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Neuer Institutionalismus und der Property-Rights-Ansatz in der Wirtschaftstheorie

Title: Neuer Institutionalismus und der Property-Rights-Ansatz in der Wirtschaftstheorie

Seminar Paper , 2003 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dirk Backen (Author)

Economics - Micro-economics
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Diese Arbeit hat zur Aufgabe, das Thema Property Rights zu umreißen und die Beziehung der Wirtschaftswissenschaft mit diesem zu den Rechtswissenschaften tendierenden Thema herzustellen.
Hauptgegenstand meiner hier vorliegenden Arbeit ist der Property-Rights-Ansatz.
Jeder von uns hat täglich und ständig etwas mit diesen so genannten „Property Rights“ zu tun, denn gerade in einer Marktwirtschaft, wie die unsere, spielen die Rechte an einem materiellen oder immateriellen Gut eine sehr große Rolle.
Kauft man sich auf dem Weg zur Uni eine Zeitung, hat man soeben das Recht der Nutzung erworben, aber ein Recht zur Vervielfältigung für gewerbliche Zwecke hat man nicht bekommen.
Somit ist es wichtig zu wissen, welche Rechte man an einem Gut besitzt und welche nicht, wenn man eine Weiterverwertung beabsichtigt.
Mit dem Begriff an sich, den Grundannahmen, der Verteilung, den verschiedenen Ausgestaltungen von Property Rights und dessen Missbrauch, beschäftige ich mich im 3. Kapitel dieses Proseminars.
Diese Rechte müssen allerdings erst einmal auf die Wirtschaftsubjekte einer Volkswirtschaft verteilt werden, nicht immer ist es so einfach wie bei einem Zeitungskauf. Man stelle sich einmal die Produktion von einem Musikstück vor, an dem mehrere Menschen und eventuell auch Firmen beteiligt sind.
So muss im Vorfeld bereits geklärt werden, wer welchen Anteil vom Gewinn – fest oder variabel erhält, wer das Recht an der Vermarktung hat und wie lang das gelten soll.
Dies wird alles durch Verträge festgelegt und von so genannten Institutionen überwacht.

Mitte der sechziger Jahre entwickelte Ronald H. Coase die neoklassische Theorie zum „Neuen Institutionalismus“ weiter. Coase stellt die Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen ökonomischen Handelns und den gesetzten Rechtsnormen, sowie den institutionellen Vorraussetzungen dar.
Auf den „Neuen Institutionalismus“ werde ich im Folgenden Kapitel kurz eingehen, um die Einordnung der Property Rights Theorie als Teilgebiet des „Neuen Institutionalismus“ zu ermöglichen.
Im dritten Kapitel möchte ich die Anwendung der Property-Rights-Theorie kurz berühren. Eine ausführlichere Darstellung dieses Gebietes würde den Rahmen dieser Arbeit deutlich sprengen. Die Property-Rights-Theorie spielt nicht nur bei öffentlichen Gütern und externen Effekten eine große Rolle, sondern auch in der Unternehmenstheorie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. NEUER INSTITUTIONALISMUS

2.1 ZUM INSTITUTIONSBEGRIFF IN DER ÖKONOMIE

2.2 ENTSTEHUNG VON INSTITUTIONEN

2.3 ENTSTEHUNG DES NEUEN INSTITUTIONALISMUS

2.4 FORSCHUNGSZWEIGE DES NEUEN INSTITUTIONALISMUS

3. DIE PROPERTY-RIGHTS-THEORIE

3.1 PROPERTY RIGHTS

3.2 ANNAHMEN DER PROPERTY-RIGHTS-THEORIE

3.2.1 Individuelle Nutzenfunktion

3.2.2 Begrenzte Rationalität

3.2.3 Opportunismus

3.2.4 Schutz von Verfügungsrechten

3.2.5 Existenz von Transaktionskosten

3.3 MERKMALE VON VERFÜGUNGSRECHTEN

3.3.1 Arten der Nutzungsmöglichkeit

3.3.2 Verteilung und weitere Ausgestaltung von Property Rights

3.3.3 Exklusive Verfügungsrechte

3.3.4 Verfügungsrechte und Haftung

3.3.5 Verfügungsmacht

3.4 TRANSAKTIONSKOSTEN UND TRANSAKTIONSKOSTENTHEORIE

3.4.1 Wichtige Zusammenhänge in Verbindung mit Transaktionskosten

4. ANWENDUNGSBEREICHE DER PROPERTY-RIGHTS-THEORIE

4.1 PROPERTY RIGHTS UND ÖFFENTLICHE GÜTER

5. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Property-Rights-Ansatz als Teilgebiet des Neuen Institutionalismus, um dessen Bedeutung für ökonomische Fragestellungen, insbesondere bei der Nutzung materieller und immaterieller Güter, theoretisch zu fundieren und praktisch einzuordnen.

  • Grundlagen und Entstehung des Neuen Institutionalismus
  • Definition und Charakteristika von Property Rights (Verfügungsrechten)
  • Annahmen der Property-Rights-Theorie (Rationalität, Opportunismus, Transaktionskosten)
  • Anwendungsbereiche der Theorie, insbesondere bei öffentlichen Gütern
  • Bedeutung von Eigentumsrechten für die effiziente Ressourcenallokation

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Begrenzte Rationalität

Menschen sind nur begrenzt rational und objektiv. Ihre Informations-Kapazität ist begrenzt und somit ist nicht jede Information sofort und überall abrufbar. North unterscheidet weiterhin zwischen der realen Welt und dem subjektiven Bild, dass sich ein Individuum von der Welt macht. Die Individuen handeln nach ihrem subjektiven Bild. So sind Handlungen zu erklären, die weit an den realen Erfordernissen vorbeigehen.

Oft sind Informationen in einer Überfülle gegeben und das Problem der richtigen Filterung besteht. Durch die Komplexität unserer Welt ist es einem Individuum nicht möglich, seine Umwelt vollständig zu erfassen. Somit kann man nicht alle Möglichkeiten und Eventualitäten bei einer Entscheidung erfassen und berücksichtigen. Dies gilt auch bei Vertragsabschlüssen. So ist eine ständige Aktualisierung und Neuinterpretation notwendig, um einen Vertragsbruch zu verhindern. Zu denken sei an sich stark ändernde Rahmenbedingungen, die eine neue Auslegung der Vereinbarrungen zulassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Thematik der Property Rights ein und stellt die Verbindung zwischen wirtschaftswissenschaftlichen und rechtswissenschaftlichen Aspekten der Verfügungsrechte her.

2. NEUER INSTITUTIONALISMUS: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Institution sowie die theoretischen Wurzeln des Neuen Institutionalismus als Weiterentwicklung der neoklassischen Ökonomie.

3. DIE PROPERTY-RIGHTS-THEORIE: Hier werden die Kernannahmen, Merkmale von Verfügungsrechten und die Rolle von Transaktionskosten innerhalb der Property-Rights-Theorie detailliert analysiert.

4. ANWENDUNGSBEREICHE DER PROPERTY-RIGHTS-THEORIE: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Anwendung der Theorie, insbesondere am Beispiel öffentlicher Güter und der Spezifikation von Verfügungsrechten.

5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung resümiert die theoretischen Ergebnisse und äußert eine allgemeine Kritik am Property-Rights-Ansatz hinsichtlich seiner einseitigen Effizienzorientierung.

Schlüsselwörter

Neuer Institutionalismus, Property-Rights-Theorie, Verfügungsrechte, Transaktionskosten, Institutionenökonomik, öffentliche Güter, Externalitäten, Coase-Theorem, begrenzte Rationalität, Opportunismus, Allokation, Vertragsrecht, Eigentumsrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Property-Rights-Ansatz als Teilbereich der Neuen Institutionenökonomik und untersucht, wie Rechte an Gütern die ökonomische Effizienz beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die Grundlagen des Neuen Institutionalismus, die Definition von Verfügungsrechten, die Rolle von Transaktionskosten und die Anwendung der Theorie auf öffentliche Güter.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Verständnis für den Property-Rights-Ansatz zu schärfen und aufzuzeigen, wie Institutionen und die Spezifikation von Rechten ökonomisches Handeln steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und greift auf mikroökonomische Modellansätze, wie die Edgeworth-Box, zurück.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Neuen Institutionalismus, die detaillierte Definition von Property Rights inklusive ihrer Merkmale sowie eine Fallstudie zu öffentlichen Gütern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Property Rights, Institutionen, Transaktionskosten, öffentliche Güter und das Coase-Theorem.

Was ist die "Alchian-Parabel" und warum wird sie erwähnt?

Die Alchian-Parabel beschreibt die Verwässerung von Eigentumsrechten bei vielen Miteigentümern, um zu erklären, warum private Unternehmen oft effizienter arbeiten als staatliche Einrichtungen.

Wie unterscheidet sich die Theorie von der klassischen Neoklassik?

Im Gegensatz zur Neoklassik berücksichtigt der Property-Rights-Ansatz explizit Transaktionskosten, begrenzte Rationalität und opportunistisches Verhalten der Akteure.

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Details

Title
Neuer Institutionalismus und der Property-Rights-Ansatz in der Wirtschaftstheorie
College
University of Hamburg  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
VWL Proseminar
Grade
2,3
Author
Dirk Backen (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V14133
ISBN (eBook)
9783638196185
Language
German
Tags
Neuer Institutionalismus Property-Rights-Ansatz Wirtschaftstheorie Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Backen (Author), 2003, Neuer Institutionalismus und der Property-Rights-Ansatz in der Wirtschaftstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14133
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