Feedback - Eine besondere Form der Kommunikation


Studienarbeit, 2009

14 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen von Feedback
2.1 Definition
2.2 Feedback im privaten Kontext
2.3 Berufliches Feedback
2.4 Kommunikationstheoretische Grundlagen
2.4.1 Shannon & Weaver
2.4.2 Schulz von Thun - Kommunikationsquadrat
2.4.3 Transaktionsanalyse

3 Die Rolle des Feedback im Kommunikationsprozess
3.1 Funktion und Bedeutung
3.2 Chancen und Risiken
3.3 Auswirkungen auf die zukünftige Interaktion

4 Schlussbemerkung - Tipps für erfolgreiches Feedback in der Praxis

Literaturverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1 Lernplattform FHAM: Kurs Kommunikation - Das Shannon & Weaver Modell

Abbildung 2 Lernplattform FHAM: Kurs Kommunikation - Modell der Transaktionsanalyse

Abbildung 3 Lernplattform FHAM: Kurs Organisation II - Interne Kommunikation im Change Management

Abbildung 4 Eigene Darstellung: Das Johari-Fenster

Abbildung 5 Eigene Darstellung: Das Johari-Fenster im Prozess

1 Einleitung

Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein - dieser Satz beschreibt eine ganz wesentliche und essentielle Eigenschaft unserer Persönlichkeit. Das ständige Streben nach Verbesserung und Weiterentwicklung ist nahezu gleichzusetzen mit dem Streben nach Erfolg, gemäß dem Motto ‚Stillstand ist Rückschritt’. Diese Eigenschaft ist auf jede Situation unseres Lebens übertragbar, sei es im persönlichen oder besonders im beruflichen Umfeld.

Es stellt sich nun die Frage, wie eine Verbesserung zu erreichen ist. Eine enorm wichtige Rolle spielt hierbei das Thema Feedback. Diese Studienarbeit soll deshalb klären, was Feedback überhaupt ist und welche Rolle es im Kommunikationsprozess einnimmt, das heißt welche Funktion bzw. welche Bedeutung Feedback im Speziellen hat. Zudem sollen Chancen und mögliche Problemfelder aufgedeckt werden, die sich durch Feedback ergeben und wie Feedback die zukünftige Interaktion beeinflusst. Abschließend werden die Erkenntnisse zu praktischen Tipps zusammengefasst, die speziell für das Geben und Nehmen von Feedback hilfreich sind und somit zu einer erfolgreichen Kommunikation beitragen.

2 Grundlagen von Feedback

2.1 Definition

„Unter Feedback ist eine verbale oder non-verbale Kommunikationsform zu verstehen. Mit deren Hilfe ist es möglich, einer oder mehreren Personen Rückmeldung über ihr Verhalten zu geben. Dadurch erhalten diese einen Einblick darüber, wie sie von anderen Personen wahrgenommen werden und wie sie auf andere Personen wirken. Feedback besteht aus zwei Komponenten, dem ‚Feedback Geben’ und dem ‚Feedback Nehmen’. Feedback lässt sich darüber hinaus an den verschiedensten Orten feststellen, in der Familie z.B.: zwischen Eltern und Kindern, im Freundeskreis, in öffentlichen Institutionen z.B.: Schulen und Universitäten und letztlich auch in der Arbeitswelt nämlich in Unternehmen.“[1]

Dieses Zitat beinhaltet alle wesentlichen Punkte, die zum Themenbereich Feedback gehören. Im Grunde ist Feedback eine Rückmeldung an eine Person über deren Verhalten und wie dieses von anderen wahrgenommen, verstanden und erlebt wird. Wie in diesem Zitat beschrieben, erfolgt Feedback in den unterschiedlichsten Lebenssituationen.

Im Folgenden soll vor allem auf das private bzw. das berufliche Feedback näher eingegangen werden.

2.2 Feedback im privaten Kontext

Feedback spielt natürlich auch im privaten Lebensbereich eine tragende Rolle. Es gibt kaum Lebenssituationen, in denen man ohne Feedback, das heißt die Rückmeldung darüber, wie eine andere Person mein Verhalten wahrnimmt und interpretiert, auskommt. Nahezu alle persönlichen Beziehungen, sei es zum Lebenspartner, zu Freunden oder Eltern, hängen entscheidend von gegenseitigem Feedback ab, da dieses die Beziehungsebene bestimmt und klärt. Besonders zu erwähnen ist hier eine gewisse Formlosigkeit. Das bedeutet, dass es sich im Vergleich zu beruflichem Feedback wesentlich weniger an vorgegebenen Regeln orientiert, wie es etwa in einem Mitarbeiter- oder Konfliktgespräch der Fall ist. Privates Feedback erfolgt meistens direkter, da auch die Beziehung zwischen Personen enger und persönlicher ist.

2.3 Berufliches Feedback

Im Gegensatz zu privatem Feedback ist im beruflichen Umfeld eine strikte Orientierung an gewissen Regeln zu empfehlen, da die Beziehung naturgemäß nicht so eng ist wie im privaten Bereich. Denn vor allem in diesem Bereich spielt Feedback eine außerordentlich wichtige Rolle. Als ein wichtiger Bestandteil von Leistungsbeurteilungen findet es, beziehungsweise sollte es in jedem Unternehmen stattfinden. Für die Mitarbeiter ist es zwingend notwendig eine Rückmeldung über ihre Leistung zu erhalten, um diese und somit ihre Handlungskompetenz überhaupt verbessern zu können. Ein Beispiel hierfür wäre ein Mitarbeiterentwicklungsgespräch zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter, in dem die zukünftige Entwicklung (Personalentwicklungsmaßnahmen wie Fortbildungen, etc.) des Mitarbeiters besprochen wird. Hier ist von beiden Seiten Feedback notwendig. Der Vorgesetzte gibt eine Rückmeldung, wie er die bisherige Leistung einstuft und wie er sich dies zukünftig vorstellt. Dabei ist natürlich auch eine Rückmeldung des Mitarbeiters wichtig, ob er damit einverstanden ist oder nicht. Anschließend gilt es, einen möglichst für beide Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden.

2.4 Kommunikationstheoretische Grundlagen

Um die Grundlagen und Besonderheiten von Feedback noch genauer zu erfassen, lohnt sich auch ein Blick auf verschiedene Kommunikationstheorien. Für Feedback sind dies vor allem das Modell nach Shannon & Weaver, die ‚4-Ohren-Theorie’ bzw. das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun und die Transaktionsanalyse.

2.4.1 Shannon & Weaver

Das Kommunikationsmodell von Shannon & Weaver besagt, dass jede Kommunikation sechs Elemente beinhalten muss. Das sind Sender (Source), Encoder (Verschlüssler), Kanal, Nachricht, Decoder (Entschlüssler) und Empfänger (Receiver).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Das Shannon & Weaver Modell

Wie man in Abbildung 1 erkennen kann, erfolgt nachdem der Empfänger die Nachricht entschlüsselt, sprich decodiert hat, eine Rückmeldung, also ein Feedback, an den Sender. Dies geschieht immer, ob bewusst oder unbewusst, gemäß dem Motto ‚man kann nicht nicht kommunizieren’. Wie dieses Feedback ausfällt, hängt, wie in der Abbildung ersichtlich, von zahlreichen Faktoren ab, wodurch genauso viele Unstimmigkeiten auftreten können. Dies kann beispielsweise eine falsche Entschlüsselung sein oder auch eine Störung von außerhalb (Noise). Dies sind aber nur zwei Beispiele. Man sieht, dass es viele Aspekte gibt, die auf das Feedback Einfluss nehmen und somit auch eine gelungene Kommunikation stören können. Daher ist es entscheidend, zu wissen, von welchen Faktoren diese abhängt. Das Modell von Shannon & Weaver zeigt dies auf anschauliche Weise.

2.4.2 Schulz von Thun - Kommunikationsquadrat

Eine weitere Kommunikationstheorie ist das Schulz von Thun’sche ‚4-Ohren-Modell’ bzw. Kommunikationsquadrat. Dies besagt, dass eine Kommunikation immer auf vier verschiedenen Ebenen abläuft. Dies sind die Sachebene (reiner Sachinhalt einer Aussage), die Appellebene (zu was man den Gegenüber auffordern will), die Beziehungsebene (Aspekte der Aussage darüber, wie die Gesprächspartner zueinander stehen) sowie die Ebene der Selbstoffenbarung (Gefühle und Empfindungen einer Person). Es ist hilfreich, wenn man sich immer vor Augen führt, dass eine Aussage immer auf diesen vier Ebenen abläuft. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass es hierbei unterschiedlich starke Ausprägungen der Ebenen im Geschlecht gibt. Sind Männer vorzugsweise von der Sachebene dominiert, so spielt bei der Kommunikation der Frauen die Beziehungsebene eine außerordentlich dominante Rolle. Unter Berücksichtigung dieser Erkenntnisse können viele, insbesondere ungewollte Konflikte vermieden werden. Was hierbei vor allem bei Feedback zu beachten ist, wird unter dem Punkt Chancen und Risiken (3.2) genauer erläutert.

[...]


[1] Hagen M., Zielinski P. & Soerensen T.K. (2007). Handout zum Thema Feedback (Uni Flensburg)

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Feedback - Eine besondere Form der Kommunikation
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V141385
ISBN (eBook)
9783640517015
ISBN (Buch)
9783640516865
Dateigröße
477 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Kommunikation, Feedback, Besonderheiten, Chancen, Risiken, Empfehlungen, Tipps, Interaktion, Kommunikationstheorie, Kommunikationsprozess
Arbeit zitieren
Patrick Schorer (Autor), 2009, Feedback - Eine besondere Form der Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141385

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