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Kompetenzmessung an Berufsschulen

Grenzen und Reichweiten

Title: Kompetenzmessung an Berufsschulen

Diploma Thesis , 2009 , 104 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Felix Frohneberg (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, ob und wenn ja wie die Qualität der Kompetenzmessung an Berufsschulen und in Abschlussprüfungen gesteigert werden kann. Dabei soll überprüft werden, ob dies mit den derzeit gängigen, klassischen Verfahren möglich ist, oder ob es sinnvoll und/ oder nötig ist andere Verfahren zu implementieren, z. B. Verfahren, die im Rahmen der betrieblichen Personalauswahl bereits genutzt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Kompetenz als Ziel beruflicher Bildung

2.1) Der Kompetenzbegriff

2.2) Kompetenz in den Ordnungsmitteln

2.3) Die Bedeutung der Berufsschule für den Kompetenzerwerb

2.4) Kompetenzmodelle

3) Kompetenz und Leistungsdiagnostik

3.1) Grundlegende Probleme der Kompetenzmessung

3.1.1) Funktionen der Leistungsmessung

3.1.2) Testtheoretische Gütekriterien

3.1.3) Prüfungsformen und Prüfungsmethoden

3.1.4) Beurteilungsfehler

3.2) Anforderungen an Aufgaben zur Diagnostik beruflicher Handlungskompetenz von Berufsschülern

4) Formen der Kompetenzmessung an der Berufsschule

4.1) Aktueller Stand der Kompetenzmessung an Berufsschulen

4.2) Klassische Verfahren aus der Schul- und Prüfungspraxis

4.2.1) Schriftliche Prüfungen zur Erfassung von Handlungskompetenz

4.2.2) Mündliche und praktische Prüfungen zur Erfassung von Handlungskompetenz

4.3) Neuere Verfahren für die Schul und Prüfungspraxis

4.3.1) Situationsaufgaben

4.3.2) Evaluationssaufgaben

4.3.3) Erweiterte Verhaltensbeobachtungen

4.4) Verfahren aus der Personalauswahl und –Entwicklung

4.4.1) Das Bambeck Competence Instrumet (BCI

4.4.2) Das Leistungsmotivationsinventar (LMI

4.4.3) Das hamet2 Verfahren, Modul

5) Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Kompetenzmessung an Berufsschulen und in Abschlussprüfungen. Ziel ist es, zu analysieren, ob bestehende klassische Verfahren ausreichen oder ob neue, in der Personalauswahl erprobte Methoden, die Qualität der Kompetenzdiagnostik steigern können.

  • Grundlagen der Kompetenz und deren Definition im berufsbildenden Kontext
  • Testtheoretische Qualitätskriterien für eine valide Leistungsdiagnostik
  • Kritische Analyse der klassischen Prüfungsformen (schriftlich, mündlich, praktisch)
  • Untersuchung innovativer Ansätze wie Situationsaufgaben und Evaluationsaufgaben
  • Eignung von Verfahren aus der betrieblichen Personalauswahl für den Einsatz an Berufsschulen

Auszug aus dem Buch

2.1) Der Kompetenzbegriff

Der Begriff Kompetenz ist zu einem Modebegriff geworden, welcher laut Meinung einiger Autoren derart unspezifisch und allumfassend verwendet wird, dass er damit eigentlich inhaltsleer geworden ist (vgl. z.B. Arnold 2002; Geißler/ Orthey 2002). Trotz der häufigen und oft unspezifischen Verwendung des Kompetenzbegriffs lassen sich einige wesentliche Merkmale herausstellen:

Kompetenz zeigt sich in der Bewältigung von Aufgaben (Performanz des Handelns), wird aber als Disposition interpretiert (vgl. Sloane/ Dilger 2005, S. 12f.). Somit ist Kompetenz auf der einen Seite kontextualisiert und spezifisch, auf der anderen Seite aber auf Transfer und Verallgemeinerung angelegt und bezieht sich dabei sowohl auf Handlungsvollzüge als auch auf die den Handlungsvollzügen zugrunde liegenden mentalen Prozessen wie Kognition, Motivation, Volition, Wissen und Können (vgl. Klieme/ Hartig 2007, S.13).

Die Herausforderung für die Kompetenzdiagnostik besteht zum großen Teil darin, von der extern gezeigten Performanz auf die intern vorhandenen Dispositionen zu schließen. Da menschliches Verhalten nicht nur situationsspezifisch ist, sondern auch relativ situationsüberdauernd beobachtet werden kann, ist es notwendig, beide Aspekte zu berücksichtigen (vgl. Holtz 2005, S. 23). Über eine einzelne Messung auf langfristig vorhandene Dispositionen zu schließen erscheint daher schwierig.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Wandel in der beruflichen Bildung hin zur Handlungskompetenz und die damit einhergehende Notwendigkeit, moderne Messverfahren an Berufsschulen zu etablieren.

2) Kompetenz als Ziel beruflicher Bildung: Dieses Kapitel definiert den Kompetenzbegriff, beleuchtet dessen Einbettung in Ordnungsmittel und analysiert die Rolle der Berufsschule sowie relevante Kompetenzmodelle.

3) Kompetenz und Leistungsdiagnostik: Es werden grundlegende Probleme der Kompetenzmessung, zentrale Funktionen der Leistungsmessung sowie testtheoretische Gütekriterien und Fehlerquellen bei der Bewertung analysiert.

4) Formen der Kompetenzmessung an der Berufsschule: Eine Bestandsaufnahme traditioneller sowie neuerer Verfahren (wie Situations- und Evaluationsaufgaben) erfolgt unter kritischer Prüfung ihrer Eignung für den Einsatz an Berufsschulen.

5) Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer für einen Methodenmix, der durch eine stärkere prozessbegleitende Beobachtung und eine bessere Operationalisierung Kompetenzen ganzheitlich erfassbar macht.

Schlüsselwörter

Kompetenzmessung, Handlungskompetenz, Berufsschule, Leistungsdiagnostik, Testtheorie, Validität, Reliabilität, Situationsaufgaben, Evaluationsaufgaben, Personalauswahl, Bambeck Competence Instrument, Leistungsmotivationsinventar, berufliche Bildung, Prüfungspraxis, Feedbackkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Qualität der Kompetenzmessung an Berufsschulen und in Abschlussprüfungen und analysiert, wie diese durch moderne Diagnostikmethoden verbessert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Definition von Handlungskompetenz, die Analyse klassischer Prüfungsformen sowie die Bewertung neuerer Ansätze aus der betrieblichen Personalauswahl.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Prüfungspraxis, um dem Anspruch der beruflichen Handlungskompetenz gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturstudie zum Kompetenzbegriff, zu Testgütekriterien und zu bestehenden Messverfahren basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich den Problemen der Leistungsdiagnostik, der kritischen Bestandsaufnahme bestehender Prüfungsformen und der Eignungsprüfung alternativer Verfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Handlungskompetenz, Kompetenzdiagnostik, Validität, Berufsschule und Methodenmix.

Welche Rolle spielen die im Anhang aufgeführten Instrumente?

Sie dienen als praktische Beispiele, um zu verdeutlichen, wie verschiedene Kompetenzbereiche (z. B. soziale Kompetenz, Leistungsmotivation) methodisch operationalisiert werden können.

Warum wird das Bambeck Competence Instrument (BCI) besonders hervorgehoben?

Das BCI wird als besonders geeignet eingestuft, da es ökonomisch ist und auch affektive Kompetenzen erfasst, die in klassischen Prüfungen oft zu kurz kommen.

Warum reicht eine einmalige Prüfung laut Autor nicht aus?

Da Kompetenzen Dispositionen sind, lassen sie sich nur valide über eine Summe von Beobachtungen in unterschiedlichen Situationen und über einen längeren Zeitraum erfassen.

Welche Kritik übt der Autor an aktuellen Abschlussprüfungen?

Sie konzentrieren sich häufig zu stark auf träges Faktenwissen und werden den Anforderungen einer ganzheitlichen beruflichen Handlungskompetenz oft nicht gerecht.

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Details

Title
Kompetenzmessung an Berufsschulen
Subtitle
Grenzen und Reichweiten
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,0
Author
Felix Frohneberg (Author)
Publication Year
2009
Pages
104
Catalog Number
V141393
ISBN (eBook)
9783640506460
ISBN (Book)
9783640506675
Language
German
Tags
Kompetenz Kompetenzmessung Berufsschule Kompetenzdiagnostik Prüfungswesen Abschlussprüfungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Frohneberg (Author), 2009, Kompetenzmessung an Berufsschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141393
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