In der hier vorliegenden Arbeit geht es um die Erarbeitung eines differenzierten
Einblickes in die Thematik der Lern- und Leistungsmotivation.
Um eine wissenschaftliche Grundlage und ein Verständnis für diese Thematik zu
bekommen, werden im ersten Teil dieser Arbeit die Modelle von Atkinson, Weiner
und Kelley dargestellt und eingeordnet. Anschließend wird die Lern- und
Leistungsmotivation auf ihre Praxiskompatibilität in der Schule hin erörtert.
Gerade in der frühen Adoleszenz und in der Pubertät ist es immens wichtig, die
Schüler anzuregen und stets neue Impulse zu setzen, die die Aufmerksamkeit und
Lernmotivation langzeitlich stabilisieren soll. Der Hauptteil wird sich demnach damit
beschäftigen, wie man die Schüler aktiviert und welche Lehren und Konsequenzen
aus den vorgestellten Modellen zu ziehen sind.
Es wird in diesem Teil dieser Arbeit darum gehen, wie bzw. mit welchen Methoden
die Schüler optimal für den jeweiligen Unterricht motiviert werden können, um so im
Endeffekt bessere Ergebnisse zu erzielen.
Es wird erörtert werden, wie das Konzept der Selbstbestimmung nach Deci und
Ryan mit dem Aufbau von Persönlichkeit, von Lernbereitschaft und Interessen der
Schüler in Zusammenhang steht.
Des Weiteren wird versucht, die Motivationspsychologie einzuordnen und deren
Stellenwert im Schulbetrieb zu beschreiben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Risiko - Wahl - Modell (Atkinson)
3. Attributionsmodell (Weiner)
4. Attributionsmodell (Kelley)
5. Rubikon - Modell
6. Förderung der Lern- und Leistungsmotivation der Schüler
6.1 Interessenentwicklung im Unterricht durch Autonomieunterstützung
7. Schlussbetrachtung
8. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Lern- und Leistungsmotivation und analysiert deren Anwendungsmöglichkeiten im schulischen Kontext, um die Lernbereitschaft und das Wohlbefinden von Schülern nachhaltig zu fördern.
- Darstellung psychologischer Motivationsmodelle (Atkinson, Weiner, Kelley)
- Analyse des Rubikon-Modells zur Handlungssteuerung
- Bedeutung der Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan
- Förderung der Interessenentwicklung durch Autonomieunterstützung
- Praktische Implikationen für eine motivierende Lernumgebung
Auszug aus dem Buch
3 Attributionsmodell (Weiner)
Grundlegend kann man festhalten, dass die Attributionstheorie sich von Atkinsons Modell in der Weise absetzt, dass Menschen doch bestrebt sind, Ereignisse nicht nur bloß zu registrieren sondern auch deren Grund zu erfahren. Es geht also bei dem attribuistischen Ansatz folglich um die Ursachenzuschreibung. Erst solche Ursachenzuschreibungen erlauben, eine Vorhersage über zukünftige Ereignisse zu machen und das Verhalten daraufhin auszurichten. Weiner et al. haben die Bedeutung der Ursachenzuschreibung von Erfolg und Misserfolg für leistungsbezogenes Verhalten erkannt und eine attributionstheoretische Fassung der Leistungsmotivationstheorie formuliert.
Bei der Erstellung dieses Forschungsansatzes gab es vier Ursachenfaktoren, die leistungsbezogenes Verhalten erklären sollten. Internale Faktoren, also personenabhängige Faktoren, sind hierbei Begabung und Anstrengung. Begabung ist zeitresistent, sprich zeitlich überdauernd und kann als Konstante angesehen werden. Anstrengung ist ein im Zeitverlauf sich ändernder Faktor. Als weitere Faktoren werden Aufgabenschwierigkeit und Zufall klassifiziert, die als externale Faktoren zu kennzeichnen sind. Die Schwierigkeit einer Aufgabe bleibt immer gleich, während der Zufall (Glück und Pech) zeitlich höchst variabel ist.
Eine weitere Dimension ist noch zu nennen, die ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die Kausalattribuierung hat. Bei der Lösung einer Aufgabe ist es wichtig für den Probanden, ob der Verlauf kontrollierbar oder nicht kontrollierbar war.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Zielsetzung der Arbeit, einen differenzierten Einblick in die Lern- und Leistungsmotivation zu geben und deren Praxiskompatibilität in der Schule zu erörtern.
2. Risiko - Wahl - Modell (Atkinson): Dieses Kapitel erläutert Atkinsons Verhaltensmodell, das die Tendenz zu Erfolg und Misserfolg als resultierenden emotionalen Konflikt zwischen Annäherungs- und Vermeidungstendenzen beschreibt.
3. Attributionsmodell (Weiner): Das Kapitel behandelt die Ursachenzuschreibung für Erfolg und Misserfolg, wobei zwischen internalen und externalen Faktoren wie Begabung, Anstrengung, Aufgabenschwierigkeit und Zufall unterschieden wird.
4. Attributionsmodell (Kelley): Hier wird das Zusammenwirken verschiedener Ursachen anhand kausaler Schemata beschrieben, unterteilt in multiple notwendige und multiple hinreichende Ursachen.
5. Rubikon - Modell: Dieses Kapitel unterteilt den Handlungsprozess in vier Phasen – von der prädezisionalen Abwägung bis zur postaktionalen Bewertung –, um die Phasen der Zielverfolgung zu veranschaulichen.
6. Förderung der Lern- und Leistungsmotivation der Schüler: Es wird diskutiert, wie die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan genutzt werden kann, um durch Autonomie und Kompetenzstärkung die Lernmotivation zu steigern.
6.1 Interessenentwicklung im Unterricht durch Autonomieunterstützung: Dieses Unterkapitel analysiert, wie durch die Vermeidung von Zwang und die Förderung von Mitbestimmung die Interessenbildung bei Schülern nachhaltig positiv beeinflusst werden kann.
7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Integration psychologischer Erkenntnisse über Motivation und Attribution in den Schulalltag essentiell für die persönliche Entfaltung der Schüler ist.
8. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.
Schlüsselwörter
Lernmotivation, Leistungsmotivation, Attributionsmodell, Selbstbestimmungstheorie, Autonomie, Schule, Pädagogik, Handlungsphasen, Intrinsische Motivation, Zielerreichung, Anstrengung, Selbstwirksamkeit, Lernumgebung, Interessenentwicklung, Kausalattribution
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht wissenschaftliche Modelle zur Lern- und Leistungsmotivation und wie diese Erkenntnisse praktisch genutzt werden können, um das Lernen im sozialen Umfeld Schule zu optimieren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen psychologische Theorien zur Verhaltenssteuerung, Kausalattributionen bei Erfolg und Misserfolg sowie Methoden der Autonomieunterstützung im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, ein Verständnis für motivationale Prozesse zu schaffen, um pädagogische Maßnahmen abzuleiten, die Schülern eine positive Entwicklung ihres Selbstkonzepts und ihrer Lernbereitschaft ermöglichen.
Welche wissenschaftlichen Modelle werden analysiert?
Die Arbeit beleuchtet das Risiko-Wahl-Modell von Atkinson, die Attributionsmodelle von Weiner und Kelley sowie das Rubikon-Modell von Heckhausen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Anwendung dieser Modelle in der Schule, insbesondere durch die Förderung der Schüler-Autonomie und die Gestaltung einer interessenförderlichen Lernumgebung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Attribution, Selbstbestimmung, intrinsische Motivation, Leistungsverhalten und Autonomieunterstützung.
Warum spielt die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan eine so wichtige Rolle?
Sie liefert die theoretische Basis dafür, dass die Bedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Einbindung entscheidend für die intrinsische Motivation und ein gesundes Selbstbild sind.
Wie unterscheidet sich die Attribution bei Erfolgsmotivierten und Misserfolgsmotivierten?
Erfolgsmotivierte führen Erfolge meist auf eigene Anstrengung und Begabung zurück, während Misserfolgsmotivierte Erfolge eher dem Zufall zuschreiben und Misserfolge als stabile, unveränderbare Schwäche ihrer Person bewerten.
Was besagt die Metapher des Rubikon-Modells?
Sie beschreibt den entscheidenden Übergang vom abstrakten Wunsch nach einem Handlungsziel zur konkreten Umsetzung, was als Hürde im Handlungsprozess angesehen wird.
Welche konkreten Tipps gibt die Arbeit für den Unterrichtsalltag?
Die Arbeit empfiehlt unter anderem die Integration schülernaher Themen, die Förderung von Mitbestimmung bei der Aufgabenauswahl und den Einsatz von Feedbackrunden, um Autonomie zu unterstützen.
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- Anonym (Author), 2008, Lern- und Leistungsmotivation und ihre Förderung im sozialen Umfeld Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140718