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Inklusion an Grundschulen. Herausforderungen, Vorurteile und die Bedeutung der Erziehung

Titel: Inklusion an Grundschulen. Herausforderungen, Vorurteile und die Bedeutung der Erziehung

Hausarbeit , 2017 , 31 Seiten

Autor:in: Jessica Müller (Autor:in)

Pädagogik - Inklusion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema: Wie kann Inklusion an einer Grundschule ohne Einschränkung für das Kind oder den
Jugendlichen funktionieren? Gerade für angehende Erzieher:innen ist es ein Muss, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und verschiedene Aspekte zu reflektieren und zu beleuchten. „Wie alle anderen Menschenrechte fußt das Recht auf Inklusion auf der unversehrten Menschenwürde, weil alle Menschen mit der gleichen und unveräußerlichen Würde ausgestattet sind, haben wir alle die gleichen Rechte und den Anspruch darauf, dass der Staat sie umsetzt.“ Nur wie kommen wir dorthin?

Die Arbeit setzt sich insbesondere mit folgenden Fragestellungen auseinander: Hat der Mensch nicht Vorurteile durch die äußere Umwelt? Wie bildet sich überhaupt die Identität des Menschen? Welche Rolle spielt die Erziehung? Was ist mit der Angst vor dem Unbekannten? Der Herausforderung, die sich Lehrer/innen und Erzieher/innen stellen müssen? Den Ängsten der Eltern, ob es ihrem Kind auf einer inklusiven Schule wirklich gut geht und der Herausforderung für das Kind selbst, sich in einer fremden Kultur oder in einem fremden Land anzupassen? Sich mit einer körperlichen Einschränkung zu integrieren? Was ist mit der sogenannten „Doppelmoral“? „Ja, wir nehmen Kinder mit Einschränkungen auf, bei Ausflügen muss es leider in eine andere Klasse oder wir organisieren jemanden.“ Oder: „Wenn er kein Deutsch versteht, muss er jetzt trotzdem sitzen bleiben und zuhören.“ In Anbetracht dieser Aspekte, scheint es eine Aufgabe voller Bausteine zu sein, die zu bewältigen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was bedeutet Inklusion an Grundschulen in Bezug auf die Arbeit mit den Eltern?

2.1. Welche Probleme entstehen an Inklusionsschulen, im Hinblick auf die Arbeit mit dem Personal?

2.2. Defizite am gemeinsamen Unterricht an einer Inklusionsschule

2.3. Positive Strategien von Inklusionsschulen in Bezug auf Personal und Unterricht

3. Was ist Identität?

3.1. In der Forschung wird Identität in 5 Säulen eingeteilt

3.2. Identitätsbildung von Kindern : die Aufgabe der Eltern

3.3. Identitätsbildung von Kindern in der im Grundschulbereich

4. Die Moral des Menschen

5. Die Doppelmoral

6. Die Beobachtung zur Entstehung des Projektes

6.1. Vorbereitung des Projektes „Kinder für unterschiedliche lebenslagen sensibilisieren, Anhand einer Hörgeschichte“

6.2. Beschreibung der einzelnen Kinder

6.3. Beschreibung der Räumlichkeiten

6.4. Durchführung des Projektes

6.5. Auswertung des Projektes

6.6. Nacherzählung der Geschichte von den Kindern

7. Anschließendes Fazit

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Diese Facharbeit untersucht die Bedingungen für gelebte Inklusion an Grundschulen und analysiert, inwieweit pädagogische Maßnahmen die Identitätsentwicklung und moralische Sensibilisierung von Grundschulkindern fördern können.

  • Die elterliche Perspektive und Belastung im Kontext inklusiver Beschulung.
  • Herausforderungen und positive Strategien in der Zusammenarbeit mit pädagogischem Personal.
  • Theoretische Grundlagen zur Identitätsbildung und moralischen Urteilsfähigkeit.
  • Praktische Umsetzung eines Hörgeschichten-Projekts zur Sensibilisierung für Vielfalt und Inklusion.
  • Die kritische Reflexion des Begriffs der Doppelmoral im schulischen Alltag.

Auszug aus dem Buch

6. Beobachtung zur Entstehung des Projektes

Die Beobachtung wurde am 19. April 2017 in der Zeit von 9 bis 9:20 Uhr durchgeführt. Die 22 Kinder der Hasenklasse sitzen im Morgenkreis. Kind B. erzählt, dass seine Mutter aus Deutschland kommt sein Vater aber aus Libanon stammt. Er sagt, dass er deshalb beides ist. Die Klasse bespricht gerade, welche Kinder nicht deutscher Herkunft sind. Kind B. erzählt, dass er in Berlin geboren ist. Die Lehrerin Frau M fragt daraufhin Kind B.: „Wie ist es für dich arabisch und deutsch zu sein?“ Kind B antwortet, er findet es toll. Anschließend erklärt er aber, dass es manchmal komisch ist, weil die anderen Kinder fragen ob er arabisch oder deutsch ist. Frau M. fragt: „Also fühlst du dich dann nicht gut? “ Kind B antwortet: „Ich fühle mich nicht gut, aber auch nicht schlecht. Ich fühle mich hmmm, weiß nicht.“ Kind B lächelt.

Daraufhin fragt Frau M. wie es den anderen Kindern geht, die ebenfalls Eltern haben die aus einem anderen Land kommen. 17 Kinder melden sich und rufen während sie sich melden cool und gut. Frau M. sagt: „Wir müssen über Kind S. sprechen.“ Anmerkung: Kind S. ist ein Kind mit einer geistigen Einschränkung. Sie hat leichten Autismus. Zudem auch eine Konzentrationsschwäche. Deshalb hat sie eine Integrationserzieherin im Schulalltag und Hortbereich an ihrer Seite. Kind S. benutzt immer ein Sitzkissen damit sie keine Schmerzen beim Sitzen bekommt. Da sie durch ihre Konzentrationsschwäche oft mit dem Stuhl kippelt. Frau M sagt, dass sie gesehen hat, dass andere Kinder das Kissen von Kind S. benutzen. „Wisst ihr, warum nur Kind S das Kissen benutzen darf?“, fragt Frau M. Ja, sagt Kind E. Währenddessen meldet sie sich. Kind S. braucht es, sonst geht es ihr schlecht. Darum ist Frau Em. (gemeint ist die Integrationserzieherin), immer bei ihr. So wie bei Kind C.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen von Inklusion an Grundschulen aus der persönlichen Erfahrungsperspektive der Autorin und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den notwendigen Voraussetzungen für ein gelingendes inklusives Miteinander.

2. Was bedeutet Inklusion an Grundschulen in Bezug auf die Arbeit mit den Eltern?: Dieses Kapitel analysiert die Rolle der Elternarbeit, die durch Ängste, sprachliche Barrieren und mangelnde Ressourcen erschwert wird, wobei eine stärkere Einbindung und Empathie gefordert werden.

3. Was ist Identität?: Hier werden psychologische und soziologische Theorien zur Identitätsbildung vorgestellt, insbesondere das Fünf-Säulen-Modell und die Raumachsentheorie, um deren Bedeutung für schulisches Lernen zu verdeutlichen.

4. Die Moral des Menschen: Das Kapitel befasst sich mit den philosophischen Grundlagen moralischer Urteilsbildung und der Notwendigkeit, individuelle Bedürfnisse in gesellschaftliche Regeln zu integrieren.

5. Die Doppelmoral: Es wird erörtert, wie individuelle und gesellschaftliche Werte im Schulalltag kollidieren, wenn institutionelle Anforderungen nicht mit der moralischen Einstellung der Lehrkräfte übereinstimmen.

6. Die Beobachtung zur Entstehung des Projektes: Dieser Abschnitt dokumentiert die praktische Durchführung eines Projekts mit Grundschulkindern unter Verwendung einer Hörgeschichte (Elea Eluander) zur Förderung von Inklusion und moralischem Verständnis.

7. Anschließendes Fazit: Das Fazit fasst die Projektergebnisse zusammen und stellt fest, dass Inklusion an Grundschulen durch emotionale Identifikation und Begleitung gelingen kann, jedoch ausreichende finanzielle und personelle Ressourcen erfordert.

Schlüsselwörter

Inklusion, Grundschule, Identitätsbildung, Elternarbeit, Doppelmoral, Hörgeschichte, Soziale Kompetenz, Moral, Integration, Heterogenität, Pädagogik, Raumachsentheorie, Kindesentwicklung, Wertvorstellungen, Förderbedarf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die komplexen Anforderungen an Inklusion an Grundschulen und beleuchtet dabei sowohl die strukturellen Probleme in der Elternarbeit und im Kollegium als auch die individuelle Identitäts- und Moralentwicklung bei Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Inklusion, die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule, Theorien der Identitätsbildung sowie die moralische Erziehung von Kindern im inklusiven Setting.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Inklusion an Grundschulen kein Selbstläufer ist, sondern unter spezifischen Voraussetzungen wie ausreichender Personaldecke, Empathie und gezielter pädagogischer Begleitung gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur zur Inklusions- und Identitätspädagogik basiert die Arbeit auf einer qualitativen Beobachtung und Reflexion eines selbst durchgeführten Projekts in einer Grundschulklasse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Identität, Moral, Doppelmoral) als auch praktische Erfahrungen (Praktikum an einer Inklusionsschule) sowie die Konzeption, Durchführung und Auswertung eines konkreten Projekts zur Inklusionsförderung mittels einer Hörgeschichte dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind insbesondere Inklusion, Identitätsbildung, Elternarbeit, Doppelmoral und soziale Kompetenz im schulischen Alltag.

Warum spielt die Raumachsentheorie eine wichtige Rolle in diesem Projekt?

Die Raumachsentheorie wird genutzt, um zu erklären, wie Kinder über ihre unmittelbare Umgebung (Zuhause, Schule, Klassenzimmer) Identität entwickeln und wie sich die Erweiterung ihres Radius durch schulische Räume auf ihre soziale Rolle auswirkt.

Wie reagieren die Kinder im Projekt auf das Thema Inklusion und Behinderung?

Die Kinder zeigten durch die Identifikation mit den Charakteren der Hörgeschichte eine hohe Empathiefähigkeit und begannen, eigene moralische Wertvorstellungen in Bezug auf Ausgrenzung und gegenseitige Hilfe aktiv zu reflektieren.

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Details

Titel
Inklusion an Grundschulen. Herausforderungen, Vorurteile und die Bedeutung der Erziehung
Autor
Jessica Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
31
Katalognummer
V1406324
ISBN (PDF)
9783346959638
ISBN (Buch)
9783346959645
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inklusion grundschulen herausforderungen vorurteile bedeutung erziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Müller (Autor:in), 2017, Inklusion an Grundschulen. Herausforderungen, Vorurteile und die Bedeutung der Erziehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1406324
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Leseprobe aus  31  Seiten
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