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Die Relevanz des Beobachtens anhand von Handreichungen mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Lese-Rechtschreibschwäche und Fetale Alkoholspektrumstörung

Title: Die Relevanz des Beobachtens anhand von Handreichungen mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Term Paper , 2022 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kim Seidensticker (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Diese Hausarbeit greift die Frage nach der Stellung und Relevanz der Praktik des Beobachtens im Kontext des sonderpädagogischen Bereiches im schulischen Alltag auf. Welche Rolle das Beobachten für die Lehrperson spielt und was hierbei in welchen Lebensbereichen zu beachten ist, wird hierbei im Fokus stehen. Schülerbeobachtung als Kernkompetenz von Lehrpersonen nimmt bei Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine große Relevanz an und bedarf einer
systematischen und kriteriengeleiteten Beobachtung aller Lern- und Entwicklungsprozesse der Schüler. In dieser Ausarbeitung werden exemplarisch die Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) und die Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) als Förderschwerpunkte in den Fokus gerückt. Ein Vergleich dieser Schwerpunkte hinsichtlich der Beobachtung soll zeigen, welche Wichtigkeit die Schülerbeobachtung im (sonderpädagogischen) Schulalltag hat. Anhand von Handreichungen für den
pädagogischen Alltag wird also herausgestellt, welchen Status die Praktik des Beobachtens bei betroffenen Schülern der jeweiligen Störungen hat und auf welche Weise diese durchgeführt werden sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beobachtung im schulischen Kontext

3. Sinn und Zweck von Schülerbeobachtung

4. Überleitung: Die neurologischen Diversitäten

5. Die Lese-Rechtschreibschwäche (LRS)

5.1 Beobachtung bei der LRS

5.2 Die kontinuierliche Beobachtung

5.3 Die gezielte Beobachtung

5.4 Zwischenfazit der Beobachtung bei einer LRS

6. Die Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD)

6.1 Beobachtung bei der FASD

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung und die spezifische Ausgestaltung der pädagogischen Schülerbeobachtung im schulischen Alltag, insbesondere im Kontext sonderpädagogischer Förderbedarfe. Ziel ist es, den Stellenwert dieser Praxis sowie ihre methodische Anwendung anhand der Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) und der Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) kritisch zu beleuchten.

  • Stellung der Schülerbeobachtung als professionelle Kernkompetenz von Lehrkräften.
  • Methoden der Beobachtung (kontinuierlich vs. gezielt) im schulischen Kontext.
  • Analyse der Beobachtungspraxis bei Lese-Rechtschreibschwäche (LRS).
  • Herausforderungen der Beobachtung bei der Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD).
  • Vergleichende Betrachtung der Relevanz dieser Praktik für die individuelle Förderplanung.

Auszug aus dem Buch

5.2 Die kontinuierliche Beobachtung

„Das wichtigste pädagogische Instrument der Diagnose von Lernschwierigkeiten ist die kontinuierliche Beobachtung der […] Schüler im Unterricht […].“

Wie der Name bereits impliziert, beobachtet man Schüler über das gesamte Schuljahr durchgängig, wobei man unbewusst oder bewusst eine Fülle von Informationen über die Schüler aufnimmt. Aus diesen alltäglichen Beobachtungen entsteht ein „nicht genau beschreibbares pädagogisches Gespür“, das heißt, Lehrer verlassen sich hier auf ihre Intuition und Erfahrung, was eine wichtige Grundlage für die pädagogische Diagnostik darstellt. Auch wenn der Lehrer all die beobachteten Informationen nicht schriftlich fixiert, wendet er sie doch unbewusst durch seine Erfahrung im Unterricht an, indem Schüler (auch aus anderen Klassen) miteinander verglichen werden, um sie besser einordnen zu können. Dieses Gespür und diese „Erfahrung kann man nicht lernen, man muss sie machen“.

Im Verlaufe der Beobachtung sollte man die intuitiven Beobachtungen mithilfe von informellen Verfahren kontrollieren. Man verlässt sich nicht mehr ausschließlich auf sein Gespür, sondern stellt bspw. Klassenarbeiten/Lernzielkontrollen, die einen hohen Vergleichswert aufweisen und auf einen bestimmten Lernbereich zugeschnitten werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Schülerbeobachtung als Kernkompetenz von Lehrkräften ein und benennt LRS sowie FASD als zentrale Anwendungsbeispiele der Arbeit.

2. Beobachtung im schulischen Kontext: Das Kapitel definiert Beobachtung als grundlegende berufliche Fertigkeit, die trotz inflationärer Verwendung im Alltag eine wissenschaftlich relevante Praktik darstellt.

3. Sinn und Zweck von Schülerbeobachtung: Hier wird das Erkenntnisinteresse an der Schülerbeobachtung erläutert, das den Übergang von rein verhaltensorientierten Normen zu einem ganzheitlichen Bild vom Kind beschreibt.

4. Überleitung: Die neurologischen Diversitäten: Dieses kurze Kapitel verbindet die theoretischen Grundlagen der Beobachtung mit der Notwendigkeit spezifischer Diagnoseansätze bei neurodivergenten Schülern.

5. Die Lese-Rechtschreibschwäche (LRS): Dieses Kapitel beleuchtet Definitionen der LRS und betont die Wichtigkeit der frühzeitigen Beobachtung sprachlicher sowie motorischer Kompetenzen.

5.1 Beobachtung bei der LRS: Fokus auf der Beobachtung im Vorschul- und Grundschulalter, um Lernschwierigkeiten proaktiv entgegenzuwirken.

5.2 Die kontinuierliche Beobachtung: Erläutert die ganzjährige, intuitive Beobachtung im Unterricht als Basis für pädagogische Diagnostik.

5.3 Die gezielte Beobachtung: Beschreibt ein kontrolliertes Vorgehen bei auftretenden Schwierigkeiten, um gezielt spezifische Problembereiche zu identifizieren.

5.4 Zwischenfazit der Beobachtung bei einer LRS: Zusammenfassung der Vorteile der Beobachtung als flexibles und zielführendes Instrument zur Anamnese.

6. Die Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD): Dieses Kapitel stellt Symptome der FASD dar und thematisiert die Herausforderungen für den Schulalltag.

6.1 Beobachtung bei der FASD: Erörtert die Notwendigkeit, bei Kindern mit FASD Schwachpunkte durch bewusste Beobachtung zu identifizieren, da verbale Fähigkeiten oft kognitive Defizite maskieren.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Beobachtungspraxis für die sonderpädagogische Förderung zusammen und vergleicht die Ansätze bei LRS und FASD.

Schlüsselwörter

Schülerbeobachtung, Sonderpädagogik, Lese-Rechtschreibschwäche, LRS, Fetale Alkoholspektrumstörung, FASD, pädagogische Diagnostik, kontinuierliche Beobachtung, gezielte Beobachtung, Neurodivergenz, Förderplanung, Lehrerhandeln, Inklusion, Schulentwicklung, Schulpraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Praxis der Schülerbeobachtung durch Lehrkräfte, um Lernprozesse und Entwicklungsbedarfe von Schülern, insbesondere im sonderpädagogischen Kontext, besser einschätzen zu können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die theoretische Fundierung des Beobachtens im Schulalltag sowie zwei spezifische sonderpädagogische Förderschwerpunkte: die Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) und die Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD).

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Status und die Relevanz der Beobachtungspraktik bei der individuellen Förderung betroffener Schüler hervorzuheben und aufzuzeigen, wie diese Methode zur Verbesserung pädagogischer Strategien eingesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse, indem sie ausgewählte Handreichungen für Lehrkräfte analysiert und die darin beschriebenen Beobachtungsverfahren systematisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der Begriff und der Zweck der Beobachtung geklärt. Danach erfolgt eine detaillierte Analyse der Beobachtungsmethoden bei LRS (kontinuierlich vs. gezielt) sowie eine Untersuchung des Umgangs mit Schülern, die eine FASD aufweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Schülerbeobachtung, pädagogische Diagnostik, LRS, FASD und sonderpädagogische Förderung bestimmt.

Warum ist bei der LRS eine Unterscheidung zwischen kontinuierlicher und gezielter Beobachtung wichtig?

Die kontinuierliche Beobachtung bietet einen ganzheitlichen Überblick im Alltag, während die gezielte Beobachtung notwendig ist, um bei spezifischen Schwierigkeiten präzise diagnostische Erkenntnisse für die individuelle Förderung zu gewinnen.

Welche besondere Herausforderung ergibt sich bei der Beobachtung von Schülern mit FASD?

Eine zentrale Herausforderung besteht darin, dass gut ausgeprägte verbale Fähigkeiten der Schüler kognitive Einschränkungen überdecken können, was ohne gezielte Beobachtung zu einer Überschätzung der Kompetenzen durch die Lehrkraft führt.

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Details

Title
Die Relevanz des Beobachtens anhand von Handreichungen mit sonderpädagogischem Förderbedarf
Subtitle
Lese-Rechtschreibschwäche und Fetale Alkoholspektrumstörung
College
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Erziehungswissenschaft)
Course
Pädagogische Praktiken und ihre Theorie
Grade
1,3
Author
Kim Seidensticker (Author)
Publication Year
2022
Pages
16
Catalog Number
V1407947
ISBN (PDF)
9783346965431
ISBN (Book)
9783346965448
Language
German
Tags
Praktik Beobachten sonderpädagogik Lese-rechtschreibschwäche Fetale Alkoholspektrumstörung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kim Seidensticker (Author), 2022, Die Relevanz des Beobachtens anhand von Handreichungen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1407947
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