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Italo Svevos "Una Vita" - Alfonso Nittis Beziehungen zu seiner Mutter und anderen Frauen

Title: Italo Svevos "Una Vita" -  Alfonso Nittis Beziehungen zu seiner Mutter und anderen Frauen

Term Paper , 2003 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tobias Reff (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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Summary Excerpt Details

Svevos Roman „Una Vita“ spielt in der, für die damalige Zeit typischen Welt der Angestellten. Der Hauptprotagonist, Alfonso Nitti, ist ein Landarztsohn. Er ist vom Land in die Stadt gezogen und arbeitet als Bankangestellter. Er hat große Probleme mit mechanischer Arbeit und der Kontrolle derselben durch seine Vorgesetzten. Nitti flüchtet sich in realitätsferne Träume, in denen er die Kontrolle über andere hat und sich keiner mehr, wie er meint, dass es sei, über ihn lustig macht.
„So schuf sich sein Hirn eigene Welten. In diesen Träumen war er der Herr, um den sich alles drehte. Er war ungebunden, reich und glücklich.“

Andere Möglichkeiten dem langweiligen Arbeitsalltag zu entfliehen findet er im privaten Studium von Literatur und Philosophie. Er beginnt ein pompöses Werk zu verfassen, „Die Idee der Moral in der modernen Welt“ mit welchem er allerdings nicht über das erste Kapitel hinauskommt.

Sein dennoch nicht geringes literarisches Wissen ebnet ihm den Weg zum Aufstieg über Annetta Maller, die Tochter seines Chefs. Diese möchte ihn als Koautor für einen, von ihr geschriebenen, Erfolgsroman gewinnen. Allerdings divergieren die Vorstellungen der beiden extrem, so dass Nitti bald seine Idee eines handlungsarmen, aber künstlerisch sehr hochwertigen Antiromans aufgibt und sich dem Stil Annettas anpasst. Nittis Anpassungsfähigkeit wird von Annetta mit einem heimlichen Sexualakt „belohnt“. Allerdings verwehrt ihm seine „Selbstfindungsschwäche“, die dazu führt, dass er sich primär mit sich selbst beschäftigt, das Verständnis der Reaktionen seiner heimlichen Geliebten aus einer ihm fremden sozialen Schicht. Annetta schreibt ihm einen Brief, in dem sie ihm mitteilt, dass sie ihrem Vater alles gestehen werde und ihn auffordert, zu seinem eigenen Schutz für ein paar Wochen zu seiner Mutter zu fahren.
Die halb erzwungene, halb freiwillige Flucht vor dem drohenden Skandal bringt Nitti allerdings keine Erlösung. Er kommt bei seiner Mutter an und muss er feststellen, dass
sie im Sterben liegt. Der langsame Tod der Mutter in einer kleinkarierten ländlichen Welt, versetzt Alfonso einen traumatischen Schock. Damit ist für ihn auch die Hoffnung auf eine mögliche Erholung im ländlichen Idyll zunichte gemacht.

Als er in die Stadt zurückkehrt, ist Annetta mit einem jungen Mann aus ihren Kreisen verlobt. Die Aufforderung des zukünftigen Bräutigams zum Duell öffnet Nitti die Möglichkeit der Flucht in den Selbstmord.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

1.1 „Una Vita“:

1.2 Die Frauenfiguren:

2. Die Rolle der verschiedenen Frauen:

2.1 Die Rolle der Mutter und ihre direkte Einflussnahme auf Alfonsos Leben:

2.2 Indirekte Einflussnahme der Mutter und die Rollen der anderen Frauen:

2.2.1 Alfonso Nitti – Maria:

2.2.2 Alfonso Nitti – Lucia Lanucci:

2.2.3 Alfonso Nitti – Annetta Maller:

3. Schluss:

4. Biografie Svevos:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologische Abhängigkeit des Protagonisten Alfonso Nitti in Italo Svevos Roman „Una Vita“. Im Fokus steht dabei die Frage, wie die dominierende Mutterfigur und andere prägende Frauen Alfonsos Handlungsfähigkeit einschränken und zu seiner existenziellen „Beziehungsunfähigkeit“ sowie seinem narzisstischen Weltbild beitragen.

  • Die Rolle der Mutter Carolina Nitti als bestimmende Konstante.
  • Analyse der Fremdbestimmtheit durch weibliche Bezugspersonen.
  • Psychologische Untersuchung von Nittis Narzissmus und Realitätsflucht.
  • Darstellung von Nittis Versagen in zwischenmenschlichen Beziehungen.
  • Vergleich der Auswirkungen von Mutterbindung und romantischen Verstrickungen.

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Alfonso Nitti – Annetta Maller:

Die intensivste und wohl auch komplizierteste Beziehung Alfonsos ist die zu Annetta Maller, der Tochter seines Chefs.

Die beiden lernen sich kennen, als Alfonso, ein Angestellter ihres Vaters, der Tradition gemäß, in dessen seinen Antrittsbesuch macht. Bei dieser ersten Begegnung, wird das soziale Gefälle zwischen beiden noch sehr deutlich. Alfonso kann dem Gespräch der Anwesenden nicht folgen, hegt aber trotzdem den Wunsch, ein Teil dieser gehobenen Klasse zu sein. „Alfonso lachte laut über diesen Witz, da es ihm nicht gelungen war, mit Worten an diesem Gespräch teilzunehmen. Er hielt es für seine Pflicht, irgendwie zu beweisen, daß er zugehört habe.“

Trotz seines Wunsches benimmt Alfonso sich linkisch und fühlt sich unwohl. Auch gefällt ihm Annetta anfangs gar nicht.

„Annetta war ein schönes Mädchen, obwohl ihm, wie er später zu Miceni sagte, ihr breites und rosiges Gesicht nicht gefiel. Sie war hoch von Gestalt und trug ein helles Kleid, das ihre betonten Formen besonders zur Geltung brachte. Das konnte nicht nach dem Geschmack eines empfindsamen jungen Mannes wie Alfonso sein. Er stellte bei aller Harmonie der Formen fest, daß das Auge nicht schwarz genug und daß das haar nicht gelockt war. Er wußte nicht warum, aber er hätte es so gewollt.“

Dieser erste Eindruck zeigt die Ambivalenz der Beziehung zu Annetta. Einerseits ist sie sofort Alfonsos neues Objekt der Begierde, andererseits stellt er auf Anhieb Mäkel und Fehler an ihr fest.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt den Protagonisten Alfonso Nitti und den thematischen Rahmen der Romananalyse vor.

2. Die Rolle der verschiedenen Frauen: Untersucht die prägende, oft hemmende Wirkung von Mutter- und Frauenfiguren auf die Entwicklung des Protagonisten.

3. Schluss: Fasst Alfonsos Scheitern als „Untauglicher“ zusammen und reflektiert die autobiografischen sowie psychologischen Aspekte des Werkes.

4. Biografie Svevos: Bietet einen tabellarischen Überblick über die Lebensstationen und Schaffensphasen von Italo Svevo.

Schlüsselwörter

Italo Svevo, Una Vita, Alfonso Nitti, Narzissmus, Frauenbild, Mutterbindung, Beziehungsunfähigkeit, Literatur um 1900, Romananalyse, Fremdbestimmtheit, Identitätskrise, italienische Literatur, psychologische Romanstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das zwischenmenschliche Versagen des Protagonisten Alfonso Nitti in Italo Svevos Roman „Una Vita“ unter besonderer Berücksichtigung der einflussreichen Frauenfiguren in seinem Leben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die psychologische Mutterfixierung, der ausgeprägte Narzissmus des Protagonisten, soziale Fremdbestimmtheit sowie die Unfähigkeit, authentische Beziehungen zu führen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Alfonso Nitti durch den Einfluss seiner Mutter und anderer Frauen in eine Lebensunfähigkeit getrieben wird, die sein Handeln und Scheitern maßgeblich determiniert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse des Romans durchgeführt, die durch psychologische Deutungsansätze (Narzissmus, Bindungstheorie) ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der direkten Einflussnahme durch die Mutter sowie die Analyse von Alfonsos gescheiterten Beziehungen zu Maria, Lucia Lanucci und Annetta Maller.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Alfonso Nitti, Narzissmus, Fremdbestimmtheit, Mutterbindung und Beziehungsunfähigkeit.

Warum spielt die Mutter Carolina Nitti eine so zentrale Rolle?

Sie agiert als „bestimmende Konstante“, die selbst aus dem Hintergrund oder über Erinnerungen Alfonsos Selbstbild und seine Beziehungsfähigkeit negativ beeinflusst.

Inwiefern beeinflusst Annetta Maller den Protagonisten?

Annetta fungiert als neues „Objekt der Begierde“, das Alfonsos Narzissmus herausfordert und ihn in ein Abhängigkeitsverhältnis drängt, in dem er seine Identität verliert.

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Details

Title
Italo Svevos "Una Vita" - Alfonso Nittis Beziehungen zu seiner Mutter und anderen Frauen
College
University of Augsburg  (Romanistik)
Course
Italienische Literatur um 1900
Grade
2,0
Author
Tobias Reff (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V14074
ISBN (eBook)
9783638195706
ISBN (Book)
9783638746854
Language
German
Tags
Italo Svevos Vita Alfonso Nittis Beziehungen Mutter Frauen Italienische Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Reff (Author), 2003, Italo Svevos "Una Vita" - Alfonso Nittis Beziehungen zu seiner Mutter und anderen Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14074
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