Auf der gesamten Erde könnte kein einziges Lebewesen existieren, wenn einzelne Körperzellen nicht ununterbrochen Informationen austauschen würden. Der notwendige stetige Austausch von Informationen sorgt für Interaktionen zwischen zweien oder mehreren Parteien, was man nicht nur in der menschlichen oder tierischen Zellteilung vorfindet. In unseren Körpern herrschen unweigerlich Interaktionsprozesse, jedoch läuft auch außerhalb von unserem Körper Interaktion ab. Wenn man von Menschen umgeben ist, kommuniziert man mit ihnen, ob es nun nonverbal oder verbal abläuft, man kommuniziert ständig mit der Umwelt um sich herum, auch wenn man es gar nicht aktiv beabsichtigt.
Zunächst wird Kommunikation als Begriff definiert, wobei der Versuch angestellt wird, Kommunikation im Allgemeinen fassbarer zu machen, ohne sich primär auf Mensch oder Tier zu fokussieren. Im Anschluss daran erfolgt jeweils das spezielle Augenmerk auf menschliche Kommunikation und Kommunikation von Tieren im Allgemeinen, wonach die Spezialisierung auf Menschenaffen und Bienen erfolgt. Die Kommunikation der Menschenaffen und Bienen wird vergleichsweise kurz gehalten. Nachdem die Kommunikation der Menschen, Menschenaffen und Bienen dargelegt wurde, wird ein Vergleich angestellt. Hierbei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bezug auf die Kommunikationsform dargestellt und im Anschluss daran erfolgt ein Fazit, welches Bezug zur Ausgangsfrage nimmt und zusammenfassend die wichtigsten Punkte erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kommunikation
3. Menschliche Kommunikation
4. Tierische Kommunikation
5. Kommunikation der Menschenaffen
6. Kommunikation der Bienen
7. Vergleich der Kommunikationen
8. Zusammenfassung
9. Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Kommunikation zwischen Menschen, Menschenaffen und Insekten (am Beispiel der Bienen) zu untersuchen, um zu ergründen, ob abstrakte Gemeinsamkeiten über verschiedene Arten hinweg existieren.
- Definition und Grundlagen von Kommunikation
- Analyse nonverbaler Kommunikationsformen
- Kommunikationsweisen von Menschenaffen
- Informationsübermittlung bei Bienen (Schwänzeltanz)
- Komparativer Vergleich der verschiedenen Kommunikationssysteme
Auszug aus dem Buch
6. Kommunikation der Bienen
Da die Biene ein Insekt ist, kommuniziert sie aufgrund ihrer begrenzten Möglichkeiten auf eine andere Art als Säugetiere, beziehungsweise Menschen. Bienen leben in ihrem Bienenstock, sind also ebenfalls keine Einzelgänger. Umso wichtiger ist es also, sich auch in einer großen Gruppe durch Kommunikation zu organisieren. Wenn eine Futterquelle in der Nähe des Bienenstocks gefunden wurde, kommunizieren Bienen nach der Heimkehr in den Stock mit beschäftigungslosen Bienen, indem sie Rundtänze aufführen (s. v. Frisch 1951:9). Wenn die Nahrungsquelle weiter als 100 Meter entfernt liegt, zeigen Bienen dies mithilfe des sogenannten Schwänzeltanzes (s. ebd.). Dieser zeigt mit einer erstaunlichen Genauigkeit die Entfernung und Richtung der potenziellen Nahrungsquelle, sodass Artgenossen die Nahrung schnell finden können (s. ebd.).
Der Blütenduft, der für jede Blume speziell ist, haftet an der kommunizierenden Biene, sodass Stockgenossen wissen, nach welchem Duft sie draußen zu suchen haben (s. ebd.). Wenn die Blüten reichlich Nektar bieten, fliegen die sammelnden Bienen tanzend in den Stock zurück, um immer mehr Genossen zum Sammeln aufzufordern. Schließlich sammeln so viele Bienen Nektar, dass das Futter wieder knapp wird. Wenn nicht mehr Nahrung vorhanden ist, tanzen die heimkehrenden Bienen nicht mehr und signalisieren den übrigen Bienen hiermit, dass sie nicht mehr losfliegen müssen (s. ebd.). Bienen kommunizieren also mithilfe von Rhythmus und Tempo der Rund- oder Schwänzeltänze und fordern Stockgenossen zum Losfliegen auf. Diese nehmen den Duft, welcher an der kommunizierenden Biene haftet, auf und suchen nach ebendieser Pflanze. Mithilfe dieser nonverbalen Signale wissen Artgenossen über die Art der Nahrung, die Entfernung und Richtung und wie viel von der Nahrung noch vorhanden ist, Bescheid.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Kommunikation bei Lebewesen ein und formuliert das Ziel der Hausarbeit, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Mensch, Menschaffen und Bienen zu untersuchen.
2. Kommunikation: Dieses Kapitel definiert Kommunikation als informationsübertragenden Austausch zwischen Individuen und erläutert deren grundlegende Funktionen und Formen.
3. Menschliche Kommunikation: Hier wird die menschliche Kommunikation als ein komplexes Phänomen beschrieben, das weit über den reinen Austausch von Wörtern hinausgeht und stark auf nonverbalen Elementen basiert.
4. Tierische Kommunikation: In diesem Teil wird die Bedeutung nonverbaler Signale bei Tieren für die soziale Organisation in Gruppen dargestellt.
5. Kommunikation der Menschenaffen: Dieses Kapitel analysiert, wie Menschenaffen durch Mimik, Gestik und körperliche Merkmale innerhalb ihrer Sozialstruktur kommunizieren.
6. Kommunikation der Bienen: Hier wird das hochspezifische Kommunikationssystem von Bienen erläutert, insbesondere der Einsatz von Rund- und Schwänzeltänzen zur Informationsweitergabe.
7. Vergleich der Kommunikationen: Dieses Kapitel stellt die Kommunikationsformen gegenüber und arbeitet die wesentlichen Differenzen in der Komplexität und den zugrunde liegenden kognitiven Fähigkeiten heraus.
8. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass jede untersuchte Spezies über ein für sie effizientes Kommunikationssystem verfügt, wobei der Mensch durch seine kognitive Komplexität eine Sonderrolle einnimmt.
9. Quellenverzeichnis: Dies ist eine Liste der für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Literatur und Quellen.
Schlüsselwörter
Kommunikation, Menschliche Kommunikation, Tierische Kommunikation, Nonverbale Kommunikation, Sprachproduktion, Kognition, Menschenaffen, Bienen, Schwänzeltanz, Soziale Kompetenz, Informationsübertragung, Vergleichende Analyse, Evolution, Zeichensysteme, Sprachwissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kommunikationsweisen von Menschen, Menschenaffen und Insekten, insbesondere Bienen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die nonverbale Kommunikation, die anatomischen und kognitiven Voraussetzungen für Sprachproduktion sowie die soziale Organisation innerhalb der genannten Spezies.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Es wird erforscht, inwiefern sich die Kommunikation zwischen anatomisch menschenähnlichen Tieren und menschengegensätzlichen Insekten unterscheidet und ob abstrakt gemeinsame Kommunikationsmuster existieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein komparativer Ansatz gewählt, der theoretische Grundlagen der Sprachwissenschaft und Kommunikationstheorie auf die biologischen Gegebenheiten verschiedener Arten anwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Mensch, Menschenaffe und Biene, wobei jeweils spezifische Kommunikationsmerkmale (z.B. der Schwänzeltanz bei Bienen) in den Fokus gestellt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kommunikation, nonverbale Signale, Kognition, Artenvergleich und soziale Interaktion beschreiben.
Wie kommunizieren Menschenaffen im Vergleich zu Insekten?
Während Menschenaffen eine breite Palette an Mimik, Gestik und sozialen Signalen wie Dominanzgebärden nutzen, kommunizieren Bienen hochgradig spezialisiert über Rhythmus und Bewegung (Tänze), um räumliche Informationen zu übermitteln.
Welche Rolle spielt die Sprache des Menschen im Vergleich zur Kommunikation der Tiere?
Sprache ist für den Menschen als kognitives Instrument einzigartig, während bei Tieren Kommunikation primär triebgesteuert und unmittelbar an situative Reize gebunden ist.
- Arbeit zitieren
- Kim Seidensticker (Autor:in), 2020, Menschliche und tierische Kommunikation. Unterschiede zwischen Menschen, Menschenaffen und Insekten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1407954