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Gewalt in den Medien als Gegenstand zur Einübung von Medienkompetenz in der Schule

Medienkompetenz in der Schule

Titel: Gewalt in den Medien als Gegenstand zur Einübung von Medienkompetenz in der Schule

Seminararbeit , 2009 , 18 Seiten , Note: 14

Autor:in: Christoph Zamilski (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] Die folgende Arbeit hat zum Ziel darzustellen, wie das Thema Gewalt in den Medien als Gegenstand zur Einübung von Medienkompetenz in der Schule näher behandelt werden kann. Als Beispiel für Gewalt in den Medien soll die Thematik um die RAF dienen.
Um die spätere Argumentation nachvollziehen zu können, ist es zunächst einmal wichtig, zu verstehen, was der Begriff Medienkompetenz beinhaltet. Daher sieht meine Gliederung zunächst eine kurze Erläuterung zu den Begrifflichkeiten und Inhalten von Medienkompetenz vor.
Im zweiten Gliederungspunkt werde ich auf die Thematik der RAF, speziell auf die erste und zweite Generation und den sogenannten „Deutschen Herbst“ – also auf die Zeit von 1972 - 1977 eingehen. Hier werde ich vor allem untersuchen, wann und ob das Thema im Lehrplan behandelt werden soll, welche inhaltlichen Schwerpunkte im Mittelpunkt stehen, welche didaktische Begründungen und Anforderungen es für bzw. an das Thema gibt und inwieweit diese für das Thema Gewalt in den Medien zuträglich und mit diesem vereinbar sind.
Danach werde ich kurz die im Seminar ausgearbeitete Projektwoche „Deutscher Herbst – Deutscher Terror. Darstellung und Wirkung in der Öffentlichkeit“ skizzieren, um Beispiele aufzuzeigen, wie eine Verknüpfung der Themen „RAF“ und „Gewalt in den Medien“ aussehen kann und welche Umsetzungsmöglichkeiten es gibt.
Unter Punkt vier werde ich die Verknüpfung der beiden Themen unter didaktischen Gesichtspunkten näher beleuchten und darstellen, welche didaktischen Anforderungen und Möglichkeiten es gibt, welche Vorteile, Chancen aber auch welche Nachteile und Risiken bestehen, wie diese zu nutzen bzw. zu vermeiden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

I MEDIENKOMPETENZ

II DIE RAF ALS THEMA IM GESCHICHTSUNTERRICHT

III PROJEKTWOCHE GEWALT IN DEN MEDIEN

IV VORTEILE, CHANCEN – NACHTEILE, RISIKEN

V FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie das Thema „Gewalt in den Medien“ am historischen Beispiel der Roten Armee Fraktion (RAF) didaktisch aufbereitet werden kann, um bei Schülern gezielt Medienkompetenz zu fördern.

  • Definition und Komponenten der Medienkompetenz nach Baacke.
  • Die RAF in der öffentlichen Wahrnehmung und ihr strategischer Medieneinsatz.
  • Integration des Themas RAF in die hessischen Lehrpläne.
  • Skizzierung einer Projektwoche zur kritischen Medienanalyse.
  • Didaktische Chancen und Risiken bei der Quellenarbeit im Geschichtsunterricht.

Auszug aus dem Buch

Die RAF als Propagandamittel

Besonders auffällig war aber die Nutzung der Medien als Propagandamittel. So folgten ab Mai 1972 nach Anschlägen immer, mit zwei- bis dreitägiger Verspätung, Bekennerschreiben der RAF an „wichtige Agenturen wie die dpa oder Agence France-Presse (AFP) sowie an große Zeitungen und Fernsehsender“. Diese Schreiben waren formal immer gleich aufgebaut und im selben Stil verfasst, damit die Adressaten die Schreiben leichter verifizieren und falsche Bekennerschreiben entlarven konnten. Sie waren eine Art Pressemitteilung der RAF und bewirkten, dass nachdem über die Anschläge berichtet wurde und Vermutungen über die Täter geäußert wurden, „die Medien erneut einen Anlass zur Berichterstattung [hatten].“ So blieben die Anschläge und die Attentäter länger in den Medien und somit in der Öffentlichkeit präsent.

Auch an anderen Beispielen erkennt man, dass die RAF die Nähe zu den Medien suchte und deren Drang nach Sensationsmeldungen für sich auszunutzen suchte. So schickte man während der Schleyer-Entführung Kommuniqués, bestehend aus 140 Erklärungen, Ultimaten und Videobändern an „mehr als drei Dutzend Medienorgane“. Diese schickte man vor allem an ausländische Medienorgane, da es in Deutschland zu dieser Zeit eine Nachrichtensperre gab (dazu später).

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit der Medienerziehung im Schulunterricht und führt das historische Beispiel der RAF als Untersuchungsgegenstand ein.

I MEDIENKOMPETENZ: Dieses Kapitel definiert Medienkompetenz anhand der vier Komponenten nach Baacke und erläutert die Anforderungen an den Lehrkörper sowie die Bedeutung für die Schule.

II DIE RAF ALS THEMA IM GESCHICHTSUNTERRICHT: Hier wird ein Überblick über die Geschichte der RAF (1972-1977) gegeben und untersucht, wie dieses Thema in hessischen Lehrplänen verankert ist.

III PROJEKTWOCHE GEWALT IN DEN MEDIEN: Der Autor skizziert den beispielhaften Ablauf einer einwöchigen Projektarbeit, in der Schüler in Gruppen das Thema RAF medial aufbereiten.

IV VORTEILE, CHANCEN – NACHTEILE, RISIKEN: Dieses Kapitel reflektiert die didaktische Umsetzung, die kritische Arbeit mit Quellen und die Rolle des Lehrers als Unterstützer.

V FAZIT: Der Autor schließt mit der Einschätzung, dass die Kombination aus RAF-Geschichte und Medienkompetenz ein geeignetes Instrument zur Förderung des Geschichtsbewusstseins darstellt.

Schlüsselwörter

Medienkompetenz, RAF, Geschichtsunterricht, Projektwoche, Gewalt in den Medien, Medienpädagogik, Deutscher Herbst, Zeitzeugen, Quellenanalyse, didaktische Planung, Mediengesellschaft, Propaganda, Terrorismus, Urteilsbildung, Historisches Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie das Thema „Gewalt in den Medien“ als Gegenstand zur Einübung von Medienkompetenz im schulischen Kontext sinnvoll behandelt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Medienkompetenz, die historische Darstellung der RAF zwischen 1972 und 1977 sowie die didaktische Gestaltung einer schülerzentrierten Projektwoche.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen und die Umsetzungsmöglichkeiten einer Verknüpfung von Geschichtsunterricht und Medienerziehung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine didaktische Konzeptentwicklung auf Basis von fachwissenschaftlicher Literatur und Lehrplananalysen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, einen historischen Abriss der RAF, ein konkretes Ablaufkonzept für eine Projektwoche sowie eine kritische Reflexion der pädagogischen Chancen und Risiken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Medienkompetenz, Rote Armee Fraktion (RAF), didaktische Umsetzung, Projektarbeit und Quellenkritik.

Warum dient ausgerechnet die RAF als Beispiel?

Die RAF wird als ein historisches Phänomen genutzt, das eine hohe mediale Präsenz hatte und durch komplexe Widersprüche sowie verschiedene Perspektiven (Staat vs. Terroristen) ein ideales Übungsfeld für kritische Medienanalyse bietet.

Welche Rolle kommt dem Lehrer in der beschriebenen Projektwoche zu?

Der Lehrer nimmt eine beratende und unterstützende Rolle ein, um entdeckendes und selbsterforschendes Lernen zu ermöglichen, während er gleichzeitig die Koordination und Effektivität der Gruppenarbeit sicherstellt.

Wie gehen Schüler in diesem Konzept mit der Subjektivität von Quellen um?

Schüler sollen durch die Arbeit mit verschiedenen Medien (Print, Film) und Zeitzeugengesprächen lernen, dass jede Quelle eine eigene Perspektive einnimmt und ein kritischer Blick auf Autor und Intention notwendig ist.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewalt in den Medien als Gegenstand zur Einübung von Medienkompetenz in der Schule
Untertitel
Medienkompetenz in der Schule
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Gewalt und Öffentlichkeit: Serienmord im 20. Jahrhundert
Note
14
Autor
Christoph Zamilski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
18
Katalognummer
V141311
ISBN (eBook)
9783640504244
ISBN (Buch)
9783640504336
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewalt Medien Gegenstand Einübung Medienkompetenz Schule Medienkompetenz Schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Zamilski (Autor:in), 2009, Gewalt in den Medien als Gegenstand zur Einübung von Medienkompetenz in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141311
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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