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Migrationshintergrund an deutschen Schulen. Außerschulische Faktoren und Herausforderungen

Titel: Migrationshintergrund an deutschen Schulen. Außerschulische Faktoren und Herausforderungen

Hausarbeit , 2023 , 35 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nura Mokahel (Autor:in)

Pädagogik - Integration
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit wird auf den Grundlagen von Bourdieus Kapitaltheorie und den Erklärungsansätzen von Diefenbach (2006) aufbauen. Persönliche Erfahrungen mit Disparitäten und die hohe Aktualitätsrelevanz dieser Thematik führten zur intensiven Auseinandersetzung mit folgender zentralen Fragestellung: „Inwieweit wirken sich außerschulische Faktoren auf den Bildungserfolg der Schüler*innen mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen aus und welche Herausforderungen ergeben sich dabei?"

Die Arbeit zielt darauf ab, die Ursachen für Chancenungleichheit und die Bedeutsamkeit der zugehörigen Ressourcen der Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund an deutschen Oberschulen zu erforschen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die damit verbundenen Schwierigkeiten und Herausforderungen im Schulalltag gelegt.

Der Text umfasst 7 Kapitel mit einigen Unterkapiteln. Das einleitende Kapitel widmet sich dem Untersuchungsgegenstand und nennt dazugehörige relevante Informationen. Zudem werden die Leitfrage und das Ziel der vorliegenden Arbeit erwähnt, bevor im zweiten Teil die Schule, in der das berufsfelderschließende Praktikum durchgeführt wurde, vorgestellt wird. Im Fokus des dritten Kapitels steht der theoretische Hintergrund. Dieses Kapitel unterteilt sich in vier verschiedene Unterkapitel.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Profil der Praktikumsschule

3. Theoretischer Hintergrund

3.1 Hypothesen

3.2 Terminologie

3.2.1 Migrationshintergrund

3.2.2 Bildungsungleichheit

3.3 Bordieus Kapitaltheorie

3.4 Diefenbachs Erklärungsansätze

4. Forschungsstand

5. Methodisches Vorgehen

6. Ergebnisse

6.1. Herkunft

6.2. Wohnort

6.3. Geburtsort der Schüler und Schülerinnen

6.4. Geburtsort der Eltern

6.5. Muttersprachen

6.6. Wohnsituation

6.7. Akademische Abschlüsse & Berufstätigkeit der Eltern

6.8. Einwanderungsgeneration

6.9. Mehrsprachigkeit

6.10. Deutschkenntnisse

6.11. Institutionelle Diskriminierung

6.12. Rückkehr in die Heimat

6.13. Eigene Gedanken

7. Fazit

8. Reflexion zum Praktikum

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit außerschulische Faktoren den Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund an deutschen Oberschulen beeinflussen und welche Herausforderungen dabei im Schulalltag auftreten. Ziel ist es, Ursachen für Chancenungleichheit und die Bedeutung der verfügbaren Ressourcen zu analysieren.

  • Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf den Schulerfolg
  • Rolle von Kapitaltheorien und Erklärungsansätzen nach Bourdieu und Diefenbach
  • Empirische Untersuchung mittels quantitativer Fragebögen
  • Institutionelle Diskriminierung im Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

3.4 Diefenbachs Erklärungsansätze

In diesem Teil des Forschungsprojektes wird auf die vier verschiedenen Erklärungsansätze zur Benachteiligung von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungswesen von Heike Diefenbach (2010) näher eingehen. An dieser Stelle muss besonders betont werden, dass diese Ausführungen die Hauptindikatoren des Projekts darstellen. Sowohl Diefenbach als auch Bourdieu beziehen sich beide insgesamt darauf, dass bestimmte außerschulische und familiäre Gründe die Ursachen für die Leistungsrückstände der betroffenen Kinder und Jugendlichen sind. Der erste von Diefenbach dargestellte Ansatz bezieht sich auf kulturalistische Erklärungen. Diese umfassen die „traditionellen Werte- und Deutungsmuster“ (Diefenbach 2010, S. 191). Als Beispiel werden hier die Muttersprache, das (ethnische) Umfeld und weitere andere Lebensorientierungen aus der eigenen Kultur dargestellt (ebd.).

Zunächst werden die untersucht, die auf den von Bourdieu beschriebenen Aspekten des kulturellen und sozialen Kapitals in 3.3 basieren. Beide Soziologen stellen fest, dass die begrenzten Ressourcen der Betroffenen zu einer eingeschränkten Investition in die Bildung der betroffenen Kinder und Jugendlichen führen (ebd.). Das niedrige Bildungsniveau der Familie führt dazu, dass sie kaum Zugang zu Literatur haben, selten Einrichtungen wie Museen oder Theater besuchen und im Allgemeinen unzureichende Unterstützung erhalten, wodurch ihnen die Integration erschwert wird (ebd.). Viele Familien haben die Absicht, in Zukunft aus verschiedenen Gründen in ihr Heimatland zurückzukehren, und planen entsprechend voraus. Diefenbach macht unter dem Punkt Erklärungen durch die in der Migrationssituation verfügbaren Handlungsstrategien sichtbar, dass Migranteneltern von ihren Kindern erwarten, dass sie bei der Umsetzung dieses Plans mitarbeiten und sie vor allem finanziell unterstützen. In einigen Ländern erweisen sich die in Deutschland erworbenen Abschlüsse aufgrund wirtschaftlicher oder politischer Umstände als finanziell wenig vorteilhaft (ebd.). Die letzte Ursache betrifft die Effekte des Bildungssystems, wobei der Fokus insbesondere auf direkter und indirekter institutioneller Diskriminierung liegt. Interne Regeln, Gewohnheiten und Abläufe in Schulen führen regelmäßig dazu, dass Schüler und Schülerinnen sowie ihre Familien mit Migrationshintergrund benachteiligt werden. Ein Beispiel dafür ist die Auswahl der Schulen (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung der Thematik der Bildungsungleichheit sowie der zentralen Fragestellung und der Ziele der Arbeit.

2. Profil der Praktikumsschule: Beschreibung der konkreten Praktikumsschule in Berlin-Kreuzberg und ihrer organisatorischen Rahmenbedingungen.

3. Theoretischer Hintergrund: Darstellung soziologischer Theorien und Hypothesen zur Entstehung von Bildungsungleichheit.

4. Forschungsstand: Überblick über existierende wissenschaftliche Literatur und empirische Studien zur Benachteiligung im deutschen Bildungswesen.

5. Methodisches Vorgehen: Erläuterung der Auswahl und Durchführung der quantitativen Befragung mittels Fragebögen.

6. Ergebnisse: Präsentation und statistische Auswertung der erhobenen Daten zu den verschiedenen Indikatoren wie Herkunft, Wohnort und Spracherwerb.

7. Fazit: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf die Ausgangshypothesen.

8. Reflexion zum Praktikum: Subjektive Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Praktikantin und persönlichen Lernprozessen.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, Chancengleichheit, Sozioökonomischer Status, Bourdieu, Diefenbach, Institutionelle Diskriminierung, Schulerfolg, Quantitative Forschung, Integration, Migrationserfahrung, Sozialisation, Kapitaltheorie, Mehrsprachigkeit, Berlin-Kreuzberg

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie außerschulische Faktoren und soziale Rahmenbedingungen den Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund an deutschen Oberschulen beeinflussen.

Welche zentralen Themen werden in der Forschung bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen soziale Schichtung, sprachliche Barrieren, institutionelle Diskriminierung sowie die Auswirkungen des sozioökonomischen Status auf den Bildungsweg.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet, inwieweit sich außerschulische Faktoren auf den Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund auswirken und welche Herausforderungen sich daraus für den Schulalltag ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde ein rein quantitativer Ansatz gewählt; zur Datengewinnung wurden strukturierte Fragebögen bei einer Stichprobe von 33 Schülerinnen und Schülern eingesetzt.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block (Bourdieus Kapitaltheorie, Diefenbachs Ansätze) und einen empirischen Teil, der die Auswertung der Umfrageergebnisse detailliert darlegt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?

Zentrale Begriffe sind Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, Chancengleichheit, institutionelle Diskriminierung und das soziologische Konzept des kulturellen Kapitals.

Warum wurde ausgerechnet eine Schule in Berlin-Kreuzberg für die Untersuchung gewählt?

Der Standort dient als Fallbeispiel für eine integrierte Sekundarschule in einem sozialen Brennpunkt, an der ein sehr hoher Anteil von Schülern mit Migrationsgeschichte unterrichtet wird.

Welches überraschende Ergebnis brachte die Auswertung zur "Rückkehr in die Heimat" hervor?

Entgegen der Theorie von Diefenbach, dass Migrantenfamilien oft eine Rückkehr ins Heimatland planen, ergab die Umfrage, dass die Mehrheit der befragten Jugendlichen ihre Zukunft fest in Deutschland sieht.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Migrationshintergrund an deutschen Schulen. Außerschulische Faktoren und Herausforderungen
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Bildungsüberzeugungen und Bildungserfolge
Note
2,0
Autor
Nura Mokahel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
35
Katalognummer
V1407837
ISBN (PDF)
9783346959799
ISBN (Buch)
9783346959805
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Schule Berlin Migranten Migrationshintergrund Kreuzberg Bildungsüberzeugung Bildungserfolge Chancengleichheit Chancenungleichheit Herausforderungen sozioökonomischen Hintergrund
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nura Mokahel (Autor:in), 2023, Migrationshintergrund an deutschen Schulen. Außerschulische Faktoren und Herausforderungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1407837
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Leseprobe aus  35  Seiten
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