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Belastungsanalyse unterschiedlicher Kniebeugevarianten unter Berücksichtigung möglicher Überlastungsschäden und Anpassungseffekte

Titel: Belastungsanalyse unterschiedlicher Kniebeugevarianten unter Berücksichtigung möglicher Überlastungsschäden und Anpassungseffekte

Bachelorarbeit , 2022 , 45 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Enrico Cicmanec (Autor:in)

Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Innerhalb des gesundheits- und fitnessorientierten Trainings steigt das Interesse an funktionellen Übungen. Das Grundgerüst bilden die sogenannten Grundübungen, zu ihnen gehört das Bankdrücken, das Kreuzheben und die Kniebeuge.

In dieser Arbeit geht es primär um die Kniebeuge, die verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten und um unterschiedliche Meinungen, die mit dieser Übung einhergehen. Zu der Kniebeuge gibt es einige unbelegte Aussagen und Theorien, wie beispielsweise, dass bei der tiefen Kniebeuge die Belastung auf die Lendenwirbelsäule zu hoch ist und somit eine erhöhte Verletzungsgefahr besteht, oder dass bei der Kniebeuge zu beachten ist, dass die Knie nicht über die Zehenspitzen hinausgeschoben werden sollten.

Aus diesem Grund gibt es einige Kraftsportler und Patienten im Trainingsbereich, die auf tiefe Gelenkpositionen verzichten. Die vorliegende Arbeit befasst sich nun mit der Frage, welche individuellen Überbelastungsschäden und Anpassungseffekte unterschiedliche Varianten der Kniebeuge zur Folge haben.

Es wird unter anderem die Geschichte der Kniebeuge, die verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten und beteiligten Strukturen festgehalten. Die verschiedenen Varianten und Aussagen werden mittels wissenschaftlicher Studien, Artikel und Beiträge gegenübergestellt und diskutiert. Um ein grundlegendes Verständnis über die Biomechanik zu schaffen, wird die Anatomie der beteiligten Gelenke und der dazugehörigen Muskeln betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung und Problemstellung
  • 2 Zielsetzung
  • 3 Gegenwärtiger Kenntnisstand
    • 3.1 Geschichtliche Herleitung der Kniebeuge
    • 3.2 Kniebeugevarianten
      • 3.2.1 Kniebeuge mit Zusatzgewicht
      • 3.2.2 Die parallele Nackenkniebeuge
      • 3.2.3 Die halbe Nackenkniebeuge
      • 3.2.4 Die Viertel Nackenkniebeuge
      • 3.2.5 Die tiefe Nackenkniebeuge
      • 3.2.6 Die tiefe Frontkniebeuge
    • 3.3 Biomechanische Betrachtung der Kniebeuge
      • 3.3.1 Anatomie
      • 3.3.2 Biomechanik der Kniebeuge
    • 3.4 Überleitung zur Problemstellung
    • 3.5 Darstellung der populärwissenschaftlichen Theorien und Modelle zum Thema Kniebeuge
  • 4 Methodik
  • 5 Ergebnisse
  • 6 Diskussion
  • 7 Zusammenfassung
  • 8 Literaturverzeichnis
  • 9 Abbildungs-, Tabellen-, Abkürzungsverzeichnis
    • 9.1 Abbildungsverzeichnis
    • 9.2 Tabellenverzeichnis
    • 9.3 Abkürzungsverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht verschiedene Kniebeugevarianten und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Das primäre Ziel ist es, durch die Analyse wissenschaftlicher Studien und Literatur herauszufinden, welche Übungsvarianten am besten geeignet sind, um Überbelastungsschäden zu vermeiden und gleichzeitig positive Anpassungseffekte zu erzielen. Dabei werden unbelegte Aussagen und populärwissenschaftliche Theorien kritisch hinterfragt.

  • Analyse und Vergleich unterschiedlicher Kniebeugevarianten
  • Identifikation potenzieller Überlastungsschäden
  • Bewertung der Anpassungseffekte bei verschiedenen Ausführungen
  • Tiefgehende Betrachtung der Biomechanik und Anatomie der beteiligten Gelenke (Hüfte, Knie, Sprunggelenk, Lendenwirbelsäule)
  • Kritische Gegenüberstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse mit populärwissenschaftlichen Theorien
  • Historische Herleitung und Entwicklung der Kniebeuge

Auszug aus dem Buch

Biomechanik der Kniebeuge

Die Biomechanik betrachtet die Bewegung von lebenden Systemen und ihren Strukturen (Klein, 2011, S. 3). Um die Kniebeuge auszuführen, ist eine Zusammenarbeit der Gelenke in unterschiedlichen Gelenkpositionen notwendig. Im Folgenden werden die beteiligten Gelenke der unteren Extremität, zu ihnen gehört das Hüftgelenk, das Kniegelenk und das Sprunggelenk, aufgeführt und ihre Bewegungsrichtungen in verschiedenen Achsen veranschaulicht. Bei dem Hüftgelenk handelt es sich um ein sogenanntes Kugelgelenk mit drei Hauptbewegungsachsen, der Drehpunkt befindet sich in der Mitte des Femurkopfes. Diese drei Achsen ermöglichen somit sechs Bewegungsrichtungen. In der Transversalachse ist eine Extension und Flexion möglich, Abduktion und Adduktion finden in der Sagittalachse statt und in der Longitudinalachse eine Innen- und Außenrotation des Hüftgelenks (Schünke, 2014, S. 438). Die drei Hauptachsen werden in der Abbildung 10 am Körper des Menschen dargestellt. Das Kniegelenk ist in der Lage eine Flexion und Extension in der Transversalachse durchzuführen, der Drehpunkt dieser beiden Bewegungen ist abhängig von dem jeweiligen Beugewinkel, in dem sich das Kniegelenk befindet. Mit zunehmender Flexion wandert der Drehpunkt bogenförmig nach hinten oben (Schünke, 2014, S. 452). Dieser Vorgang wird in Abbildung 9 dargestellt. Des Weiteren ist das Kniegelenk in der Lage in der longitudinalen Achse eine Außen- und Innenrotation durchzuführen. Zu beachten ist hier, dass die Rotationsbewegung in einem 90° Kniegelenkswinkel durchgeführt werden muss. Das Sprunggelenk verfügt über zwei Achsen mit jeweils zwei Bewegungsrichtungen. Unterteilt werden hier das untere- und das obere Sprunggelenk. Im oberen Sprunggelenk kann in der Transversalachse eine Extension und Flexion durchgeführt werden. Im unteren Sprunggelenk ermöglicht eine schräg verlaufende Längsachse die Supination und Pronation. Bei der Kniebeuge variiert die dabei einstehende Last auf die beteiligten Gelenke je nach Position. Durch eine abnehmende Kniebeugetiefe kann eine größere Last bewältigt werden, dies resultierte aus einer Untersuchung, die an Sportstudenten durchgeführt wurde. Mit Ausnahme der Frontkniebeuge, die Ausführung ist durch eine aufrechte Wirbelsäulenhaltung gekennzeichnet, dies führt dazu, dass die Frontkniebeuge die Variante ist, bei der sich am wenigsten Maximalgewicht bewegen lässt (Lerch, 2017). Zusätzlich fällt auf, dass bei zunehmenden Kniewinkel im Umkehrpunkt der Bewegung eine höhere Last erforderlich ist, um einen adäquaten Belastungsreiz für die Beinstrecker Muskulatur zu erzeugen (Hartmann et al., 2012, S. 113). Dies bedeutet, dass bei einem zunehmenden Beugewinkel zwar weniger Gewicht bewältigt werden kann, aber der Reiz für die Muskulatur effektiver ist. Anatomisch und Biomechanisch betrachtet, ist die optimale Ausgangsstellung der verschiedenen Varianten, wie unter Punkt 3.2 bereits beschrieben, ein schulterbreiter Stand, die Zehenspitzen in V-Form leicht nach außen. Der Grund hierfür ist eine mechanische Annäherung der Beinachse an die Trageachse der Gelenke, wodurch der Hebelarm verringert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel stellt das wachsende Interesse an funktionellen Übungen wie der Kniebeuge vor und beleuchtet die damit verbundenen unbelegten Aussagen und Theorien, die die Notwendigkeit der vorliegenden Untersuchung begründen.

Kapitel 2: Zielsetzung: Hierin wird das Forschungsziel definiert, nämlich verschiedene Kniebeugevarianten durch wissenschaftliche Recherche zu analysieren und zu vergleichen, um optimale Ausführungen zur Vermeidung von Überlastungsschäden und zur Erzielung positiver Anpassungseffekte zu bestimmen.

Kapitel 3: Gegenwärtiger Kenntnisstand: Das Kapitel bietet eine detaillierte Darstellung der historischen Entwicklung der Kniebeuge, erläutert diverse Ausführungsvarianten und analysiert die Biomechanik sowie Anatomie der am Kniebeugeablauf beteiligten Gelenke und Muskeln.

Kapitel 4: Methodik: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess der Literaturrecherche, einschließlich des Zeitraums, der verwendeten Datenbanken und der spezifischen Suchbegriffe und Booleschen Operatoren, die zur Auswahl relevanter Primärstudien dienten.

Kapitel 5: Ergebnisse: Die Resultate von zehn ausgewählten Primärstudien, die sich mit Gelenkbelastungen, Muskelaktivität und den Auswirkungen unterschiedlicher Kniebeugevarianten beschäftigen, werden in tabellarischer Form aufgeführt und zusammengefasst.

Kapitel 6: Diskussion: In diesem Abschnitt werden die Studienergebnisse interpretiert und in Bezug auf die eingangs genannten Mythen und unbelegten Aussagen gesetzt, wobei die Auswirkungen von Knie- und Langhantelpositionen auf Gelenkbelastung und Muskelaktivität diskutiert werden und die Notwendigkeit einer individuellen Übungsauswahl hervorgehoben wird.

Kapitel 7: Zusammenfassung: Das Fazit der Arbeit betont, dass tiefe Gelenkpositionen und ein Vorschieben der Knie keine negativen Auswirkungen auf die Gelenke haben und unterstreicht die Wichtigkeit, Kniebeugevarianten individuell und zielgerichtet auszuwählen, anstatt eine pauschal "effektivste" Übung zu definieren.

Schlüsselwörter

Kniebeuge, Belastungsanalyse, Überlastungsschäden, Anpassungseffekte, Biomechanik, Anatomie, Hüftgelenk, Kniegelenk, Sprunggelenk, Lendenwirbelsäule, Nackenkniebeuge, Frontkniebeuge, Muskelaktivität, Gelenkbelastung, Bewegungstiefe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit der Belastungsanalyse unterschiedlicher Kniebeugevarianten, um mögliche Überlastungsschäden und Anpassungseffekte zu identifizieren und eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfe für die optimale Übungsausführung zu bieten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Untersuchung verschiedener Kniebeugevarianten, die Analyse der Biomechanik und Anatomie der beteiligten Gelenke, die Identifikation von Überlastungsschäden sowie die Bewertung von Anpassungseffekten im Kontext des Krafttrainings.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die verschiedenen Kniebeugevarianten zu untersuchen und zu vergleichen, um die Übungsvariante zu bestimmen, bei der sich Überbelastungsschäden vermeiden lassen, während positive Anpassungseffekte erzielt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer narrativen Literaturrecherche, bei der wissenschaftliche Studien, Artikel und Beiträge systematisch gesammelt, analysiert und gegenübergestellt werden, um den gegenwärtigen Kenntnisstand zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die geschichtliche Herleitung der Kniebeuge, stellt verschiedene Kniebeugevarianten vor, analysiert die Biomechanik und Anatomie der beteiligten Gelenke und fasst die Ergebnisse ausgewählter Primärstudien zusammen, die dann diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Kniebeuge, Belastungsanalyse, Überlastungsschäden, Anpassungseffekte, Biomechanik, Anatomie, Gelenkbelastung, Nackenkniebeuge und Frontkniebeuge.

Welche Meinungen oder Mythen zur Kniebeuge werden in der Arbeit widerlegt?

Die Arbeit widerlegt unter anderem die Annahme, dass ein Vorschieben des Kniegelenks über die Zehenspitzen oder eine hohe Belastung der Lendenwirbelsäule bei der tiefen Kniebeuge grundsätzlich negative Auswirkungen haben.

Welche Unterschiede bestehen zwischen Nacken- und Frontkniebeuge hinsichtlich Gelenkbelastung und Verletzungsrisiko?

Die Frontkniebeuge führt zu geringeren Scher- und Kompressionskräften im Kniegelenk und einer aufrechteren Oberkörperhaltung, was ein reduziertes Verletzungsrisiko für die Lendenwirbelsäule im Vergleich zur Nackenkniebeuge impliziert, obwohl die Muskelaktivität ähnlich sein kann.

Wie beeinflusst die Tiefe der Kniebeuge die Gelenkbelastung?

Eine zunehmende Tiefe der Kniebeuge, insbesondere in Kombination mit erhöhter Last, führt zu einer signifikant höheren Belastung im Spitzenmoment der Knieflexion und somit zu stärkerem Druck auf das Kniegelenk.

Warum ist eine individuelle Auswahl der Kniebeugevariante wichtig?

Eine pauschale Empfehlung der "effektivsten" Kniebeugevariante ist nicht sinnvoll, da die optimale Wahl von individuellen Faktoren wie Trainingszustand, Mobilität, Zielsetzung und dem Vorhandensein von Verletzungen abhängt.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Belastungsanalyse unterschiedlicher Kniebeugevarianten unter Berücksichtigung möglicher Überlastungsschäden und Anpassungseffekte
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Veranstaltung
Sportökonomie
Note
1,7
Autor
Enrico Cicmanec (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
45
Katalognummer
V1406118
ISBN (PDF)
9783346959898
ISBN (Buch)
9783346959904
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Narrativer Review, Bachelorarbeit, Sportökonomie, Belastungsanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Enrico Cicmanec (Autor:in), 2022, Belastungsanalyse unterschiedlicher Kniebeugevarianten unter Berücksichtigung möglicher Überlastungsschäden und Anpassungseffekte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1406118
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Leseprobe aus  45  Seiten
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