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Das nigerianische Interfaith Mediation Center in Kaduna. Friedensarbeit zwischen Dialog und Mission

Titel: Das nigerianische Interfaith Mediation Center in Kaduna. Friedensarbeit zwischen Dialog und Mission

Seminararbeit , 2020 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird am Beispiel des nigerianischen Interfaith Mediation Centers (IMC) in Kaduna die Arbeit von interfaith-Organisationen in Nigeria genauer untersucht. Auf die Entstehung und Aktivität in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen wird im ersten Teil eingegangen. Hierbei wird in den Biographien der beiden IMC-Gründer, James Wuye und Muhammad Ashafa, auf Eckdaten und besonderen Ereignisse hingewiesen.

Im Hauptteil wird versucht, eine „Hierarchie“ von Religion, Mission und Dialog, der Beziehung zwischen Islam und Christentum und dem Phänomen der religiösen Konflikte darzustellen. Es soll das Beziehungsgeflecht zwischen diesen Begriffen und der Arbeit des IMC erörtert werden. Dabei wird zunächst auf eine Definition von „Religion“ eingegangen. Diese Betrachtung dient zum besseren Verständnis des Sachverhalts, zu welchem es einer Rückbindung an den Religionsbegriff bedarf. Die Definitonsdebatte ist dabei als „Kern“ der Religionswissenschaft zu verstehen. Zugleich werden die Probleme eines Religionsverständnisses und die Grenzen der Vertretbarkeit eines universal gültigen Begriffes aufgezeigt. Anhand der Überlegungen zum Religionsbegriff werden, insbesondere im Kontext des Islams und des Christentums, die Phänomene „Mission“ und „Dialog“ näher untersucht. Diese sind im hierarchischen Sinne dem Religionsbegriff untergeordnet, weil sich erst aus der Klärung von „Religion“ eine Sinnrichtung für Mission und Dialog als religiöse Phänomene erschließt.

Die Wurzeln des IMC finden sich in einer Situation, die von einem (religiösen) Konflikt geprägt war. Das Anliegen, dass Faktoren außerhalb der Religion bei der Ursachenforschung von Konflikten beachtet werden sollten, wird im vorletzten Kapitel des Hauptteils behandelt. Dieser schließt mit einer Kontextualisierung des IMC innerhalb der oben genannten „Hierarchie“.

Aufgrund anhaltender, nicht nur in Nigeria ausgetragenen Konflikte zwischen Muslim*innen und Christ*innen ist der Versuch, durch Organisationen wie das IMC Frieden zu schaffen, ein theologisch wie politisch aktuelles und relevantes Thema. Durch Vereinigungen wie „Religions for Peace“, deren Mitglieder sich im August 2019 in Lindau am Bodensee trafen, ist die völker- und religionsübergreifende Friedensarbeit nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent bekannt und relevant. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Quellenarbeit: Das Interfaith Mediation Center (IMC)

1.1. Einführung und Entstehung

1.2. James Movel Wuye

1.3. Muhammad Ashafa

1.4. Die Arbeit des IMC

1.5. Fazit der Quellenanalyse

2. Hauptteil: Dialog contra Mission?

2.1. Der Religionsbegriff

2.2. Zu den Begriffen Mission und Dialog

2.2.1. Mission

2.2.2. Dialog

2.2.3. Mission und Dialog

2.3. In Beziehung: Islam – Christentum

2.4. Zur Begrifflichkeit des religiösen Konfliktes

2.5. Verhältnisbestimmung: Das IMC im religiösen Spannungsfeld

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht am Beispiel des nigerianischen Interfaith Mediation Centers (IMC) die Rolle von interreligiösen Organisationen bei der Friedensarbeit in Nigeria, wobei insbesondere das komplexe Spannungsfeld zwischen Dialog und missionarischen Ansprüchen in einer durch religiöse Konflikte geprägten Gesellschaft analysiert wird.

  • Die Entstehungsgeschichte und Arbeitsweise des Interfaith Mediation Centers (IMC).
  • Biographien der IMC-Gründer James Wuye und Muhammad Ashafa.
  • Die konzeptionelle Hierarchie von Religion, Mission und Dialog.
  • Das Spannungsfeld zwischen Islam und Christentum in Nigeria.
  • Ursachenforschung religiöser Konflikte unter Einbeziehung sozioökonomischer Faktoren.

Auszug aus dem Buch

1.1. Einführung und Entstehung

Das Interfaith Mediation Center – kurz IMC – ist eine nigerianische Organisation, die sich mit der Schlichtung religiöser Konflikte und deren Ursachen auseinandersetzt. Seit 1995 (andere Quellen sprechen von 2001) arbeiten die Gründer, Imam Muhammad Ashafa und Pastor James Wuye, gemeinsam vom Bundesstaat Kaduna aus gegen Fanatismus und religiösen Extremismus. Die beiden Geistlichen stammen jeweils aus verschiedenen Ethnien und standen sich bei den Kaduna-Unruhen im Jahr 1992 in sich bekämpfenden Lagern gegenüber.

Im Jahr 1995 – die Kaduna-Unruhen waren mittlerweile beendet – lud die UNICEF politische, ethnische und geistliche Führer*innen zu einem Kongress ein, der sich eigentlich mit der Prävention von tödlichen Krankheiten bei Kindern beschäftigte. Am Rande dieser Tagung trafen sich Ashafa und Wuye, vermittelt durch einen ihnen gemeinsam bekannten Journalisten, der ihnen nahelegte, miteinander über die politische Lage in Kaduna zu sprechen. Aus dieser Begegnung wuchs die Idee einer interfaith-Arbeit gegen religiös und ethnologisch motivierten Hass und Kriegshandlungen. Ashafa zufolge sei das IMC die erste nigerianische Organisation, die von Menschen verschiedener Religionen gegründet wurde und nicht nur im Sektor der eigenen Konfession arbeite. Die Arbeit gründe sich auf den jeweiligen Glauben der Aktivisten und gebe dem interfaith-Gedanken einen neuen Hintergrund: „We are working for compromise and we are motivating people based on the unity of religions“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Überblick über die religiöse Landschaft Nigerias und die Zielsetzung der Arbeit, das IMC als Fallbeispiel für interreligiöse Friedensarbeit zu untersuchen.

1. Quellenarbeit: Das Interfaith Mediation Center (IMC): Analyse der Entstehung des IMC sowie der Biographien seiner Gründer, Imam Ashafa und Pastor Wuye, als Basis der Untersuchung.

2. Hauptteil: Dialog contra Mission?: Theoretische Durchdringung der Begriffe Religion, Mission und Dialog sowie deren Wechselwirkung in Bezug auf religiöse Konflikte und interreligiöse Zusammenarbeit.

Fazit: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse, welche die Notwendigkeit von Dialog in einem pluralistischen Umfeld bei gleichzeitigem Respekt vor exklusiven religiösen Identitäten unterstreicht.

Schlüsselwörter

Interfaith Mediation Center, Nigeria, Friedensarbeit, Dialog, Mission, Islam, Christentum, Religionswissenschaft, Religiöser Konflikt, interreligiös, Kaduna, Gewaltlosigkeit, Friedensaktivismus, Religionsbegriff, Glaubensweitergabe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Friedensarbeit des nigerianischen Interfaith Mediation Centers (IMC) und dem Wechselspiel zwischen religiöser Identität und interreligiösem Dialog.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle von interfaith-Organisationen in Konfliktzonen, das Verhältnis von religiöser Mission zu friedensstiftendem Dialog sowie die Ursachen religiös motivierter Spannungen in Nigeria.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die „Hierarchie“ der Begriffe Religion, Mission und Dialog im Kontext der Arbeit des IMC methodisch zu analysieren und deren Bedeutung für die Friedensarbeit in einem postkolonialen Kontext aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine religionswissenschaftliche Analyse, die Primärquellen (Interviews) und fachwissenschaftliche Literatur nutzt, um Begriffe und Phänomene kontextuell zu definieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert theoretische Definitionen von Religion, Mission und Dialog, die Beziehung zwischen Islam und Christentum sowie die komplexen Entstehungsgründe religiöser Konflikte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Interfaith Mediation Center, Nigeria, interreligiöser Dialog, Mission, religiöse Konflikte und Friedensaktivismus.

Welche Rolle spielen die Gründer des IMC für die Organisation?

Die Biographien von Imam Ashafa und Pastor Wuye sind zentral, da ihre Transformation vom einstigen Kampfgegner zum Friedenspartner das Fundament des IMC bildet.

Warum wird die Definition von "Religion" in der Arbeit als so wichtig erachtet?

Der Autor argumentiert, dass eine präzise religionswissenschaftliche Definition notwendig ist, um Phänomene wie Mission und Dialog in ihrem jeweiligen Kontext überhaupt korrekt interpretieren zu können.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das nigerianische Interfaith Mediation Center in Kaduna. Friedensarbeit zwischen Dialog und Mission
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Theologische Fakultät)
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V1406268
ISBN (PDF)
9783346959034
ISBN (Buch)
9783346959041
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interfaith mediation center kaduna friedensarbeit dialog mission
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Das nigerianische Interfaith Mediation Center in Kaduna. Friedensarbeit zwischen Dialog und Mission, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1406268
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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