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Zur „Wortgeographie der hochdeutschen Umgangssprache“ von Paul Kretschmer (1866-1956)

Title: Zur „Wortgeographie der hochdeutschen Umgangssprache“  von Paul Kretschmer (1866-1956)

Seminar Paper , 2006 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Rebecca Elisabeth Meyer (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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1. Einleitung
„Wortgeographie der hochdeutschen Umgangssprache“

Die 1.Auflage der „Wortgeographie der hochdeutschen Umgangssprache“ von Paul Kretschmer erschien 1918 und ist heute von historischem Wert. Allerdings bildet die 2. durchgesehene und ergänzte Auflage für diese Hausarbeit die Grundlage, die 1969 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen erschien, insbesondere jedoch die darin enthaltene Einleitung. Innerhalb des Erhebungszeitraums zwischen 1910 bis 1916/1918 wurden entscheidende Veränderungen der deutschen Wortlandschaft dokumentiert, da es während und nach dem 1.Weltkrieg zu Verschiebungen ganzer Bevölkerungsgruppen kam. Daraus resultierten eine neue Zusammensetzung in gebliebenen Provinzen und fremdsprachige Einflüsse von West und Ost. Die Nachprüfung der erhobenen Daten erfolgte von 1919 bis 1922 in der Zeit nach Abschließung der Erhebung und dem Ende des 1. Weltkrieges, das heißt, dass man fortwährende Bevölkerungswanderungen weitestgehend ausschließen kann und somit die Daten für damalige Verhältnisse recht zuverlässig sein dürften.
Die zweite Auflage wurde ursprünglich schon 1938 vom Autor der ersten Auflage, Paul Kretschmer, beabsichtigt, die nach dem Handexemplar des Verfassers ergänzt ist. So wurden außerdem alle Notizen Kretschmers, die eine erweiternde Information boten, übernommen. Dabei handelt es sich um weitere Angaben über das Vorkommen einzelner Wörter, vereinzelt auch um später erschienene Literatur, besonders die Rezension von R. Euling in den Göttingischen Gelehrten Anzeigen 185 von 1923 wurde hier miteinbezogen. Besonders interessant an dieser Auflage ist, dass Kretschmers Tochter, Dr. Erika Helm-Kretschmer, bei der Auswertung der Notizen half.
Der Gegenstand des Buches ist die geographische Mannigfaltigkeit des Wortschatzes der hochdeutschen Umgangssprache (mit wissenschaftlicher Bedeutung und als Angelegenheit des deutschen Volkes).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung „Wortgeographie der Hd. Umgangssprache“

2. Abtrennung der hd. Umgangssprache zur hd. Gemeinsprache

2.1. Die drei Stufen der Umgangssprache der Gebildeten

2.2. Merkmale der Zugehörigkeit von Wörtern zur hd. Umgangssprache

2.3. Geographische Verbreitung der Wörter

3. Begrenzung des Stoffes

3.1. Sammlung und Bewertung des Materials

4. Das Beispiel „Weihnachtsbaum“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Paul Kretschmers Werk „Wortgeographie der hochdeutschen Umgangssprache“ auseinander. Ziel ist es, die methodischen Ansätze Kretschmers zur Erfassung regionaler sprachlicher Unterschiede im deutschen Wortschatz zu analysieren, deren wissenschaftliche Bedeutung zu bewerten und die Anwendbarkeit dieser Erkenntnisse anhand praktischer Beispiele zu illustrieren.

  • Begriffsbestimmung und Abgrenzung der hochdeutschen Umgangssprache
  • Methodik der Datenerhebung und Auswahl der Gewährspersonen
  • Strukturierung und Kategorisierung des erfassten Wortmaterials
  • Geographische Verbreitung von Wörtern und deren sprachwissenschaftliche Einordnung
  • Praktische Fallstudie am Beispiel „Weihnachtsbaum“

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung „Wortgeographie der hochdeutschen Umgangssprache“

Die 1.Auflage der „Wortgeographie der hochdeutschen Umgangssprache“ von Paul Kretschmer erschien 1918 und ist heute von historischem Wert. Allerdings bildet die 2. durchgesehene und ergänzte Auflage für diese Hausarbeit die Grundlage, die 1969 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen erschien, insbesondere jedoch die darin enthaltene Einleitung. Innerhalb des Erhebungszeitraums zwischen 1910 bis 1916/1918 wurden entscheidende Veränderungen der deutschen Wortlandschaft dokumentiert, da es während und nach dem 1.Weltkrieg zu Verschiebungen ganzer Bevölkerungsgruppen kam. Daraus resultierten eine neue Zusammensetzung in gebliebenen Provinzen und fremdsprachige Einflüsse von West und Ost. Die Nachprüfung der erhobenen Daten erfolgte von 1919 bis 1922 in der Zeit nach Abschließung der Erhebung und dem Ende des 1. Weltkrieges, das heißt, dass man fortwährende Bevölkerungswanderungen weitestgehend ausschließen kann und somit die Daten für damalige Verhältnisse recht zuverlässig sein dürften.

Die zweite Auflage wurde ursprünglich schon 1938 vom Autor der ersten Auflage, Paul Kretschmer, beabsichtigt, die nach dem Handexemplar des Verfassers ergänzt ist. So wurden außerdem alle Notizen Kretschmers, die eine erweiternde Information boten, übernommen. Dabei handelt es sich um weitere Angaben über das Vorkommen einzelner Wörter, vereinzelt auch um später erschienene Literatur, besonders die Rezension von R. Euling in den Göttingischen Gelehrten Anzeigen 185 von 1923 wurde hier miteinbezogen. Besonders interessant an dieser Auflage ist, dass Kretschmers Tochter, Dr. Erika Helm-Kretschmer, bei der Auswertung der Notizen half.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung „Wortgeographie der Hd. Umgangssprache“: Dieses Kapitel führt in die Publikationsgeschichte und den historischen Kontext von Kretschmers Werk ein und erläutert die Zuverlässigkeit der erhobenen Daten unter Berücksichtigung der Zeitumstände.

2. Abtrennung der hd. Umgangssprache zur hd. Gemeinsprache: Hier wird der Terminus Umgangssprache definiert und von der Gemeinsprache abgegrenzt, wobei auch soziolinguistische Faktoren und die „Idealnorm“ betrachtet werden.

2.1. Die drei Stufen der Umgangssprache der Gebildeten: In diesem Abschnitt erfolgt eine Differenzierung in Vortrags-, Verkehrs- und familiäre Sprache, um den unterschiedlichen Nutzungskontexten gerecht zu werden.

2.2. Merkmale der Zugehörigkeit von Wörtern zur hd. Umgangssprache: Hier werden Kriterien für die Zuordnung von Begriffen zum lebendigen, mündlichen Sprachgebrauch erörtert, unter anderem durch den Ausschluss rein literarischer oder fachsprachlicher Quellen.

2.3. Geographische Verbreitung der Wörter: Dieses Kapitel befasst sich mit den verschiedenen Verbreitungsarten von Wörtern und den oft unscharfen Grenzen zwischen den regionalen Sprachgebieten.

3. Begrenzung des Stoffes: Der Autor erläutert die methodische Eingrenzung des Untersuchungsobjekts durch den Ausschluss bestimmter Wortklassen, um eine wissenschaftliche Relevanz sicherzustellen.

3.1. Sammlung und Bewertung des Materials: Dieses Unterkapitel detailliert die Erhebungsmethodik mittels Fragebögen und beschreibt die Auswahlkriterien für die befragten Gewährspersonen.

4. Das Beispiel „Weihnachtsbaum“: Anhand dieses konkreten Begriffs wird die theoretische Vorgehensweise Kretschmers veranschaulicht und durch eine eigene, skizzenhafte Kartierung ergänzt.

Schlüsselwörter

Wortgeographie, Umgangssprache, Dialektologie, Sprachvarietät, Sprachlandschaft, Hochdeutsch, Lexik, Areal, Mundartforschung, Sprachwandel, Kartierung, Isoglosse, Fragebogenmethode, Sprachwissenschaft, Soziolinguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse und kritische Betrachtung des Standardwerks „Wortgeographie der hochdeutschen Umgangssprache“ von Paul Kretschmer.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Definition der Umgangssprache, der Erhebungsmethodik von Wortgeographien und der praktischen Anwendung dieser Theorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Kretschmers methodisches Vorgehen transparent zu machen und dessen Relevanz für das Verständnis regionaler Sprachunterschiede im Deutschen herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse der Sekundärliteratur zu Kretschmers Werk und führt zudem eine praktische Fallstudie (Weihnachtsbaum) durch, inklusive der Erstellung einer eigenen Kartierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Abgrenzung und Stufenmodellierung der Umgangssprache sowie in die detaillierte Beschreibung der Materialerhebung und -bewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Wortgeographie, Sprachvarietät, Isoglosse, Lexik und Dialektologie.

Welche Rolle spielt die „Idealnorm“ in Kretschmers Definition?

Sie dient als Maßstab innerhalb der „Umgangssprache der Gebildeten“ und orientiert sich primär am gehobenen Schriftgebrauch des 19. Jahrhunderts.

Warum wird das Beispiel „Weihnachtsbaum“ gewählt?

Es dient als anschauliches Beispiel, um sowohl Kretschmers theoretische Beschreibung als auch die Problematik der Begriffsbildung und Kartierung zu demonstrieren.

Wie sicherte Kretschmer die Zuverlässigkeit seiner Daten?

Durch die Auswahl gebildeter Informanten wie Philologen und Sprachforscher sowie die teilweise Mehrfachbesetzung der Gewährspersonen pro Ort.

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Details

Title
Zur „Wortgeographie der hochdeutschen Umgangssprache“ von Paul Kretschmer (1866-1956)
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Psychologie)
Course
Dialektkartographie
Grade
2,0
Author
Rebecca Elisabeth Meyer (Author)
Publication Year
2006
Pages
12
Catalog Number
V141128
ISBN (eBook)
9783640513420
ISBN (Book)
9783640514977
Language
German
Tags
Umgangssprache“ Paul Kretschmer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Elisabeth Meyer (Author), 2006, Zur „Wortgeographie der hochdeutschen Umgangssprache“ von Paul Kretschmer (1866-1956), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141128
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