Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der „Einführung in die prozessorientierte Portfolioarbeit in einer zweiten Klasse, dargestellt am Beispiel einer Unterrichtseinheit zum Thema „ Der Löwenzahn“.
In diesem Zusammenhang richtet sich der Fokus auf die Frage, ob die Einführung von prozessorientierten Portfolios in einer zweiten Klasse selbstreflektierendes Lernen fördert. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen dabei neben der gesamten Lerngruppe zwei Schülerinnen mit einem eher negativen Selbstbild.
Die Portfolioarbeit steht zurzeit im Mittelpunkt aktueller Tendenzen der „neuen Lernkultur“ und der Öffnung des Unterrichts. In jüngster Zeit wird ihr im Bildungswesen eine zunehmend zentralere Rolle als Entwicklungs- und Leistungsbestimmungsinstrument eingeräumt.
Portfolios werden dabei als ein vielseitig bewährtes Medium der reflexiven Praxis angesehen.
Inhaltsverzeichnis
TEIL I: THEORIE
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER PORTFOLIOARBEIT
2.1 PROZESSORIENTIERTES PORTFOLIO
2.1.1 Zielsetzung
2.1.2 Struktur
2.1.3 Funktion
3. SELBSTREFLEKTIERENDES LERNEN
3.1 SELBSTREFLEXION AUS PÄDAGOGISCHER SICHT
3.2 DIE BEDEUTUNG DES SELBSTKONZEPTES FÜR DAS SELBSTREFLEKTIERENDE LERNEN
3.3 SELBSTREFLEKTIERENDES LERNEN IM UNTERRICHT ANHAND PROZESSORIENTIERTER PORTFOLIOS
TEIL II: PRAXIS
4. INFORMATIONEN ZUR LERNGRUPPE
4.1 ALLGEMEINE LERNVORAUSSETZUNGEN DER LERNGRUPPE
4.2 REFLEXIONSFÄHIGKEIT DER LERNGRUPPE
4.3 ZUR EXEMPLARISCHEN AUSWAHL DER SCHÜLER
4.3.1 Schülerbeschreibung Schülerin A
4.3.1.1 Allgemeine Informationen zur Schülerin A
4.3.1.2 Selbstkonzept von Schülerin A
4.3.2 Schülerbeschreibung Schülerin B
4.3.2.1 Allgemeine Informationen zur Schülerin B
4.3.2.2 Selbstkonzept von Schülerin B
5. DIDAKTISCHE UND METHODISCHE VORÜBERLEGUNGEN
5.1 BEZUG ZUM RAHMENPLAN UND PERSPEKTIVRAHMEN
5.2 BEGRÜNDUNG DER THEMENAUSWAHL
5.3 VORÜBERLEGUNGEN ZUR EINFÜHRUNG DER PORTFOLIOS
5.4 PLANUNG UND ZIELSETZUNG DES VORHABENS
5.5 VERÄNDERTE LEHRERROLLE
5.6 METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN
5.7 MATERIALENTWICKLUNG UND KONZEPTION DES LERNARRANGEMENTS
5.7.1 Portfoliomaterialien
5.7.2 Inhaltsspezifische Materialien zum „Löwenzahn“
5.8 KOMPETENZEINSCHÄTZUNG DER AUSGEWÄHLTEN SCHÜLER
5.8.1 Kompetenzeinschätzung Schülerin A
5.8.2 Kompetenzeinschätzung Schülerin B
6. FALLORIENTIERTE DESKRIPTION UND DOKUMENTATION DER EINFÜHRUNG VON PORTFOLIOARBEIT IN EINER 2. KLASSE
6.1 DURCHFÜHRUNG DES VORHABENS AM BEISPIEL EINER UNTERRICHTSEINHEIT ZUM THEMA LÖWENZAHN
6.2 ALLGEMEINE UND SELBSTREFLEXIONSBEZOGENE BEOBACHTUNGEN
6.2.1 Prozessorientierte Beobachtungen der Lerngruppe
6.2.2 Prozessorientierte Beobachtungen der Schülerin A
6.2.3 Prozessorientierte Beobachtungen Schülerin B
7. DISKUSSION DER ERGEBNISSE UND AUSWERTUNG
7.1 PROZESSORIENTIERTE ENTWICKLUNG DER SELBSTREFLEXION
7.1.1 Lerngruppe
7.1.2 Schülerin A
7.1.3 Schülerin B
8. REFLEXION
9. AUSBLICK FÜR DIE WEITERARBEIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob die Einführung prozessorientierter Portfolios in einer zweiten Grundschulklasse selbstreflektierendes Lernen fördern kann, wobei der Fokus insbesondere auf zwei Schülerinnen mit negativem Selbstbild liegt.
- Grundlagen der prozessorientierten Portfolioarbeit
- Verbindung von Selbstreflexion und Selbstkonzept bei Grundschülern
- Didaktische Konzeption der Unterrichtseinheit "Der Löwenzahn"
- Methoden der Dokumentation und Reflexion von Lernprozessen
- Analyse der Wirksamkeit von Portfolios als Entwicklungsinstrument
Auszug aus dem Buch
2. Theoretische Auseinandersetzung mit der Portfolioarbeit
Der Portfoliobegriff bezeichnet im Bildungsbereich eine zielgerichtete Zusammenstellung von Arbeiten, die den individuellen Lernprozess eines Lernenden in einem oder mehreren Bereichen dokumentieren. Unverkennbar „(…) muss die Beteiligung der/des Lernenden an der Auswahl der Inhalte, der Kriterien für die Auswahl, (…) sowie Hinweise auf die Selbstreflexion der/des Lernenden einschließen.“ Die Kooperation zwischen Lernenden und Lehrenden basiert folglich auf „Kommunikation, Transparenz und Partizipation“.
Das wesentliche Ziel der Portfolioarbeit besteht in der Befähigung zum selbstreflektierenden Lernen, welches als Grundbaustein für die Förderung des eigenverantwortlichen und selbstgesteuerten Lernens sowie für die Selbsteinschätzung der erbrachten Leistungen gilt.
Vielfältige Ideen und Überlegungen haben in die pädagogische Praxis Eingang gefunden und zur Umsetzung zahlreichen Portfolioformen beigetragen. Deren Eingliederung in den schulischen Alltag findet oft im Zusammenhang mit den Bemühungen zur Ausprägung einer „neuen Lernkultur“ Erwähnung. Wesentliches Merkmal dieser Lernkultur ist vor allem die Fokussierung auf den Prozess des Lernens, weniger auf das Lernprodukt. Das impliziert eine verstärkte Berücksichtigung der Bemühungen und des Lernfortschrittes, die einen qualitätsvollen Prozess als Voraussetzung für ein gelungenes Produkt bilden.
Dependent von der Intentionalität kristallisieren sich im Bildungswesen zwei wesentliche Funktionen heraus: Portfolios werden zurzeit primär als Entwicklungs- und/oder als Leistungsbeurteilungsinstrument eingesetzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die Einführung prozessorientierter Portfolios in einer zweiten Klasse zu untersuchen.
2. THEORETISCHE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER PORTFOLIOARBEIT: Erläuterung des Portfoliobegriffs, der Zielsetzung, Struktur und Funktion im Bildungsbereich.
3. SELBSTREFLEKTIERENDES LERNEN: Untersuchung der pädagogischen Sicht auf Selbstreflexion sowie der Rolle des Selbstkonzepts.
4. INFORMATIONEN ZUR LERNGRUPPE: Analyse der Lernvoraussetzungen, der Reflexionsfähigkeit und Auswahl der beiden Fallbeispiele.
5. DIDAKTISCHE UND METHODISCHE VORÜBERLEGUNGEN: Darstellung der Rahmenbedingungen, der Zielsetzung und der Materialkonzeption für die Einheit.
6. FALLORIENTIERTE DESKRIPTION UND DOKUMENTATION DER EINFÜHRUNG VON PORTFOLIOARBEIT IN EINER 2. KLASSE: Dokumentation der Umsetzung am Beispiel des Löwenzahns und erste Beobachtungen.
7. DISKUSSION DER ERGEBNISSE UND AUSWERTUNG: Diskussion der Entwicklung der Selbstreflexion bei der Lerngruppe und den einzelnen Schülerinnen.
8. REFLEXION: Zusammenfassende Betrachtung der Erfahrungen und Voraussetzungen für erfolgreiche Portfolioarbeit.
9. AUSBLICK FÜR DIE WEITERARBEIT: Perspektiven zur weiteren Implementierung von Portfolios und zur Feedback-Kultur.
Schlüsselwörter
Portfolioarbeit, prozessorientiertes Portfolio, Selbstreflexion, Sachunterricht, Grundschule, selbstgesteuertes Lernen, Kompetenzentwicklung, Lernbiografie, Selbstkonzept, Unterrichtseinheit, Löwenzahn, Lernarrangements, Zieltransparenz, Feedback-Kultur, Lernentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung prozessorientierter Portfolios als Instrument zur Förderung des selbstreflektierenden Lernens in einer zweiten Klasse der Grundschule.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Theorie der Portfolioarbeit, die Entwicklung von Selbstreflexionsfähigkeit, die Bedeutung des Selbstkonzepts und die praktische Anwendung im Rahmen einer Unterrichtseinheit zum Thema Löwenzahn.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es zu untersuchen, ob prozessorientierte Portfolios dazu beitragen können, dass Zweitklässler ihr eigenes Lernen bewusster wahrnehmen und realistischer einschätzen lernen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fallorientierte Beschreibung und Dokumentation, die durch gezielte Beobachtungen der Lerngruppe und zweier exemplarisch ausgewählter Schülerinnen gestützt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Portfolioarbeit und zum selbstreflektierenden Lernen sowie einen Praxisteil, der die konkrete Unterrichtsplanung, die Materialentwicklung und die Dokumentation des Unterrichtsvorhabens enthält.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Schlüsselbegriffe sind Portfolioarbeit, Selbstreflexion, prozessorientiertes Lernen, Grundschule, Selbstkonzept und Lernprozessdokumentation.
Wie reagieren die Schülerinnen A und B auf die Portfolioarbeit?
Beide zeigen zu Beginn Unsicherheiten, entwickeln jedoch durch die Struktur des Portfolios und die Rückmeldungen der Lehrkraft zunehmend Sicherheit und eine realistischere Selbsteinschätzung ihrer Arbeiten.
Warum ist das Thema "Löwenzahn" für dieses Portfolio-Projekt gewählt worden?
Der Löwenzahn eignet sich als alltagsnahes Lernobjekt im Schulgelände ideal für Forscheraufträge und die Arbeit am realen Objekt, was den Prozesscharakter des Lernens für die Kinder in der zweiten Klasse greifbar macht.
- Quote paper
- Dorothea Schleider (Author), 2008, Einführung der prozessorientierten Portfolioarbeit in der 2. Klasse. Eine Unterrichtseinheit zum Löwenzahn, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140946