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Der 33. Höllengesang aus Dante Alighieris "Divina Commedia" - Canto 33 dell`inferno

Title: Der 33. Höllengesang aus Dante Alighieris "Divina Commedia" - Canto 33 dell`inferno

Term Paper , 2008 , 26 Pages , Grade: 1

Autor:in: Corinna Baspinar (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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Gegenstand von Dantes Dichtung ist im Wesentlichen die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Dante Alighieri wollte dem Leser die Moral des Christentums vermitteln. Die Menschen sollten zwischen Gut und Böse unterscheiden können sowie an die Existenz des Paradieses und eine Bestrafung durch die Hölle glauben. In seiner Divina Commedia beschreibt er das Seelenleben der Menschen nach dem Tod. In Dante Alighieris Vorstellung ist das Jenseitsreich in drei sphärische Räumlichkeiten unterteilt, die ebenfalls Teil von Gottes Schöpfung sind (wie die Erde mit ihren Menschen).
Dante sah die Erde, wie im ptolemäischen Weltbild, als Kugel in der Mitte des Universums. Die Erde war seiner Meinung nach das feststehende Zentrum, um welches die neun Himmel, Mond-, Merkur-, Venus-, Sonne-, Mars-, Jupiter- und der Saturnhimmel, kreisen. Danach folgten der Fixsternhimmel und noch weiter der Kristallhimmel, der seine Drehbewegungen direkt aus dem Ort der Gottheit übernimmt und an die anderen Himmel weiterleitet. Ganz außen, quasi als Abschluss, über allen Himmelskreisen befindet sich das Empyreum, der Feuerhimmel und Ort Gottes, der das ganze Universum in Bewegung hält.
Unter Einbezug all dieser Aspekte könnte man die Divina Commedia auch als ein Lehrwerk betrachten.

Die folgende Ausarbeitung bezieht sich gezielt auf den 33. Gesang des Inferno. Auf die Person Dante Alighieris sowie auf das Gesamtwerk, die Divina Commedia, wird nicht näher eingegangen. Innerhalb dieser Ausarbeitung werden beide Begriffe, `das Inferno` (italienisch) und `die Hölle` (deutsche Übersetzung), nebeneinander benutzt. Sie haben jeweils die gleiche Bedeutung und werden willkürlich eingesetzt. Um weiter zu kennzeichnen, ob es sich um den Autor Dante Alighieri handelt oder um die literarische Figur Dante, wird der Autor Dante immer als Autor oder als Dante Alighieri bezeichnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Inferno

3. Der 33. Gesang des Inferno

3.1 Ugolinos Monolog (Inferno 33, V1-78)

3.2 Ugolino und der `Contrapasso`

3.3 Dantes Fluch über Pisa und die Reise geht weiter (V79-118)

3.4 Bruder Alberigo (V118-157)

4. Hintergründe

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den 33. Gesang aus Dante Alighieris „Divina Commedia“ und analysiert die darin enthaltene Episode um den Grafen Ugolino sowie den Verräter Bruder Alberigo im Kontext der göttlichen Rache und menschlichen Sündhaftigkeit.

  • Die symbolische Bedeutung der Eishölle und der „Contrapasso“ als Strafprinzip.
  • Ugolinos Monolog als Reflexion über Schuld, menschliches Leid und den Vorwurf des Kannibalismus.
  • Die literarische Darstellung von Verrat am Vaterland und an Freunden.
  • Der Übergang von historischen Ereignissen zur allegorischen Ebene der Dichtung.
  • Die moralische Verantwortung und das Urteilsvermögen des Lesers.

Auszug aus dem Buch

Ugolinos Monolog (Inferno 33, V1-78)

Ugolino beginnt zu erzählen. Allerdings stellt Ugolino sich selbst eher als Opfer dar denn als Verdammten.

Mit seinen Anfangsworten

„Poi cominciò: `Tu vuo` ch`io rinovelli disperato dolor che `l cor mi preme già pur pensando, pria ch`io ne favelli. (...)`”

(„Divina Commedia“, Inferno XXXIII. Biblioteca Economica Newton, Roma 2006, S. 221, V4-6)

“Dann fing er an: `Du willst, daß ich erneure Die wilden Schmerzen, die das Herz mir drücken Beim denken schon, bevor ich davon rede. (...)“

(„Die göttliche Komödie“, Inferno 33. Reclam, Stuttgart 2001, S. 127, V4-6)

macht er Dante sowie dem Leser klar, dass er, Ugolino, sehr leiden musste. Diese Worte sollen bei Dante und beim Leser wahrscheinlich Mitleid erzeugen, von Reue oder Einsicht seiner eigenen Tat lässt er nichts erkennen. Ugolino schildert seine Sichtweise des Geschehens. Er beginnt damit, dass er, nachdem Ruggieri ihn verraten hatte, von diesem in einen Turm gesperrt wurde. Dieser Turm war nach Ugolinos Gefangenschaft nur noch als der `Hungerturm` bekannt. (Man kann ihn noch heute in Pisa besichtigen.) Er besaß nur einen kleinen Spalt, durch den man nach draußen sehen konnte. Als Ugolino nun dort festsaß und nur mit diesem schmalen Lichtspalt vor Augen, kam ihm ein Traum. Dieser Traum, den Ugolino durch den Spalt zu sehen glaubt, hat etwas von einem Film. Ugolino, beziehungsweise der Leser, wird Zuschauer dieses Films.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Figur Dante Alighieri und die Entstehung seiner „Divina Commedia“ ein, unter Berücksichtigung der mythologischen und weltbildlichen Hintergründe.

2. Das Inferno: Hier wird der Aufbau der Hölle erläutert und die theologische Bedeutung von Schuld, Bestrafung sowie das Prinzip der göttlichen Rache erörtert.

3. Der 33. Gesang des Inferno: Dieses Kapitel bildet das Kernstück und analysiert detailliert die Eisschicht der Verräter sowie das grausame Schicksal des Grafen Ugolino.

3.1 Ugolinos Monolog (Inferno 33, V1-78): Der Fokus liegt auf der Darstellung Ugolinos als Opfer und seinem traumatischen Bericht über die Gefangenschaft und den Hunger im Turm.

3.2 Ugolino und der `Contrapasso`: Diese Sektion untersucht die literarische Strafform des Contrapasso, bei der die Tat das Spiegelbild der Strafe bildet.

3.3 Dantes Fluch über Pisa und die Reise geht weiter (V79-118): Dante verurteilt die Stadt Pisa für das Leid der Unschuldigen und setzt die Reise durch die Eishölle fort.

3.4 Bruder Alberigo (V118-157): Die Begegnung mit Bruder Alberigo verdeutlicht die abscheuliche Natur des Verrats an Freunden, die bereits zu Lebzeiten zur Verdammung führt.

4. Hintergründe: Hier werden die realhistorischen Begebenheiten rund um den Grafen Ugolino della Gherardesca mit den literarischen Darstellungen verglichen.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die zeitlose moralische Dimension der Commedia und die Bedeutung individueller Verantwortung.

Schlüsselwörter

Dante Alighieri, Divina Commedia, Inferno, Ugolino della Gherardesca, Contrapasso, Höllenfinsternis, Verrat, Schuld und Sühne, Hungerturm, Bruder Alberigo, Tolomeagrube, christliche Moral, Literaturanalyse, Eishölle, Pisa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem 33. Gesang von Dantes Inferno und analysiert die erzählerische Gestaltung sowie die moralischen Implikationen der darin enthaltenen Episoden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Darstellung von Verrat, das Konzept der göttlichen Gerechtigkeit, die christliche Ethik sowie die historische Einordnung der Personen Ugolino und Alberigo.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Dante durch die Erzählung den Leser zum Nachdenken über Schuld und moralisches Handeln anregt und das Strafsystem der Hölle literarisch verarbeitet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische Vorgehensweise, kombiniert mit historischen Kontextualisierungen und vergleichenden Betrachtungen von Primär- und Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Ugolinos Monolog, das Strafprinzip des Contrapasso, den Fluch über Pisa und die detaillierte Betrachtung des Verräters Bruder Alberigo.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Contrapasso, Verrat, göttliche Rache, moralische Verantwortung und der allegorische Sinn der Dichtung.

Wie interpretiert die Autorin die Rolle des Grafen Ugolino?

Ugolino wird als eine tragische Figur betrachtet, die Dante bewusst zwischen der Rolle des Täters und des unschuldigen Opfers pendeln lässt, um Mitleid beim Leser zu erzeugen.

Welche Besonderheit weist der Fall von Bruder Alberigo auf?

Besonders ist hier, dass Alberigos Seele bereits im Inferno büßt, während sein Körper auf Erden noch durch einen Teufel bewohnt weiterlebt, was den extremen Grad seines Verrats verdeutlicht.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit zum Thema „aktuelle Bedeutung“?

Die Arbeit schlussfolgert, dass die in der Commedia beschriebene Notwendigkeit einer inneren Transzendenz des Menschen für ein lebenswertes Miteinander auch heute eine universelle und aktuelle Gültigkeit besitzt.

Warum weigert sich Dante im Text, die Tränenkruste von Alberigos Augen zu entfernen?

Dante verweigert die Hilfe, da er durch dieses Handeln die göttliche Gerechtigkeit und die verdiente Strafe des Verräters vor dem Leser bestätigt.

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Details

Title
Der 33. Höllengesang aus Dante Alighieris "Divina Commedia" - Canto 33 dell`inferno
College
University of Kassel
Grade
1
Author
Corinna Baspinar (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V140914
ISBN (eBook)
9783640509799
ISBN (Book)
9783640509744
Language
German
Tags
Dante Alighieri Divina Commedia Die göttliche Komödie Inferno Hölle Canto 33 Gesang 33 Ugolino Alberigo Contrapasso Monolog Gherardesca Hungerturm Tolomeagrube Höllenkreis Branca Doria Teufel Ruggieri
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Corinna Baspinar (Author), 2008, Der 33. Höllengesang aus Dante Alighieris "Divina Commedia" - Canto 33 dell`inferno , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140914
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