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Sicherheit im alpinen Skisport

Entwicklung der Unfallzahlen - Tendenzen und Folgen

Title: Sicherheit im alpinen Skisport

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Matthias Müller (Author)

Sport - Theory and Practice
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Die Geschwindigkeit der Sportler auf Brettern nimmt stetig zu. Dies ist vor allem der technischen Weiterentwicklung des Materials
zuzuschreiben. Auch im Breitensportbereich führt der gleiche Grund zu einem Anstieg der durchschnittlichen Fahrtgeschwindigkeit. Doch die Kehrseite des Geschwindigkeitszuwachses ist ein erhöhtes Unfallrisiko. In der Tat fällt es einigen Freizeitsportlern schwer, diese hohen
Geschwindigkeiten zu kontrollieren, da die konditionellen Voraussetzungen fehlen. Die Folge sind Stürze und zum Teil schwere Unfälle.

Gerade in der vergangenen Skisaison entfachte ein
prominentes Beispiel in Deutschland eine heftig geführte Debatte.
Die aktuelle Berichterstattung suggeriert dem Leser, dass es immer gefährlicher wird, sich auf den Skipisten der Alpen zu bewegen. Man könnte der Vermutung erliegen, dass die Gesamtanzahl der Unfälle zunimmt. Scheinbar kommt es auf den Pisten zu erschreckend vielen Zusammenstößen von Skifahrern. Eine solche Kollision überleben dann nur diejenigen, die einen Sturzhelm tragen.

Damit man solche Meldungen richtig einschätzen kann, muss
man folgende Fragen stellen: Steigt die Zahl der Kollisionen auf den Pisten tatsächlich? Ist ein Schneesporthelm beim Skifahren nötig?

Um diese Fragen nüchtern zu beantworten, sollte man sie zunächst einordnen. In der folgenden Diskussion werden wir uns anfangs mit den aktuellen Unfallzahlen beschäftigen.
Damit erhält man einen Überblick. Danach wird sich zeigen, wie groß die tatsächliche Zahl von Kollisionen ist. Im Anschluss soll ein Versuch unternommen werden, die Bedeutung von
Sturzhelmen für den modernen Skifahrer zu erarbeiten. Dabei sollen die Vorteile von Helmen klar formuliert werden.

Es bleibt zusagen, dass die Antworten auf die oben gestellten Fragen in erster Linie nur Relevanz für den deutschen Sprachraum haben. An dieser Stelle wird davor gewarnt, internationale
Verallgemeinerungen zu postulieren, da signifikante landestypische Unterschiede bestehen.
Trotzdem wird es spannend sein zu sehen, ob die eingangs beschriebene Erwartungshaltung, welche durch die Medien generiert ist, von diesen seriösen Statistiken getragen wird. Es ist
allerdings einzusehen, dass im Rahmen dieser Arbeit die Diskussion nicht zum Abschluss gebracht werden kann. Es ist vielmehr im Interesse dieses Aufsatzes einen konstruktiven
Beitrag zu leisten und vielleicht einen Impuls für die fortlaufende Debatte zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Entwicklung der Unfallzahlen im alpinen Skisport

2 Entwicklung der Anzahl der Kollisionsunfälle

3 Entwicklung der Verletzungslokalisation

4 Der Schneesporthelm: eine Antwort auf die Entwicklungen

Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Sicherheitslage im alpinen Skisport vor dem Hintergrund medialer Berichterstattungen über Unfallereignisse. Ziel ist es, objektiv zu klären, ob die Unfallzahlen tatsächlich steigen, wie sich Verletzungsmuster durch technische Entwicklungen im Skisport verändert haben und welche Rolle der Schneesporthelm in diesem Kontext als präventive Maßnahme einnimmt.

  • Analyse der Unfallstatistik und der Entwicklung von Kollisionsunfällen.
  • Untersuchung der Verschiebung von Verletzungslokalisationen am Körper.
  • Diskussion der Auswirkungen technischer Trends (z. B. Carving) auf das Verletzungsrisiko.
  • Evaluation der Bedeutung und Akzeptanz des Schneesporthelms als Sicherheitsausrüstung.
  • Betrachtung aktiver Sicherheitsmaßnahmen und der Bedeutung von Eigenverantwortung.

Auszug aus dem Buch

3 Entwicklung der Verletzungslokalisation

In dem Artikel Verletzungstrends beim Skisport – Schnell und schneidig in die Klinik konnte ein Trend bei den Verletzungen ausgemacht werden. Auch sind nicht die gleichen Körperregionen betroffen, wie noch vor einigen Jahren. So spielten vor 20 Jahren beim Skifahren Frakturen im Unterschenkel- und Sprunggelenksbereich eine viel größere Rolle. Seit dem Einzug fester Skischuhe und besserer Bindungen konzentrieren sich die Alpinskiverletzungen auf die Knie. In den letzten zehn Jahren haben Carvingski den klassischen Alpinski nahezu vollständig von der Piste verdrängt. Seit Carvingski im Trend liegen, ist der Fahrstiel rasanter geworden. Das Fahren auf der Kante erlaubt höhere Kurvengeschwindigkeiten und insgesamt werden Richtungsstabilität und Laufruhe beim Carvingski geringer.

Auch beim Carving ist die häufigste Verletzungsart der Sturz während der Fahrt ohne Fremdeinwirkung. Laut den aktuellen Unfallzahlen stehen wie bisher Kapsel-Band-Verletzungen des Kniegelenks an erster Stelle (33%). Häufiger geworden sind jedoch Verletzungen der oberen Extremitäten, vor allem der Schulter (22%) und Verletzungen im Rumpf-, Hüft- und Oberschenkelbereich (16%). Die Zunahme von Schulter- und Rumpfverletzungen ist unter anderem auf den Einsatz von Kunstschnee und immer härter werdenden Pisten zurückzuführen, aber auch auf höhere Geschwindigkeiten beim Carvingski. Da es beim Carven kein Wegdriften zur Seite mehr gibt, wirkt die Belastung unmittelbar auf die Gelenke. Unebenheiten und Schläge werden direkt auf Sprung-, Knie- und Hüftgelenke sowie die Wirbelsäule übertragen. Damit steigt die Gefahr von Knorpelschäden und Mikrotraumata. Die stärkeren Zentrifugalkräfte beim Carven verlangen mehr muskulären Aufwand, um die Skier auf der Kante zu halten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle öffentliche Debatte über die vermeintliche Zunahme von Skiunfällen und stellt die Forschungsfragen bezüglich der objektiven Unfallentwicklung und der Notwendigkeit des Helmtragens.

1 Entwicklung der Unfallzahlen im alpinen Skisport: Dieses Kapitel wertet Unfallstatistiken aus und stellt fest, dass die Anzahl der Verletzten pro 1.000 Skifahrer langfristig rückläufig ist.

2 Entwicklung der Anzahl der Kollisionsunfälle: Hier wird untersucht, ob Zusammenstöße zugenommen haben; es zeigt sich, dass auch hier ein rückläufiger Trend besteht, wobei Männer häufiger an Kollisionen beteiligt sind.

3 Entwicklung der Verletzungslokalisation: Das Kapitel erläutert, wie sich Verletzungsschwerpunkte aufgrund neuer Skitechniken wie dem Carving von unteren Extremitäten zunehmend auf Rumpf und Schultern verlagern.

4 Der Schneesporthelm: eine Antwort auf die Entwicklungen: Dieser Abschnitt plädiert für die Nutzung von Skihelmen, diskutiert die Tragequoten in den Alpenländern und erörtert die Grenzen einer gesetzlichen Helmpflicht.

Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass die Pisten sicherer geworden sind, betont jedoch die Bedeutung der Eigenverantwortung und der aktiven Sicherheit (z. B. FIS-Regeln) bei gleichzeitigem Schutz durch Sturzhelme.

Schlüsselwörter

Alpiner Skisport, Unfallstatistik, Kollisionsunfälle, Verletzungslokalisation, Schneesporthelm, Carving, Sturzprävention, aktive Sicherheit, passive Sicherheit, Helmtragequote, FIS-Verhaltensregeln, Knieverletzungen, Schulterverletzungen, Eigenverantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Sicherheitslage im alpinen Skisport und prüft kritisch, ob das von Medien suggerierte Bild einer steigenden Unfallgefahr durch objektive Daten gestützt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Entwicklung von Unfallzahlen, die Veränderung der Art und Lokalisation von Verletzungen sowie den Stellenwert von Sicherheitsausrüstung wie dem Skihelm.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist eine nüchterne Einordnung der Unfallrisiken, die Aufklärung über aktuelle Trends im Skisport und die Erarbeitung von Argumenten für eine verbesserte passive und aktive Sicherheit.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt die qualitative Analyse von Primärquellen, insbesondere Unfallberichte von Versicherungen und Fachgesellschaften, sowie die Auswertung relevanter Fachartikel und Stellungnahmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Unfallzahlen, die Betrachtung der Kollisionshäufigkeit, die Verschiebung von Verletzungsmustern durch moderne Fahrstile und die Debatte um die Helmpflicht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Unfallstatistik, Schneesporthelm, Verletzungslokalisation, Carvingski, aktive Sicherheit und Eigenverantwortung.

Welche Rolle spielt die technische Entwicklung für das Verletzungsrisiko?

Durch das Carving-Material werden höhere Geschwindigkeiten ermöglicht, was laut Arbeit zu einer veränderten Belastung der Gelenke und einer Zunahme von Schulter- und Rumpfverletzungen führt.

Ist eine gesetzliche Helmpflicht laut der Arbeit sinnvoll oder umsetzbar?

Der Autor argumentiert, dass eine Helmpflicht schwer umzusetzen und zu kontrollieren wäre, weshalb der Fokus stärker auf Empfehlungen und die Eigenverantwortung der Skifahrer gelegt werden sollte.

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Details

Title
Sicherheit im alpinen Skisport
Subtitle
Entwicklung der Unfallzahlen - Tendenzen und Folgen
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Sportwissenschaft)
Course
Hauptseminar Ski-Alpin
Grade
1,0
Author
Matthias Müller (Author)
Publication Year
2009
Pages
13
Catalog Number
V140760
ISBN (eBook)
9783640479788
ISBN (Book)
9783640479986
Language
German
Tags
Sicherheit Skisport Entwicklung Unfallzahlen Tendenzen Folgen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Müller (Author), 2009, Sicherheit im alpinen Skisport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140760
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