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Die Kommentarfunktion des öffentlichen Diskurses in sozialen Netzwerken

Título: Die Kommentarfunktion des öffentlichen Diskurses in sozialen Netzwerken

Trabajo Escrito , 2022 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Nina Seebauer (Autor)

Medios / Comunicación - Multimedia, internet, nuevas tecnologías
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Um die Frage zu klären, inwiefern die Kommentarfunktion der sozialen Netzwerke im Internet den deliberativen öffentlichen Diskurs fördert oder verhindert, werden in dieser Arbeit zunächst Fachbegriffe, die essenziell für das Verständnis sind, definiert und erläutert. Anschließend wird die Diskursethik und die „Theorie des kommunikativen Handelns“ des Soziologen und Philosophen Jürgen Habermas beleuchtet.

Bevor auf die Fragestellung dieser Arbeit eingegangen wird, werden zu Beginn einige grundlegend zum Verständnis des Themas bedeutsame Begriffe definiert und erklärt. Der Begriff Soziale Medien wird häufig durch das Synonym „Soziale Netzwerke“ ersetzt und ist eine Übersetzung des englischen „social media“. Es handelt sich hierbei um eine Vielfalt an digitalen Medien, Anwendungen und Technologien, die Nutzern - häufig profilbasiert - ermöglicht, Informationen und Meinungen auszutauschen, zu kommunizieren und als Privatperson oder als Gruppe Inhalte in Form von Text, Bild und Ton zu kreieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Soziale Medien

2.2 Hate Speech

2.2.1 Begegnungs-Öffentlichkeit und Online-Enthemmungseffekt

2.2.2 SIDE-Theorie (Social Identity and Deindividuation Effects)

2.2.3 Trolling

3. Diskursethik nach Jürgen Habermas

3.1 Jürgen Habermas

3.2 „Theorie des kommunikativen Handelns“

3.2.1 Definition Diskurs

3.2.2 Voraussetzungen für einen herrschaftsfreie Kommunikation

4. Online Diskurs – Vereinbar mit der Diskurstheorie?

4.1. Grundgesetz

4.2.Filterblasen und Echokammern

4.3. Fake News

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Kommentarfunktion in sozialen Netzwerken den deliberativen öffentlichen Diskurs fördert oder durch die Verbreitung von Hassrede und Desinformation sowie durch Filterblasen behindert. Dabei wird die Diskurstheorie von Jürgen Habermas als theoretischer Maßstab herangezogen, um die Realität digitaler Kommunikationsräume kritisch zu bewerten.

  • Habermas' Diskursethik als theoretische Grundlage
  • Die Auswirkungen von Hassrede (Hate Speech) und Online-Enthemmung
  • Die Rolle von Algorithmen bei der Bildung von Filterblasen und Echokammern
  • Der Einfluss von Fake News auf die öffentliche Meinungsbildung
  • Die Vereinbarkeit von Online-Debatten mit dem Ideal der herrschaftsfreien Kommunikation

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Begegnungs-Öffentlichkeit und Online-Enthemmungseffekt

Das Zusammentreffen von Gruppen erfolgt online, besonders in Kommentaren oder Foren, meistens zufällig und ungeplant und diese existieren dort als solche nur für einen bestimmten Zeitraum. Diese zeitlich begrenzte Zusammenkunft wird als Begegnungs- oder Encounter-Öffentlichkeit bezeichnet. Die temporären Mitglieder dieser Gruppen sind sich gegenüber meistens anonym oder verfügen über ein Pseudonym, was ihnen die Möglichkeit gibt, selbst zu bestimmen, welche Informationen sie den anderen Teilnehmern preisgeben. Durch das grundsätzliche Bestreben des Menschen, in Gruppen harmonisch und friedlich zu leben, wird die Angst vor sozialer Ausgrenzung oder Isolation verstärkt, sobald er merkt, dass seine eigene Meinung oder seine Haltung zu einem Thema von denen der anderen abweicht. Daraus resultierend versucht sich der Mensch innerhalb der Gruppe anzupassen und neigt schneller zu konformistischem Verhalten.

Die gegebene Anonymität und das Ausbleiben jeglicher nonverbalen Kommunikation (Körperhaltung, Mimik, Gestik, Artikulation, Intonation und Modulation) und die Möglichkeit des schnellen Untertauchens im Internet sinkt die Hemmschwelle, gegen Verhaltensregeln in einer Online-Gruppe zu verstoßen. In der Sozialpsychologie wird das der Online- Enthemmungseffekt genannt und knüpft an die Theorie der Deindividuation an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass die Kommentarfunktion sozialer Netzwerke einerseits Teilhabe ermöglicht, andererseits aber auch Hassrede und Desinformation begünstigt.

2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden zentrale Termini wie soziale Medien, Hate Speech, die Online-Enthemmung, die SIDE-Theorie sowie das Phänomen des Trollings erläutert.

3. Diskursethik nach Jürgen Habermas: Dieses Kapitel stellt die Person Jürgen Habermas sowie seine „Theorie des kommunikativen Handelns“ vor, insbesondere im Hinblick auf die Definition des Diskurses und die Bedingungen herrschaftsfreier Kommunikation.

4. Online Diskurs – Vereinbar mit der Diskurstheorie?: Hier wird die Diskurstheorie von Habermas auf die digitale Realität angewandt, wobei Faktoren wie das Grundgesetz, algorithmische Filterblasen und Fake News kritisch diskutiert werden.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Schwierigkeiten zusammen, die Diskursethik in Zeiten digitaler Schnelllebigkeit umzusetzen, und plädiert für medienpädagogische Aufklärung.

Schlüsselwörter

Soziale Netzwerke, Kommentarfunktion, Diskursethik, Jürgen Habermas, Hate Speech, Online-Enthemmung, Filterblasen, Echokammern, Fake News, Deliberative Demokratie, Meinungsfreiheit, Digitale Kommunikation, Desinformation, Netzkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Hausarbeit?

Die Arbeit analysiert, ob die Kommentarfunktion in sozialen Netzwerken als Werkzeug für einen demokratischen Diskurs fungiert oder diesen durch negative Effekte wie Hassrede und Desinformation untergräbt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Diskurstheorie, den negativen Dynamiken in sozialen Online-Gruppen, der Rolle von Algorithmen bei der Informationsselektion sowie den Auswirkungen auf die politische Debattenkultur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Vereinbarkeit der heutigen Online-Kommunikation mit den Bedingungen einer idealen, herrschaftsfreien Kommunikation nach Habermas zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die Begriffe definiert, die Diskurstheorie von Habermas expliziert und diese auf aktuelle Phänomene des digitalen Raums überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Diskursethik und eine Analyse der Hürden für den Online-Diskurs, inklusive rechtlicher Rahmenbedingungen und psychologischer Effekte wie dem Online-Enthemmungseffekt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Soziale Netzwerke, Diskursethik, Hate Speech, Filterblasen und deliberative Demokratie.

Warum ist laut der Autorin der "Online-Enthemmungseffekt" so kritisch?

Durch die Anonymität und das Fehlen nonverbaler Kommunikation sinkt die Hemmschwelle für Regelverstöße, was den sachlichen Austausch massiv erschwert und Raum für Trolling bietet.

Welchen Einfluss haben Filterblasen auf den Diskurs?

Filterblasen, die durch Algorithmen verstärkt werden, isolieren Nutzer in ihren Ansichten und verhindern den Austausch mit gegensätzlichen Meinungen, was den von Habermas geforderten breiten Diskurs verhindert.

Wie schlägt die Arbeit eine Lösung für die Zukunft vor?

Es wird betont, dass neben technischen Maßnahmen besonders die schulische Bildung und Aufklärung über Desinformation notwendig sind, um die kommunikativen Fähigkeiten und die politische Urteilsbildung zu fördern.

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Detalles

Título
Die Kommentarfunktion des öffentlichen Diskurses in sozialen Netzwerken
Universidad
AMD Akademie Mode & Design GmbH
Curso
Kommunikationsmedien
Calificación
1,3
Autor
Nina Seebauer (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
18
No. de catálogo
V1408027
ISBN (PDF)
9783346959874
ISBN (Libro)
9783346959881
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziale Medien Hate Speech Begegnungs-Öffentlichkeit Online-Enthemmungseffekt SIDE-Theorie Social Identity and Deindividuation Effects Trolling Diskursethik Jürgen Habermas Theorie des kommunikativen Handelns Diskurs Herrschaftsfreie Kommunikation Filterblase Bubbles Echokammer Fake News
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nina Seebauer (Autor), 2022, Die Kommentarfunktion des öffentlichen Diskurses in sozialen Netzwerken, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1408027
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