Kolonisationsbestrebungen Englands zur Zeit Elisabeths I

The Lost Colony - Roanoke


Essay, 2009

4 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Kolonisationsbestrebungen Englands

The Lost Colony – Roanoke

„Desire of rule breedeth victories, victories come by conquests, conquests are furthered by traueyle. Traueyle can not bee maynteyned without great wealth, wealth maketh all traueyle pleasant.” (Richard Willes, London 1577). Handel, Macht und Reichtum kennzeichneten die Expansionsbestrebungen in der Frühen Neuzeit. Nicht nur Spanien und Portugal wollten sich im Laufe des 16. Jahrhunderts Reichtum und Macht in Übersee schaffen, sondern auch England und die Niederlande. England lag mit der Erkundung und Eroberung der Welt weit zurück. Eine dauerhafte Kolonisierung des nordamerikanischen Kontinents wurde erst nach der Regentschaft Elisabeths unter Jakob I. von England möglich. Doch es gab auch vor Elisabeths Regentschaft koloniale Aktivitäten. Allerdings erfolgten die Entdeckungsfahrten eher in geografisch nahe Gebiete, wie das katholische Irland, das sich mit Hilfe der Spanier massiv gegen eine Anglikanisierung zu wehren versuchte. Erst als sich England und Spanien voneinander entfernten und mit steigender Feindschaft zwischen Protestanten und Katholiken, wurden die Briten auf das außereuropäische Land aufmerksam. Letztendlich ging es bei Entdeckungsreisen sowohl um diplomatische und merkantile Interessen als auch um die konfessionellen Auseinandersetzungen.

Dennoch ist auffällig, dass sich England lange Zeit nicht intensiv für Expansionspläne interessierte. Die englischen Geschäfte florierten, so dass es keinen Anlass gab, über die Grenzen hinweg zu denken. Warum also hätte England sich an Kolonialprojekten beteiligen sollen? Um dem Feind auf einem anderen Gebiet entgegen zu treten, um das protestantische Volk zu vermehren und die Besitztümer auszuweiten, um unabhängige Ressourcen zu bekommen und damit autonom zu werden? Welche Absichten wurden also mit einer Kolonisation oder Expansion verbunden?

Zum Einen hätten mit einer Landnahme durchaus neue oder günstigere Rohstoffe entdeckt werden können. Dies hätte beispielsweise die Abhängigkeit vom Handel im baltischen Raum schwächen können. Sir Humphrey Gilbert, Bruder von Walter Raleigh, stellte die Theorie auf, dass den Indianern englischen Waren verkauft werden könnten, was die Arbeitskraft in England und damit auch den Wohlstand vermehren könnte. So sollte England unabhängig von den europäischen Feinden werden. Nach dem englischen Verständnis von der transatlantischen Ausdehnung waren die Kolonien zwar wirtschaftlich interessant, die dort Lebenden allerdings von schlechterer Qualität, d. h. dieses Land sei optimal für Abschiebungen von Sträflingen. Gilbert schlug vor, die Armen dorthin zu verschiffen. Ging es England nur um die Landnahme, also um Ausbeutung der dort Lebenden und um die Arbeitskraft für wirtschaftliche Interessen?

[...]

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten

Details

Titel
Kolonisationsbestrebungen Englands zur Zeit Elisabeths I
Untertitel
The Lost Colony - Roanoke
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
4
Katalognummer
V141353
ISBN (eBook)
9783640516254
ISBN (Buch)
9783640516469
Dateigröße
421 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elisabeth I v. England, Roanoke, Kolonien, Virginia, Tudors
Arbeit zitieren
Laura Schiffner (Autor:in), 2009, Kolonisationsbestrebungen Englands zur Zeit Elisabeths I, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141353

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Kolonisationsbestrebungen Englands zur Zeit Elisabeths I



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden