalt, mexikanische Revolution, Fatalismus, soziale Ausweglosigkeit und die Analyse der Erzählstruktur von Juan Rulfo charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Natur in den analysierten Kurzgeschichten?

Die Natur tritt bei Rulfo häufig als eine feindliche, zerstörerische Macht auf, die das Schicksal der Protagonisten, wie etwa bei der Überschwemmung in der Geschichte um Tacha, maßgeblich mitbestimmt.

Wie wird das Ende der Geschichte „¡Diles que no me maten!“ interpretiert?

Der Mord am Protagonisten wird als Akt einer zwangsläufigen Rache gedeutet, durch den der Sohn des Getöteten versucht, sein Kindheitstrauma zu überwinden und eine Art „justicerer“ Frieden zu finden.

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Details

Title
Das Thema der Gewalt in den Erzählungen von Juan Rulfo
College
University of Paderborn  (Romanistik)
Course
Juan Rulfo-El llano en llamas
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V140469
ISBN (eBook)
9783640479344
ISBN (Book)
9783640479528
Language
German
Tags
Thema Gewalt Erzählungen Juan Rulfo
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
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Anonym (Author), 2007, Das Thema der Gewalt in den Erzählungen von Juan Rulfo, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140469
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