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Gott im Körper begegnen – Aikidō als eine Hilfe zur praktischen Einübung in die Nachfolge Jesu in der heutigen Gesellschaft

Title: Gott im Körper begegnen –  Aikidō als eine Hilfe zur praktischen Einübung  in die Nachfolge Jesu in der heutigen Gesellschaft

Diploma Thesis , 2008 , 149 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Marius Trzaski (Author)

Theology - Practical Theology
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Summary Excerpt Details

Die Frage nach dem Körper des Menschen ist zunächst eine Frage nach der Einheit von Körper-Seele-Geist. Denn nur dann, wenn der Mensch in seiner Gesamtheit, also „ganz“, betrachtet wird, können sein Körper, seine Seele oder sein Geist nicht vonein-ander getrennt und in keiner Weise zum Vorteil oder Nachteil der einen oder anderen Dimension als in sich gespalten gesehen werden. Dieses Phänomen der fragmentierten und gespaltenen Betrachtung des Menschen, das Dürckheim als ein „Krankheitszeichen unserer Zeit“ bezeichnet, dominiert zweifellos die heutige Gesellschaft.
Das Christentum kann mit seiner ganzheitlichen Betrachtung des Menschen als personalem Abbild Gottes dem heute oft zerrissenen Menschen einen Weg anbieten, wieder die ursprüngliche Ganzheit, das Heil, zu finden. Leider ist dieses Bewusstsein von der transformierenden, ganz machenden und Heil bringenden Kraft des christlichen Glaubens trotz der Präsenz und Bekanntschaft der Kirche in unserer Gesellschaft immer seltener vorhanden. Der damit verbundene Werteverlust, der letztendlich den Menschen in seinem Kern, seiner Würde als Kind Gottes mitten ins Herz trifft, bricht wie eine Lawine auf allen Ebenen unserer Gesellschaft ein. Da es aber die grundsätzliche Sehnsucht des Menschen ist, ganz und heil zu sein, wenden sich immer mehr Menschen den östlichen ganzheitlich orientierten Denkansätzen und Heilmethoden zu.
In dieser Diplomarbeit werden deshalb zwei Schwerpunkte gesetzt. Zum einen soll die ganzheitlich christliche Botschaft und darin die Rolle des Körpers wissenschaftlich reflektiert und so das Bewusstsein von dem absolut positiven Wert des ganzheitlichen Denkens im Christentum wieder neu geweckt werden. Zweitens soll die ganzheitliche Betrachtungsweise der fernöstlichen Kampfkunst Aikidō zu der christlichen Botschaft in Beziehung gesetzt werden und, auf die „Zeichen der Zeit“ hörend, als dreifache Hilfe dienen: eine Hilfe, die christliche Botschaft besser zu verstehen und zu erfahren und es als Wert zu erkennen, dass der Körper der Tempel des Heiligen Geistes ist, eine Hilfe, sich in die Nachfolge Jesu praktisch – im biblischen Sinne der Bergpredigt – einzuüben, und eine Hilfe, sich für die tiefere Dimension des Glaubens zu öffnen und den Boden für die Begegnung mit Christus im Sakrament vorzubereiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

VORWORT

0 EINLEITUNG UND ANSATZ DER ARBEIT

0.1 AUFBAU

0.2 ABGRENZUNG

1 GOTT UND KÖRPER IN DER CHRISTLICHEN BOTSCHAFT

1.1 BEGRIFFSKLÄRUNG UND INHALT VON KÖRPER UND LEIB

1.2 DER MENSCH UND SEIN KÖRPER IN DER GANZHEITLICHEN SICHT DER BIBLISCHEN BOTSCHAFT

1.2.1 Zeugnisse aus dem Alten Testament

1.2.2 Exkurs: Begegnung des jüdisch-christlichen Denkens mit dem griechisch hellenistischen Dualismus

1.2.3 Überlieferungen aus dem Neuen Testament

1.2.3.1 Ganzheitliche Sicht der Leiblichkeit bei den Synoptikern

1.2.3.2 Leiblichkeit bei Paulus

1.2.3.3 Fleisch-Menschwerdung Gottes im Johannesevangelium

1.3 Geist-Leib-Personen-Einheit in der Tradition der katholischen Kirche

1.3.1 Leib und Seele als Spannungseinheit bei Thomas von Aquin

1.3.2 Aussagen des II. Vatikanums

2 ANSATZ DES AIKIDŌ

2.1 GESCHICHTLICH-PHILOSOPHISCHER HINTERGRUND VON AIKIDŌ

2.2 AIKIDŌ - ENTSTEHUNGSGESCHICHTE

2.3 AI-KI-DŌ BEGRIFFSKLÄRUNG

2.4 TECHNISCHE GRUNDLAGEN UND PRINZIPIEN

2.5 DAS PRINZIP DES AIKI

2.6 AIKIDŌ UND MEDITATION

2.7 SPIRITUELL-RELIGIÖSE BOTSCHAFT DES AIKIDŌ

3 CHRISTLICHE BOTSCHAFT UND AIKIDŌ

3.1 GANZHEITLICHKEIT

3.2 RESPEKT VOR DER WÜRDE DES MENSCHEN IN SEINER GANZHEITLICHEN DIMENSION

3.3 SPIRITUELL-RELIGIÖSE EBENE

4 AIKIDŌ IM BLICKWINKEL DER PASTORALEN PRAXIS – EINE HILFE ZUR PRAKTISCHEN EINÜBUNG IN DIE NACHFOLGE JESU HEUTE

4.1 NACHFOLGE JESU

4.2 DIE ZEICHEN DER ZEIT

4.2.1 Pluralisierung und Fragmentarisierung

4.2.2 Werteverlust und die Entwürdigung des menschlichen Körpers

4.2.3 Zerstörerische Gewalt als Folge des mangelnden Respekts und der mangelnden Achtung vor der Würde des Menschen und seiner Leiblichkeit

4.3 AIKIDŌ UND DER PASTORAL-PSYCHOLOGISCHE ANSATZ DER SCHLÜSSELMETHODE VON KARL FRIELINGSDORF – EINE ANNÄHERUNG

4.3.1 Pastoral-psychologischer Ansatz der Schlüsselmethode von Karl Frielingsdorf

4.3.1.1 Bedeutung des Körpers im ganzheitlichen Ansatz der Schlüsselmethode

4.3.2 These einer christlichen Deutung der Prinzipen des Aikidō in Annäherung an die Schlüsselmethode

4.3.2.1 Aikidō und Gottesbegegnung

5 RESÜMEE UND AUSBLICK

6 GRAPHISCHE UMSETZUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen der ganzheitlichen christlichen Botschaft und der fernöstlichen Kampfkunst Aikidō, um Aikidō als Methode zur praktischen Einübung in die christliche Nachfolge Jesu in einer modernen, säkularisierten Gesellschaft fruchtbar zu machen.

  • Theologische Anthropologie und die Bedeutung des Leibes im Christentum
  • Philosophische und spirituelle Grundlagen des Aikidō
  • Die Vereinbarkeit von christlicher Spiritualität und Aikidō-Praxis
  • Pastorale Anwendungsmöglichkeiten von Aikidō zur Leib-Geist-Einheit

Auszug aus dem Buch

1.1 Begriffsklärung und Inhalt von Körper und Leib

Trotz der deutschsprachigen Differenzierung der Begriffe ‚Körper‘ und ‚Leib‘ werden diese umgangssprachlich beinahe unterschiedslos verwendet. Wenn auch der Begriff ‚Körper‘ den Leib-Begriff aus der sprachlichen Landschaft weitgehend verdrängt hat, hat der Begriff Körper nicht automatisch alle Bedeutungen des Leib-Begriffs ersetzt. Hier ist an die Verwendung des Leib-Begriffes in Bezug auf den Leib Christi oder bestimmte Komposita wie Unterleib, Mutterleib hinzuweisen. Die Etymologie kennt den Begriff ‚Körper‘, mittelhochdeutsch koerper, körper, als ein seit dem 13. Jh. bezeugtes Substantiv, das aus dem lateinischen corpus, entlehnt wurde und das aus dem 8. Jh. bezeugten Substantive ‚Leib‘ und ‚Leiche‘ ersetzte. Das Wort ‚Leib‘, mittelhochdeutsch lip, lib, ist mit dem Wort ‚Leben‘, das aus dem germanischen leiba stammte, verwandt. Auf den ersten Blick scheint auf Grund der Verwandtschaft des ‚Leib-Begriffs‘ mit ‚Leben‘, ‚Leib‘ dieser Begriff einseitig gegenüber dem Begriff ‚Körper‘ aufgewertet. Jedoch muss differenzierter gesehen werden, dass das Wort corpus, das mit dem althochdeutschen Wort href (Leib, Mutterleib) urverwandt ist, deutlich vom Begriff cadaver, im Sinne von ‚toter Körper‘ zu unterscheiden ist. So deutet die etymologische Rekonstruktion an, dass die beiden Begriffe ‚Körper‘ und ‚Leib‘ eine gemeinsame Wurzel haben.

Zusammenfassung der Kapitel

0 EINLEITUNG UND ANSATZ DER ARBEIT: Hinführung zur Problematik der Körper-Seele-Geist-Spaltung in der modernen Gesellschaft und Vorstellung des Ansatzes, Aikidō als Ganzheitlichkeitsweg zu nutzen.

1 GOTT UND KÖRPER IN DER CHRISTLICHEN BOTSCHAFT: Fundierung der ganzheitlichen Sichtweise des Menschen in der biblischen Offenbarung und der Tradition der katholischen Kirche.

2 ANSATZ DES AIKIDŌ: Historische und philosophische Herleitung des Aikidō sowie eine Erläuterung der technischen und spirituellen Prinzipien.

3 CHRISTLICHE BOTSCHAFT UND AIKIDŌ: Untersuchung der Kompatibilität zwischen der christlichen Botschaft und den Inhalten des Aikidō auf Basis der Ganzheitlichkeit.

4 AIKIDŌ IM BLICKWINKEL DER PASTORALEN PRAXIS – EINE HILFE ZUR PRAKTISCHEN EINÜBUNG IN DIE NACHFOLGE JESU HEUTE: Konkrete Anwendung des Aikidō-Ansatzes in der Seelsorge unter Einbeziehung pastoral-psychologischer Erkenntnisse.

5 RESÜMEE UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung zur Zukunftsfähigkeit des gewählten Ansatzes in der Pastoral.

6 GRAPHISCHE UMSETZUNG: Visuelle Zusammenfassung der Zusammenhänge zwischen Schöpfung, Theologie und pastoraler Praxis.

Schlüsselwörter

Aikidō, Leiblichkeit, Ganzheitlichkeit, christliche Nachfolge, Pastoraltheologie, Schlüsselmethode, Karl Frielingsdorf, Geist-Leib-Personen-Einheit, Leib Christi, Gottesbegegnung, spirituelle Praxis, Inkulturation, Körper-Seele-Geist, Respekt, Menschenwürde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie die fernöstliche Kampfkunst Aikidō als praktisches Instrument dienen kann, um den Menschen in seiner Ganzheit aus Körper, Seele und Geist neu für die christliche Nachfolge Jesu zu sensibilisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verbindet christliche Anthropologie, biblische Leibtheologie und die fernöstliche Philosophie des Aikidō, um sie in den Kontext der modernen Pastoralpsychologie zu stellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den "Zeichen der Zeit" entsprechend einen Weg aufzuzeigen, wie Menschen durch ganzheitliche Übung wieder zur Einheit mit Gott und sich selbst finden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematisch-theologische und pastoral-psychologische Untersuchung, die durch Experteninterviews mit einem Aikidō-Trainer und einem Benediktinerpater empirisch ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die biblische Anthropologie, die Entstehungsgeschichte des Aikidō, die pastorale Relevanz und die Integration der "Schlüsselmethode" von Karl Frielingsdorf thematisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Ganzheitlichkeit, Aikidō, Leiblichkeit, Nachfolge Jesu und pastorale Praxis.

Wie wird Aikidō pastoral-psychologisch begründet?

Aikidō wird als Übungsweg begriffen, der hilft, Blockaden in der Wahrnehmung des eigenen Körpers abzubauen und den Körper als "Erfahrungsraum Gottes" zu entdecken.

Warum ist der Vergleich mit der Schlüsselmethode wichtig?

Die Schlüsselmethode bietet eine Brücke, um persönliche Erfahrungen aus der Kindheit und emotionale Verfassungen durch die Arbeit am Körper aufzuarbeiten und in eine christliche Sinngebung zu überführen.

Ist Aikidō als christliche Praxis ohne Identitätsverlust möglich?

Ja, laut den Interviewpartnern der Arbeit kann Aikidō mit christlichen Inhalten gefüllt werden, sofern man die ursprüngliche spirituelle Ausrichtung als allgemeine Suche nach Harmonie und Liebe versteht.

Welche Rolle spielt die leibliche Haltung in der Nachfolge?

Eine aufrechte, zentrierte Haltung im Aikidō korrespondiert mit einer inneren Haltung der Offenheit und Selbstachtung, die für den christlichen Glaubensweg als unterstützend angesehen wird.

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Details

Title
Gott im Körper begegnen – Aikidō als eine Hilfe zur praktischen Einübung in die Nachfolge Jesu in der heutigen Gesellschaft
College
Philosophic and Theologic University in Vallendar
Grade
1.0
Author
Marius Trzaski (Author)
Publication Year
2008
Pages
149
Catalog Number
V140737
ISBN (eBook)
9783640489084
ISBN (Book)
9783640488834
Language
German
Tags
Gott Körper Aikidō Hilfe Einübung Nachfolge Jesu Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Trzaski (Author), 2008, Gott im Körper begegnen – Aikidō als eine Hilfe zur praktischen Einübung in die Nachfolge Jesu in der heutigen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140737
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