Heinrich III. - Selbständigkeit und Mitregentschaft unter Konrad II.


Hausarbeit, 2002

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Sicherung der Thronfolge Konrads II

Die Krönung Heinrichs

Der Anteil Heinrichs an den Angelegenheiten des Reiches

Heinrich: König von Burgund

Schlussbemerkungen

Literaturhinweise

Einleitung

In diesem Kurzaufsatz werde ich mich mit der Entwicklung des jungen Heinrichs unter seinem Vater, Konrad II., beschäftigen.

Hierbei werde ich darauf eingehen, wie sich Heinrich, nach dessen Krönung, an den Reichsgeschäften beteiligt, und in wie weit man von einer Mitregentschaft sprechen kann.

Weiterhin werde ich die Schritte Heinrichs in die Selbständigkeit darlegen und auch darauf eingehen, wie er zum Herrscher geformt wurde und wer daran beteiligt gewesen ist.

Der Zeitraum, welchen ich in meine Betrachtungen einbeziehen werde, reicht von der Designation zum König 1026 bis zum Antritt der selbständigen Herrschaft im Jahre 1039.

Sicherung der Thronfolge unter Konrad II.

Als Konrad II. im Februar 1026 das Heer in Augsburg für den Italienfeldzug sammelt, sah er es an der Zeit, dass die Thronfolge geregelt werden müsste.

Für den Fall seines Todes bestimmte er, mit Zustimmung der Fürsten, seinen Sohn Heinrich zum Nachfolger. Dies war insofern bemerkenswert, da dies knapp anderthalb Jahre nach der Thronbesteigung Konrads II. stattfand. Mit der „designation pro futuro“, des knapp neunjährigen Heinrichs, zeigt sich deutlich, wie gut Konrad II. seine Stellung im Reich gefestigt hatte. Dies beruhte nicht nur auf seiner Entschlossenheit oder dem Diplomatischen Geschick Konrads II., sondern auch auf dem hohen Ansehen und dem Vertrauen, das ihm die Mehrheit der Deutschen entgegenbrachte. Durch diese schnellen Erfolge im Reich erschien es Konrad richtig, den Fortbestand der salischen Dynastie zu sichern.

So kam es also zu Designation Heinrichs.

Für die Dauer des Italienfeldzugs ließ er Heinrich in der Obhut des Bischofs Bruno von Augsburg, des Bruders Heinrichs II., welcher der Vorgänger Konrads II. war, zurück. Heinrich war nun faktisch Reichsverweser und übte die Regentschaft aus. (Boshof 2000, S. 46)

Nach der Rückkehr aus Italien im Juni 1027 hielt der Konrad II., der nun zum Kaiser gekrönt war, in Regensburg einen Hoftag ab. Auf diesem ernannte er einen neuen Herzog für Bayern, da dessen Herzog, Heinrich V., im Vorjahr gestorben war. Er überging hierbei nicht das Wahlrecht der Adeligen Bayerns, dennoch fiel es ihm, aufgrund seiner stark gefestigten Autorität, nicht schwer, seinem Sohn Heinrich zur Wahl zu verhelfen. Somit schuf er dem jungen Heinrich, dem designierten deutschen König, eine starke Machtbasis. Kurz darauf wurde Heinrich noch Anwärter auf die Krone von Burgund. Sämtliche Amtsübertragungen, Vertrauensbeweise und Ehrungen ließ Konrad II. durch Wahl, Akklamation oder Huldigungen im vollen Einverständnis mit Adel und Geistlichkeit vornehmen oder bestätigen. Nun fehlte Heinrich nur noch die Salbung zum König.

Die Krönung Heinrichs

Frühzeitige Erhebung des Thronfolgers war im Europa des 10. und 11. Jhd. nicht ungewöhnlich. Von den westlichen Kaisern hatte jedoch nur Otto II. zu Lebzeiten seines Vaters die Krone getragen. Die Herrscher von Byzanz dagegen, erhoben oft zu ihrer Unterstützung Verwandte auf den Thron. Münzen und Bullen, welche zur Beglaubigung von Urkunden verwendet wurden, zeigen oft das Bildnis des Herrschers und des mitgekrönten Helfers. Eine der ersten Kaiserbullen Konrads zeigt auf der Rückseite das Bildnis des Sohnes mit der Aufschrift: „Heinricus spes imperii“ – Heinrich die Hoffnung des Reiches. Diese Hervorhebung auf der Bulle mit dem Hinweis auf das Imperium, welchen man eher als ungewöhnlich betrachten darf, stellte Heinrich schon jetzt unter den Glanz des Kaisertums und deutete das Mitkaisertum vorsichtig an. (Boshof 2000, S.53)

Im April 1028 begab sich nun der Kaiser nach Aachen, um, seinen ottonischen Vorgängern folgend, an heiliger Stätte, in der Pfalz Karls des Großen und Münsterkirche den jungen Heinrich, welcher das 11. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte, zum König zu erheben. Da sich später keine Einwände erhoben, muss eine große Anzahl von Adligen aus allen Stämmen des Reiches anwesend gewesen sein, niemand fühlte sich übergangen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Heinrich III. - Selbständigkeit und Mitregentschaft unter Konrad II.
Hochschule
Universität Leipzig  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Einführung in die Geschichte des Mittelalters
Note
2,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
13
Katalognummer
V14068
ISBN (eBook)
9783638195645
ISBN (Buch)
9783638787666
Dateigröße
404 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heinrich, Selbständigkeit, Mitregentschaft, Konrad, Einführung, Geschichte, Mittelalters
Arbeit zitieren
Marco Sauer (Autor), 2002, Heinrich III. - Selbständigkeit und Mitregentschaft unter Konrad II., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14068

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