Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Journalism, Journalism Professions

Die mediale Vermittlung des Bundeswehrabzugs aus Afghanistan

Title: Die mediale Vermittlung des Bundeswehrabzugs aus Afghanistan

Bachelor Thesis , 2023 , 70 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sarah Lasyan (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit ist es, die Berichterstattung über den Bundeswehrabzug aus Afghanistan und dessen unmittelbare Auswirkungen in den deutschen Tageszeitungen "WELT," "taz" und "BILD" zu analysieren. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation der Frames, die in den Berichten dominierten, sowie auf potenziellen Auswirkungen dieses Framings auf die öffentliche Meinung und die Wahrnehmung des Bundeswehrabzugs.

Die Medien spielen eine entscheidende Rolle bei der Formung und Beeinflussung der öffentlichen Meinung, indem sie Themen in den Fokus öffentlicher Diskurse rücken und diese aus spezifischen Blickwinkeln beleuchten. In diesem Kontext stehen die Bundeswehr und die Medien in einer komplexen Beziehung zueinander. Die "vierte Gewalt" in Form der Medien beobachtet die Bundeswehr ständig, oft mit einer kritischen Haltung und besonderem Fokus auf Negativschlagzeilen. Dies hat dazu geführt, dass die Bundeswehr in der öffentlichen Wahrnehmung häufig mit einer kritischen und ablehnenden Haltung konfrontiert ist.

Angesichts dieser Zusammenhänge stellt sich die Frage, wie die Berichterstattung über den Bundeswehrabzug aus Afghanistan und dessen unmittelbare Auswirkungen in den deutschen Tageszeitungen "WELT," "taz" und "BILD" gestaltet wurde. Bisher gibt es keine veröffentlichten Medienanalysen zu diesem Thema, obwohl es von großem Interesse ist, wie die Medien dieses bedeutsame Ereignis gerahmt haben.

Diese Arbeit zielt darauf ab, mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse zu untersuchen, auf welche Weise der Bundeswehrabzug aus Afghanistan und seine kurzfristigen Auswirkungen in den genannten Tageszeitungen berichtet wurden und welche Frames dabei die Berichterstattung dominierten. Darüber hinaus werden die möglichen Auswirkungen dieses Framings auf die öffentliche Meinung und die Wahrnehmung des Bundeswehrabzugs beleuchtet.

Um diese Forschungsfrage zu beantworten, wird in den folgenden Kapiteln zunächst der Kontext des Afghanistaneinsatzes und der deutschen Presse detailliert dargestellt. Anschließend werden die theoretischen Grundlagen erläutert und die methodische Vorgehensweise dieser Arbeit beschrieben. Die Ergebnisse der Untersuchung werden vorgestellt und diskutiert, gefolgt von einem Fazit, das die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst und einen Ausblick auf die Bedeutung dieser Arbeit für die politische und gesellschaftliche Realität gibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr und die deutsche Presse im Kontext

2.1. Die Geschichte der deutschen Sicherheitspolitik

2.1.1. Die wichtigsten Ereignisse des Afghanistaneinsatzes

2.1.2. Vorläufige Annahmen zu den Erfolgen und dem Versagen des deutschen Engagements in Afghanistan

2.2. Die deutsche Pressegeschichte und der deutsche Zeitungsmarkt

2.2.1. WELT

2.2.2. taz, die tageszeitung

2.2.3. BILD

3. Theoretische Grundlagen

3.1. Medien, Medienkommunikation und Medienwirkung

3.2. Die Framing-Theorie nach Entman

4. Methodik

4.1. Zielsetzung

4.2. Untersuchungseinheiten

4.3. Vorgehen der qualitativen Inhaltsanalyse

5. Die Berichterstattung in der WELT, taz und BILD

5.1. Frequenzanalyse

5.2. Induktiv gebildete Frames

5.3. Ein Überblick der Berichterstattung der drei Tageszeitungen

5.3.1. Das Framing der WELT

5.3.2. Das Framing der taz

5.3.3. Das Framing der BILD

6. Diskussion der Ergebnisse

7. Fazit

8. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, auf welche Art und Weise in den deutschen Tageszeitungen WELT, taz und BILD über den Bundeswehrabzug aus Afghanistan und seine kurzfristigen Folgen berichtet wurde, welche Frames dabei dominierten und welche Schlüsse sich daraus für die politische und gesellschaftliche Realität ziehen lassen.

  • Qualitative Analyse der medialen Vermittlung des Bundeswehrabzugs
  • Vergleichende Untersuchung der Tageszeitungen WELT, taz und BILD
  • Einsatz der Framing-Theorie nach Entman als theoretisches Fundament
  • Induktive Framebildung zur Identifikation zentraler Deutungsmuster
  • Interpretation der Auswirkungen des Framings auf Rezipierende

Auszug aus dem Buch

Die Framing-Theorie nach Entman

Das wohl bedeutendste und am häufigsten rezipierte theoretische Konzept zur Erklärung von Framing stellt die Ausführung von Robert M. Entman aus dem Jahr 1993 dar.

Laut ihm bedeutet Framing “to select some aspects of a perceived reality and make them more salient in a communicating text, in such a way as to promote a particular problem definition, causal interpretation, moral evaluation, and/or treatment recommendation for the item described” (Entman, 1993, S. 52). Demnach ist das Framing-Konzept durch die Salienz und Auswahl bestimmter Ausschnitte der Realität charakterisiert. Zudem beinhalten Frames Problemdefinitionen, kausale Interpretationen, moralische Bewertungen und Handlungsempfehlungen. Darüber hinaus umfassen Frames im Kommunikationsprozess vier Akteure:

• Denjenigen, der das, was er sagt, (un)bewusst in einen gewissen Kontext setzt

• Den Text, der Frames beinhaltet

• Den*die Empfänger*in, der*die das Kommunizierte durch Framing in einem bestimmten Kontext wahrnimmt und interpretiert

• Und die Gesellschaft, in welcher durch gesellschaftliche Diskurse und das daraus resultierende Denken bestimmte Frames dominieren (Entman, 1993, 52f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Truppenabzugs aus Afghanistan ein, beschreibt dessen politische sowie gesellschaftliche Bedeutung und definiert die Forschungsfrage der Arbeit.

2. Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr und die deutsche Presse im Kontext: Dieses Kapitel kontextualisiert den Afghanistaneinsatz historisch sowie sicherheitspolitisch und stellt die drei untersuchten Medienhäuser vor.

3. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Medien, Medienwirkung und die Framing-Theorie nach Entman eingeführt und theoretisch hergeleitet.

4. Methodik: Es wird das methodische Vorgehen der qualitativen Inhaltsanalyse, inklusive der Stichprobenauswahl und Kategorienbildung, detailliert beschrieben.

5. Die Berichterstattung in der WELT, taz und BILD: Das Ergebniskapitel präsentiert die deskriptive Auswertung der gewonnenen Frames und die Frequenzanalyse der Berichterstattung.

6. Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Zeitungen werden miteinander interpretiert, gegenübergestellt und in den größeren politischen Diskurs eingeordnet.

7. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bilanziert das Framing des Afghanistaneinsatzes durch die drei analysierten Zeitungen.

Schlüsselwörter

Bundeswehr, Afghanistan, Abzug, Framing, Tageszeitungen, qualitative Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Sicherheitslage, Politische Kommunikation, Ortskräfte, Taliban, Master-Frames, Medienwirkung, Diskursanalyse, Regierungskritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der qualitativen Analyse der medialen Berichterstattung zum Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan im Zeitraum zwischen April und September 2021.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Darstellungsweisen und die inhaltliche Rahmung des Einsatzendes durch drei deutsche überregionale Tageszeitungen sowie die Kritik an politischen Akteuren und der Umgang mit den Ortskräften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist herauszuarbeiten, wie der Bundeswehrabzug und seine Folgen in den Zeitungen WELT, taz und BILD geframt wurden und inwiefern diese Frames das Meinungsbild über den Einsatz beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring/Fenzel mit einer induktiven Framebildung, um latente Sinngehalte aus den Zeitungsartikeln zu extrahieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch die Framing-Theorie, eine methodische Beschreibung, die deskriptive Darstellung der Ergebnisse mittels Frequenz- und Frameanalyse sowie eine abschließende Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bundeswehr, Afghanistan, Abzug, Framing, Medienberichterstattung, Politische Kommunikation und Ortskräfte.

Warum wurden genau die Zeitungen WELT, taz und BILD ausgewählt?

Die Auswahl erfolgte aufgrund ihrer unterschiedlichen Gattungen (Boulevard vs. Qualitätspresse) und ihrer differenzierten politischen Ausrichtungen, um eine breite mediale Abbildung zu garantieren.

Zu welchem zentralen Ergebnis kommt die Analyse hinsichtlich der BILD-Zeitung?

Die BILD nutzt die plakativste Rhetorik, zeigt sich besonders besorgt um die Bundeswehr und übt scharfe Kritik an der Regierung, wobei sie das Ende des Einsatzes oft als notwendige Erlösung für die Soldatinnen und Soldaten darstellt.

Excerpt out of 70 pages  - scroll top

Details

Title
Die mediale Vermittlung des Bundeswehrabzugs aus Afghanistan
College
University of Cologne  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Außenpolitik
Grade
1,0
Author
Sarah Lasyan (Author)
Publication Year
2023
Pages
70
Catalog Number
V1405957
ISBN (PDF)
9783346957795
ISBN (Book)
9783346957801
Language
German
Tags
Framing überregionale Tageszeitungen Bundeswehr Bundeswehrabzug Afghanistan Medien Afghanistan-Einsatz NATO
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Lasyan (Author), 2023, Die mediale Vermittlung des Bundeswehrabzugs aus Afghanistan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1405957
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  70  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint