Im Rahmen meiner Vorlesung „Organisationen als Rahmenbedingungen für pädagogisches Handeln“ haben wir uns unter anderem mit der Kinder- und Jugendarbeit auseinandergesetzt. Dahingehend habe ich mich mit dieser näher beschäftigt und einen zweiten Aspekt damit in Verbindung gebracht: Der Resilienzförderung. Meine Forschungsfrage beschäftigt sich also damit, inwiefern die Kinder- und Jugendarbeit zur Resilienzförderung beitragen kann. Dafür habe ich meine Hausarbeit in zwei Blöcke gegliedert.
Der erste Block beschäftigt sich rein objektiv mit der Kinder- und Jugendarbeit. Ich beschäftige mich damit, was die Kinder- und Jugendarbeit überhaupt ist. Dann gehe ich auf die Entstehung ein, um sich ein Bild darüber zu machen, wie es überhaupt zur Kinder- und Jugendarbeit kam. Er folgen die Adressat/innen der Kinder- und Jugendarbeit ein, da es in meiner Hausarbeit keinesfalls um Erwachsene geht. Anschließend setze ich mich mit Organisationsformen und Trägerschaften auseinander und zuletzt dann mit dem Theoriekonzept der Kinder- und Jugendarbeit, welches bereits einen kleinen Ausblick auf wichtige Aspekte für meine Forschungsfrage gibt.
Der zweite Block, also Kapitel 3, handelt nun von der Resilienz. Ich beschäftige mich zunächst mit der Frage was Resilienz überhaupt ist, um einen leichten Einstieg in die Thematik zu gewährleisten. Anschließend geht es um die Resilienzfaktoren, welche eine besondere Bedeutung für die Resilienzausprägung haben.
Da nun ein Überblick über die Kinder- und Jugendarbeit und die Resilienz geschaffen wurde, komme ich in Kapitel 4 zur Beantwortung meiner Forschungsfrage: „Inwiefern kann die Kinder- und Jugendarbeit zur Resilienzförderung beitragen?“. In diesem Kapitel kommt es also zur Vereinung der beiden vorherigen Blöcke. In Kapitel 5 findet sich abschließend ein Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Kinder- und Jugendarbeit
2.1 Was ist Kinder- und Jugendarbeit?
2.2 Die Entstehung der Kinder- und Jugendarbeit als sozialpädagogisches Handlungsfeld
2.3 Die Adressant/innen der Kinder- und Jugendhilfe
2.4 Rechtliche Grundlagen
2.5 Organisationsformen und Trägerstrukturen
2.6 Theoriekonzept
3. Die Resilienz
3.1 Was ist Resilienz?
3.2 Das Rahmenmodell der Resilienz
3.3 Resilienzfaktoren
4. Forschungsfrage: In wie weit kann die Kinder- und Jugendarbeit zur Resilienzförderung beitragen?
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Kinder- und Jugendarbeit zur Förderung von Resilienz bei Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, die pädagogischen Strukturen und Angebote der Kinder- und Jugendarbeit mit den theoretischen Konzepten der seelischen Widerstandsfähigkeit zu verknüpfen, um aufzuzeigen, wie Institutionen und Fachkräfte zur Stärkung der psychischen Gesundheit in schwierigen Lebensphasen beitragen können.
- Strukturelle und rechtliche Grundlagen der Kinder- und Jugendarbeit
- Definition und theoretische Rahmenmodelle der Resilienz
- Bedeutung von Resilienzfaktoren auf personaler Ebene
- Die Rolle der Prävention und Peer-Beziehungen in der Jugendhilfe
- Ressourcenorientierte Pädagogik als Instrument der Resilienzförderung
Auszug aus dem Buch
3.1 Was ist Resilienz?
Generell findet das Konzept der Resilienz, also der seelischen Widerstandskraft und seiner Förderung, zunehmend Beachtung in Forschung und Praxis. „Resilienz wird als erworbene Fähigkeit verstanden, Krisen und Belastungen so zu bewältigen, dass das Individuum nicht zerbricht, sondern gestärkt daraus hervorgeht“ (Fröhlich-Gildhoff, Rönnau-Böse 2018, S. 4). Davon auszugehen ist, dass es sich um keine angeborene Persönlichkeitseigenschaft handelt. Resilienz entwickelt sich im Laufe des Lebens, wobei besonders die frühen Lebensjahre von besonderer Bedeutung sind. Außerdem zeigt die Resilienzforschung, dass es sich um eine dynamische Eigenschaft handelt (vgl. ebd.).
Das Kind wird dabei als aktiver „Bewältiger“ angesehen und gestaltet sein Leben auch aktiv mit. Die Fähigkeit der seelischen Widerstandskraft entwickelt sich dann aus der Interaktion mit den Bezugspersonen und realen positiven Bewältigungserfahrungen. Das Kind geht dann schließlich aus der gelungenen Bewältigung kritischer Situationen gestärkt hervor (vgl. ebd.). „Es handelt sich bei ‚Resilienz um eine dynamische Kapazität (…), die sich über die Zeit im Kontext der Mensch- und Umweltinteraktion entwickelt‘ (Petermann et al. 2004, S. 345)“ (Fröhlich-Gildhoff, Rönnau-Böse 2018, S. 4).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Belastungsfaktoren von Kindern und Jugendlichen dar und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Beitrags der Kinder- und Jugendarbeit zur Resilienzstärkung.
2. Die Kinder- und Jugendarbeit: Dieses Kapitel erläutert die Definition, historische Entstehung, rechtlichen Grundlagen sowie Organisationsstrukturen der Kinder- und Jugendarbeit und führt das Theoriekonzept der Lebensweltorientierung ein.
3. Die Resilienz: Hier werden der Begriff der Resilienz, das Rahmenmodell sowie wissenschaftlich fundierte Resilienzfaktoren detailliert beschrieben, um ein theoretisches Fundament für die Untersuchung zu bilden.
4. Forschungsfrage: In wie weit kann die Kinder- und Jugendarbeit zur Resilienzförderung beitragen?: In diesem Hauptteil werden die beiden zuvor getrennten Themenfelder vereint und analysiert, welche praktischen Ansätze und Strukturen der Jugendarbeit zur Resilienzstärkung genutzt werden können.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Möglichkeiten sowie Grenzen der Resilienzförderung durch die Kinder- und Jugendhilfe.
Schlüsselwörter
Kinder- und Jugendarbeit, Resilienz, Resilienzförderung, seelische Widerstandskraft, Sozialpädagogik, Prävention, Lebensweltorientierung, Selbstwirksamkeit, psychosoziale Gesundheit, Jugendhilfe, Ressourcenorientierung, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Peer-Beziehungen, Empowerment
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Kinder- und Jugendarbeit und dem psychologischen Konzept der Resilienz, um herauszufinden, wie pädagogische Angebote zur Stärkung der seelischen Widerstandskraft junger Menschen eingesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die strukturelle Organisation der Kinder- und Jugendarbeit, theoretische Modelle zur Resilienz sowie die Analyse von Interventionen wie Prävention und ressourcenorientierte Pädagogik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern die Kinder- und Jugendarbeit aktiv dazu beitragen kann, Resilienz bei Kindern und Jugendlichen systematisch zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur Kinder- und Jugendhilfe sowie zur Resilienzforschung basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden nach der theoretischen Fundierung der beiden Bereiche die konkreten Möglichkeiten der Resilienzförderung in der pädagogischen Alltagspraxis sowie die Bedeutung der Haltung von Fachkräften und Peergruppen diskutiert.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit maßgeblich?
Neben dem Kernbegriff "Resilienz" sind dies vor allem "Selbstwirksamkeit", "Prävention", "Schutzfaktoren", "Lebensweltorientierung" und "Sozialpädagogik".
Welchen Einfluss haben pädagogische Fachkräfte auf die Resilienz der Adressaten?
Fachkräfte spielen durch ihre ressourcenorientierte Wahrnehmung und wertschätzende Haltung eine Schlüsselrolle, da sie damit Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten der Jugendlichen stärken und so die Selbstwirksamkeitserfahrungen fördern.
Warum ist das Konzept der Subsidiarität in diesem Kontext wichtig?
Das Subsidiaritätsprinzip regelt die Aufgabenteilung in der Trägerlandschaft und ist ein wichtiges Instrument der staatlichen Steuerung, das die Vielfalt der Angebote sichert und staatlicher Zentralisierung entgegenwirkt.
- Quote paper
- Lena Trzenschiok (Author), 2022, Die Kinder- und Jugendarbeit und Resilienz. Inwieweit kann die Kinder- und Jugendarbeit zur Resilienzförderung beitragen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1413858