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Instruktion und Konstruktion bei der Nutzung neuer Technologien im Fremdsprachenunterricht

Title: Instruktion und Konstruktion bei der Nutzung neuer Technologien im Fremdsprachenunterricht

Seminar Paper , 2001 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Gunilla Dorn (Author)

Didactics for the subject English - Pedagogy, Literature Studies
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In dieser Arbeit widme ich mich dem hauptsächlich dem didaktischen Konzept der Konstruktion bzw. des Konstruktivismus und wie Neue Technologien (neue Medien) unter dieser Voraussetzung in den heutigen Unterricht eingebracht werden können. Oder wäre die Frage eher, zu erläutern, ob man durch die neuen Technologien ein neues didaktisches Konzept in den Schulalltag integrieren kann. Ich werde diese Frage im Rahmen dieser Arbeit versuchen zu erläutern.
Doch zunächst stellt sich für manch einen die Frage, ob und warum man überhaupt die vorhandenen Konzepte für Schule überdenken sollte.
Schule kommt so, wie sie jetzt ist, in der heutigen Gesellschaft nicht mehr zurecht. Schule, mit dem einzigen Ziel Wissen zu vermitteln und anzuhäufen, ohne auf die Vermittlungsprozesse einzugehen, geschweige denn den Lernenden in diese mit einzubeziehen, hat in der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft keinen Platz mehr. Da in allen Bereichen der Arbeits- und Sozialgesellschaft nicht mehr zählt, wieviel Wissen und Informationen ich besitze, sondern ob ich in der Lage bin, mir das benötigte Wissen anzueignen, wird die Schule der Zukunft einen großen Anteil daran tragen müssen, die Schüler darauf vorzubereiten in dieser Arbeitswelt einen Platz zu finden.
Eigenmotivation und Selbstverantwortung, Kommunikation und Teamarbeit sowie lebenslanges Lernen werden immer bedeutsamer – Kompetenzen, deren Grundlagen in der Schule gelegt werden müssen. Dazu kommt, daß die neuen Medien einen hohen Einfluß auf die gesellschaftlichen Anforderungen haben: Bildung und Erziehung lassen sich von Medienerziehung kaum noch trennen.
Aufgabe für Lehrer und Lehrerinnen an allen Schulen kann es nur sein, eine neue Lernkultur zu entwickeln, gepaart mit einer neuen Lernumgebung (die zum Teil auch durch die Schulen gewährleistet sein muß), in der und mit der sich Schüler und Schülerinnen zurecht finden und die ihnen das höchste Maß an Entwicklungsmöglichkeiten bietet bzw. die die SchülerInnen auf ein Leben in der Wissensgesellschaft vorbereitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildungstheoretische Voraussetzungen

2.1. Die Wissensgesellschaft

3. Pädagogische Grundannahmen

3.1. Instruktion

3.2. Konstruktion

3.3. Kurzer Vergleich

3.4. Problemorientiertes Lehren und Lernen als Kompromiß

3.5. Grundbausteine eines modernen Fremdsprachenunterrichts

4. Die „Neuen Technologien“

4.1. Eine Typologie

4.2. Einsatzmöglichkeiten der NT in den Unterricht von heute

4.2.1. Textrekonstruktion am Computer

4.2.2. Konkordanzen

4.2.3. Simulationen

5. Bewertung / Ausblick

5.1. Konstruktion durch neue Medien – oder umgekehrt?

5.2. Konsequenzen für die Lehrer(rolle)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Integration neuer Technologien in den Fremdsprachenunterricht unter Berücksichtigung konstruktivistischer Lehr- und Lernkonzepte. Ziel ist es zu erläutern, wie medienbasierte Lernumgebungen eine neue, prozessorientierte Lernkultur fördern und welche Anforderungen dies an die moderne Schule und die Rolle der Lehrenden stellt.

  • Didaktische Konzepte: Instruktion vs. Konstruktion
  • Bedeutung der Wissensgesellschaft für die Schule
  • Typologie und Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien (z.B. Textrekonstruktion, Konkordanzen, Simulationen)
  • Gestaltung problemorientierter Lernumgebungen
  • Veränderung der Lehrerrolle im multimedialen Kontext

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Textrekonstruktion am Computer

Bei der Textrekonstruktion handelt es sich um das bewährte Prinzip des Lückentextes, jedoch am Computer. Es geht bei diesem Übungstypen um das Erschließen bekannter und unbekannter Texte. Durch die Möglichkeit der Interaktivität am Computer erschließt sich ein Vorteil: die Rückmeldung, d.h. Bestätigung oder Korrektur werden direkt im Anschluß an die Übung dem Schüler vermittelt. Diese Art von Programm ist besonders flexibel, da die Übungen für stärkere und schwächere Schüler differenziert werden können (Anzahl der Lücken können variieren) und es kann eine Verbindung zu jedem Thema aufgenommen werden, da jede Art von Text benutzt und eigene Texte editiert werden können. Man kann in Gruppenarbeit oder individuell arbeiten.

A. Cloze-Type Exercise: dies ist der traditionelle Lückentext. Die Anzahl der Lücken ist wählbar, zudem kann der Lehrer gezielt Wörter des Textes streichen, so z.B. Wörter zu einem bestimmten Thema, bestimmte Wortarten, etc. Ein Text, der zu einer solchen Aufgabe gehört, sollte vorher nicht gelesen worden sein.

B. Story Corner / Story Board: diese Übung kann mit oder ohne vorherige Lektüre angewandt werden. Hier geht es darum, einen ganzen Text zu rekonstruieren. Das Thema kann bekannt sein, so daß man einen bestimmten Wortschatz erlernen und festigen kann.

Diese Programme dienen in der Regel der Vertiefung von Inhalten und werden am Ende von Lerneinheiten eingesetzt. Der Lernprozeß bei diesem Medium ist sehr motivationsfördernd für die Schüler, da am Ende der Übung ein fertiger Text zustande kommt. Dies kann zur Vorbereitung eines komplett selbständig verfaßten Textes dienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit, Schule in der Wissensgesellschaft durch eine neue Lernkultur und die Integration neuer Medien zukunftsfähig zu gestalten.

2. Bildungstheoretische Voraussetzungen: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel zur Wissensgesellschaft, der prozessorientiertes Lernen und den Erwerb von Schlüsselqualifikationen anstelle reiner Wissensvermittlung in den Mittelpunkt stellt.

3. Pädagogische Grundannahmen: Hier werden die gegensätzlichen Ansätze von Instruktion und Konstruktion gegenübergestellt und ein problemorientiertes Modell als Kompromiss sowie die Bausteine für modernen Fremdsprachenunterricht entwickelt.

4. Die „Neuen Technologien“: Das Kapitel bietet eine Typologie neuer Medien und illustriert durch konkrete Beispiele wie Textrekonstruktion, Konkordanzen und Simulationen deren didaktischen Mehrwert.

5. Bewertung / Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert, dass neue Technologien nur als Unterstützung für konstruktivistische Unterrichtsformen dienen und skizziert die notwendigen Veränderungen in der Lehrerrolle.

Schlüsselwörter

Fremdsprachenunterricht, Neue Technologien, Konstruktivismus, Instruktion, Wissensgesellschaft, computergestütztes Lernen, prozessorientiertes Lernen, Medienkompetenz, Lernumgebung, Lehrerrolle, Textrekonstruktion, Konkordanz, Simulation, Authentizität, lebenslanges Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die didaktische Einbettung neuer Technologien im Fremdsprachenunterricht und deren Beitrag zu einer konstruktivistisch geprägten Lernkultur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die bildungstheoretischen Anforderungen der Wissensgesellschaft, der pädagogische Vergleich zwischen instruktiven und konstruktiven Lehrmethoden sowie die praxisorientierte Anwendung von Computersoftware.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie digitale Medien als Werkzeuge dienen können, um Unterricht prozessorientierter zu gestalten und die Selbstständigkeit der Lernenden zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die aktuelle didaktische Konzepte analysiert und durch die Vorstellung konkreter Softwarebeispiele für den Fremdsprachenunterricht illustriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Basisannahmen konstruktiver Lernumgebungen, den Grundbausteinen für moderne Fremdsprachenlehre und der konkreten Typologie sowie Einsatzmöglichkeiten von Programmen wie CONTEXTS oder AN ADVENTURE IN LONDON.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fremdsprachenunterricht, Konstruktivismus, neue Technologien, prozessorientiertes Lernen, Medienkompetenz und die veränderte Lehrerrolle.

Wie verändert sich laut Autorin die Lehrerrolle?

Der Lehrer wandelt sich vom reinen Wissensvermittler hin zum Gestalter, Anreger und Unterstützer von Lernprozessen in einer multimedialen Umgebung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Instruktion und Konstruktion für die Autorin wichtig?

Die Autorin argumentiert, dass moderne Schule eine Balance zwischen notwendiger Orientierung (Instruktion) und der aktiven Wissenserschließung durch den Schüler (Konstruktion) benötigt, um "träges Wissen" zu vermeiden.

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Details

Title
Instruktion und Konstruktion bei der Nutzung neuer Technologien im Fremdsprachenunterricht
College
University of Duisburg-Essen  (Anglistik)
Course
CALL
Grade
1,7
Author
Gunilla Dorn (Author)
Publication Year
2001
Pages
23
Catalog Number
V14106
ISBN (eBook)
9783638195973
Language
German
Tags
Instruktion Konstruktion Nutzung Technologien Fremdsprachenunterricht CALL
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gunilla Dorn (Author), 2001, Instruktion und Konstruktion bei der Nutzung neuer Technologien im Fremdsprachenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14106
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