Erlebnispädagogik und ihr präventiver Beitrag zur Gesundheit von Kindern im Vor- und Grundschulalter unter besonderer Berücksichtigung von Adipositas


Bachelorarbeit, 2009

95 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG

2. ÜBERGEWICHT UND ADIPOSITAS BEI KINDERN
2.1 URSACHEN
2.1.1 Genetik
2.1.3 Bewegung und Fernsehen
2.1.4 Soziale Faktoren
2.2 FOLGEN
2.2.1 Gesundheitliche Auswirkungen
2.2.2 Psychosoziale Auswirkungen

3. PRÄVENTION
3.1 ZIELE / ZIELGRUPPEN
3.2 SETTINGS
3.2.1 Familie
3.2.2 Kindergarten
3.3.3 Schule

4. ERLEBNISPÄDAGOGIK
4.1 ZIELE / ZIELGRUPPEN
4.2 NATUR- UND UMWELTPÄDAGOGIK
4.2.1 Ziele
4.2.2 Die Bedeutung der Naturerfahrungen
4.2.2.1 Bewegung
4.2.2.2 Ernährung
4.2.3 Umsetzungsbeispiele

5 PROJEKTIDEE „DER KINDERUMWELTTAG“
5.1 DIE STATIONEN
5.1.1 Der Garten
5.1.2 Der Abenteuerpfad
5.1.3 Die Genussinsel
5.2 AUSWERTUNG

6 WEITERENTWICKLUNG UND AUSBLICK

7 LITERATUR

8 ANHÄNGE

1. EINLEITUNG

In der populären Phantasiewelt des Schlaraffenlandes spucken Käse- und Nudelvulkane fertige Gerichte auf den Tisch, fette Gänse und Schweine laufen gebraten herum, Fische schwimmen in die ausgestreckten Hände und gebratene Tauben fliegen in die offenen Münder der Begierigen ... (vgl. Grimm, 1985, S. 385). Heute hat man häufig das Gefühl, dass die Utopie vom Schlaraffenland in unserer Gesellschaft Realität geworden ist. Statt aus Vulkanen kommen die Fertiggerichte sekundenschnell aus der Mikrowelle, die gebratenen Schweine laufen zwar nicht durch die Gegend, sind aber in allen Supermärkten in portionierbarer Weise verfügbar. Verführerisch inszenierte Produktpräsentationen in Verbindung mit einem einladenden Ambiente am Point of Sale locken den Konsumenten mit erschwinglichen Preisen. Insbesondere hochkalorische Lebensmittel werden an jeder Ecke angeboten, meist günstiger als Obst und Gemüse.

Die Kehrseite dieser Entwicklung zeigt sich darin, dass der prozentuale Anteil übergewichtiger Menschen in der Bevölkerung westlicher Industrieländer seit einigen Jahrzehnten stetig zunimmt. Ein Ende dieser Entwicklung ist bislang nicht abzusehen (vgl. Benecke, Vogel, 2005, S. 7). Insgesamt sind in Deutschland 66 % aller Männer und 50,6 % der Frauen (jeweils 18 – 80 Jahre) übergewichtig oder adipös. Auf der anderen Seite kann man Gesundheit, Ernährung und Fitness mittlerweile als Trend sowohl in ökonomischer, als auch in sozialer und kultureller Hinsicht bezeichnen (vgl. Eisinger-Watzl, 2008, S. 8).

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Übergewicht und Adipositas bereits jetzt als erste „globale Epidemie des 21. Jahrhunderts“ und geht für das Jahr 2005 von 1,6 Milliarden übergewichtigen (> 15 Jahre) und 400 Millionen adipösen Menschen aus (vgl. WHO, 2006, zit. n. Kurth, Schaffrath-Rosario, 2007, 13).

Neben der so genannten adipogenen Umwelt wird u. a. individuellen Risikofaktoren wie der genetischen Veranlagung bzw. der jeweiligen Ernährung und der Imbalance körperlicher Aktivität und Inaktivität eine auslösende Rolle zugeschrieben. Besonders beunruhigend ist u. a. die zunehmende Verbreitung von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Auch deshalb, weil sich in der Regel das Ernährungs- und Bewegungsverhalten bereits im Kindesalter manifestiert haben und einmal erworbene Muster und Gewohnheiten häufig ein Leben lang beibehalten werden. Mit einem adipösen Erscheinungsbild gehen jedoch nicht nur schwerwiegende gesundheitliche und psychosoziale Belastungen, sondern auch eine insgesamt verminderte Lebensqualität, sowie verschlechterte berufliche Aussichten (ökonomische Folgen) einher. Um zu verhindern, dass aus dicken Kindern dicke Erwachsene werden, kommt der frühzeitigen Vermittlung eines gesundheitsfördernden Lebensstils eine besondere Bedeutung zu (vgl. Benecke, Vogel, 2005, S. 15).

Ziel dieser Arbeit ist deshalb zu Einen, die aktuelle Situation bezüglich der Ausbreitung von Adipositas bei Kindern darzustellen. Dabei soll u. a. das Bewegungsverhalten der Heranwachsenden in den Fokus der Betrachtungen gerückt werden, da neben der genetischen Veranlagung diese Verhaltensweisen als weitgehend gesicherte Einflussfaktoren innerhalb des multifaktoriellen Ursachengefüges der Adipositas dargestellt werden (siehe Kapitel 2, Abschnitt 2.1). Mit den im Jahre 2007 veröffentlichen Ergebnissen des Kinder- und Jugendsurveys (KiGGS) stehen dabei erstmals repräsentative Daten für Deutschland bezüglich der Verbreitung von Übergewicht und Adipositas bei Kinder zur Verfügung. Zum Anderen soll versucht werden, mit einer eigenen Projektidee, dem Kinderumwelttag, eine Methode zur Adipositasprävention zu finden, die sich an den Interessen der Kinder für Bewegung, Abenteuer und auch Ernährung orientiert um ihnen auf spielerische Weise die Bedeutung dieser Aspekte für ihr Wohlbefinden zu vermitteln. Diesbezüglich wird zunächst auf die Definition und Bedeutung der Prävention eingegangen, bevor mit der Erlebnispädagogik als Zielmethode die praktische Umsetzung des Kinderumwelttages in Zusammenhang gesetzt wird.

Anmerken möchte ich, dass Begriffe wie Erzieher, Lehrer, Schüler usw. aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung in der maskulinen Form dargestellt sind, ohne dass dadurch eine geschlechtsspezifische Wertung vorgenommen wurde. Grundsätzlich sind beide Geschlechter angesprochen.

2. ÜBERGEWICHT UND ADIPOSITAS BEI KINDERN

„Der prozentuale Anteil übergewichtiger und adipöser Menschen in der Bevölkerung der westlichen Industrieländer nimmt seit einigen Jahren stetig zu. Dies gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche“ (Benecke, Vogel, 2005, S. 1).

Mit den Ergebnissen des bundesweit durchgeführten Kinder und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) des Robert-Koch-Institutes Berlin liegen erstmals repräsentative Zahlen für alle Altersgruppen vor. Die Auswertung dieser Daten ergab, dass aktuell 15% der Kinder und Jugendlichen von Übergewicht betroffen sind (vgl. Kurth, Schaffrath-Rosario, 2007, S. 737). Dies entspricht einer absoluten Zahl von 1,9 Millionen. Vergleicht man diese Zahlen mit den Referenzdaten von 1985 – 1999, so kann ein Anstieg von 50 % verzeichnet werden. Bei der aktuellen Survey wurden 14.747 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 - 17 Jahren (7530 Jungen, 7217 Mädchen) untersucht. Die hierbei ausschlaggebende Verwendung der einfach messbaren Parameter Körpergröße und Körpergewicht und des daraus abgeleiteten Body Mass Index (BMI = Körpergewicht / Körpergröße2; kg / m2) wird seit den 90er Jahren als Konstante eingesetzt und hat sich weltweit zur Bestimmung von Übergewicht und Adipositas durchgesetzt (vgl. Goldapp / Mann, 2004, S. 13). Durch das Wachstum und die Pubertätsentwicklung und den damit verbundenen Änderungen der Körperstruktur unterliegt der BMI typischen alters- und geschlechtsspezifischen Veränderungen. Daher sollte im Wachstumsalter die Bestimmung von Übergewicht und Adipositas anhand des altersbezogenen BMI – in Form von BMI-Perzentilen für Jungen und Mädchen – erfolgen. ... Das 90. Alters- und geschlechtsspezifischen Perzentil gilt als Grenzwert zur Definition von Übergewicht, das 97. Perzentil als Grenzwert zur Definition von Adipositas. Eine extreme Adipositas liegt vor, wenn der BMI das alters- und geschlechtsspezifische Perzentil von 99,5 überschreitet. Demgemäß sind 15 %, das heißt, jedes 6. – 7. Kind bzw. Jugendlicher in Deutschland übergewichtig, bei 6,3 % spricht man von Adipositas. In der (KiGGS) Studie steigt der Anteil der Übergewichtigen von 9 % bei den 3- bis 6- Jährigen über 15 %, bei den 7- bis 10- Jährigen bis zu 17 %. Laut KiGGS sind die Prävalenzzahlen für Übergewicht um 50 % gestiegen, die Häufigkeit von Adipositas hat sich sogar verdoppelt (vgl. Krohmeyer-Hausschild, Wabitsch, 2004, S. 1).

Übergewicht an sich ist jedoch nicht als Krankheit anzusehen. Wenn jedoch ein bestimmtes Maß (das 97. Perzentil – siehe oben) überschritten wird, wird es als Adipositas bezeichnet und als Krankheit eingestuft (vgl. Benecke, Vogel, 2005, S. 7).

Hinsichtlich der Prävalenz sind keine Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen feststellbar (vgl. Kliche, Koch, 2007, S. 14). Ein höheres Risiko besteht bei Kindern aus Familien mit niedrigem Sozialstatus, bei Kindern mit Migrationshintergrund oder bei Kindern, deren Mütter ebenfalls übergewichtig sind (vgl. Kurth, Schaffrath-Rosario, 2007, S. 13).

2.1 URSACHEN

Um geeignete präventive Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung von Übergewicht und Adipositas entwickeln zu können ist es meiner Ansicht nach wichtig, sich Gedanken über die Ursachen für die Entstehung von Gewichtsproblemen zu machen. Damit möchte ich versuchen zu analysieren, welche speziellen Maßnahmen nötig sind, damit Prävention zielgerichtet eingesetzt werden kann. So macht es meiner Ansicht nach wenig Sinn, Diäten zu veranlassen, wenn Übergewicht als Folge einer genetischen Veranlagung ausgelöst wird. Andererseits wird die Genetik auch gern als Entschuldigung für die Gewichtsprobleme angegeben um zum Beispiel besondere Vorlieben für kalorienreiches Essen zu überspielen. Welche Rolle spielen Bewegung und soziale Herkunft für das Gewicht von Kindern? Woran liegt es, dass gerade bei Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen Gewichtsprobleme am häufigsten zu finden sind? Nach den Erkenntnissen der KiGGS-Studie wird deutlich, dass sowohl Männer als auch Frauen mit Übergewicht in der Unterschicht prozentual häufiger zu finden sind (vgl. Benecke, Vogel, 2005, S. 14). Hängt der Gewichtsstatus tatsächlich von der Genetik ab, so werden wir hier auch die höhere Prävalenz übergewichtiger Kinder finden. Aber wie sieht die Verteilung aus, wenn auch andere Faktoren für die Problematik eine Rolle spielen?

In der Fachliteratur gibt es hierzu vielfältige Informationen, die sich teilweise in ihren Erkenntnissen gleich, sich aber auch in spezifischen Dingen unterscheiden. So resultiert Übergewicht nach der Ansicht von Goldapp, Mann und Shaw aus einem chronischen Ungleichgewicht von Energieaufnahme und Energieverbrauch, also einer positiven Energiebilanz (vgl. Goldapp, Mann, Shaw, 2005, S. 13). In einer vorangegangenen, nicht näher benannten Studie aus dem Jahr 2004, haben Goldapp und Mann bereits passend bemerkt: „Insgesamt wird Übergewicht und Adipositas als Konsequenz einer anhaltenden positiven Energiebilanz, da heißt, einer in Bezug auf die Energieabgabe zu hohen Energieaufnahme angesehen (vgl. Goldapp, Mann, 2004, S. 15).

Die Faktoren, die auf dieses Ungleichgewicht einwirken, sind komplex und müssen als multifaktorielle Erkrankungen betrachtet werden, deren Entwicklung von komplexen Interaktionen zwischen genetischen Einflüssen und Umwelteinflüssen abhängt (vgl. Goldapp, Mann, Shaw, 2005, S. 13).

Abb.1: Multifaktorielles Genesemodell der Adipositas

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: vgl. Momm-Zach, Multifaktorielles Genesemodell der Adipositas, 2007, S. 26

Momm-Zach verdeutlich in Ihrer Abbildung die multikausale Bedingtheit der Adipositas. „Es sind biologische Einflussgrößen, zum Beispiel in Form des Energieverbrauchs, das konkrete Essverhalten und die Energiezufuhr (Qualität und Menge der Nahrung), die körperliche Aktivität, soziale Faktoren (wie Schönheitsideal, Einfluss der sozialen Bezugsgruppe) und emotionale Faktoren (wie Stress) zu beachten“ (Momm-Zach, 2007, S. 26).

Insgesamt wird Übergewicht als Konsequenz einer anhaltenden positiven Energiebilanz, deren multiple Faktoren sowohl verhaltensbezogen (Essverhalten, Aktivitätsverhalten) als auch biologisch (Ruhestoffwechsel) einwirken. Die genetische Disposition spielt hierbei eine entscheidende Rolle (vgl. Goldapp, Mann, 2004, S. 15).

2.1.1 Genetik

Um zu überprüfen, inwieweit der genetische Einfluss auf unser Gewicht einwirkt, habe ich mich mit verschiedener Fachliteratur auseinandergesetzt und diese verglichen. Dabei ist mir aufgefallen, dass hinsichtlich der Genetik relativ einheitliche Ansichten seitens der Fachkräfte vertreten werden.

Holub und Götz meinen hierzu, dass aufgrund eines weltweit gehäuften Auftretens von Übergewicht und Adipositas eine erbliche Komponente naheliegend ist (vgl. Holub, Götz, 2003, S. 228). Sie bestimmt, ob eine Person für die Entwicklung von Übergewicht oder Adipositas empfänglich ist oder nicht. Sie wirkt auf zahlreiche physiologische Prozesse ein, die bei der Entstehung einer Adipositas wichtig sind. Vererbt wird hierbei nicht das Übergewicht oder die Adipositas, sondern nur die Empfänglichkeit (vgl. Momm-Zach, 2007, S. 27). Auch Lob-Corzilius vertritt die Ansicht, dass mindestens 50 % der Unterschiede des BMI in einer Bevölkerung auf die genetischen Anlagen zurückgehen. Als weitere Faktoren werden die individuell beeinflussbaren Faktoren Ernährung und Bewegung angeführt (vgl. Lob-Corzilius, 2007, S. 181). Johannes Hebebrand bezieht sich in seinen Erklärungen auf verschieden Zwillings-, Adoptions- und Familienstudien die einheitlich darauf hin deuten, dass die genetische Komponente beim Körpergewicht eine wichtige Rolle spielt. Im Hinblick auf die Schätzung des Ausmaßes gäbe es jedoch Unterschiede, sodass durch die Zwillingsuntersuchen am deutlichsten sichtbar wurde, dass der genetische Faktor Einfluss auf das Körpergewicht nähme. Hierzu sind über 2.000 Zwillingspaare untersucht worden. Diese Untersuchungen zeigten, dass zirka 60 – 80 % des Körpergewichts genetisch bedingt seien und dass höchsten 40 % der Varianz des Körpergewichtes durch Umweltfaktoren zu erklären sei (vgl. Hebebrand, 2006, S. 1). Auch Benecke und Vogel (2006) erklären, dass 60 – 80 % der Zwillingsstudien darauf hinweisen, dass die BMI - Varianz genetisch bedingt ist. Zusätzlich seien auch die individuelle Gewichtszu- und abnahme unter Reduktionsdiät durch genetische Faktoren beeinflusst. So konnte in Tierversuchen ein Gen[1] gefunden werden, dessen Proteine dem Organismus die Menge des gespeicherten Fetts signalisieren. Dieses Gen sei im Fettgewebe aktiv und kodiert das Hormon Leptin, das in Relation zur Körpermasse ausgeschüttet wird. Bei Tieren führe das Hormon zu einer exzessiven Nahrungsaufnahme und zu einem unangemessen verringerten Energieverbrauch, was ausgeprägtes Übergewicht und Insulinresistenz zur Folge hat. Beim Menschen hat man mehrere Kandidaten – Gene gefunden wurden, ohne deren Auswirkungen genau einschätzen zu können. Dennoch gehen die Autoren davon aus, dass die genetischen Faktoren in einer komplexen Form zusammenwirken: Ein Verlust an Körperfett führt zu einer Abnahme der Leptinproduktion und zu einem niedrigeren zirkulierenden Leptin – Level. Dadurch werden z. B. Hungerfühle beziehungsweise der Appetit verstärkt, jedoch der Energieverbrauch, die Reproduktionsfunktion und die Körpertemperatur verringert und dadurch die positive Energiebilanz erhöht (vgl. Benecke; Vogel, 2006, S. 12).

In einigen Zwillingsstudien ist der Einfluss einer systematischen Über- bzw. Unterernährung auf das Körpergewicht untersucht worden. Hierbei zeigte sich, dass sich die Erbmasse auf die veränderten Umweltbedingungen auswirkt. So nahmen nach hunderttägiger Überernährung einzelne Zwillinge über zehn Kilogramm zu, andere hingegen weniger als fünf. Innerhalb eines Paares fiel die Gewichtszunahme relativ ähnlich aus, was bedeutet, dass manche Menschen aufgrund ihrer genetischen Ausstattung stärker als andere dazu veranlagt sind, bei übermäßiger Nahrungszufuhr zuzunehmen (vgl. Hebebrand, 2006, S. 1).

Die genetische Ausstattung vieler Menschen ist damit für ein ständig im Überfluss vorhandenes Nahrungsangebot und bewegungsarmes Leben eher ungünstig. Diese Bedingungen treffen für unsere gesellschaftlichen Verhältnisse wie den Lebensstil vieler Menschen zu, so dass in der einschlägigen Fachliteratur von einer adiposogenen Umwelt gesprochen wird. Eine Vielzahl von Forschungsdaten untermauert dies: die Adipositasprävalenz bei Kindern adipöser Mütter steigt von 9,5 % im Vorschulalter auf 22% in der frühen Jugend im Vergleich zu 1,7 % bzw. 4,0 % bei Kindern normalgewichtiger Eltern (vgl. Lob-Corzilius, 2007, S. 181).

Diesbezüglich konnte in zahlreichen Familienstudien nachgewiesen werden, dass Eltern eines übergewichtigen Kindes ebenfalls übergewichtig sind. Sowohl der Ausprägungsgrad als auch die Häufigkeit der übergewichtigen Eltern hängt mit dem Ausprägungsgrad des Kindes zusammen. Ganz allgemein können sich Erbanlagen auf die Nahrungsaufnahme, den Stoffwechsel und den Umfang der körperlichen Aktivitäten auswirken. Hieraus wird deutlich, dass erbliche Faktoren offensichtlich auf zahlreiche Funktionen unseres Organismus einwirken (vgl. Hebebrand, 2006, S. 2).

Anhand der beschriebenen Aussagen scheint mir die genetische Komponente von Übergewicht als sehr ausschlaggebend für den Gewichtsstatus von Kindern. Dennoch sollte nicht vergessen werden, auch einen Blick auf die von Momm-Zach (Absatz 2.1 Ursachen) beschriebenen multikausalen Einflüsse auf das Gewicht zu werfen. Da es den Rahmen sprengen würde, auf alle Risikofaktoren detailliert einzugehen, werde ich mich im Folgenden mit den, meiner Meinung nach wichtigsten Einflüssen wie Ernährungsverhalten, Bewegung und Fernsehen und Sozialstatus beschäftigen.

2.1.2 Ernährungsverhalten

Obwohl die Vermutung nahe liegt, dass übergewichtige Kinder mehr Kalorien und/oder Fett aufnehmen als Kinder ohne Gewichtsprobleme, gibt es hierzu keine eindeutige wissenschaftliche Grundlage. Daher werde ich mich mit den verschiedenen Quellen auseinanderzusetzen um zu prüfen, inwieweit Ernährung und Gewichtsstatus zusammenhängen, oder auch nicht.

Einerseits belegen Studien, dass zwischen normal- und übergewichtigen Kindern kein oder kaum ein Unterschied in der Nahrungsaufnahme ermittelt werden konnte. Andererseits wird beschrieben, dass die meisten Übergewichtigen bei kontrollierten Diäten zufrieden stellend abnehmen (vgl. Holub, Götz, 2003, S. 232). Dies lässt sich wahrscheinlich mit der Schwierigkeit begründen, zuverlässige Angaben zum Ernährungsverhalten von Kindern zu erhalten. Übergewichtige Kinder mit problematischem Essverhalten (zu viel, zu kalorienreiches Essen, unregelmäßiges Essen, zu häufiges Naschen) sind aufgrund ihrer genetischen Disposition im Vergleich zu normalgewichtigen Kindern besonders für Gewichtsprobleme empfänglich (Goldapp, Mann, Shaw, 2005, 14). Logue berichtet in diesem Zusammenhang von einer Literaturstudie die Lynn Spitzer und Judith Rodin (1981) durchführten. Demnach sei feststellbar, dass Adipöse zwar häufiger als Normalgewichtige große Mengen schmackhafter Lebensmittel in einer höheren und während der Mahlzeit gleichbleibenden Geschwindigkeit als Normalgewichtige zu sich nahmen. Dennoch seien über die gesamte Mahlzeit hinweg keine Unterschiede in der Essrate zwischen Normal- und Übergewichtigen festellbar. Weiterhin berichtet er von anderen Studien, wonach 25 Prozent adipöser Menschen Symptome schwerer Essanfälle zeigten, was jedoch auch wieder bedeutete, dass 75 Prozent genau dies eben nicht täten. Zusammengefasst würde die bedeuten, dass es nur wenige Unterschiede im Essverhalten adipöser und normalgewichtiger Menschen gäbe (vgl. Logue, 1995, S. 292 f.).

Das individuelle Essverhalten eines Menschen wird durch verschiedene Einflussfaktoren bestimmt und in unterschiedlichem Maß gesteuert. Dennoch ist festzuhalten, dass äußere Faktoren wie Bildung und Einstellung einen immer stärkeren Einfluss auf das Essverhalten gewinnen (vgl. Momm-Zach, 2007, S. 30).

Daraus erschließt sich für mich, dass die genetische Veranlagung in Zusammenhang mit dem Essverhalten ausschlaggebend sein kann für die Entstehung von Übergewicht, jedoch nicht zwangsläufig dazu führen muss. Die Ursache und die Krankheitsentstehung von Adipositas sind wie bereits in Abschnitt 2.1 erwähnt, multikausal: „Grundsätzlich ist die Adipositas eine Folge einer Energieimbalance. Die Energieaufnahme übersteigt den Energieverbrauch über einen längeren Zeitraum hinweg. [...] Die Regulation des Körpergewichts steht in wechselseitiger Beziehung von Hunger und Sättigung. Diese beiden Größen werden von biologischen und psychosozialen Faktoren beeinflusst“ (Korsten-Reck, 2008, S. 95). Hierzu ergänzt Logue, dass kein Merkmal vollständig nur durch Vererbung oder nur durch Umwelt bestimmt ist: „Im Falle der Präferenzen für süße und salzige Nahrungsmittel und Milch gibt es starke empirischen Belege für eine genetische Determination, wobei die Umwelt jedoch auch eindeutig eine Rolle spielt“ (Logue, 1995, S. 149). Hierbei sind zum Beispiel Lernprozesse von großer Bedeutung. So erklärt Pudel, dass Essen gelernt wird und ein Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel, in seinem Beispiel Spinat, bei Kindern nicht angeboren (also nicht genetisch), sondern anerzogen bzw. von den Eltern beeinflusst wird (vgl. Pudel, 1997, S. 18). In diesem Zusammenhang möchte ich ihn wie folgt zitieren: „Wer im wahrsten Sinne des Wortes sein Kind ‚abspeist‘, darf sich nicht wundern, wenn es zu Essstörungen und auch zu Übergewicht kommt“ (ebenda, S. 15). Auch Heindl beschreibt in ihrem Artikel, dass Kinder die verschiedenen Ess- und Ernährungsstile in den sie prägenden sozialen Settings lernen: „Ausgehend von den Primärerfahrungen in Familien sind Institutionen der Erziehung und Bildung bestimmend, neben Personen und Gleichaltrigengruppen (Peers), zu denen Beziehungen aufgebaut werden und von denen Einflussfaktoren akzeptiert werden“ (Heindl, 2007, S. 33). Gerhards und Rössel (2003) entwickelten in ihrer Studie zum Ernährungsverhalten Jugendlicher ein Kernmodell für die Erklärung jugendlichen Ernährungsverhaltens. Ich habe mir erlaubt, dieses Modell auf das Ernährungsverhalten von Kindern zu übertragen. Zwar sprechen Gerhards und Rössel in ihrer Studie von Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 16, dennoch werden meiner Ansicht nach die Grundlagen für Verhalten in verschiedenen Kontexten im frühesten Kindesalter gelegt, insbesondere wenn von prägendem Verhalten in verschiedenen Lebensstilen die Rede ist.

Vor diesem Hintergrund ist nach Gerhards und Rössel das kulturelle und ökonomische Kapital der Eltern, sowie auch der Schulbesuch der Kinder von besonderer Bedeutung für die Lebensstile der Kinder (vgl. Gerhards, Rössel, 2003, S. 33):

„ Damit sind die jugendlichen Lebensstile wie auch die ökonomischen Ressourcen der Schüler eingebettet in einen sozialen Kontext, in dem vor allem die Kapitalausstattung des Elternhauses, die Lebensstile der Eltern und die Bildungskarriere von zentraler Bedeutung sind“ (ebenda).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenhänge mehrerer Studien im deutschen Gesundheitswesen verdeutlichen, dass Krankheiten, die eng mit Übergewicht verknüpft sind, das Ergebnis von Genetik, Lebensstil und sozialem Umfeld sind. Übermäßiges Essen bei gleichzeitiger schlechter Nahrungsqualität, körperlicher Inaktivität, Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum stehen im Mittelpunkt der Lebensstile, die zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten führen (vgl. Heindl, 2007, S. 32). Um dies zu prüfen, werde ich mich im folgenden Abschnitt den Faktoren Bewegung, Fernsehen und Übergewicht befassen und versuchen, einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Einflüssen zu erstellen.

2.1.3 Bewegung und Fernsehen

Nach Einschätzung der genetischen und ernährungsrelevanten Einflussfaktoren auf das Gewicht, möchte ich im folgenden Abschnitt das Thema Bewegung und Fernsehen diskutieren. Ich fasse beide Determinanten in einen Abschnitt zusammen, da ich der Meinung bin, dass der Eine nicht ohne den Anderen zu betrachten ist und beide in einer Art Symbiose auf das Körpergewicht einwirken. Interessanterweise ist mir bei meiner Recherche zu diesem Abschnitt aufgefallen, dass hier verschiedene Meinungen bezüglich der kausalen Zusammenhänge zwischen Bewegung - Fernsehen und Übergewicht vorherrscht. Einerseits wurde von Wissenschaftlern erklärt, dass Bewegungsmangel als Folge von zu viel Fernsehen zu begründen ist, was hingegen zu problematischen Gewichtsveränderungen führt. Andererseits wurde wiederum beschrieben, dass Bewegungsmangel eine Folge von generativen Veränderungen sei, welche durch zu viele mediale, kulturelle und gesellschaftliche Reize zu erklären sei. Kliche und Koch (2007) erklären zum Beispiel hierzu, dass Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten als Hauptursache für Übergewicht und Adipositas gelten. In diesem Zusammenhang spiele die zunehmende körperliche Inaktivität als Ergebnis eines passiven Lebensstils mit Zunahme von Fernsehen und Computerspielen eine große Rolle (vgl. Kliche; Koch, 2007, S. 17). Aus dem Abschnitt 2.1.1 zum Thema Genetik wurde jedoch bereits verdeutlicht, dass biologische Ursachen als Hauptursache für Übergewicht und Adipositas verantwortlich sind, laut Benecke und Vogel (vgl. 2006, S. 12) immerhin 60 – 80 %, sodass meiner Ansicht nach Bewegungsmangel und Fernsehen nicht als alleiniger beziehungsweise als ursprünglicher Grund für Gewichtsprobleme dienen können. Dennoch werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass eine beachtliche Anzahl von 5 – 6- jährigen Kindern in Deutschland bis zu zwei Stunden am Tag mit fernsehen und elektronischem Spielzeug verbringt (vgl. Goldapp, Mann, Shaw, 2005, S. 14). Bös hat hierzu eine Untersuchung durchgeführt die sich mit der Aussage Goldapps, Manns und Shaws deckt, bzw. die Zeit, die passiv mit medialen Reizen verbracht wird, sogar um mehr als das Doppelte erhöht. Demnach drücken sich die Tätigkeiten von Grundschulkindern zum großen Teil durch inaktive Beschäftigungen aus, wie aus einem Bewegungstagebuch bei der Befragung von 1000 Kindern im Grundschulalter hervorgeht (siehe Tabelle).

Tab. 1: Bewegungstagebuch von Grundschulkindern

Tätigkeiten von Grundschulkindern (Bewegungstagebuch 1 Woche, N = 1000)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hierzu beschreibt Größing das Sitzen als wesentlichen Zusammenhang mit dem Fernsehen und den Computerspielen. Er führt an, dass 6 – 8 jährige bis zu 40 Stunden pro Woche vor dem Fernseher verbringen – dies sei mehr Zeit als sie in der Schule verbrächten (vgl. Größing, 2004, S. 2). Mit einem Blick in die obige Tabelle fällt mir jedoch auf, dass bei der Tätigkeit „Sitzen“ mit neun Stunden am Tag angegeben ist. Dies muss meiner Ansicht nach jedoch nicht heißen, dass Kinder 9 Stunden am Tag vor dem Fernseher oder Computer verbringen. Würden Kinder tatsächlich 40 Stunden pro Woche vor dem Fernseher sitzen, würde dies einer Vollzeitbeschäftigung für einen Erwachsenen entsprechen und wäre sehr erschreckend. Ich gehe daher davon aus, dass bei den neun Stunden „Sitzen“ auch die Zeitstunden in der Schule, was in der Grundschule fünf bis sechs Stunden am Tag ausmacht, mit enthalten sind. Danach würde sich die „Sitzdauer“ vor dem Fernseher auf zirka zwei bis drei Stunden reduzieren, was ich für realistisch, wenn auch bedenklich halte und was den Zeitangaben von Goldapp, Mann und Shaw entspricht. Insofern sollte Übergewicht allein durch Bewegungsmangel und (bzw. durch) Fernsehen ausgeschlossen werden. Diese würde auch durch die folgende Aussage von Logue bestätigen: „ Man nimmt an, dass eine geringere Aktivität teilweise auch die signifikante Korrelation zwischen der Stundenzahl, die ein Kinder fernsieht, und dem Grad von Adipositas erklären kann. Kinder, die fernsehen, verbrauchen weniger Energie als diejenigen, die draußen spielen. Außerdem naschen oder knabbern sie gern beim Fernsehen, und zwar besonders gern die salzigen und süßen Lebensmittel und Getränke, die sie in der Fernsehwerbung sehen. Aus all diesen Gründen glaubt man, dass Fernsehen wesentlich zur Adipositas beiträgt“ (Logue, 1995, S. 300). Ergänzend hierzu beschreibt Breithecker den Bewegungsmangel nicht nur als Folge eines hohen Fernsehkonsums, sondern als Folge einer Veränderung des Lebensstils Heranwachsender: „Sich viel bewegen, draußen herumtollen, die eigenen körperlichen Fähigkeiten austesten – das war noch vor 20 Jahren für Kinder eine Selbstverständlichkeit“ (Breithecker, 2008, S. 1). Ergänzend erklärt er, dass sich insbesondere im städtischen Lebensraum der Kinder die Rahmbedingungen für Bewegung geändert hätten, so würden zum Beispiel das Auto und der Verkehr Kinder aus ihren ursprünglichen Spielräumen herausdrängen, was wiederum dazu führe, dass diese die Wohnung als Spielraum bevorzugen. Hierbei würde das Fernsehen eine ergänzende Rolle zum Spiel, oder sogar zu Spielkameraden einnehmen. Andererseits spricht Breithecker auch von sogenannten „organisierten Events“ für Kinder, also von Aktivitäten, die von Erwachsenen angeleitet werden (vgl. Breithecker, 2008, S. 2 f.). Wahrscheinlich meint er hiermit die Schüler- oder Jugendclubs in denen Freizeiten für Kinder und Jugendliche organisiert werden.

Dennoch, ob in Schülerclubs, in ländlichen oder urbanen Lebensräumen, haben Kinder doch eines gemeinsam, den natürlichen Bewegungsdrang: „Von klein auf sind sie in Bewegung: sie rollen, robben, krabbeln, drehen, laufen, rennen und springen. Sie suchen sich alles, um ihren Drang nach Bewegung auszuleben: Im Haus sind es Tische und Stühle, draußen sind es Treppen, Bordsteine, Hügel, Pfützen und Bäume“ (Michael-Hagedorn; Freiesleben In: Berthold; Ziegenspeck, 2002, S. 53). In diesem Zusammenhang möchte ich darauf verweisen, dass ich, wenn ich von Bewegung spreche, nicht ausschließlich Bewegung in organisierten Sportgruppen oder Bewegung im eigentliche Sinne (in Form von rennen, springen usw.) spreche, sondern bevorzugt in einer Kombination aus beidem. Bewegung allgemein gesehen fördert die Gesundheit: „Die Muskulatur und der gesamte Bewegungsapparat entwickeln sich weiter. Die Kinder werden zunehmend sicherer im Klettern, Balancieren und Rennen, die Grob-und Feinmotorik verbessert sich“ (vgl. Köllner; Leinert In: Berthold; Ziegenspeck, 2002, S. 53). Sport hingegen widmet sich dem Streben nach technischem Können, nach Leistung und Leistungsvergleich (vgl. Breithecker, 2008, S. 6). Dennoch bin ich der Meinung, dass für die Heranwachsenden nicht von Bedeutung ist, ob sie sich in ihrer Freizeit dem freien Bewegen in ihrer Umgebung oder der sportlichen Betätigung oder beidem widmen, solange sie Platz und Raum für Bewegung haben: „In keinem anderen Lebensalter ist die vielseitige Bewegung so wichtig wie im Kindesalter bis zum 10. Lebensjahr. Ihre fördernde Wirkung erfasst alle Aspekte der menschlichen Entwicklung, die Körper-und Organbildung ebenso wie die kognitive Entfaltung, die Befähigung zum sozialen Handeln oder die Ausgestaltung der emotionalen Gestimmtheit“ (Größing, 2004, S. 6).

Anhand der letzten Aussagen fasse ich zusammen, dass Übergewicht und Adipositas nicht hauptsächlich auf Bewegungsmangel und/oder hohenFernsehkonsum zurückzuführen sind, sondern vielmehr in den Kreis der multikausalen Risikofaktoren aus Abschnitt 2.1.1 einzuordnen sind. Dennoch ist die hohe Inaktivität von Kindern besorgniserregend und sollte in Präventionsprogrammen unbedingt besondere Beachtung finden (siehe Abschnitt 4.2.2.1).

2.1.4 Soziale Faktoren

Nachdem ich in den oberen Abschnitten die Genetik, das Ernährungsverhalten und die Bewegung als Einflussfaktoren auf das Körpergewicht diskutiert habe, möchte ich mich abschließend noch mit der sozialen Komponente auseinandersetzen. Ich habe mich bei meinen Literaturrecherchen stark mit dem Thema soziale Ungleichheit beschäftigt um einen Überblick zu bekommen, inwieweit Gesundheit und Krankheit von den sozialen Verhältnissen abhängig sind. Da ich anfangs bereits erwähnt habe, dass nach den Erkenntnissen der KiGGS-Studie (2006) die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bei Menschen mit einem sozial niedrigeren Status höher liegt als bei Familien mit einem höheren sozialen Hintergrund, scheint mir ein genauerer Blick hierauf sehr wichtig. Die Frage nach der Ursache der sozialen Unterschiede spielt bei meiner Ausarbeitung nur eine geringe Rolle, vielmehr geht es mir um einen Überblick der Zusammenhänge zwischen sozialer Schicht, Gesundheit und Übergewicht beziehungsweise Adipositas. Dieses Verständnis soll mir bei meinen späteren Ausführungen zum Thema Prävention behilflich sein, besonders im Hinblick auf die Erreichbarkeit der verschiedenen Zielgruppen in ihrer sie umgebenden Lebenssituation.

Hurrelmann und Richter erklären in ihrem Artikel über die gesellschaftlichen Ursachen von Krankheit, dass eine eindeutige Beziehung zwischen dem sozioökonomischen Status und Gesundheit nachweisbar ist. Anhand vorliegender Daten verschiedener, von den Autoren nicht näher benannter deutscher Studien ist festzuhalten, dass ein stufenweises Gefälle in der Krankheits- und Sterblichkeitsrate vorliegt, was beinhaltet, dass der Gesundheitszustand jeder Gruppe schlechter ist als in der hierarchisch nächst höheren (vgl. Richter, Hurrelmann, 2007, S. 6). Dies bestätigen auch Benecke und Vogel und ergänzen, dass für bestimmte Risikogruppen wie Jugendlichen aus Familien mit niedrigem sozialen Status und Kindern mit Migrationshintergrund eine hohe Prävalenz an Übergewicht und Adipositas zu verzeichnen ist (vgl. Benecke, Vogel, 2005, S. 738).

„ Der soziökonomische Status ist der wichtigste Einflussfaktor auf die Gesundheit“ (Spencer, 2003, zit. n. Jungbauer-Ganz, Kriwy, 2004, S. 12). Bei Kindern in einer sozial schlechten sozioökonomischen Lage finden sich im Gegensatz zu sozial höheren Schichten verstärkt physiologische wie psychische Symptome für gesundheitliche Auffälligkeiten. Die Autoren weisen in diesem Zusammenhang aber auch darauf hin, dass Armut beziehungsweise ein schlechter sozioökonomischer Status nicht zwangsläufig zu gesundheitlichen Beeinträchtigen führt, sondern dass auch umgekehrt starke gesundheitliche Beschwerden, die zum Beispiel einen erhöhten Pflegebedarf aufweisen und/oder häufige therapeutische Maßnahmen mit sich ziehen auch dazu führen können, dass Menschen mit durchschnittlichem oder hohem sozioökonomischen Hintergrund stark in der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit eingeschränkt sind oder diese sogar aufgeben müssen, was die ihnen zur Verfügung stehenden (finanziellen) stark einschränkt und auf diese Weise zu Armut führen kann (vgl. Jungbauer-Gans, Kriwy, 2004, S. 12).

Ich möchte im Folgenden kurz zwei Modelle zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheit vorstellen und diese gleich mit der gesundheitlichen Beeinträchtigung in Zusammenhang setzen. Das erste Modell stammt von Johan P. Mackenbach, der die gesundheitliche Ungleichheit in erster Linie durch einen Effekt des sozioökonomischen Status erklärt. Dieser hat jedoch keinen direkten Einfluss auf die Gesundheit, sondern beeinflusst diese durch spezifische ungleichverteilte Risikofaktoren wie materielle, verhaltensbezogene und psychosoziale Faktoren. Diese drei Determinanten stehen in einer engen Beziehung zueinander und beeinflussen das Gesundheitsverhalten auch indirekt – zum Beispiel durch Ernährungsverhalten (zit. n. Richter, Hurrelmann, 2007, S. 8) (siehe Abb.3):

Abb. 3: einfaches Modell zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Psychosoziale Faktoren

Quelle: vgl. Mackenbach, zit. nach: Richter, Hurrelmann, 2007, S. 8

Als Hauptursache erklärt Wolfgang Edelstein anhand des Modells der Armutsspirale von Thomas Altgeld die so genannte „Vererbung von Armut“, die sich häufig über mehrere Generationen hinweg beobachten lässt (vgl. Edelstein zit. n. Richter, Hurrelmann, 2007, S. 9). „Bereits in Kindertagesstätten sind Kinder aus sozial benachteiligten Familien unterrepräsentiert, was die Möglichkeiten der Kompensation von sozialen Nachteilen und Defiziten durch eine gezielte Frühförderung von vornherein vermindert“ (ebenda). Das deutsche Schulsystem kann durch Festlegung auf eine relativ kurze Grundschulzeit kaum vorhandene Defizite ausgleichen. Daher ist es für die betroffenen Kindern und deren Familien kaum möglich, die Bildungsaspiration soweit zu steigern, dass diesen eine Empfehlung für weiterführende Schulen erteilt wird (vgl. Edelstein In: Richter; Hurrelmann, 2007, S. 9). Dadurch ist den Betroffenen die Möglichkeit zur guten Allgemeinbildung nicht gegeben, was sich deutlich in den geringen Chancen auf dem Ausbildungsmarkt und natürlich auch auf dem ersten Arbeitsmarkt zeigt. Hier entsteht nach Altgeld die so genannte vererbte oder generationsübergreifende Armut (siehe Abb. 4):

Abb. 4: Die Armutsspirale

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Thomas Altgeld zit. n. Richter; Hurrelmann, 2007, S. 9

Wenn ich diese Erkenntnisse in Zusammenhang mit Mackenbachs Modell der gesundheitlichen Ungleichheit setze, ergibt sich für mich daraus nicht nur die Vererbung der Armut, sondern auch die Vererbung hoher Gesundheitsrisiken. Geringe Bildung, geringes ökonomisches Kapital und fehlendes Gesundheitsbewusstsein sind demnach die Grundlagen für eine starke Prävalenz von Übergewicht und Adipositas in den unteren sozialen Schichten. Konsequent ergibt sich folgendes Bild:

Tab. 2: Verteilung der prozentualen Anteile von Männern und Frauen in verschiedenen

sozialen Schichten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: vgl. Goldapp, Mann, Shaw, 2005, S. 15

Die Autoren betonen, dass bereits bei Grundschulkindern aus niedrigen sozialen Schichten das Risiko für Übergewicht um das Zwei bis Dreifache erhöht sei. Unter Einbeziehung nicht näher benannter erhobener Daten aus Brandenburg erklären sie, dass bei Mädchen mit schwierigen sozialen Verhältnissen 16 % adipös waren, mit hohem Sozialstatus dagegen „nur“ 10,4 %. Bei Jungen hingegen ist der höchste Anteil in der Mittelschicht zu finden. Als Erklärung hierfür führen die Autoren die o. g. Faktoren wie geringere Bildung, unterschiedliches Gesundheitsbewusstsein und Lebensstil auf (vgl. Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg, 2000 zit. n. Goldapp, Mann, Shaw, 2005, S. 15).

In Bezug auf die Umstände der Gesundheitsentwicklung der Bevölkerung waren sich nach den vorangegangenen Ausführungen die Autoren weitestgehend darin einig, dass die zentralen Weichenstellungen für die spätere gesundheitliche Entwicklung im Kindes- und Jugendalter liegen und diese maßgeblich durch die Lebensumstände geprägt sind. So wurde fast einheitlich erklärt, dass schwierige Lebensumstände und Armut fast immer zu geringeren Chancen in der Bildung führen. Hieraus wiederum entwickeln sich Mangelerfahrungen, die sich auf das Verhalten der Kinder auswirken, zum Beispiel im Bewegungsverhalten, im Ernährungsverhalten und damit auch im Risikoverhalten, was die Gesundheit betrifft. Diese Faktoren führen unter anderem dazu, dass in den sozial schwachen Familien häufiger gesundheitliche Beeinträchtigungen, insbesondere durch Mangel- und/oder Fehlernährung und daraus resultierendem Übergewicht vorkommen. „Durch Armut reduzierte Bildungs- und Gesundheitschancen stehen damit in einem engen, sich hochschaukelnden Wechselverhältnis“ (Thomas Altgeld zit. n. Richter, Hurrelmann, 2007, S. 10).

Gesundheitliche Ungleichheiten können sich so leicht von Generation zu Generation reproduzieren, was bereits von Altgeld und Mackenbach in ihren Erklärungsmodellen belegt wurde. Hieraus wird ein starker Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Gesundheitszustand deutlich (siehe Abb. 5 und 6):

Abb. 5: Verbreitung von Übergewicht und Adipositas nach Schulbildung und Geschlecht

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Insgesamt kann ich nach Einschluss aller Risikofaktoren für Übergewicht und Adipositas bestätigen, dass die Ursachen hierfür wie von Momm-Zach (2007) bereits erwähnt, multikausal zu betrachten sind. Eine genetische Disposition erscheint mir sehr stark ausschlaggebend für Übergewicht, was jedoch nicht bedeutet, dass jeder Mensch, der diese Veranlagung besitzt, gleichzeitig übergewichtig sein muss. Ein ausgewogener Lebensstil, wozu ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernährung gehören, kann das Ausmaß von Übergewicht trotz vorhandener genetischer Veranlagung begrenzen. Dies setzt natürlich ein gewisses Maß an Bildung voraus, was mir besonders bei den sozial schwachen Familien als Problem erscheint. Der Stellenwert der Genetik als Ursache für Übergewicht scheint mir hier besonders überreizt. Wenn in einer Familie mit übergewichtigen Eltern die Kinder auch übergewichtig sind, wird im Volksmund (und in der Familie selbst) schnell die Vererbung für den Umstand des übergewichtigen Kindes verantwortlich gemacht. Würde man jedoch den Lebensstil solcher Familien prüfen, würde wahrscheinlich sehr schnell deutlich werden, dass hier sehr stark auch die anderen Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, hoher Fernseh-/ bzw. Computerkonsum und Fehlernährung eine Rolle spielen; sehr wahrscheinlich sogar in allen sozialen Schichten. Dennoch ist in den höheren Sozialschichten der Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und Freizeitangeboten viel höher und wird auch viel stärker genutzt, was natürlich für das Gesundheitsverhalten und dem daraus resultierenden Gesundheitszustand von Vorteil ist.

2.2 FOLGEN

Nachdem ich mich mit den verschiedenen Ursachen für Übergewicht und Adipositas beschäftigt habe, möchte ich mich im folgenden Kapitel mit deren Folgen auseinandersetzen. Da für die betroffenen Kinder erhebliche sowohl psychosoziale als auch gesundheitliche Folgen im Vordergrund stehen, ist für mich von Bedeutung, inwieweit sich diese Probleme in ihrer alltäglichen Lebenswelt auswirken und wie von der Gesellschaft damit umgegangen wird. Übergewicht und Adipositas ziehen langfristig schwere, zum Teil chronische Begleit- und Folgekrankheiten nach sich (vgl. Kliche, Koch, 2007, S. 15). „Das Risiko für eine Persistenz der Adipositas ist umso höher, je älter das betroffene Kind ist“ (ebenda). Beginnt eine Adipositas bereits im Kindesalter, ist sie im Erwachsenenalter deutlich stärker ausgeprägt und geht mit einer höheren Morbidität und Mortalität einher, als wenn sie erst im Erwachsenenalter auftritt (vgl. Goldapp, Mann, Shaw, 2005, S. 13). Als direkte Folgeerscheinungen wird bei den verschiedenen Autoren besonders auf die chronischen Begleiterscheinungen hingewiesen. So beschreiben Benecke und Vogel (2005) zit. n. unter anderem Bluthochdruck, koronare Herzkrankheiten, Diabetes Mellitus Typ II als Beispiele für schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Durch eine teilweise doppelte Prävalenz von Angststörungen und Depressionen (Benecke, Vogel, 2005 zit. n. Kliche, Koch, 2007, S. 15), sowie Formen von Essstörungen können bei Betroffenen starke psychosoziale und/oder psychosomatische Schädigungen entstehen (vgl. Goldapp, Mann, Shaw, 2005, S. 12).

2.2.1 Gesundheitliche Auswirkungen

Übergewicht zu haben, bedeutet nicht nur den (optischen) Normen der Gesellschaft nicht zu entsprechen und damit permanenten Blicken und beleidigenden Bemerkungen ausgesetzt zu sein. Wie ich bereits erwähnt habe, handelt es sich bei der Adipositas um eine chronische Krankheit, die weitere Erkrankungen mit sich zieht.

So konnte im Rahmen der Bogalusy Heart Study[2] die Entwicklung von Adipositas-assoziierten somatischen Erkrankungen bei über 9000 Kindern zwischen 1973 und 1994 ermittelt werden, dass das Risiko für Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte teilweise sogar doppelt bis dreifach so hoch sei wie bei normalgewichtigen Kindern (vgl. Goldapp, Mann, 2004, S. 14). „Aus deutscher Sicht ist interessant, dass Übergewicht bei Kindern, entgegen früheren Ansichten, keineswegs isoliert auftritt. Mädchen, die im Alter von 9 – 10 Jahren über der 95. Gewichtsperzentile lagen, hatten zu 39 Prozent noch zwei weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Hypertonie[3] und Hypercholesterinämie[4] “ (Schaffrath, L., 2007). Müller, Maier und Mann bestätigen diese Erkenntnisse und fügen hinzu, dass übergewichtige Menschen zusätzlich häufig von Diabetes Mellitus Typ II, Fettstoffwechselstörungen, Gicht und Tumorerkrankungen betroffen sind (vgl. Müller, Maier, Mann, 2007, S. 2). Jungermann erklärt ergänzend, dass über 60 Prozent der übergewichtigen Kinder Haltungsschäden aufweisen, was sich oft in belastenden Rückenschmerzen zeigt. Auch die Knie- Hüft- und Sprunggelenke sind dauerhaft großen Belastungen ausgesetzt und können schon frühzeitig zu einer Arthrose (Gelenkverschleiß) entwickeln (vgl. Jungermann, 2008, S. 6).

Besonders auffällig erscheint mir, dass diese Erkrankungen unter normalen Umständen erst im Alter auftreten sollten. Jungermann erklärt hierzu, dass tatsächlich zu beobachten ist, dass Erkrankungen, die sonst nur Erwachsene betreffen, bei übergewichtigen Kindern auftreten: „Immer mehr betroffene Kinder leiden an Typ-2 Diabetes. Es handelt sich hierbei um eine Diabetesform die entsteht, wenn durch jahrelange Spitzen im Blutzuckerwert die Funktion der Bauchspeicheldrüse ermüdet. Sie ist nicht mehr in der Lage, genügend Insulin zu bilden, um den Blutzuckerspiegel in der Norm zu halten. Es entsteht eine Form der Zuckerkrankheit, die früher hauptsächlich bei alten Menschen auftrat und deshalb auch Altersdiabetes genannt wurde“ (Jungermann, 2008, S. 6).

Demzufolge, erklären Müller, Maier und Mann (2007), seien Übergewicht und Adipositas neben dem Rauchen der häufigste vermeidbare Risikofaktor für chronische Erkrankungen. So wird sogar ein Verlust an Lebensjahren prognostiziert, der im Vergleich zu normalgewichtigen Menschen bei Übergewichtigen und Adipösen 3 bzw. 7 Jahren betrage (vgl. Müller, Maier, Mann, 1997, S. 2). Auch der DFV-Familie[5] benennt eine kürzere Lebenserwartung der Adipösen von sogar bis zu 12 Jahren (vgl. DFV-Familie, 2007, S. 15).

Insgesamt ist mir aufgefallen, dass sich die Experten in Bezug auf die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht und Adipositas weitestgehend einig sind. Obwohl Übergewicht an sich zwar keine chronische Krankheit ist, kann es sich aber bei fortlaufendem Risikoverhalten zu einer dauerhaften Adipositas entwickeln, die starke Begleiterscheinungen und Beeinträchtigungen mit sich zieht und sogar zu verfrühter Mortalität führt. Inwieweit sich die körperlichen Belastungen auf das seelische Wohlbefinden bei Kindern auswirkt, soll im folgenden Abschnitt eingehender erklärt werden.

2.2.2 Psychosoziale Auswirkungen

Zusätzlich zu den gesundheitlichen Auswirkungen treten bei übergewichtigen Kindern häufig auch psychische Belastungen auf. Ausrufe und Hänseleien wie „Fetter Sack, Schweinchen Dick, Schwabbelbauch“ sind für Kinder ganz besonders hart, da sie meist ein noch geringeres körperliches und psychisches Wohlbefinden haben als andere chronisch Erkrankte (vgl. von der Weiden, 2007, S. 55).

[...]


[1] Ob-Gen = obesity-Gen (vgl. Benecke; Vogel, 2006)

[2] Die US-National Institutes of Health führen seit 1972 Bogalusa/Louisana eine prospektive Beobachtungsstudie

durch, die das Auftreten von kardiovaskulären Risikofaktoren untersucht. Sie ist ein Pendant zur größeren Frau

mingham-Studie, mit dem Unterschied, dass in Bogalusa Kinder untersucht werden. (vgl. Schaffrath- Rosario,

2007)

[3] Hypertonie = Bluthochdruck, das Risiko zum Herzinfarkt ist umso stäker, je höher der Wert des Blutdrucks ist

[4] Hypercholesterinämie = Erhöhung des Cholesterinspiegels, was ein hohes Risiko für koronare Herzkrankheiten

bedeutet

[5] DFV-Familie = Deutscher Familienverband Berlin

Ende der Leseprobe aus 95 Seiten

Details

Titel
Erlebnispädagogik und ihr präventiver Beitrag zur Gesundheit von Kindern im Vor- und Grundschulalter unter besonderer Berücksichtigung von Adipositas
Hochschule
Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Stendal
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
95
Katalognummer
V140532
ISBN (eBook)
9783640497980
ISBN (Buch)
9783640497690
Dateigröße
2171 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erlebnispädagogik, Beitrag, Gesundheit, Kindern, Vor-, Grundschulalter, Berücksichtigung, Adipositas
Arbeit zitieren
Tanja Lange (Autor), 2009, Erlebnispädagogik und ihr präventiver Beitrag zur Gesundheit von Kindern im Vor- und Grundschulalter unter besonderer Berücksichtigung von Adipositas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140532

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