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Fontaines Gönner Foucquet und dessen Würdigung in den Fabeln

Title: Fontaines Gönner Foucquet und dessen Würdigung in den Fabeln

Term Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marlen Niemuth (Author)

Didactics for the subject French - Literature, Works
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„Ce ministre et ce Mécène était […] un mutant préparé par plusieurs siècles de raffinement littéraire du cœur et des sens.“ Mit diesen Worten beschreibt Fumaroli den Finanzintendanten Nicolas Foucquet, der ein großer Mäzen seiner Zeit war und zu dessen Kreis viele namhafte Künstler gehörten. Dass er auch im Leben und Werk des Fabeldichters Jean de La Fontaine eine große Rolle spielt, soll im Rahmen dieser Arbeit dargelegt werden.
Vor allem hinsichtlich seiner literarischen Entwicklung haben Foucquet und die Zeit, die er auf seinem Schloss Vaux-le-Vicomte verbrachte, La Fontaine stark geprägt. Hauptaspekte sind dabei sowohl die Beziehung zwischen den beiden Männern als auch die Einflüsse des Mäzens und seines Schicksals auf die Fabeln des Dichters. Am Anfang steht eine kurze Erläuterung des politischen Aufstiegs und Werdegangs Foucquets, wobei aus Gründen des Rahmens dieser Arbeit nur die wichtigsten Aspekte angesprochen werden. Danach erfolgt eine Einordnung Foucquets in das Mäzenatentum der Zeit, um schließlich im zweiten Teil der Arbeit genauer auf das Verhältnis der beiden Männer zueinander und das Wirken La Fontaines als Auftragsdichter für Foucquet und als politischer Dichter, der aktuelle Ereignisse verarbeitet, eingehen zu können. Ein Schwerpunkt wird dabei der Sturz Foucquets sein.
Der dritte und letzte Teil der Arbeit befasst sich mit der Analyse einiger ausgesuchter Fabeln, in denen eine Auseinandersetzung La Fontaines mit dem Schicksal Foucquets zu finden ist, beziehungsweise in denen eine solche angedeutet wird.
Ziel der Ausführungen ist es, Foucquet als Person und Mäzen zu skizzieren und dessen Wichtigkeit für das Leben und Schaffen La Fontaines herauszuarbeiten. Vor allem aber soll auch die Würdigung Foucquets in den Fabeln verdeutlicht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Hauptteil

I. Zur Person Foucquets

1.1 Politischer Aufstieg und Werdegang

1.2 Foucquet als Mäzen

II. Foucquet und La Fontaine

2.1 Die (Schaffens-) Zeit in Vaux-le-Vicomte

2.2 Der Sturz Foucquets und dessen Auswirkungen auf La Fontaine

2.3 Auswirkungen auf das literarische Schaffen

2.4 La Fontaine als politischer Kritiker?

III. Foucquet in den Fabeln La Fontaines

3.1 „Le renard et l’écureuil“ (inédit)

3.2 „Le lièvre et la perdrix“ (V, 17)

3.3 „Le berger et le roi“ (X,9)

3.4 „Le chêne et le roseau“ (I, 22)

3.5 Weitere Fabeln

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Finanzintendanten und Mäzens Nicolas Foucquet auf das Leben und literarische Werk von Jean de La Fontaine, insbesondere die Verarbeitung von Foucquets Sturz in den Fabeln des Dichters.

  • Politischer Werdegang und Mäzenatentum von Nicolas Foucquet
  • Die persönliche und professionelle Beziehung zwischen Foucquet und La Fontaine
  • Auswirkungen des Sturzes Foucquets auf das literarische Schaffen La Fontaines
  • Analyse ausgewählter Fabeln als verschlüsselte politische Zeitzeugnisse
  • Die Rolle der Fabel als Medium für gesellschafts- und machtkritische Äußerungen

Auszug aus dem Buch

3.1 „Le renard et l’écureuil“ (inédit)

Die Fabel wurde erst nach La Fontaines Tod, zusammen mit neun anderen handschriftlich überlieferten Fabeln, veröffentlicht. Zu diesen gehören unter anderem „Le rat de ville et le rat des champs“ und „Les grenouilles qui demandent un roi“. Damit ist die Verfasserschaft La Fontaines sehr wahrscheinlich. In dieser Fabel sind mit Sicherheit die deutlichsten Anspielungen auf den Fall Foucquet zu finden. Sie beginnt mit der apologischen Moral „ Il ne se faut jamais moquer des misérables, / Car qui peut s’assurer d’être toujours heureux ? “. Diese sehr allgemein gehaltene Moral, wird an einem konkreten Fall verdeutlicht.

Zunächst räumt La Fontaine ein, dass es auch bei Äsop Beispiele dafür gibt, aber dann heißt es „Je ne les cite point, et certaine chronique / M’en fournit un plus authentique“, womit er einen klaren Bezug zu einem aktuellen Ereignis herstellt. Das bedeutet noch nicht, dass er sich auf Foucquet bezieht, aber indem er das Eichhörnchen als Fabeltier wählt wird es expliziter. Das Eichhörnchen war das Wappentier Fouquets zusammen mit dem lateinischen Motto „Quo non ascendam?“ (dt. Bis wohin werde ich nicht heraufsteigen?). Auch das Eichhörnchen der Fabel ist hoch hinaufgestiegen, um sich vor dem Unwetter zu retten. Dass dies für ihn einem Todesurteil gleichkommt, scheint ihm nicht bewusst zu sein. Dem Fuchs hingegen schon, der sich über das Eichhörnchen in einer langen direkten Rede lustig macht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Zur Person Foucquets: Biografie des Finanzintendanten, beleuchtet seinen rasanten Aufstieg, seine Rolle als Mäzen und seinen abrupten Sturz unter Ludwig XIV.

II. Foucquet und La Fontaine: Untersuchung der engen Verbindung zwischen Dichter und Gönner, inklusive des Engagements La Fontaines als Hofdichter und der Folgen des Foucquet-Sturzes für den Dichter.

III. Foucquet in den Fabeln La Fontaines: Detaillierte Analyse spezifischer Fabeln, die als Allegorien für das Schicksal Foucquets und als Kritik an höfischen Machtverhältnissen interpretiert werden.

Schlüsselwörter

Nicolas Foucquet, Jean de La Fontaine, Fabeln, Mäzenatentum, Vaux-le-Vicomte, Absolutismus, Ludwig XIV., Allegorie, Politische Kritik, Sturz, Ehrgeiz, Epikurismus, Literaturgeschichte, 17. Jahrhundert, „Quo non ascendam?“

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselseitige Beziehung zwischen dem französischen Dichter Jean de La Fontaine und seinem Gönner, dem Finanzintendanten Nicolas Foucquet, und untersucht, wie Foucquets Schicksal in La Fontaines literarischem Werk reflektiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Aufstieg und Fall des Mäzens Foucquet, das Mäzenatentum des 17. Jahrhunderts sowie die künstlerische Verarbeitung politischer Ereignisse durch die Gattung der Fabel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Foucquet als prägende Figur für das Schaffen La Fontaines darzustellen und die Würdigung des in Ungnade gefallenen Staatsmannes in den Fabeln des Dichters aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Kontexte mit einer close-reading Interpretation ausgewählter Fabeltexte verknüpft, um politische Bezüge (sog. littérature à clef) zu entschlüsseln.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Skizze Foucquets, die Analyse des Verhältnisses der beiden Männer während und nach der Zeit in Vaux-le-Vicomte sowie die Interpretation konkreter Fabeltexte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den Hauptpersonen Foucquet und La Fontaine sind Schlüsselwörter wie Mäzenatentum, absolutistische Machtstrukturen, politische Allegorie und der Sturz eines Favoriten zentral.

Wie interpretierte La Fontaine den Sturz seines Gönners in den Fabeln?

Der Autor zeigt, dass La Fontaine den Sturz Foucquets allegorisch verarbeitete, indem er ihn beispielsweise mit einem Eichhörnchen (Foucquets Wappentier) oder einem Hirten verglich, wobei er sowohl die Gefahren des Ehrgeizes als auch die Willkür der Macht thematisierte.

Warum ist die Fabel „Le chêne et le roseau“ für diese Arbeit relevant?

Diese Fabel dient als Beispiel dafür, wie La Fontaine das Bild vom Fall der Mächtigen (der Blitz trifft die höchsten Gipfel) nutzt, um explizit auf den Sturz seines Gönners Bezug zu nehmen.

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Details

Title
Fontaines Gönner Foucquet und dessen Würdigung in den Fabeln
College
University of Freiburg  (Philologische Fakultät, Romanisches Seminar)
Course
Die Fabeln Jean de La Fontaines
Grade
1,3
Author
Marlen Niemuth (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V140973
ISBN (eBook)
9783640488766
ISBN (Book)
9783640488919
Language
German
Tags
Fontaines Gönner Foucquet Würdigung Fabeln
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marlen Niemuth (Author), 2005, Fontaines Gönner Foucquet und dessen Würdigung in den Fabeln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140973
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