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Malis Weg in den Krieg

Eine Konfliktanalyse

Titel: Malis Weg in den Krieg

Bachelorarbeit , 2022 , 37 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Rick Moysich (Autor:in)

Politik - Region: Afrika
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Insgesamt dauert der Krieg bereits mehr als 10 Jahre und eine wesentliche Verbesserung der Sicherheitslage und politischen Situation in Mali lässt sich nicht erkennen. Vor diesem Hintergrund formuliert sich der Anspruch die Situation, die Geschehnisse und den Krieg in der Republik Mali im Rahmen einer Konfliktanalyse näher untersuchen zu wollen.

Mit diesem Anspruch zeigt sich die fundamentale Notwendigkeit nach einer Erklärung für den Ausbruch des Krieges im Jahr 2012. Um eine hinreichende Erklärung leisten zu können, müssen zunächst die Ursachen des Kriegsausbruches sichtbar gemacht werden. Daher soll der mehrstufige ursächliche Prozess aufgezeigt und Mechanismen interpretativ herauskristallisiert werden, die zur Erklärung des Kriegsausbruches beitragen können. Hierfür soll der Blick im Rahmen dieser Arbeit intensiver auf die konfliktbeteiligten Akteure, den Konfliktverlauf und die Ursachen des Krieges gerichtet werden.

Die Analyse der Ursachen soll auf der Grundlage des Hamburger Ansatze der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung theoriegeleitet durchgeführt werden. Methodisch wird sich an der Methode des Explaining-Outcome Process-Tracing bedient, da diese sich besonders gut eignet, einen Prozess anhand von kausalen Mechanismen auf sein bestimmtes Ergebnis hin zu untersuchen und eine mögliche hinreichende Erklärung für das sogenannte Outcome zu liefern. Dies scheint gerade vor dem Hintergrund der oftmals vorherrschenden Komplexität von kriegerischen Auseinandersetzungen als sinnvoll.

Der Aufbau der Arbeit gestaltet sich dabei wie folgt: Zunächst folgt ein Methoden-Kapitel in dem die Methode des theoriegeleiteten Explaining-Outcome Process-Tracing dargelegt wird. Daran anknüpfend folgt ein Theoriekapitel, in welchem die elementaren Punkte des Hamburger Ansatz erklärt werden. Nachfolgend werden die wesentlichsten Informationen zu Mali und der historischen Entwicklungen des Landes in Kürze dargestellt. Auf dieser Grundlage von Methode, Theorie und Fallerklärung wird sodann die Analyse des Krieges vollzogen, wobei der Konfliktverlauf herausgearbeitet wird und die für das Explaining-Outcome Process-Tracing notwendigen Mechanismen identifiziert werden sollen. Nachfolgend wird in einem Fazit die resümierende Schlussbetrachtung vollzogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

METHODE

THEORIE

HAMBURGER ANSATZ

KONKRETISIERUNG NACH KLAUS SCHLICHTE

DER FALL MALI

ANALYSE

WIDERSPRUCH

KRISE

KONFLIKT

KRIEG

MECHANISMEN

FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das primäre Ziel, Auslöser und Verlaufsstrukturen des seit 2012 in der Republik Mali herrschenden Krieges im Rahmen einer wissenschaftlichen Konfliktanalyse zu untersuchen und zu erklären. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche kausalen Mechanismen und strukturellen Bedingungen zur Eskalation dieses spezifischen Konflikts beigetragen haben.

  • Analyse der Ursachen des Kriegsausbruchs in Mali unter Anwendung des "Hamburger Ansatzes".
  • Einsatz der Methodik des "Explaining-Outcome Process-Tracing" zur Identifikation kausaler Mechanismen.
  • Untersuchung der Rolle zentraler Akteure wie touareg-nationalistischer Bewegungen und dschihadistischer Gruppen.
  • Darstellung des historischen und sozioökonomischen Entwicklungsverlaufs Malis als Kontext für die Konfliktdynamik.

Auszug aus dem Buch

Einleitung

„Der Kampf gegen den Terrorismus darf nicht alles rechtfertigen.“ – (Macron, 2022)

Mit diesen Worten erklärt der französische Präsident Emmanuel Macron am 17. Februar 2022 das Ende des französischen Engagements im Hinblick auf den Anti-Terror Einsatz in Mali. Man wolle nicht länger mit den „De-Facto-Autoritäten“ (Macron, 2022) deren Ziele und Strategien man nicht teile, zusammenarbeiten. Gemeint ist damit das Regime um den Militäroberst Assimi Goïta, der sich am 28. Mai 2021 bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres zum Staats­oberhaupt putschte. Auf Bitte der malischen Regierung ist die ehemalige Kolonialmacht Frankreich seit knapp zehn Jahren militärisch in Mali aktiv. Zunächst waren französische Streitkräfte, unter Billigung der Vereinten Nationen im Rahmen der „Operation Serval“, später mit der „Operation Barkhane“ und „Takuba“ in den Ländern Mali, Burkina Faso und Niger im zentralen Sahel aktiv. Dieses Engagement soll nun seitens Frankreichs beendet werden. Weitere internationale Partner, die sich gestützt auf die UN-Resolution in Mali militärisch engagieren, überdenken ihren Einsatz in Mali ebenfalls. Die Gründe hierfür sind ebenso vielfältig wie der Mali-Konflikt selbst. Es häufen sich Meldungen über eine Kooperation zwischen der malischen Regierung mit der russischen Söldnerfirma Wagner (vgl. Hauer 2018). Lange Zeit galt Mali in der Weltöffentlichkeit als „afrikanische Vorzeigedemokratie“ (Heyl/Leininger 2012, 1) die über ein „stabiles demokratisches System“ (Harding 2020, 31) verfügte. Doch spätestens in der ersten Hälfte des Jahres 2012 wurde die internationale Gemeinschaft eines Besseren belehrt. Sezessionsbestrebungen der Tuaregs im Norden, der Vormarsch islamistischer Gruppen und der Militärputsch im März 2012 gegen den Präsidenten Amadou Toumani Touré (ATT) warfen das Land in eine tiefe machtpolitische Krise und sorgen für einen bis heute anhaltenden Krieg.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Dieses Kapitel verortet das Thema im Kontext des aktuellen internationalen Engagements in Mali und formuliert die forschungsleitenden Zielsetzungen.

METHODE: Hier wird der theoretische Ansatz des "Explaining-Outcome Process-Tracing" erläutert, der als methodisches Instrument zur Analyse der kausalen Mechanismen dient.

THEORIE: Dieses Kapitel führt in den "Hamburger Ansatz" ein und konkretisiert diesen durch die Konzepte von Klaus Schlichte, um bewaffnete Akteure in Konflikten theoretisch greifbar zu machen.

DER FALL MALI: Hier werden die wesentlichen historischen, geografischen und sozioökonomischen Informationen zur Republik Mali aufbereitet, um den notwendigen Hintergrund für die Analyse zu schaffen.

ANALYSE: In diesem Hauptteil wird der Kriegsprozess anhand der vier Stufen "Widerspruch", "Krise", "Konflikt" und "Krieg" sowie der entsprechenden Mechanismen detailliert untersucht.

FAZIT: Das letzte Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse resümierend zusammen und bewertet die Anwendbarkeit der gewählten Theorie auf den Fall Mali.

Schlüsselwörter

Mali, Konfliktanalyse, Hamburger Ansatz, Process-Tracing, Islamismus, Tuareg, Operation Barkhane, Terrorismus, Sahelzone, Staatliche Stabilität, Militärputsch, Dschihadismus, Politische Krise, Krisenmanagement, Internationale Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer detaillierten Konfliktanalyse des Krieges in Mali, um die historischen und systemischen Ursachen für den Ausbruch und die Eskalation der Gewalt seit 2012 zu erklären.

Welche Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Rolle staatlicher und nichtstaatlicher Akteure, das Scheitern demokratischer Strukturen, das Zusammenwirken von Söldnerwesen und islamistischem Terrorismus sowie die geopolitische Bedeutung der Sahelzone.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die komplexen Ursachenketten des Krieges mittels prozessorientierter Analyse sichtbar zu machen und eine verständliche Erklärung für die gewaltsame Entwicklung in der Region zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Zur Anwendung kommt das "Explaining-Outcome Process-Tracing". Diese Methode ermöglicht es, historische Prozesse in Einzelfällen zu rekonstruieren und kausale Mechanismen zu identifizieren.

Welche Aspekte werden im Hauptteil speziell behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die Eskalationsstufen – von ersten sozialen Widersprüchen über die politische Krise und den Konflikt bis hin zum offenen Krieg und der Etablierung terroristischer Strukturen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit zusammenfassen?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mali, Konfliktanalyse, Process-Tracing, islamistischer Terrorismus, Tuareg-Konflikt und regionale Instabilität charakterisieren.

Wie spielt das Söldnerwesen in die malische Konfliktdynamik hinein?

Die Arbeit führt aus, dass Touareg-Kämpfer nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland (insb. Libyen) sowohl über moderne Waffen als auch über militärische Ausbildung verfügten, was die Schlagkraft der Rebellen massiv erhöhte und zur weiteren Eskalation beitrug.

Welche Rolle spielt der sogenannte "mechanisms of repression" in der Analyse?

Dieser Mechanismus erklärt, wie eine unzureichende staatliche Reaktion und die Unterdrückung von Opposition durch staatliche Kräfte dazu führten, dass vormals friedliche Gruppen radikalisiert wurden und zu bewaffneten Akteuren mutierten.

Was schlussfolgert die Arbeit hinsichtlich der internationalen Intervention in Mali?

Die Autorin/der Autor zeigt auf, dass trotz des militärischen Erfolgs gegen islamistische Gruppen keine nachhaltige Stabilität erreicht wurde, da die tieferliegenden sozioökonomischen und strukturellen Ursachen des Konflikts mit rein militärischen Mitteln nicht gelöst werden konnten.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Malis Weg in den Krieg
Untertitel
Eine Konfliktanalyse
Hochschule
Universität Hamburg
Note
2.0
Autor
Rick Moysich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
37
Katalognummer
V1406143
ISBN (PDF)
9783346959539
ISBN (Buch)
9783346959546
Sprache
Deutsch
Schlagworte
malis krieg eine konfliktanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rick Moysich (Autor:in), 2022, Malis Weg in den Krieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1406143
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Leseprobe aus  37  Seiten
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