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Hilfeverhalten und attribuierte Hilfemotive. Wann und warum wird Helfen manchmal negativ bewertet?

Titre: Hilfeverhalten und attribuierte Hilfemotive. Wann und warum wird Helfen manchmal negativ bewertet?

Thèse de Master , 2017 , 68 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Willy Schmidt (Auteur)

Psychologie - Psychosociologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss des sozialen Status und die bewusste bzw. unbewusste Veröffentlichung einer Hilfeleistung auf die Unterstützungsintention über die Attribution eines Hilfemotivs als Mediator sowie den Einfluss der Unterstützungsintention auf das Unterstützungsverhalten empirisch zu untersuchen. Eine Bestätigung des in dieser Arbeit aufgestellten theoretischen Modells könnte dazu beitragen die unterschiedliche Bewertung von Hilfeleistungen, also die Frage nach dem wann und warum, zu klären.

In den folgenden Kapiteln werden zunächst der theoretische und empirische Erkenntnisstand über Hilfeverhalten und Hilfemotive sowie der Prozess der Attribution und Stereotypisierung beschrieben. Es folgt ein kurzer Einblick in die Theorie des überlegten Handelns von Fishbein und Ajzen (1975). Weiterhin werden die daraus abgeleiteten Hypothesen und das methodische Vorgehen zur Überprüfung dieser vorgestellt. Im Anschluss folgt die Darstellung und Interpretation der Ergebnisse.

Groza, Pronschinske und Walker (2011) fanden heraus, dass die Quelle einer Information die Attribution eines Motivs beeinflussen kann, welches wiederum einen Einfluss auf die Reaktion eines beobachteten Verhaltens hat. Des Weiteren konnte in Studien gezeigt werden, dass der soziale Status einer Person (vgl. Fiske, Cuddy, Glick und Xu, 2002) und die Art der Veröffentlichung von Informationen (vgl. Groza et al., 2011) einen Einfluss auf die Reaktion Dritter haben können. Die Befunde der Studien liefern Hinweise dafür, dass ein niedriger sozialer Status einer Person und die unbewusste Veröffentlichung von Informationen jeweils zu einer positiveren Reaktion Dritter führen als ein hoher sozialer Status und die bewusste Veröffentlichung von Informationen. In der vorliegenden Studie werden die benannten Befunde zur Beantwortung der Frage „Wann und warum wird helfen manchmal negativ bewertet?“ im Kontext des Hilfeverhaltens untersucht. Erhoben wurden die nach Bierhoff (2002) dem prosozialen Verhalten zugehörigen Motive altruistisches und egoistisches Hilfemotiv sowie die Unterstützungsintention und das Unterstützungsverhalten von 239 Personen. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Ziele

2 Theoretische Grundlagen und empirischer Erkenntnisstand

2.1 Hilfeverhalten und Hilfemotive

2.1.1 Altruistische Hilfemotive

2.1.2 Egoistische Hilfemotive

2.2 Die Bedeutung der Attributionsprozesse im Kontext einer Verhaltensbeobachtung

2.3 Die Bedeutung von Stereotypen

2.4 Intention und Verhalten: Die Theorie des überlegten Handelns

3 Fragestellung und Hypothesen

3.1 Der Einfluss des sozialen Status der helfenden Person und der Veröffentlichung des Hilfeverhaltens auf die Reaktion eines berichteten Hilfeverhaltens

3.2 Die attribuierten Hilfemotive als Mediator für die Reaktion auf ein berichtetes Hilfeverhalten

3.3 Der Zusammenhang zwischen Unterstützungsintention und -verhalten

3.4 Vorstellung des Gesamtmodells

4 Methoden

4.1 Stichprobenbeschreibung und Design

4.2 Untersuchungsmaterialien

4.2.1 Cover-Story

4.2.2 Manipulation des sozialen Status und der Veröffentlichung

4.2.3 Erhebung der Mediatoren altruistisches und egoistisches Hilfemotiv

4.2.4 Erhebung der abhängigen Variablen Unterstützungsintention und -verhalten

4.2.5 Erhebung der Kovariaten

4.3 Ablauf

4.4 Statistische Verfahren

5 Ergebnisse

5.1 Bildung und Anwendung der Skalen nach der Itemkonstellation von Gross (2016)

5.2 Überprüfung der Manipulation

5.3 Überprüfung der Grundannahme

5.4 Überprüfung der Mediationsannahme

5.5 Überprüfung des Zusammenhangs zwischen Unterstützungsintention und -verhalten

5.6 Fortführende Analysen

6 Diskussion

6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

6.2 Interpretation der Ergebnisse

6.3 Methodenkritik

6.4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die psychologischen Mechanismen, die dazu führen, dass Hilfeverhalten trotz seines prosozialen Charakters manchmal negativ bewertet wird. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie der soziale Status der helfenden Person sowie die Art der Veröffentlichung des Hilfsprojekts (bewusst vs. unbewusst) die Attribution von Motiven und in der Folge die Unterstützungsintention durch Dritte beeinflussen.

  • Einfluss des sozialen Status auf die Attributionstendenzen bei Hilfeverhalten.
  • Differenzierung zwischen altruistischen und egoistischen Hilfemotiven als Mediatoren.
  • Effekte der bewussten versus unbewussten Veröffentlichung von Hilfeleistungen.
  • Anwendung der Theorie des überlegten Handelns zur Vorhersage von Unterstützungsverhalten.
  • Methodische Validierung durch ein experimentelles Online-Umfrage-Design.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung von Stereotypen

Der Prozess der Stereotypisierung beschreibt die automatische Aktivierung von Stereotypen, welche von Pendry (2014) als eine kognitive Struktur definiert werden, die „unser Wissen, unsere Überzeugungen und Erwartungen über eine soziale Gruppe von Menschen enthält“ (S. 111). Stereotype können also mit einer positiven oder negativen Wertung belegt sein. Fiske et al. (2002) liefern mit ihrem Modell des Stereotypinhalts („Stereotyp-Content Model“) einen Erklärungsansatz für die emotionale Bewertung einer sozialen Gruppe bzw. eines Stereotyps.

Gemäß dem Modell des Stereotypinhalts erfolgt die Einschätzung sozialer Gruppen auf zwei zentralen Dimensionen: der Wärme- und Kompetenzdimension. Die Wärmedimension bezieht sich darauf, wie kompetitiv eine Gruppe wahrgenommen wird, wobei eine niedrige Ausprägung („kalt“) eine hohe und eine hohe Ausprägung („warm“) eine niedrige Wettbewerbswahrnehmung repräsentiert. Die Kompetenzdimension spiegelt den wahrgenommenen Status der Gruppe wieder, wobei eine niedrige Ausprägung einen niedrigen und eine hohe Ausprägung einen hohen Status repräsentiert. Anders ausgedrückt, beschreibt die Wärmedimension die unterstellte Absicht und die Kompetenzdimension die Fähigkeit, diese umzusetzen. Zusammen ergeben beide Dimensionen ein Vier-Felder-Schema mit jeweils einer niedrigen und hohen Ausprägung (siehe Abbildung 2). Fiske et al. (2002) lieferten empirische Befunde dazu, dass eine jeweils niedrige Ausprägung beider Dimensionen mit negativen Emotionen, wie bspw. Verachtung oder Ärger, assoziiert wird und bezeichnen dies als verächtliches Vorurteil.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Ziele: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Helfen nicht immer positiv bewertet wird, und definiert das Ziel, den Einfluss von sozialem Status und Veröffentlichung auf die Motivattribution empirisch zu untersuchen.

2 Theoretische Grundlagen und empirischer Erkenntnisstand: Das Kapitel beleuchtet Definitionen von Hilfeverhalten, die Unterscheidung zwischen altruistischen und egoistischen Motiven sowie die Rolle von Attribution und Stereotypisierung als Entscheidungsgrundlage für Dritte.

3 Fragestellung und Hypothesen: Hier werden basierend auf der Literatur die konkreten Hypothesen für das zu testende Modell formuliert, insbesondere zur Vermittlerrolle der attribuierten Hilfemotive.

4 Methoden: Es wird die methodische Umsetzung der Online-Umfrage sowie die Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen, einschließlich der Cover-Story und der statistischen Verfahren, detailliert beschrieben.

5 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten, inklusive Manipulationschecks, Überprüfung der Hypothesen durch Regressions- und Mediationsanalysen sowie fortführende Berechnungen.

6 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch interpretiert, methodische Schwächen der Stichprobe und Manipulation diskutiert und Ansätze für zukünftige Forschung aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Hilfeverhalten, prosoziales Verhalten, Altruismus, Egoismus, Attribution, Stereotypisierung, soziale Erwünschtheit, Unterstützungsintention, Online-Umfrage, Mediationsanalyse, sozialer Status, Kelley, Fiske, Batson, Theorie des überlegten Handelns.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit im Wesentlichen?

Die Arbeit untersucht im Bereich der Sozialpsychologie die Frage, warum Helfen nicht immer positiv wahrgenommen wird und unter welchen Bedingungen die Bewertung von Hilfeverhalten negativer ausfallen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Attribution von Motiven (altruistisch vs. egoistisch), den Einfluss des sozialen Status von Helfenden sowie die Auswirkungen von bewusster oder unbewusster Veröffentlichung einer Hilfeleistung.

Was ist die primäre Forschungsfrage oder das Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob der soziale Status und die Art der Veröffentlichung einer Hilfeleistung die Unterstützungsintention Dritter beeinflussen, und zwar durch die Vermittlung (Mediation) der attribuierten Motive.

Welche wissenschaftliche Methode kam zum Einsatz?

Es wurde ein experimentelles Online-Umfrage-Design (2x2-Faktorielles Design) mit 248 Probanden genutzt, um die Reaktionen auf fiktive Berichte über Hilfeverhalten statistisch auszuwerten.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Herleitung der Hypothesen aus bestehenden Theorien wie dem Modell des Stereotypinhalts, der Attributionstheorie und der Theorie des überlegten Handelns sowie die detaillierte statistische Prüfung dieser Modelle.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Hilfsmotive, Attribution, soziale Erwünschtheit, Unterstützungsintention sowie Variablen wie sozialer Status, Stereotype und deren Einfluss auf die psychologische Wahrnehmung von Helfenden.

Warum konnte die Hypothese zum sozialen Status in der Hauptanalyse nicht bestätigt werden?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Manipulation des sozialen Status über den Bekanntheitsgrad eines Sängers nicht effektiv war, was in der Methodenkritik mit einem mangelnden Bezug zur beruflichen Tätigkeit begründet wird.

Welche Bedeutung hat die "Manipulationsgarantie" in den fortführenden Analysen?

Durch einen nachträglichen Ausschluss von Probanden, die die Manipulation nicht korrekt verstanden hatten, konnten in den fortführenden Analysen konsistentere und signifikante Effekte für die Veröffentlichung des Hilfeverhaltens nachgewiesen werden.

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Résumé des informations

Titre
Hilfeverhalten und attribuierte Hilfemotive. Wann und warum wird Helfen manchmal negativ bewertet?
Université
University of Hagen  (Kultur- und Sozialwissenschaften)
Note
2,7
Auteur
Willy Schmidt (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
68
N° de catalogue
V1407839
ISBN (PDF)
9783346959133
Langue
allemand
mots-clé
hilfeverhalten hilfemotive wann helfen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Willy Schmidt (Auteur), 2017, Hilfeverhalten und attribuierte Hilfemotive. Wann und warum wird Helfen manchmal negativ bewertet?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1407839
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Extrait de  68  pages
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