Die im Rahmen dieser Hausarbeit dargestellte Unterrichtseinheit, beinhaltet unterschiedliche Formen von Lyrik, die im Unterricht mit einem produktionsorientierten Schwerpunkt durchgeführt wurden.
Kinder wachsen von frühester Kindheit an mit Reimen, Gedichten und Liedern auf. Jedes Kind kennt Reime, in denen jemand aus- oder abgezählt wird, Schüttelreime oder erste reimende Lieder. Diese werden von Generation zu Generation übermittelt, wandeln sich teilweise, bleiben aber in unserer Gesellschaft erhalten.
Der heutige Lyrikunterricht fristet trotz vieler Umformungen und neuer methodischer Ideen meist noch immer ein Schattendasein. Die Ursachen dafür sind eine einseitige Beschäftigung mit Gedichten, einer der Lerngruppe nicht angemessenen Auswahl von Texten und einer zu starren analytischen Herangehensweise.
Der Lyrik wird gerade in der Sekundarstufe I eine besondere Bedeutung beigemessen. Bei sinnvoller, schülerorientierter Behandlung des Themas besitzt sie einen hohen Stellenwert für die persönliche Entwicklung und Entfaltung der Schüler. Was kann getan werden, damit der Lyrikunterricht in positiver Erinnerung behalten wird?
Ziel dieser Arbeit ist, Methoden aufzuzeigen, um den Lernenden der 5. Klasse Gedichte leichter zugänglich zu machen und sie nachhaltig für lyrische Texte zu begeistern. Vor diesem Hintergrund soll das selbstständige Schreiben, Weiterschreiben, Umschreiben, Gestalten etc. dokumentiert und reflektiert werden, um Entwicklungen, Prozesse aber auch Verbesserungen darzustellen.
Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. In der ersten theoretischen Einordnung beschreibe ich das Thema, der zweite Teil legt die praktische Umsetzung und den produktiven Ansatz dar und im letzten, dritten Teil werden die beiden dargestellten Unterrichtsstunden sowie die gesamte Unterrichtseinheit reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
I Planung der Unterrichtseinheit
1 Die literarische Gattung Lyrik
2 Darstellung der Lerngruppe
3 Didaktische Vorüberlegungen
3.1 Intentionen und Ziele der Unterrichtseinheit
3.2 Didaktische Überlegungen zum produktiven Ansatz
3.3 Didaktische Herangehensweise an die lyrische Gattung
4 Methodische Möglichkeiten des produktiven Umgangs mit Lyrik
II Durchführung der Unterrichtseinheit
1 Übersicht der Unterrichtseinheit
1.1 Einordnung in den Unterrichtszusammenhang und Auswahl der erteilten Stunden
2 Darstellung der 1. Unterrichtsstunde „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke
2.1 Sachanalyse
2.2 Didaktische Überlegungen
2.3 Methodische Überlegungen
2.4 Lernziele
2.5 Verlaufsplanung
2.6 Reflexion der Stunde
3 Darstellung der 2. Unterrichtsstunde „Schnurpsenzoologie“ von Michael Ende
3.1 Sachanalyse
3.2 Didaktische Überlegungen
3.3 Methodische Überlegungen
3.4 Lernziele
3.5 Verlaufsplanung
3.6 Reflexion der Stunde
III Reflexion
1 Reflexion der Unterrichtsreihe
2 Reflexion der Schülerergebnisse
3 Reflexion der Lernziele
4 Reflexion der ausgewählten Gedichte und Methoden
5 Reflexion des produktiven Ansatzes
6 Abschlussreflexion
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, Methoden für den Deutschunterricht der 5. Klasse zu evaluieren, die Schülern den Zugang zu lyrischen Texten erleichtern und sie nachhaltig für das Fach begeistern. Dabei wird untersucht, inwieweit ein handlungs- und produktionsorientierter Ansatz — etwa durch das eigene Schreiben, Umformen oder Weiterschreiben von Gedichten — das Textverständnis vertieft und die Freude an der Literatur fördert.
- Produktionsorientierte Verfahren im Literaturunterricht
- Entwicklung von Empathie und Textverständnis durch Analogietexte
- Kreative Gestaltungsmöglichkeiten im Lyrikunterricht (z.B. Elfchen, Tierkreationen)
- Methoden der Reflexion und Ergebnissicherung im Klassenverband
- Förderung von Sozialkompetenzen durch kooperative Arbeitsformen
Auszug aus dem Buch
Didaktische Überlegungen zum produktiven Ansatz
Produktionsorientierung ist in verschiedenen Bereichen des schulischen Arbeitens möglich: Schreiben, Lesen, Rechnen, Zeichnen, Malen, Sprechen und Zuhören. Bezüglich des Literaturunterrichts definieren HAAS, MENZEL und SPINNER den Begriff „handlungs- und produktionsorientiert“ als „zwei Grundformen eines aktiv-produktiven Tuns der Schüler […]: einerseits den vielfältigen, durch praktisches Handeln und den aktiven Gebrauch der Sinne bestimmten Umgang mit gegebenen Texten und andererseits das produktive Erzeugen von neuen Texten bzw. Textteilen und Textvarianten.“
Auch die Forderung nach einem Tun mit Kopf, Herz und Hand schließt das herkömmliche Schreiben, Rechnen und Malen keineswegs aus. MEYER bezeichnet die oben genannten Tätigkeiten als „Schüler-Handeln“. Die Handlungsorientierung, welche bei der Betrachtung produktionsorientierten Unterrichts, nicht außer Acht gelassen werden sollte, liegt demnach vor, wenn sich die Schüler mit den Unterrichtsabläufen und Ergebnissen identifizieren können und die im Unterricht erarbeiteten Handlungsprodukte für den Schüler einen sinnvollen Gebrauchswert haben. Es sollte folglich eine Basis geschaffen werden, in der die Schüler aktiv mit allen Sinnen den Unterricht gestalten. Bei der Produktionsorientierung stehe das eigene Herstellen im Vordergrund. Es handelt sich bei diesem Verfahren nicht um neue Erkenntnisse: oftmals beschränken sich die schulischen Wege, Literatur zu erschließen, noch auf eine analytisch-reflexive Form des Kontaktes.
Zusammenfassung der Kapitel
I Planung der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des produktiven Lyrikunterrichts und beschreibt die spezifischen Voraussetzungen der Lerngruppe.
II Durchführung der Unterrichtseinheit: Hier werden zwei konkrete Unterrichtsstunden zu den Gedichten „Der Panther“ von Rilke und „Schnurpsenzoologie“ von Michael Ende detailliert analysiert und deren Verlaufsplanung dargestellt.
III Reflexion: In diesem abschließenden Teil reflektiert die Autorin die Unterrichtsreihe, die erzielten Schülerergebnisse sowie die Wirksamkeit der gewählten Methoden und des produktiven Ansatzes.
Schlüsselwörter
Lyrik, Produktionsorientierung, handlungsorientierter Unterricht, Deutschunterricht, Klasse 5, Gedichtanalyse, Kreatives Schreiben, Elfchen, Analogietexte, Schülerergebnisse, Leseförderung, Literaturdidaktik, Tiergedichte, Rilke, Michael Ende.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einsatz eines produktionsorientierten Ansatzes im Lyrikunterricht einer 5. Klasse, um den Schülern den Zugang zu Gedichten zu erleichtern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die aktive Auseinandersetzung mit lyrischen Texten, das eigene produktive Schreiben sowie die Förderung von Motivation und Empathie durch kreative Aufgaben.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, durch die Lernende der 5. Klasse Gedichte leichter verstehen und nachhaltig für diese Textgattung begeistert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einem handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht, der durch Unterrichtsplanung, Durchführung und anschließende Reflexion dokumentiert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Planung und Umsetzung von Unterrichtsstunden zu Rilkes „Der Panther“ und Michael Endes „Schnurpsenzoologie“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lyrik, Produktionsorientierung, Kreatives Schreiben, Textverständnis, Schülerorientierung und methodische Vielfalt.
Warum wird gerade der produktionsorientierte Ansatz gewählt?
Dieser Ansatz wird gewählt, um Schüler aus der Passivität der reinen Analyse zu führen und durch eigenes Schaffen eine stärkere Identifikation mit dem Thema zu erreichen.
Welche Rolle spielt die „Schnurpsenzoologie“ in der Reihe?
Dieses Gedicht dient als amüsantes Beispiel, an dem die Schüler durch das Kreieren eigener Tiernamen und Paarreime kreativ mit Sprache experimentieren können.
- Quote paper
- Diane Diedrich (Author), 2009, Gedichte, produktionsorientiert für eine 6. Klasse des Gymnasiums, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140530